Der Skoda Superb Combi im Dauertest - jetzt gilt's!
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Der Skoda Superb Combi im Dauertest - jetzt gilt's! Live

Der Skoda Superb Combi ist einer der Lieblinge unter vielen Kombis. Was hat er wirklich auf dem Kasten? Deshalb nimmt die Redaktion von t-online.de den langen Tschechen genau unter die Lupe. Und zwar Tausende Kilometer über mehrere Monate lang. Wenn Sie Fragen zum Auto haben oder Ihnen etwas besonders gut - oder gar nicht gefällt - sagen Sie es uns. Einfach das Kommentarfeld auf dieser Seite nutzen.

  • Hier kommen unsere Erfahrungen mit dem Skoda Superb auf einer 14-tägigen Urlaubsreise in die italienischen Alpen, an die Côte d'Azur und durch die Provence.

    Um ein erstes Fazit vorweg zu nehmen: Wir sind begeistert und überlegen ernsthaft, einen Superb zu kaufen. Allerdings wird’s wohl kein Diesel werden (ich mag das Brummen nicht), und ein Viertürer - mit etwas weniger Extras…

    Privat fahre ich einen 11 Jahre alten Peugeot 406 Coupé – und benötigte noch nie einen Combi. Auch diesmal war trotz vollem Superb-Kofferraum (bei geschlossener Abdeckung) noch massig Platz im Wagen.

    Teil 1 - Italien

    Zu zweit machten wir uns auf den Weg zu einer abwechslungsreichen Camping-Reise – zunächst nach Nord-Italien. Wir ließen uns Zeit. Zwischen Österreich und der Schweiz fuhren wir Richtung Lago Maggiore. Das Navi (eingewöhnungsbedürftig, wenn man sonst 'nur' ein mobiles Blaupunkt hat) sollte uns unter Vermeidung von Maut- oder Vignettenpflichtigen Straßen zunächst zum San-Bernardino-Pass im schweizerischen Kanton Graubünden führen – und tat das auch.

    Vor dem Tunnel unter dem San Bernardino zweigte die kleine, sehr wenig befahrene Nebenstraße zum Pass ab.

    Vor dem Aufstieg zum San-Bernardino-Pass
    Im Winter ist diese Straße fast durchgehend gesperrt, verrieten uns Verkehrsschilder.

    Ein wahrer Kletterkünstler

    Uns kam auf der kurvigen Serpentinen-Straße bis zum Pass kein einziges Auto entgegen. Der Superb bewältigte den teils steilen Weg mühelos. Die Automatik stand auf "Sport", damit nicht zu früh hochgeschaltet wird. Straßenlage, Lenkung, Fahrverhalten wie in einer Oberklasse.

    Schon nach wenigen Minuten erreichten wir sehr bequem das Plateau – 2065 Meter über dem Meeresspiegel – siehe Navi-Foto. Die Außentemperatur war auf 12,5 Grad gefallen. Unten im Flachland waren wir bei 30 Grad gestartet.

    2065 Meter über dem Meeresspiegel, sagt das Navi.
    von Martin Mrowka

    Ein paar Meter weiter vom Pass entfernt parkten wir
    und genossen die Stille inmitten der einsamen Hochgebirgs-Natur.


    Auf dem San-Bernadino-Pass
    Den Lago Maggiore erreichten wir nach gut zehn Stunden Fahrt (inkl. Pausen) und über 600 km erst nach Einbruch der Dunkelheit. Kaputt war ich (einziger Fahrer) nicht – noch ein weiterer Pluspunkt für die Bequemlichkeit im Skoda Superb. Wir übernachteten in Verbania.

    Am nächsten Tag ging's weiter
    über Nebenstraßen Richtung Aosta. Die kurvenreiche Strecke zog sich dann doch, so dass wir bei Pont Saint-Martin auf die Autobahn fuhren. Fast 20 Euro knöpfte man uns in Aosta für diese Strecke ab – ganz schön viel.
    Blick in den Parco Nationale Gran Paradiso
    Doch letztlich kamen wir schnell bei unserem ersten Camping-Ziel an – im Parco Nationale Gran Paradiso. Auch die vorerst letzte Berg-Etappe von Aosta nach Cogne schafften wir mühelos und schlugen unser Zelt am frühen Nachmittag auf 1670 Meter Höhe auf einem Campingplatz auf.  

    von Martin Mrowka bearbeitet von Timo Bürger 9/19/2016 7:51:24 AM
  • Nun geht's weiter mit unserem Bericht zur Urlaubsfahrt mit dem Skoda Superb Combi.

    Teil 2 - Frankreich

    Nach der kräftezehrenden Trekking-Tour durch den italienischen Nationalpark rund um den Gran Paradiso ging unsere Fahrt Richtung Mittelmeer. Erneut sparten wir uns größtenteils die Autobahn-Maut und fuhren in Italien stattdessen über gut ausgebaute Landesstraßen. Landschaftlich ist die Gegend um Turin zwar nicht gerade ein "Hit". Aber von der Athmosphäre der Po-Ebene bekommt man auf der zeitlich und spritmäßig aufwändigeren Strecke natürlich mehr mit. 

    Später direkt am Meer – man wundert sich, wie weit die Alpen in Frankreich nach 
    Westen reichen – fuhren wir dann über
    Monaco, Nizza und Cannes nach Saint-Raphaël.
     In der Nähe campierten wir für vier Tage Bade-Urlaub nur 20 Meter vom Strand entfernt. Seele baumeln lassen…

    Kleiner Abstecher zum Hafen von Monte Carlo.  

    Danach ging’s in die Provence. Unser Ziel war Bédoin in der Nähe von CarpentrasDie Hauptreisesaison war zu Ende, es wurde merklich ruhiger. Und wir genossen unseren Resturlaub bei gut 30 Grad und herrlichem Sommer-Wetter. 
    Es standen auch Ausflüge auf unserer Agenda. Wir machten uns an einem Sonntag auf eine Tagestour ins knapp 30 Kilometer entfernte Gordes auf. Das Bergdorf gehört zu den "plus beaux Villages de France" – also eines der "schönsten Dörfer Frankreichs" – das mussten wir uns anschauen. Um es vorweg zu nehmen: Uns hat es dort gar nicht gefallen, teure Touri-Preise in einem Ort ohne Athmosphäre

    Gordes - nicht unbedingt eine Reise wert. 

    Vielleicht war auch das zuvor Geschehene für unseren späteren schlechten Eindruck verantwortlich. Wie fast durchweg während unserer Skoda-Testfahrt hatten wir das Navi auf "Landschaft" eingestellt – also weder zeitlich noch entfernungsmäßig optimiert. 

