Sturmtief "Friederike" zieht über Deutschland
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Sturmtief "Friederike" zieht über Deutschland

Es wird ein stürmischer Tag: Meteorologen warnen vor Orkanböen, massiven Verkehrsproblemen und starken Schneefällen. Ihr Rat an die Menschen in betroffenen Regionen: Bleiben Sie zu Hause.

    100.000 Menschen von Stromausfällen betroffen

    In Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern sind 100.000 Menschen von Störungen und Stromausfällen betroffen, berichtet "RP Online" unter Berufung auf den Netzbetreiber "Westnetz" in Dortmund.

    Sturmböen in Berlin ab dem Nachmittag erwartet

    Der Kern von Sturmtief "Friederike" werde am Nachmittag voraussichtlich knapp an Berlin vorbeiziehen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Eine Unwetterwarnung gebe es für die Hauptstadt vorerst nicht. Die Lage in Berlin dürfte nach Einschätzung des Sprechers angesichts von erwarteten Sturmböen mit 65 bis 85 Stundenkilometern aber "nicht harmlos" werden.
    Einschränkungen waren in der Hauptstadt zunächst nur indirekt spürbar. So habe die Wetterlage in Amsterdam zur Streichung von drei Flügen nach Berlin-Tegel geführt, sagte Flughafensprecher Lars Wagner. Auch am Flughafen Schönefeld laufe bislang alles "gut und regelmäßig", so Wagner. Die S-Bahn Berlin teilte am Mittag mit, der Zugverkehr laufe ohne Einschränkungen.
     
    In Emmerich ist während des Orkantiefs ein Mann von einem Baum erschlagen worden. Das teilte der WDR auf Twitter mit.

    Der Zugverkehr ist jetzt in ganz Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz eingestellt. Einen Überblick über die aktuellen Verkehrsmeldungen erhalten Sie auf den Seiten der Deutschen Bahn:

    Aktuelle Verkehrsmeldungen

    Verkehrsmeldungen aus den Regionen
    Auf dieser Karte sammelt die Deutsche Bahn alle aktuellen Einschränkungen im Bahnverkehr:
    von Tibor Martini bearbeitet von Carsten Werner 1/18/2018 1:02:51 PM

    Leser Detlef Landwehr berichtet aus Rödinghausen:

    Hier in Rödinghausen (nördlicher gelegen im Kreis Herford) knickten die Bäume um wie Streichhölzer

    -Detlef Landwehr

    Bis zu 200km/h Windgeschwindigkeit

    "Friederike" erreicht laut dem Deutschen Wetterdienst jetzt auch Thüringen. In Erfurt wurden Windgeschwindigkeiten von 120 km/h gemessen, auf dem Brocken wurden sogar 200 km/h überschritten!
     
     
    von Tibor Martini bearbeitet von stefanie.schluenz 1/18/2018 1:15:45 PM

    Update zum Todesfall in Emmerich

    Auf einem Campingplatz am Rhein in Emmerich-Elten ist ein 59-Jähriger von einem Baum erschlagen worden. Nach Angaben der Polizei war er sofort tot. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Der Einsatz laufe noch, sagte ein Polizeisprecher.

    Ein Leser meldet aus Paderborn:

    Hier in PB-Innenstadt fliegende Dachpfannen, ein Glastisch mit guten Flugeigenschaften, aber schlechten Landeeigenschaften, ein Blechdachelement (ca. 6 X 0,80) hängt abgeknickt über dem Kabel der Weihnachtsbeleuchtung, vor der Fußgängerampel fast vom Sturm in den Verkehr gedrückt worden. Der Sturm erinnerte mich an meine Marinezeit, Winterstürme in Bremerhaven.

    -myge
    von David Ruch bearbeitet von stefanie.schluenz 1/18/2018 1:24:02 PM

    Aus Unna wurde uns dieses Video zugesendet: 

    Sturm "Friederike" wird zum Orkan heraufgestuft

    Das Tief "Friederike" ist vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zum Orkan heraufgestuft worden. Das Unwetter habe Orkanstärke erreicht, sagte ein DWD-Sprecher in Offenbach. Es treten Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde auf. Der DWD warnt vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln oder anderen umherfliegenden Gegenständen. Betroffen seien die Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen, Bayern.
    von Carsten Werner bearbeitet von stefanie.schluenz 1/18/2018 1:37:40 PM

    Wer zahlt bei Unwetterschäden am Haus?

    Sturmschäden sind in der Regel über die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung abgesichert. Die Gebäudeversicherung zahlt für Schäden am Haus, wie etwa abgedeckte Dächer, zerstörte Schornsteine oder Schäden durch umgefallene Bäume. Wir sagen Ihnen, wie Sie am besten bei Schäden vorgehen.

    Bitte beachten:

    Nicht aus dem Haus gehen, nicht überholen, Notruf freihalten.
    Am sichersten sind Sie im Moment zu Hause!
     

    Sturm wirft Kran und Lastwagen um

    Orkan "Friederike" richtet in Hessen immer größere Schäden an. In Kirtof im Vogelsbergkreis sei ein Kran umgeworfen worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen. Informationen über Verletzte lägen noch nicht vor. Laut ersten Informationen sei die Zufahrt zu dem Kran aufgrund von umgestürzten Bäumen nicht möglich. Auf der Bundesstraße zwischen Brauerschwend und Reuters (Vogelsbergskreis) seien zwei Lastwagen durch Böen umgekippt. Andere Lkw-Fahrer sollten ihre Fahrzeuganhänger an der Leitplanke festbinden, um sie vor dem Umstürzen zu bewahren, erklärte die Polizei. Hier gab es ebenfalls keine Informationen über Verletzte.

    Orkan fegt mit mit 203 km/h über den Brocken

    Der Orkan «Friederike» hat am Donnerstagnachmittag seinen Höhepunkt über Hessen, Thüringen und dem südlichen Niedersachsen erreicht. Im Tiefland seien Spitzen-Windgeschwindigkeiten von 134 Kilometer pro Stunde im nordhessischen Frankenberg erreicht worden, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. In der thüringischen Hauptstadt Erfurt wurden 120 Kilometer pro Stunde gemessen, auf dem Brocken im Harz sogar 203. Von Westen komme langsam abnehmender Wind, erklärte der DWD.

    Sturmschäden am Auto – wer zahlt wann und was?

    Umgestürzte Bäume und schwere, verwehte Gegenstände können enorme Schäden an Ihrem PKW anrichten. Die Kosten für die Reparatur werden unter Umständen von Ihrer Teilkaskoversicherung gedeckt. Fällt ein morscher Baum auf Ihr Auto, muss der Grundstückseigentümer zahlen. Übrigens; Die Kfz-Versicherung zahlt in der Regel nur Reparaturkosten für unmittelbare Sturmschäden.

    Bahn stellt Fernverkehr bundesweit ein

    Wegen des Sturmtiefs "Friederike" hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr bundesweit vollständig eingestellt. Fernverkehrszüge bleiben in den Abfahrtsbahnhöfen stehen oder werden in Bahnhöfen unterwegs gestoppt, wie eine Sprecherin des Konzerns sagte. Der Stopp werde voraussichtlich den gesamten restlichen Tag andauern. Es handle sich um eine Sicherheitsmaßnahme, weil etwa umgestürzte Bäume oder andere Gegenstände auf den Gleisen liegen könnten.

     

    Wegen "Friederike" steht auch der Regionalverkehr der Bahn in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt vollständig still. Das Sturmtief fegt seit Donnerstagmorgen mit hohen Windgeschwindigkeiten vom Westen nach Osten über Deutschland und richtete vielerorts Schäden an.

     

    Ein Sprecher der Deutschen Bahn hat die Entscheidung verteidigt, vorsorglich den Fernverkehr in ganz Deutschland einzustellen. «Das ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, weil die Störungen durch den Sturm doch so gravierend sind, dass wir Fernzüge schlichtweg nicht mehr durchbekommen», sagte Bahnsprecher Achim Stauß.

     

    «Es wäre fahrlässig, die Züge irgendwo, wo man noch fahren kann, noch fahren zu lassen - und dann bleiben Hunderte Fahrgäste auf irgendeinem Bahnhof oder schlimmstenfalls auf freier Strecke hängen. Diese Situation müssen wir vermeiden, und deshalb diese harte Entscheidung, den Fernverkehr komplett in Deutschland einzustellen», sagte Stauß. Wer heute irgendwo strande, der bekomme auch eine Betreuung. «Der bekommt also einen Hotelgutschein oder eine Übernachtung im Zug», sagte Stauß. «Wichtig ist, dass nichts passiert. Wir müssen unsere Reisenden und auch unser Personal schützen.»