    Dieser Weg wird kein leichter sein…

    Durch verschlafene Wein-Dörfer führte uns das Navi, dann sollten wir in eine Nebenstraße abbiegen. Wir folgten artig, wenn uns auch die Beschaffenheit des Weges schon nach wenigen Metern zu denken gab. Es wurde zunehmend steiniger und unebener. 

    Der Superb bewältigte den Weg dank 4x4-Antrieb im langsamen Schritttempo jedoch mühelos. Warum nicht mal einen Weg fahren, auf dem offenbar schon lange kein Auto mehr gefahren war?

    Meine Frau auf dem Beifahrer-Sitz äußerte zwar den Wunsch umzukehren – ich vertraute jedoch dem Auto. Zumal wir etwa 200 Meter hätten rückwärts fahren müssen, da der Weg keinen Platz zum Wenden ließ. Also weiter.
    Nach etwa 300 Metern erreichten 
    wir dann wieder eine geteerte Straße und setzten unsere Fahrt entspannt fort.
    Doch plötzlich meldete sich der Reifendruck-Assistent im Armaturenbrett. Wir machten also nach dem überraschenden Offroad-Abenteuer eine kurze Pause und kontrollierten. 

    Es zischte leise. Dem Auto ging es nach wie vor gut. Doch das linke Vorderrad war wohl zu nah an einen spitzen Stein geraten: Der Reifen war seitlich eingeritzt und verlor langsam Luft. Die Pause war abrupt zu Ende, wir beeilten uns nach Carpentras zu fahren, wo wir Tankstelle und/ oder Werkstatt vermuteten. 

    Gut 20 Kilometer durch weitgehend menschenleeres Gebiet mit einem defekten Reifen lagen vor uns, etwa 7 Kilometer vorher fanden wir eine kleine Tankstelle mit Bedienung – geöffnet am Sonntagmittag! Unsere Rettung. 

    An dieser kleinen Tankstelle nahe Mazan wurde uns geholfen. Ganz links im Schatten der Superb. 

    Ein Radwechsel stand an. Hatte ich vor Jahren schon mehrfach mal gemacht, aber ein wenig Hilfe kann ja nicht schaden. Tatsächlich fanden sich zwei freundliche Franzosen, die in diesem kleinen Dorf mit Ihrer Muskelkraft und einem Kreuzschlüssel aushalfen. Der jüngere sprach sogar ein wenig englisch, da mein Werkstatt-Französisch beschränkt ist. Unser Allrad-betriebener Skoda hatte tatsächlich ein Reserve-Rad an Bord – heutzutage bei Neuwagen keine Selbstverständlichkeit mehr. 

    Das Ersatzrad war dank selbsterklärendem Skoda-Zubehör schnell montiert. 

    Nach etwa einer Stunde Arbeit (inkl. Ein- und Ausräumen des halbvollen Kofferraums) war das Fahrzeug wieder fahrbereit. Das Rädchen erlaubte zwar nur 80 km/h – die Geschwindigkeitsbegrenzung der Straßen aber auch. 

    Über 1000 Kilometer von zuhause entfernt malten wir uns bereits wahre Horror-Szenarien für unsere am Dienstag geplante Heimfahrt aus. Nach dem enttäuschenden Besuch in Gordes fuhren wir langsam zurück zum Campingplatz. In unserer Rezeption kannte man einen Reifenhändler in Carpentras, bei dem man telefonisch einen Ersatzreifen in der richtigen Größe bestellte. 

    Schon um Nachmittag war der Reifen in der Werkstatt angekommen, wie man uns telefonisch sagte. Also auf nach Carpentras. 

    Skoda Superb mit Hilfsrad wartet beim Reifenhändler auf das neue Rad. 

    Und nach 30 Minuten und 162 Euro weniger hatten wir den neuen Reifen drauf. Unserer Rückfahrt in die Heimat stand bzw. rollte nichts mehr im Wege. 

    Auf dem letzten Teilstück der Heimfahrt nutzten wir dann auch mal ausgiebig die Autobahn. Dabei kam auch das ACC zum Einsatz, der Skoda-Tempomat mit automatischer Abstandskontrolle und -Regulierung. Wer es noch nicht kennt – ausprobieren!  Ich war begeistert.  Hilft die Elektronik doch erheblich, den Fahrstress zu reduzieren. Gerade auf längeren Strecken ein unschätzbarer Vorteil. Abseits der Autobahn hilft das Teil aber kaum. 

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  • Die wichtigsten Daten unseres Dauertestwagens.
     
    Nachtrag zu den Kosten: Mehr als 52.000 Euro ist natürlich eine Menge Geld. In der schwächsten und dann auch recht nackigen Variante kann man den Superb auch für rund die Hälfte des Geldes haben.
    Die komplette Preisliste (Stand 2016), und was die Ausstattung so kostet, finden Sie hier.
    von Jan Eger, t-online.de bearbeitet von Timo Bürger 9/19/2016 7:45:58 AM
  • So riesig ist riesig in der Praxis: 633, 660, 1865, 1950. Liter. So viel passt in den Kofferraum des großen Tschechen. Je nachdem ob man den Kofferraumboden absenkt oder nicht und ob man die Rücksitzlehnen umklappt oder nicht. 
    Klingt viel - aber was das in der Praxis bedeutet, das habe ich vor der Fahrt in unseren Familienurlaub getestet. Zwei Erwachsene, zwei Kinder und jede Menge Gepäck sollten hineingehen in den Skoda... - sehen Sie selbst im Video:
     


    Der Kofferraum des Skoda im Praxistest (Video: Jan Eger)
    von Janosch57 via YouTube
     
    von Jan Eger, t-online.de via null bearbeitet von Timo Bürger 9/19/2016 7:45:54 AM

  • t-online-Leser EBP'B beschwert sich, dass der Skoda wie ein VW ausschaut, hat darüber hinaus noch ein paar Fragen: 
    Geht die Karre auch noch im vollgeladenem Zustand in 7,7 auf Hundert? Und wie sieht es mit dem Sprit aus? Und überhaupt hat die Kiste eine gewaltige Macke: Wenn man etwas genauer hinschaut , ist das doch ein VW.EBPBAugust 8:56

    Antwort: In vollgeladenem Zustand zieht der Superb immer noch prächtig. Allerdings brauche ich keine Unter-Acht-Sekunden-Beschleunigung, wenn ich mit Gepäck fahre.
    Auf meiner Urlaubsreise nach Nord-Italien und Südfrankreich fuhr ich etwa drei Viertel abseits von Schnellstraßen und Autobahnen. Statt dessen oft Nebenstraßen und Alpen-Pässe statt Tunnel. Der Verbrauch lag da über acht Liter. War es mir aber wert. (Dazu folgt noch mein Reise-Bericht.)
    Und die Ähnlichkeit mit einem Volkswagen ist für eine 100-Prozent-Tochter von VW bestimmt rein zufällig...  ;-)
  • Ich beantworte hier mal ein paar User-Anmerkungen:

    Erstens
    wo bleibt der vergleich ... wie passen die ganzen Sachen in einem Passat oder Audi, Ford, oder Opel .......
    der Test hinkt doch schon wieder hinten und vorne..... typisch Bild. und das beste kommt noch - dieser kommentar fliegt gleich raus. grüße RainerRainer Wildum 18. August 23:35

    Antwort: Herr Wild, es gibt Vergleichs- und Einzeltests - dieser hier ist als Einzeltest angelegt. Es ist zwar nicht schwer, sich auch mal persönlich die Daten für einen Vergleich im Internet herauszusuchen, aber ich werde die Anregung dennoch an die Kollegen der Auto-Redaktion weitergeben. Sie dürfen sich allerdings nicht vorstellen, dass bei uns vor der Tür alle gängigen Autotypen herumstehen, um mal eben einen schnellen Vergleich aus dem Hut zaubern zu können.
    Und, sehen Sie, Ihre Zuschrift ist nicht herausgeflogen. Mit "Bild" haben wir davon abgesehen rein gar nichts zu tun. Und, nein, wir profitieren auch weder von Rundfunkgebühren, noch von den Festnetzanschlüssen namhafter Telefonanbieter.

    Zweitens
    Bzgl. Soundanlage: klingt das Canton system wirklich sehr gut, d.h. tonal angenehm musikalisch, räumlich stimmen und Instrumente gut gliedernd oder nur besser als die übliche Massenware aus dem VW Konzern? Die sind nämlich kaum zumutbar.Belaum 18. August 21:01

    Antwort: Wie im Post am 3. August bereits geschrieben fand ich persönlich den Sound sehr hörbar. Das hat sich auch inzwischen nicht geändert, sowohl bei Textsendungen im Radio oder Hörbüchern, als auch bei Musik diverser Stilrichtungen. Bei intensiven Interesse würde ich einem Musikliebhaber dennoch immer einen persönlichen Test empfehlen - so wie beim Kauf einer Musikanlage für die Wohnung.

    Drittens
    Fragen:
    - wie ist die Laufkultur des Motors zu bewerten?
    - wie ist die Innen-Geräuschentwicklung bei höheren Geschwindigkeiten? Typischerweise ist in dieser Presiklasse ordentlich bis ca. 150 km/h, aber darüber wird dann in manchen Modellen überproportional laut. Ist der Superb besser?Belaum 18. August 21:13

    Einschränkungen zu meiner Antwort: Ich bin Kleinwagen-Fahrer und habe keinen Vergleich zu Laufkultur und Geräuschen bei teureren Oberklassenfahrzeugen von Mercedes, BMW oder dergleichen. Ich kann nur sagen, dass ich beides im Skoda als sehr angenehm empfunden habe, auch noch bei Tempo 200.

    Viertens
    Und warum nennt man es nicht so?DAS IST WERBUNG!um 18. August 17:15

    Antwort: Nein.
  • von Timo Bürger bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 8/17/2016 10:39:44 PM
  • T-Online-User Super-B fährt das Auto vor allem beruflich - und ist weiterhin "äußerst zufrieden":
    Ein ideales Auto für Leute die sehr viel auf der Straße unterwegs sind. Ich bin ca. 5- 7000 km monatlich beruflich auf der Straße und fahre schon den dritten Superb hintereinander. Das ist Aussage genug. Auch einen vierten würde ich wieder kaufen, schon wegen des Platzangebotes.
    Einziger großer Mangel sind die Außenspiegel.
    Sie sind gegenüber zum Vorgängermodel kleiner geworden und sie sind nicht mehr geteilt, so das ich den toten Winkel nicht mehr ausschließen kann. Auch gibt es keine vernünftige Halterung für die Wasserflasche des Fahrers.

    Insgesamt gesehen, bezeichnet man das wohl als äußerst zufrieden!Super-Bum 11. August 12:16
    Übrigens: Ich übernehme nun den Wagen bei 10.000 km - und habe geeignete Abstellflächen für Flaschen oder Dosen bereits entdeckt. :-)
    Und in der Armlehne ist noch ein Kühlfach - mit Temperaturregler!

  •  
    Wie ist das Handling zu beurteilen ? Ihre Meinung und Erfahrung, vor allem zum Wenden und zum manuellen Einparken (vor allem in engen Parkhäusern) interessiert mich sehr

    -genschman
    Für ein relativ großes Auto finde ich das Handling ziemlich gut - nicht nur in engen Parkhäusern, auch in engen italienischen Gässchen, wo wir gerade waren. Die Übersicht ist gut, ich hatte das Gefühl, die Größe des Autos gut abschätzen zu können, und die Sensoren samt Rückfahrkamera sind auf jeden Fall hilfreich.
    Klar, es ist kein Kleinwagen, aber auch dafür ist der Wendekreis nicht zu groß.
  • Kleines Bilderrätsel: Was ist das hier?
     

    Was, glauben Sie, ist der dicke, schwarze Knopf da auf dem Bild? Eine Notkurbel, falls der elektronische Fensterheber nicht funktioniert? 

    Auf jeden Fall die Krönung der Gimmicks in diesem Auto, das als König der Gimmicks bezeichnet werden kann.

    Da wären zum Beispiel:
    – der dreifach verstellbare Kofferraum,
    – vier praktische Aufhänghaken rechts und links im Kofferraum,
    – eine Art Aufbewahrungssack für leichtere Gegenstände im Kofferraum,
    – ein winziger Mülleimer zum Beispiel fürs Kaugummi in der Fahrertür. Mit Mülltüten.

    Bei letzterem stellt sich allerdings die Frage: Wo kriegt man die Ersatztüten dafür her?

    Nun aber zurück zur Eingangsfrage - Antwort: ein Regenschirm, versteckt in der Fahrertür …

    (Fotos: Jan Eger)
     
    In der Beifahrertür gibt’s noch einen.
  • (Foto: Jan Eger)

    Ein Hingucker, der Lange

    In diesem Blog war schon von der „Seatisierung“ Skodas die Rede. Nun sind wir als Familie zufrieden mit unserem Fabia, aber wegen seines Designs haben wir ihn sicher nicht gekauft. Und auch die anderen Skodas sind - okay, Geschmack ist Ansichtssache - nicht die alleraufregendsten Autos auf der Welt.

    Da hat der neue Superb schon einen Sprung gemacht. Scheint jedenfalls so zu sein. In anderthalb Wochen haben mich bereits vier Menschen auf das Auto angesprochen. Was das denn für einer sei und so weiter.

    Das hatte ich das letzte Mal mit meinem alten Alfa Romeo erlebt.

  • Super Sound
    Ist hier jemandem guter Klang im Auto wichtig? Dem sei gesagt, dass sich die 540 Euro für das Subwoofersystem der deutschen Lautsprecherschmiede Canton durchaus lohnen. Damit lässt sich auch bei enormer Lautstärke gute Musik genießen. Egal ob zum Beispiel „Galvanise“ von den Chemical Brothers oder die Symphonie „Aus der neuen Welt“ von Anton Dvořák. Das rockt
    (Foto: Jan Eger)
     
  • Die recht lange Sendepause in diesem Auto-Blog muss erklärt werden, liebe User. Und zwar so: Derjenige, der unseren Langzeit-Testwagen gerade eigentlich auf Herz und Nieren prüfen sollte, unser erfahrener Autotester Timo Bürger, wurde plötzlich und unvorhersehbar durch gewichtige private Gründe davon abgehalten.

    Und ich, der jetzt früher als geplant in den Genuss des superben Testautos gekommen ist, bin kein erfahrener Autotester. Ich, in der Redaktion normalerweise zuständig für Politik und andere Katastrophen, wollte das Auto eigentlich zusammen mit meiner Familie auf seine Familien- und Urlaubstauglichkeit testen: Wie viel passt rein? Wie finden die Kinder das Auto? Dazu wird es auch bald mehr geben: im Praxistest, zu viert mit zwei Kindern zum Camping-Urlaub an den Gardasee.

    Mit Fahreigenschaften und Beschleunigung, Straßenlage und Sicherheitstechnik kenne ich mich dagegen nicht derart profund aus, dass ich darüber einen Testbereicht schreiben könnte. Völlig laienmäßig kann ich nur sagen: Der Skoda Superb Combi gefällt mir insgesamt so gut, dass ich ihn sofort behalten würde … wenn wir ihn uns denn leisten könnten. Elegant, aber nicht protzig. Schnell, aber nicht aggressiv. Und innen einfach riesengroß und sehr praktisch, ohne dass er von außen wie ein Arbeitskombi der alten Schule wirken würde, wie ihn die Konzernmutter gerne baut.

    Mehr zu Tempomat und Parkhilfe

    Aber vielleicht kann ich zwischenzeitlich doch mal was über zwei Fahrhilfesysteme berichten, die den Skoda Superb auszeichnen sollen: die automatische Distanzregelung und die Einparkhilfe (610 Euro extra). Das eine finde ich, im Gegensatz zum Kollegen Bernhard Vetter und einem User, super - das andere … na ja, gewöhnungsbedürftig.

    1. Die automatische Distanzregelung, kurz ACC (kostet 320 oder 820 Euro extra, je nach Spitzengeschwindigkeit), ist eine Weiterentwicklung des Tempomats, wie sie unser Skoda Fabia, Baujahr 2008, auch schon hat. Skoda nennt das "Geschwindigkeitsregelanlage" und baut sie auch noch in den Superb ein, wenn einem das ACC zu teuer ist oder sonstwie nicht gefällt.
    So erklärt die Bedienungsanleitung den Tempomat plus Abstandhalter. Etwas Übung braucht's dennoch. (Foto: Jan Eger)

    Während meine Frau mit dem einfachen Tempomat nicht gerne fährt, nutze ich ihn gern. Auch wenn so was besser geeignet ist für gemütliches Fahren auf leeren amerikanischen Highways als für die hecktische Fahrerei auf vollen deutschen Autobahnen. Dennoch sorgt der einfache Tempomat bei längeren Autobahnen für ein wenig Entlastung.

    Wie das zusammen mit der automatischen Abstandshaltung funktioniert, hat Kollege Vetter früher in diesem Blog ausreichend erklärt. Anders als ihn und User Dirk Rettuschep nervt mich die Weiterentwicklung allerdings überhaupt nicht. Getestet auf der vierspurigen A5 zwischen Darmstadt und Frankfurt mit vielen Spurwechseln und sehr unterschiedlich schnell fahrenden Fahrzeugen hat es für mich hervorragend funktioniert.

    Ganz gewiss passt aber nicht jede Fahrweise zu so einem System: Jemand, der gerne offensiv fährt, immer der erste ist und es nicht gerne sieht, wenn vor ihm einer in die Lücke reinfährt, kommt damit sicher nicht gut zurecht. Aber wenn man sich auf eine zurückhaltende, vorausschauende Fahrweise einlässt, bei der man auch mal andere vorlässt, kann damit wunderbar entspannt fahren. Und schnell.

    Und im übrigen lässt sich zwar die Distanzregelung zwar nicht abschalten, wohl aber die Distanz verringern, so dass das Auto erst später anspringt (dafür aber umso heftiger bremst). Und wem das immer noch nicht passt, der muss eben auf diese Ausstattungsvariante verzichten. Den normalen Tempomat gibt’s ja auch.

    Das Unpraktischste fand ich den Hebel, der knapp unter dem fürs Fernlicht sitzt. Was zur Folge hat, dass ich am Anfang ab und zu mal die Lichthupe betätigt hatte, ohne es zu wollen.

    2. Die Einparkhilfe: oder “Parklenkassistent”, wie Skoda das nennt. Und zwar drei Punkt null. Wow. Soll Parklücken sowohl längs der Fahrbahn als auch solche quer dazu (also zum Beispiel auf dem Supermarktparkplatz) erkennen und einem dann beim Einparken helfen. Bei Querparkplätzen vorwärts wie rückwärts, kann man wählen.

    Wenn man’s kann, klappt das System gut (abgesehen davon, dass es auf Supermarktparkplätzen bisweilen Erkennungsprobleme hat). Aber bis man’s kann … hui. Man sollte üben! Üben! Üben!

    “Ja, klar”, sagen da alle. Mag sein, aber das steht nirgendwo. Und wo üben, das ist auch nicht so einfach. Supermarktplätze gibt’s genügend, aber da gibt’s leine Längsparkplätze. Und ausgestorbene Straßen, in der trotzdem viele Autos an der Seite stehen, gibt’s auch nicht so oft, wie man vielleicht mutmaßen könnte. Also heißt es üben, während hinter einem der Verkehr drängelt oder nette Konkurrenten im Straßenverkehr einem die Lücken zum Rangieren zu fahren. Und gleichzeitig auf Empfehlungen des Systems auf dem Display, die Rückfahrkamera und Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel achten. Das kann schon mal Schweißflecken verursachen.

    Zudem muss sich der Skoda-Fahrer vergegenwärtigen, dass es Park”lenk”assistent heißt. Das System übernimmt nicht das komplette Einparken, nur das Lenken. Vorwärts- und Rückwärtsgang einlegen, Gas geben und nicht zuletzt bremsen muss man selbst. Klar, mag da mancher sagen. Mir war es das zunächst nicht. Aber immerhin konnte ich mich so davon überzeugen, dass die automatische Notbremse bestens funktioniert.