     
    Alle Einschränkungen im Überblick gibt es auf der Seite der Deutschen Bahn.
    von Tibor Martini bearbeitet von Carsten Werner 1/18/2018 2:27:27 PM
    ich kann bei der ganzen Thematik Sturmprobleme bei der Bahn eins nicht verstehen. Warum werden unsere Bahntrassen nicht grundsätzlich weiträumig von Baumbewuchs freigehalten?Nur weil gewisse Umweltschützer es durchsetzen, dass die Bahn nur auf eine Breite von 6m je Seite freischneiden darf. Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Da muss sich unbedingt was ändern. Für mich ist da nicht die Bahn dran schuld. Das ist ein politisches Problem, was schnellstens angegangen werden sollte.

    -Udo

    Bisher keine Einschränkungen in Berliner Nah- und Regionalverkehr

    Trotz des herannahenden Sturmtiefs "Friederike" gibt es in Berlin und Brandenburg derzeit keine Einschränkungen im regionalen Bahnverkehr. Das betrifft auch die S-Bahnen und die U-Bahnen in Berlin, wie Sprecher der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Deutschen Bahn am Donnerstagnachmittag mitteilten. Fernverkehrszüge würden Berlin hingegen nicht mehr verlassen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn weiter mitteilte. Fernverkehrszüge mit dem Ziel Berlin, die bereits unterwegs waren, würden die Hauptstadt aber noch anfahren.

    Situation im Harz: "Bäume fallen um wie Streichhölzer"

    Sturm "Friederike" hat nach Angaben der Polizei im Harz für Chaos gesorgt. "Die Bäume fallen um wie Streichhölzer", sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Goslar. Die Einsatzkräfte kämen mit dem Sperren von Straßen und dem Räumen der umgestürzten Bäume nicht mehr hinterher. Eigentlich sei der gesamte Oberharz unpassierbar. Auf der Bundesstraße 242 zwischen Clausthal-Zellerfeld und St. Andreasberg waren mehrere Autofahrer vorübergehend durch umgestürzte Bäume eingesperrt. Es habe auch eine Reihe von Verkehrsunfällen gegeben. Verletzte gebe es aber bisher nicht.

    Zweites Todesopfer durch "Friederike" in Nordrhein-Westfalen

    Infolge des schweren Wintersturms "Friederike" ist in Nordrhein-Westfalen ein zweiter Mensch getötet worden. In Lippstadt im Kreis Soest kam ein 68-jähriger Transporterfahrer bei einem Zusammenstoß ums Leben, wie die Polizei in Soest mitteilte. Der Transporter war bei starken Sturmböen auf einer Kreisstraße umgekippt. Dabei geriet er auf die Gegenfahrbahn, wo ein 40 Tonnen schwerer Lastwagen in das Fahrzeug hineinfuhr.

     

    Für den Fahrer des Transporters aus Geseke kam jede Hilfe zu spät - er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der 73-jährige Fahrer des 40-Tonners aus Rheda-Wiedenbrück wurde nach dem Unfall am frühen Donnerstagnachmittag verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Auch am Niederrhein war ein Mann infolge eines Sturmunfalls gestorben. Der 59-Jährige wurde auf einem Campingplatz in Emmerich-Elten von einem umstürzenden Baum erschlagen, wie die Polizei in Kleve mitteilte. Er starb an der Unglücksstelle.

    Warnung vor Sturmböen in Berlin

    Die Hauptstadt wird vom Orkan "Friederike" zwar verschont werden. Diplom-Meteorologin Claudia Salbert aber warnt: „Im Berufsverkehr zwischen 17 und 18 Uhr muss mit schweren Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometer gerechnet werden. Auch hier können Bäume umgeknickt und Dächer beschädigt werden.“

    "Friederike" im Westen herabgestuft - "Orkan der Königsklasse"

    Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat das Tief «Friederike» teilweise vom Orkan zum Sturm heruntergestuft. «Für Nordrhein-Westfalen, den westlichen Teil Niedersachsens, den Nordwesten Hessens und für Rheinland-Pfalz ist die Orkanwarnung um 16 Uhr aufgehoben worden, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Weitere Aufhebungen würden «Zug um Zug» folgen, während sich das Sturmtief nach Osten verlagere. Allerdings gelte die Orkanwarnung vor allem im Osten Deutschlands wohl noch bis zum späten Abend, sagte Friedrich.

     

    Wirklich windstill werde es in den nächsten Stunden aber auch in den Regionen nicht sein, in denen das Sturmtief nicht mehr als Orkan gilt. «Sturmböen bis Windstärke 9 mit Geschwindigkeiten bis zu 85 Kilometern in der Stunde sind immer noch möglich», warnte der DWD-Tornadobeauftragte. Die höchsten Windgeschwindigkeiten seien in den Mittagsstunden auf dem Brocken im Harz gemessen worden, wo der Orkan eine Geschwindigkeit von 203 Kilometern in der Stunde erreichte. «Damit haben wir genau elf Jahre nach «Kyrill» wieder einen Orkan der Königsklasse», so Friedrich.

    Heute ist Jahrestag eines anderen verheerenden Orkans 

    .....und das Ganze auf den Tag genau 11 Jahre nach Kyrill....

    -Michaela K.

    Köln ist vorsichtig optimistisch 

    Hier im Kölner Norden beruhigt sich langsam alles wieder, denke das gröbste ist durch.

    -Frank S.
     

    Weiteres Todesopfer: Feuerwehrmann in Thüringen von Baum erschlagen

    Das Sturmtief "Friederike" hat in Thüringen ein Todesopfer gefordert. In Bad Salzungen wurde ein Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde schwer verletzt, wie ein Sprecher der Polizei in Suhl mitteilte. Nach Angaben der Wartburgkreises soll es sich bei den Verunglückten um Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzungen handeln.

     

    Wie der Polizeisprecher weiter sagte, können zunächst keine näheren Angabe zum Unfallhergang gemacht werden. Vor Ort herrsche nach wie vor Lebensgefahr. Wegen des Sturms gestalteten sich die Bergungsmaßnahmen sehr schwierig. Zur Betreuung der Angehörigen der Verunglückten sowie deren Kameraden sei ein Kriseninterventionsteam im Einsatz.

     
    Damit ist die Zahl der Todesopfer durch den Orkan auf drei gestiegen. In Lippstadt in NRW kam ein 68-jähriger Transporterfahrer ums Leben, als sein Fahrzeug bei starken Sturmböen auf einer Kreisstraße umkippte und von einem Lkw gerammt wurde. Am Niederrhein war ein 59-Jähriger auf einem Campingplatz in Emmerich-Elten von einem umstürzenden Baum erschlagen.

    Mädchen in Mittelhessen bei Orkan schwer verletzt

    Ein etwa zwölf Jahre altes Mädchen ist im mittelhessischen Stadtallendorf während des Orkans "Friederike" schwer verletzt worden. Wie der Landkreis Marburg-Biedenkopf mitteilte, wurde es vermutlich von einem umstürzenden Baum oder herabfallenden Ast getroffen. Über die näheren Hintergründe war zunächst nichts bekannt. Der Unfall stehe aber im Zusammenhang mit dem Orkan.
    Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der Todesopfer! Schlimm!!!!

    Schuldach hebt ab: Kinder bleiben unverletzt

    In Pößneck hat der Sturm das Dach einer Schule abgerissen, in der sich noch Kinder befanden. Nach Angaben des Landratsamtes Saale-Orla-Kreis blieben bei dem Vorfall am Donnerstagnachmittag alle Schüler unverletzt. Das Dach des Grundschulgebäudes hob demnach ab und landete auf dem Schulhof. Am Freitag wird in der Schule kein Unterricht stattfinden. Dafür sollen erste Sicherungsmaßnahmen an der Dachkonstruktion vorgenommen werden. Es sei noch unklar, wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden könne, hieß es in der Mitteilung der Behörde.

    Behörden sperren alle Straßen im Oberharz

    Der Oberharz ist wegen der Auswirkungen von Orkantief "Friederike" seit Donnerstagnachmittag weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Wegen zahlreicher umgekippter Bäume seien alle Zufahrtsstraßen gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung Goslar. Auch viele andere Straßen im Kreisgebiet seien unpassierbar. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Lage als chaotisch. Es stürzten nach wie vor in großer Zahl Bäume auf die Fahrbahnen. Trotz zahlreicher Verkehrsunfälle sei bisher niemand verletzt worden.