    Wenn der Assistent rechts eine Parklücke erkennt, zeigt das Display einem an, wann man den Rückwärtsgang einlegen sollte. (Foto: Jan Eger)
     
  • Warum testen Sie ein Fahrzeug, welches nicht lieferbar ist? Autohof Reimers Pinneberg, im Februar bestellt, eventuell im Oktober lieferbar!!

    -Ulrich Möbius

    Lieber User, das ist für uns als Redakteure wirklich nicht vorher absehbar, ob's mit einem bestimmten Auto Lieferschwierigkeiten geben könnte. Dafür müssten wir uns das Auto ja tatsächlich selbst kaufen - und das können wir beim besten Willen nicht.

    Vielleicht ist das Auto ja derart begehrt, das Skoda mit der Produktion nicht nachkommt - das müssten wir mal nachfragen. Oder was sonst für ein Grund dahinter stecken könnte.

     
  • Habt ihr auch einen unabhängigen Abgastest machen lassen?

    -um.denken
     
    Lieber User,
    das wäre durchaus interessant, aber das können wir uns leider nicht leisten.
  • 5000 Kilometer sind runter - es wird mal wieder Zeit für eine Zwischenbilanz. (Foto:t-online.de)

    von Timo Bürger bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 7/25/2016 8:34:41 AM
  • Gut 80 Stunden Fahrzeit und exakt 5000 Kilometer abgespult. Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Fazit - das ist uns am Skoda Superb Combi aufgefallen:

    1.) Der lange Tscheche ist vor allem praktisch: Gebrauchte Taschentücher landen im Mini-Mülleimer in der Fahrertür, das tägliche Konglomerat aus Geldbeutel, Schlüssel, Kaugummipäckchen findet Platz im klimatisierten Staufach unter der Mittelarmlehne, die Sonnenbrille lässt sich im Dachhimmel-Kippfach unterbringen oder das Handy in der PhoneBox in der Mittelkonsole und so weiter. Für Gegenstände und Krimskrams fast jeglicher Größe findet sich garantiert die passende Ablage. Oder nützliche Utensilien wie Regenschirme (in den Vordertüren) oder Eiskratzer (im Tankdeckel) haben ihre eigenen Stauräume.

    2.) Der Skoda Superb ist unkompliziert: Knöpfchen gedrückt – und es funktioniert. Die Bedienung, Belegung und Funktion der meisten Tasten erschließt sich schnell. Häufiger genutzte Funktionen wie Klimaanlage oder Fahrmodus lassen sich direkt und schnell über separate Drehregler und Tasten einstellen. Auch die diversen Fahrassistenten lassen sich mit einem Knopfdruck auswählen. Nur bei eher selten genutzten Einstellungen wie beispielsweise der Änderung der Ambiente-Beleuchtung muss man sich durch die einzelnen Ebenen des "Columbus“-Systems tippen.

    Unkompliziert und praktisch - klingt einfach, sorgt aber dafür, dass man ziemlich entspannt unterwegs ist. Und weiter geht's!
    von Timo Bürger bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 7/25/2016 8:34:38 AM
  • Und schon wieder wird die nächste Dieselkutsche aus deutscher(?) Fertigung durchgenudelt: Liebe Leute ! Welche Zukunft hat ein Diesel-PKW ? Spätestens wenn Sie mit einem Diesel in keine Innenstadt mehr fahren dürfen, wird das auch denen auffallen, die heute noch denken "in dieser Fahrzeugklasse"(??) erfreue sich ein Benziner zu geringer Beliebtheit.I Nemesisum 9:54

    Dem User "I Nemesis" sei eine Antwort auf eine ähnliche User-Anmerkung von vor über einem Monat ans Herz gelegt:


    Unser Leser fan.tast hatte damals eine Frage:
    Was mich sehr stört: Warum werden hier weiterhin Dieselautos hochgejubelt?
     
    Lieber fan.tast,

    wir versuchen die Dieselfahrzeuge nicht hochzujubeln, sondern sie möglichst objektiv zu beschreiben. In dieser Fahrzeugklasse spielen  -  vor allem bei Flottenfahrzeugen und Vielfahrern - Benzinmotoren (noch?) eine eher untergeordnete Rolle.


    von Timo Bürger via null bearbeitet von Jan Eger, t-online.de 7/13/2016 12:25:52 PM

  • Unser Superb hat tatsächlich die Launch Control, die in der Bedienungsanleitung beschrieben wird. Und ich hatte auch endlich die Gelegenheit, dieses Feature zur maximalen Beschleunigung einmal auszuprobieren. Wenigstens kurz. Hier gibt's ein Video davon:
    Superb mit Launch Control auf verlassenem Firmenparkplatz.
    von Au To via YouTube

    Unspektakulär ist das Ganze deshalb, weil es zwar im ersten Gang wie am Gummi gezogen nach vorne geht, im zweiten Gang der Vortrieb dann aber schon wieder normal ist.
    Ein nettes Spielzeug, das bestimmt jeder Skoda-Fahrer einmal ausprobiert, und dann nie wieder.


    Inzwischen habe ich den Schlüssel für den Superb wieder bei den Kollegen der Autoredaktion abgegeben, und deshalb wird es Zeit für mein Fazit.

    Nach rund 3000 Kilometern in etwas mehr als zwei Wochen kann ich sagen, dass ich den Superb gerne gefahren bin. Nachdem ich mehrere nervige Piepser nach zwei Tagen erfolgreich abgeschaltet hatte - die Kollegen vor mir mochten anscheinend unter anderem die akustische Rückmeldung der Fernbedienung - hatte ich einen überraschend komfortablen Reisewagen.

    Was mir gefallen hat:
    • die gute Geräuschdämmung,
    • die kommode Fahrwerksabstimmung,
    • die gute Verarbeitung,
    • das sehr schnell rechnende Navi mit freundlicher Stimme,
    • der moderate Verbrauch von etwa 6,8 Litern auf 100 Kilometern bei gemischter Fahrweise und
    • das gelungene sportlich-elegante Außendesign, das diesen großen Wagen geschickt verpackt.
    Was mir nicht gefallen hat:
    • die nicht abschaltbare Abstandsregelung des Tempomaten (siehe Eintrag unten),
    • die Sitze (die Sitzposition ist zu hoch, man muss sich verrenken, um die Ampel sehen zu können - und der Seitenhalt vor allem im oberen Rückenbereich ist zu gering),
    • die teilweise etwas lieblose Grafik in den beiden Displays und
    • die konservative Gestaltung des Armaturenbretts und der Mittelkonsole (das Auto wirkt innen um einige Jahre älter als außen).
    Wofür es weder Plus- noch Minuspunkte gibt:
    • das riesige Platzangebot (ich brauche es schlicht nicht),
    • den Allrad-Antrieb (brauche ich auch nicht),
    • der schlüssellose Zugang (funktioniert größtenteils wie erwartet, aber ich kann auch gut ohne)
    • einige Details, die nicht optimal gelöst sind, an die man sich aber nach ein paar Tagen gewöhnt hat.