    "Friederike" schlägt "Kyrill" bei Windgeschwindigkeit

    Das Orkantief "Friederike" hat am Donnerstag eine höhere Windgeschwindigkeit erreicht als der Sturm "Kyrill" im Jahr 2007. Das teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Nachmittag auf Twitter mit. "Friederike schlägt Kyrill, was die maximale Windböe betrifft. Vor exakt 11 Jahren gab es 202 km/h auf dem Wendelstein, heute meldete der Brocken eine Böe von 203 km/h", hieß es.

    Mehrere Hundert Menschen in Berlin gestrandet

    Mehrere Hundert Menschen sind nach Einstellung des Fernverkehrs der Bahn in Berlin gestrandet. Am Hauptbahnhof hat die Deutsche Bahn einen ICE bereitgestellt, wo sich Wartende aufhalten und aufwärmen können. Dutzende Menschen stehen an den Servicepoints des Unternehmens Schlange. Teilweise organisierten sie sich in kleinen Gruppen, um Sammeltaxis zu bestellen, etwa für das Fahrtziel Hamburg. Die Bahn hat Informationstafeln aufgestellt, auf denen Fahrgäste die wichtigsten Informationen ablesen können. Nach Angaben der Bahn gibt es im Regionalverkehr keine Einschränkungen.

    Bahn muss gestrandeten Fahrgästen Übernachtung zahlen

    Die Deutsche Bahn erstattet Reisenden, die wegen des Sturms "Friederike" gestrandet sind, die Kosten für nötige Übernachtungen. Das gilt, sofern die Fortsetzung der Fahrt am selben Tag unmöglich oder unzumutbar ist. Das schreiben die Fahrgastrechte der Bahn vor. Alternativ ersetzt die Bahn die Kosten für ein anderes Verkehrsmittel in Höhe von maximal 80 Euro, wie das Unternehmen erklärt. Organisiert die Bahn ein anderes Verkehrsmittel oder eine Übernachtungsmöglichkeit, so hat dies Vorrang vor einer selbst organisierten Alternative.
     
    Die Bahn rief am Donnerstag angesichts der Einstellung des bundesweiten Zugverkehrs dazu auf, zum Beispiel Fahrgemeinschaften zu bilden. Auch Taxigutscheine werden an den Bahnhöfen ausgegeben. Jeder Einzelfall werde kulant geprüft, sagte ein Bahn-Sprecher. Bahnkunden müssen auch am Freitag mit deutlichen Einschränkungen rechnen.

    Bahnverkehr läuft in Norddeutschland wieder an

    Einzelne Züge seien zwischen Bremen und Norddeich Mole gestartet, teilt die Deutsche Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auch einige S-Bahnen, etwa von Hannover nach Hildesheim und von Celle nach Hannover, fahren wieder. Seit dem Nachmittag starten bundesweit allerdings keine Fernzüge der Deutschen Bahn mehr. Der Fahrgastverband "Pro Bahn" kritisiert das als "etwas übertrieben". Dort, wo der Wind schwächer sei und keine Bäume an den Gleisen stünden, müsse der Betrieb nicht eingestellt werden.

    Lastwagenfahrer stirbt während des Sturms bei Autobahnunfall

    Bei einem Unfall während des stürmischen Wetters im Süden Brandenburgs ist ein Lastwagenfahrer ums Leben gekommen. Das Fahrzeug sei auf der Autobahn 13 (Berlin-Dresden) bei Ortrand nahe der Grenze von Brandenburg zu Sachsen in die Mittelleitplanke geprallt und umgestürzt, teilte das Polizeipräsidium in Potsdam mit. Zum Zeitpunkt des Unfalls sorgte das Sturmtief «Friederike» für erhebliche Böen. Ob der Lastwagen eindeutig wegen des Sturms verunglückte, war nach Polizeiangaben am Abend noch unklar.
    von Carsten Werner bearbeitet von Jonas Mueller-Töwe 1/18/2018 5:48:07 PM

    Zahl der Todesopfer durch den Orkan steigt weiter

    Die Zahl der Todesopfer des Orkantiefs ist auf sechs gestiegen, davon drei in Nordrhein-Westfalen. Ein Feuerwehrmann starb im sauerländischen Sundern, in Lippstadt wurde ein Lkw-Fahrer getötet, in Emmerich ein Mann auf einem Camping-Platz. In Thüringen erlitt ein weiterer Feuerwehrmann tödliche Verletzungen. Im Süden Brandenburgs verunglückte ein Lkw-Fahrer auf der A13 tödlich, nachdem Böen sein Fahrzeug erfassten. In Mecklenburg-Vorpommern starb eine Autofahrerin.
     
    Allein in NRW sollen außerdem 41 Menschen verletzt worden sein, teilten Feuerwehr und Polizei mit. Die Rettungskräfte rückten zu Tausenden Einsätzen aus. 
     
     
    von Jonas Mueller-Töwe bearbeitet von Lukas Martin 1/18/2018 6:01:50 PM
    Im Süden der Hauptstadt scheint das schlimmste vom Sturm durchgezogen zu sein! Bleibt zu hoffen, das es im ganzen Land so aussieht und nicht noch schlimmer kommt! Eine aktuelle Wetterkarte mit der momentanen Lage wäre für einen Überblick sehr hilfreich!

    -Achim

    Aktuelle Lage in Deutschland

    In weiten Teilen des Landes hat sich die Lage etwas entspannt – doch vor allem im Osten Deutschlands gelten weiterhin Unwetterwarnungen. Einen Überblick finden Sie hier beim Deutschen Wetterdienst.

    Pro Bahn: Einstellung des Fernverkehrs "etwas übertrieben"

    Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den sturmbedingten bundesweiten Stopp des Fernverkehrs der Deutschen Bahn kritisiert. «Vorsicht ist natürlich immer eine gute Sache, aber man kann auch übervorsichtig sein», sagte der Pro-Bahn-Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann. «Gleich gar nichts zu tun, das erscheint uns doch etwas übertrieben.» Dort, wo der Wind schwächer sei und keine Bäume an den Gleisen stünden, müsse der Betrieb nicht eingestellt werden.

     

    Die Nutzung sogenannter Aufenthaltszüge in den Bahnhöfen sei zwar besser, als unterwegs zu stranden. «Aber wenn ich weiß, dass die Strecke noch frei ist, sollte ich versuchen, die Leute noch nach Hause zu bringen. Das kann man mit reduzierter Geschwindigkeit machen.» Der Bahn-Stillstand in ganz Deutschland sei «undifferenziert», sagte Naumann weiter. «Man muss dort den Verkehr einstellen, wo es nicht geht und wo Gefahr droht. Und wenn die Gefahr nicht überall droht, dann muss man auch den Verkehr nicht überall einstellen.» Die Deutsche Bahn reagierte mit Unverständnis auf die Kritik. «Sicherheit geht vor», sagte eine Bahn-Sprecherin am Abend.

    Heute vor 11 Jahren habe ich mit Wehen bei Kyrill gezittert. Heute habe ich auch gezittert. Hier war es kurz und heftiger als bei Kyrill. Dächer abgedeckt und die Kinder könnten auf dem Schulweg kaum gegen den Sturm anlaufen.

    -Katja

    Bundeswehr unterstützt Bergungsarbeiten nach tödlichem Unfall

    Nach dem Orkan "Friederike" unterstützt die Bundeswehr mit einem Schützenpanzer die Bergungsarbeiten an einem Unfallort im thüringischen Bad Salzungen. Dort war am Nachmittag ein 28 Jahre alter Feuerwehrmann von einem Baum erschlagen worden. Es seien wegen des Orkantiefs "Friederike" so viele Bäume umgestürzt, dass Feuerwehr und Polizei mit ihren Einsatzfahrzeugen nicht mehr vorwärts gekommen seien, sagte ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr. Deshalb habe das Panzergrenadierbataillon 391 dem Amtshilfeersuchen der Polizei stattgegeben. Ein Schützenpanzer des Typs Marder solle nun aushelfen. Zuvor hatte der MDR darüber berichtet.

    Der junge Feuerwehrmann hatte versucht, eine Autofahrerin zu befreien, und war dabei ums Leben gekommen. Außerdem sei ein 57 Jahre alter Helfer der freiwilligen Feuerwehr Bad Salzungen schwer verletzt worden, teilte der Wartburgkreis mit.

    Deutsche Bahn verteidigt Stopp des Bahnverkehrs

    Nach Kritik des Fahrgastverbandes "Pro Bahn" hat die Deutsche Bahn ihre Entscheidung verteidigt, vorsorglich den Fernverkehr in ganz Deutschland einzustellen. "Das ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, weil die Störungen durch den Sturm doch so gravierend sind, dass wir Fernzüge schlichtweg nicht mehr durchbekommen", sagte Bahnsprecher Achim Stauß am Nachmittag.