    Unter dem Strich hat mich das Auto positiv überrascht - und ich bilde mir ein, dass mir der eine oder andere Familienvater lüsterne Blicke zugeworfen hat. Vielen ist der Superb Combi mit diesem hohen Austattungsniveau natürlich schlicht zu teuer. Aber ich denke, dass er auch als zwei- oder dreijähriger Gebrauchter noch eine gute Figur macht und dann erschwinglicher ist.

  • Leser Thomas B. zum Thema Beschleunigung:
    Vielleicht liegt es ja daran, dass ihr nen Diesel als Testfahrzeug habt, wenn das Beschleunigen nicht so passt. Ich fahr nen Octavia 1,8 Turbo 110 KW Bj. 2010 und kann mich über Beschleunigung mit Tempomat nicht beschweren. m, wenn ich aus ner 80 Baustellenzone auf der BAB wieder auf mein Tempo kommen möchte.Thomas B.um 25. Juni 22:27
    Interessant auch, was Chris uns zur Abstandsregelung geschrieben hat:
    Schon seltsam, warum Skoda die Funktion des ACC so eng reglementiert hat. Bei meinem knapp 3 Jahre alten Passat lässt die Abstandsregelung ohne Probleme ein- und ausschalten. Ebenso kann man einstellen. wie großzügig oder klein dieser Abstand ausfallen soll, bzw. ab wann die Regelung eingreift.Chrisum 24. Juni 9:33
    Die Größe des Abstands können wir natürlich auch in verschiedenen Stufen regeln... Außerdem lässt sich über das Menü einstellen, wie stark das Auto beschleunigt, wenn wieder Platz ist. In den konkreten Fahrsituationen wirkt das aber oft wenig intuitiv.

    Passend dazu auch die Ausführungen von Dirk Rettuschep:
    Bei meinem Skoda Octavia III ist auch ein Acc eingebaut. Ich nutze es auf der Autobahn fast immer während der Fahrt und bin sehr zufrieden damit. Die Kritik des Testers kann ich nicht teilen. Im Octavia funktioniert das einwandfrei. Man kann das Beschleunigen und den Abstand auch entsprechend einstellen. Die Werkseinstellung war mir auch zu "unsportlich". Stellt man in den Einstellungen die sportliche Variante ein beschleunigt das Fahrzeug einwandfrei. Lediglich der kleinste einzustellende Abstand erscheint mir auch zu groß, zumindest bei trockener Fahrbahn. Bei nasser Fahrbahn ist er wiederum zu klein, da stelle ich ihn dann größer ein.
    Meiner Meinung nach ist das ACC sinnvoller als ein normaler Tempomat. Wer mit weniger Abstand und agiler fahren möchte kann dies ja ohne den Assistenten machen. Aufpassen muss man bei einem normalen Tempomat ohnehin auch!Dirk Rettuschepum 24. Juni 9:11
  • Beim Skoda Superb hat eine gewisse "Seatisierung" des Designs eingesetzt, wie der Vergleich mit einem Seat Leon zeigt. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, aber die Eigenständigkeit kann verloren gehen.

    Zwischen den beiden Autos parkte übrigens noch ein älterer Leon. Den musste ich rausschneiden, weil er meine Argumentationskette störte.
  • Leser jojo1178 schreibt über seine Erfahrungen mit dem etwas kleineren Skoda Octavia:
    1) Das mit dem ACC kann ich nur bestätigen. Ich habe diesen im Octavia III und würde auch gerade auf der Autobahn lieber mit einer CC als der ACC fahren. Vor allem, weil der Octavia wirklich sehr früh vom Gas geht.
    2) Der Notbremsassistent greift m. E. auch viel zu früh ein, vor allem, z. T. auch, wenn man schon weiß, dass man an dem Vordermann gut vorbei kommt. Vor allem bremst der Notbremsassistent ja nur bei "Blech" und nicht bei normalen Menschen. Manchmal würde ich den Notbremsassistenten ebenso gern abschalten können.
    3) Der Kickdown beim Diesel schaltet manchmal leider in Gänge, die bereits fast ausgefahren (> 3.500 U/min), so dass man eigentlich direkt wieder hochschalten muss. Ich hoffe, das haben sie für den Superb behoben.
    3) Schade, dass es für den Superb keinen RS mit dem "großen" TDI aus dem Passat gibt. Der würde ihm gut stehen. Dazu dann ein 7G-DSG und Allrad, dann wär das Teil ein Träumchen.jojo1178um 23. Juni 20:45
  • Schiffe unter sich: Skoka Superb Combi und Kölner Dom.
    Der Kölner Dom ist bekanntlich fünfschiffig, unser Superb nur einschiffig - das reicht aber aus. Auf der Heimfahrt nach Sonnenuntergang hat mir das Autobahnlicht des Wagens sehr gut gefallen. Es leuchtet vier Fahrspuren großflächig und vor allem streifenfrei aus. Ob man das Fernlicht noch dazuschaltet, macht kaum einen Unterschied.

    Die "adaptiven Frontscheinwerfer" (AFS) mit Bi-Xenon sind bei unserer Ausstattungslinie serienmäßig und würden sonst 1160 Euro kosten. Kleiner Nachteil: Beim Überfahren von Hubbeln "zuckt" die automatische Leuchtweitenregulierung und der Lichtkegel wackelt etwas.

  • Wie versprochen, wird jetzt einmal ein bisschen über den Superb gemeckert. Natürlich fährt er sehr schön - aber, mal ehrlich, sollte Skoda den Kunden für 50.000 Euro eine üble Rappelkiste vor die Tür stellen? Natürlich nicht. Also kommt's auch auf Details an.

    Der nervige Tempo-Assistent ACC

    Unser Testwagen ist ja mit dem Abstandsregeltempomaten ACC ausgestattet - das steht für Adaptive Cruise Control oder, wie Skoda es übersetzt, Adpativer Abstandsassistent - und kostet 320 oder 820 Euro Aufpreis, je nachdem, ob man nur bis 160 oder bis 210 km/h den Abstand regeln möchte.

    Der (oder die oder das) ACC hat aus meiner Sicht ein großes Manko: Die Abstandsregelung lässt sich nicht deaktivieren, das System sich also nicht in einen "normalen", statischen Tempomaten umwandeln. Möchte man in unserem Superb mit Tempomat fahren, wovon ich ja grundsätzlich ein großer Fan bin und was auch komfortabel ist, hat man immer den Abstandsregler "vor sich". In der Stadt und auf der Landstraße mag das noch in Ordnung sein, aber auf der Autobahn nervt es mich mehr als es mir nützt.