    Er fügte hinzu: "Es wäre fahrlässig, die Züge irgendwo, wo man noch fahren kann, noch fahren zu lassen und dann bleiben Hunderte Fahrgäste auf irgendeinem Bahnhof oder schlimmstenfalls auf freier Strecke hängen. Diese Situation müssen wir vermeiden und deshalb diese harte Entscheidung, den Fernverkehr komplett in Deutschland einzustellen." In zehn Fernbahnhöfen richtete die Bahn sogenannte Aufenthaltszüge ein, in denen gestrandete Reisende zur Not auch übernachten können.

    Tödlicher Unfall in Mecklenburg-Vorpommern

    Sturmtief «Friederike» hat auch in Mecklenburg-Vorpommern einen tödlichen Verkehrsunfall ausgelöst. In der Nähe von Neubrandenburg starb eine 61-jährige Autofahrerin. Wie die Polizei berichtete, verlor sie südlich von Penzlin vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit bei widrigen Straßenverhältnissen die Kontrolle über ihr Auto und schleuderte gegen einen entgegenkommenden Lastwagen. Damit starben in Deutschland mindestens sechs Menschen durch den Orkan oder seine Folgen.
    von Carsten Werner bearbeitet von Jonas Mueller-Töwe 1/18/2018 7:15:07 PM

    140.000 Haushalte im Osten ohne Strom

    Das Orkantief «Friederike» hat zahlreiche Haushalte in Ostdeutschland von der Energieversorgung abgeschnitten. Folge seien zahlreiche Stromausfälle, berichtete die Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) in Chemnitz. Nach Angaben des Unternehmens waren bis zu 140.000 Kunden ohne Strom, nachdem Masten, Leitungen und andere Anlagen durch den Orkan beschädigt worden waren.

     

    Bis zum Donnerstagabend reduzierte sich die Zahl nach Angaben einer Sprecherin auf etwa 65.000 Kunden. Rund 350 Mitarbeiter arbeiteten daran, auf andere Leitungen umzuschalten, um rasch viele Haushalte wieder anzuschließen. Das Unternehmen verfügt über ein Elektrizitätsverteilernetz von rund 74.000 Kilometern Länge in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Zu den Anteilseignern zählen den Angaben nach auch rund 650 ostdeutsche Kommunen.

    Junge kommt wegen Orkan im Auto zur Welt

    Der Orkan hat zwar den Wagen seiner Eltern, aber nicht den kleinen Paul aufhalten können: In einem Auto hat eine Frau in Köln ihr Baby zur Welt gebracht. Papa und Mama waren am Nachmittag zur Entbindung auf dem Weg in die Klinik, als eine sturmbedingte Straßensperrung die pünktliche Ankunft zunichte machte, berichtete die Feuerwehr. Der kleine Junge erblickte noch vor Ankunft von Rettungsdienst und Notarzt im Auto das Licht der Welt.

    Über den Notruf ging die Nachricht von der beginnenden Geburt ein. Der Leitstellendisponent gab am Telefon fortwährend Anweisungen bis er im Hintergrund das Neugeborene schreien hörte. Der Papa durfte dann mit Hilfe der eingetroffenen Einsatzkräfte die Nabelschnur durchtrennen.

    von Jonas Mueller-Töwe bearbeitet von Lukas Martin 1/18/2018 9:03:43 PM

    Freitag sollen wieder Bahnen fahren – mit Einschränkungen

    Nach der Zwangspause soll der Fernverkehr der Deutschen Bahn am Freitagmorgen wieder anrollen. Jedoch sind in einigen Regionen weiter Einschränkungen zu erwarten. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen seien noch wichtige Strecken gesperrt, teilte die Bahn am Donnerstagabend mit. Lesen Sie mehr dazu in unserem Überblick.

    Verheerende Orkanbilanz

    Der Sturm hat mindestens sechs Todesopfer gefordert, mindestes 41 weitere Menschen wurden verletzt. Der Bahnverkehr kam zum Erliegen, große Schäden wurden gemeldet. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Lesen Sie hier eine erste Bilanz. Und kommen Sie weiter sicher durch die Nacht!
     
     
     
     
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