    Taucht nämlich vor einem ein langsameres Fahrzeug auf, geht der Superb vom Gas - und das wesentlich früher, als ich dies selbst tun würde. Das Auto wird also langsamer, während ich vielleicht gerade erst darüber nachgedacht hätte, mal so langsam links rüber zu fahren. Setzt man dann den Blinker, gibt der Superb wieder Gas. Das ist nicht schlecht - aber von gleichmäßigem Fahren, wie ich mir das mit einem Tempomaten vorstelle, kann nicht die Rede sein. Ständig muss man aufpassen, dass das Auto nicht versehentlich langsamer wird.

    Auch beim Beschleunigen lässt sich der Superb öfter mal Zeit und strebt einfach nicht die eingestellte Geschwindigkeit an, obwohl das menschliche Auge keine Hinderungsgründe entdecken kann. Dann muss man das Auto mit einem freundlichen Tritt aufs Gaspedal daran erinnern, wie schnell man doch eigentlich fahren möchte. Das ist für mich kein Assistenzsystem, sondern ein etwas dummer Computer, den ich dauernd überstimmen muss.

    Die Lösung könnte sein, dass man das A in ACC einfach ausschaltet und nur noch eine Cruise Control hat. Aber das ist im Skoda nicht möglich. Bei BMW lässt sich die Abstandsfunktion beispielsweise ganz einfach deaktivieren und aktivieren und ist bei einem Neustart auch stets wieder aktiv. Das finde ich eine sehr gute Lösung. Wie andere Hersteller das handhaben, weiß ich leider nicht. Ich würde auf jeden Fall den Aufpreis für ACC sparen. Ein normaler Tempomat ist beim Superb serienmäßig, außer bei der Einstiegsvariante - dort werden dafür moderate 220 Euro fällig.

    Grün, aber ein bisschen blöd

    Viele Autos haben heutzutage Grafiken, die einem anzeigen, wie ökologisch oder sparsam man fährt, so auch unser Skoda Superb. Leider scheint das System GreenScore nicht besonders helle zu sein. Zuckelt man mit 110 km/h über die Autobahn, schlägt es einem als erstes vor, langsamer zu fahren. Echt jetzt?
    Hier werden die Punkte für langsames Fahren vergeben. Da ich vor der Einfahrt in die Tiefgarage, wo das Foto entstand, durch eine 70er- und eine 30er-Zone gefahren bin, sind die Balken der angezeigten letzten drei Minuten relativ hoch.
    Überhaupt scheinen die Punkte, die man ernten kann, lediglich aufgrund der Geschwindigkeit vergeben zu werden: Neulich musste ich im Hunsrück auf einer kurvigen Landstraße kilometerweit mit 40 km/h hinter einem Lkw herzuckeln, weil es keine Überholmöglichkeit gab. Trotz eines Momentanverbrauchs von 15 Litern (es ging bergauf) gab's bei GreenScore volle Punktzahl. Fährt man dagegen auf einer leicht abschüssigen Autobahn mit 140 km/h und verbraucht dabei nur 4 Liter, bestraft einen das System konsequent mit Liebesentzug.

    Mein Rat: Gehen Sie niemals in dieses Menü.

    Seid Ihr alle da?

    Unser Testwagen hat den 2-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 190 PS (140 kW) - aber ich frage mich manchmal, ob diese 190 Pferdchen auch immer alle gleichzeitig da sind. Gerade beim Kickdown zum Überholen auf Landstraßen ist der Vortrieb nicht so vehement, wie ich es aufgrund der Zahlen erwarten würde.

    Das könnte an der Getriebeabstufung liegen. Der Skoda hat mit seinem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) zudem nur sechs Gänge zur Verfügung, wo andere Autos schon mit sieben oder mehr Schaltstufen unterwegs sind. So fällt der Schritt vom zweiten in den dritten Gang meines Erachtens ziemlich groß aus: Der Motor muss im zweiten Gang auf fast 2000 Touren kommen, denn dann geht's im dritten runter bis beinahe auf 1000 Umdrehungen. Zwischen dem fünften und sechsten Gang ist der Drehzahlsprung deutlich kleiner.
    Nicht schlecht: Die Spritladung aus Luxemburg hat schon für 720 Kilometer gereicht und ist voraussichtlich noch für weitere 360 Kilometer gut - insgesamt also deutlich über 1000 Kilometer. Der Durchschnittsverbrauch von 6,3 l/100 km geht beim gefahrenen Mix aus Autobahn, Landstraße und Stadtverkehr mehr als in Ordnung.
    Übrigens: Ich habe tatsächlich eine Ampel gefunden, hinter der man direkt auf 100 beschleunigen kann, denn ich will ja noch die Launch Control des Superb ausprobieren. Mehr dazu im nächsten Eintrag in ein paar Tagen.

  • Nachdem ich den Skoda Superb nun seit fast einer Woche fahre, wird's auch mal langsam Zeit, etwas drüber zu schreiben.

    Das Auto ist ein Raumgleiter und Kilometerfresser, das einen erstaunlich gut ans Ziel bringt.
    Erstaunlich deshalb, weil ich mir angesichts des geradezu riesigen Innenraums vorgestellt hatte, dass es lauter zugehen würde. Aber da knarzt auch auf den schlechtesten Straßen nichts - der Skoda scheint sehr verwindungssteif zu sein.
    Die Geräuschdämmung ist sehr wirkungsvoll.

    Besonders gut
    gefällt mir die "Comfort"-Einstellung der variablen Dämpfer. Damit filtert der Skoda auch grobe Unebenheiten der Straße weg, ohne zu sehr zu wanken - und auch ohne wegen Unterdämpfung springender Räder, was vor allem in Kurven zu einem leichten Versetzen führen würde. Ich dachte zwar nicht, dass ich das jemals sagen würde, aber der Skoda federt mindestens genauso gut wie ein luftgefederter Mercedes und - wenn man bei den Autos mit verstellbaren Dämpfern bleiben möchte - besser als ein 6er Gran Coupé oder 7er von BMW.

    Premiere für mich:
    Der Skoda ist das erste Auto mit Direktschaltgetriebe (DSG), das ich fahre - eine Automatik mit zwei Kupplungen. Auch hier bin ich positiv überrascht. Von den meisten Schaltvorgängen bekommt man überhaupt nichts mit. Das funktioniert besser als bei einer herkömmlichen Wandlerautomatik. Nur wenn man zum Beispiel rückwärts langsam einen Hang oder eine Rampe hinauffahren möchte, muss man Motor und Kupplung mit dem Gaspedal bei Laune halten, sonst rollt der Wagen weg - was er mit Wandlerautomatik nicht tun würde.

    Zu viel Lobhudelei? Keine Angst, ich habe an dem Auto auch einiges auszusetzen. Aber dazu mehr in einem der nächsten Einträge.
    Da freuen sich Fahrer und Auto: Diesel tanken für nur 95,1 Cent in Luxemburg. Geschickterweise haben wir zuvor den Tank fast leer gefahren, sodass wir rund 55 Liter zum günstigen Preis nachfassen konnten.
    Übrigens: In der Bedienungsanleitung habe ich gelesen, dass manche Superb-Modelle eine Launch Control haben, also eine Funktion für die maximale Beschleunigung aus dem Stand. Seitdem überlege ich, wo ich ein Stück trockene Straße finde, um das einmal auszuprobieren. Ampeln liegen ja selten direkt in einer 100er Zone. Meist gelten außerorts 70. Zur Not muss der Parkplatz eines großen Möbelhauses an einem Sonntagmorgen herhalten. Mal sehen.

  • Wer wie ich sonst einen Mini Cabrio fährt, fühlt sich im Skoda Superb quasi in ein Raumschiff versetzt. In diesem Auto ist Platz., sehr viel Platz! Schnell hatte der Skoda bei mir den Spitznamen "Döner-Auto" weg. Warum? Na: "Einmal komplett und mit alles", denn der Wagen ist mit allen erdenklichen Assistenten und Funktionen ausgestattet, die bei Skoda auf der Zubehörliste stehen. Und als Fachredakteur für Digitales und Technik muss man natürlich diese Funktionen und Gimmicks ausführlich testen. Das klappt auch alles sehr gut. Ein Beispiel: iPhone auspacken, via Kabel koppeln und schon kann man Apple Car Play nutzen und beispielsweise die eigene Musik vom Smartphone abspielen. Bedient wird alles mit dem Touchscreen des Autos.
     
    Der Superb war auch meine erste Begegnung mit Abstandstempomat und Spurhalteassistent. Man könnte beide zusammen doch quasi wie einen Autopilot ... nicht wirklich, denn nach maximal zehn Sekunden mahnen Piepton und Anzeige den Fahrer, das Lenkrad wieder selbst in die Hand zu nehmen. Und das ist auch gut so! Der Spurhalteassistent, der tatsächlich auch lenkt, ist leider nicht unfehlbar. So lenkte dieser in einem Örtchen im hessischen Ried ebenso plötzlich und unverhofft wie heftig auf eine Verkehrsinsel zu. Nur beherztes Gegenlenken hat Schlimmeres verhindert. Ich würde mir einen Knopf wünschen, mit dem ich gerade diesen Assistenten direkt an- und abschalten kann, anstatt mich jeweils mühsam durch ein Menü auf dem Touchscreen fummeln zu müssen.
     
    Sehr interessant ist auch die Rückfahrkamera, denn diese bietet mehrere umschaltbare Perspektiven. So gibt es eine Art "Draufsicht", bei der man gewissermaßen von oben herab auf das Heck sieht. Damit kann man über die Kamera sehr exakt an die Kupplung eines Anhängers oder in einer Garage an eine Wand heranfahren.
     
    Die Vollausstattung hat mit knapp 53.000 Euro ihren Preis, und der Skoda wird seinem Ruf "der billigere VW" zu sein, damit nicht mehr ganz gerecht. Dennoch, wer all diese ganzen Assistenten und Gadgets in einem Auto von BMW, Mercedes oder Audi haben will, der muss noch viel tiefer in die Tasche greifen.
     
    Fazit: Neben den ganzen technischen Spielereien – ich gebe zu ich stehe auf sowas – hat mich vor allem der wirklich üppige Platz begeistert. Ok, zwei Europaletten passen auch in meinen Mini Cabrio. Aber das dann nur bei gutem Wetter.
     

     
  • Ein Auto für einen Tag und eine Mission: Der Teppich muss von der Post in die Wohnung!

    In meinem 1er BMW wäre es da zusammen mit dem ebenfalls
    bestellten Brett schon eng geworden. Im Skoda Superb wirkt der 1,60 mal 2,24 Meter große Teppich schon fast verloren. Gut, er ist auch zusammengerollt – aber selbst das frauhohe Paket muss erst einmal in ein Auto passen.

    Rückbank umgelegt, Kofferraum zu.
    Die Leihgabe für einen Tag kommt nicht nur mir zu Gute, sondern auch allen, die sonst im Schritttempo hinter meinem offenen Kofferraum hätten her fahren müssen.

    Voll bepackt.
    von Anne Jäger

    von Anne Jäger bearbeitet von Timo Bürger 6/3/2016 4:21:10 PM
  • Nach drei Wochen, gut 30 Stunden Betriebszeit und fast exakt 1800 Kilometern auf dem Zähler wird es Zeit für (m)eine erste Mini-Bilanz. Aufgefallen ist: Der Skoda Superb ist sehr unkompliziert zu bedienen und zu fahren. Der Tschechen-Combi ist komfortabel ausgelegt – und das nicht nur im "Comfort"-Modus. Mal sehen, ob wir den Verbrauch noch unter die Sechs-Liter-Marke drücken können.

    von Timo Bürger bearbeitet von Bernhard Vetter, t-online.de 6/3/2016 7:50:46 AM
  • Ich hatte das Vergnügen, den Skoda Superb ein verlängertes Wochenende Probe zu fahren. Da ich das nicht als Auto-Redakteur tat, habe ich mich auf die Dinge konzentriert, die mir persönlich am Nützlichsten erschienen.

    Die erste Herausforderung, mein Fahrrad zu verladen – 28 Zoll, ohne das Vorderrad herauszunehmen – bestand der Superb mit Bravour.

    Fahrradtransport im Skoda Superb: Hier passt das 28er hinein, ohne igendetwas abmontieren zu müssen.

    Die zweite Aufgabe war eine, die nach meiner Ansicht jedes Auto heutzutage meistern muss, die problemlose Verbindung zu meinem Smartphone via Bluetooth. Ich möchte von meinem Smartphone Musik hören und damit telefonieren, ohne umständlich und verbotener Weise mit dem Gerät hantieren zu müssen.
    Auch hier zeigte der Skoda keine Blöße. Im Gegenteil: Beim Abspielen der Musikstücke zeigt er sogar die Albumcover an.


    Bei Musik vom Smartphone wird das CD-Cover angezeigt.

    Da ich ansonsten eher ein Freund von Analoginstrumenten bin, ist auch das Cockpit nach meinem Geschmack. Und ein nettes Gimmick befindet sich noch zwischen Drehzahlmesser und Tacho. Dort befindet sich eine Anzeige über die aktuell erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Das funktioniert sogar bei neuen Baustellen.


    Zwischen den Analoginstrumenten befindet sich eine Anzeige der aktuell erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Das funktioniert auch, wenn das Navi inaktiv ist.


    Und auch die Sitzheizung verdient Lob, denn sie schafft wohlige Wärme, ohne Oberschenkel und verlängerten Rücken zu verbrennen. 

    Was mir weniger gefiel, ist das Ansprechverhalten des Gaspedals. Hier macht der Motor immer eine kurze Gedenkpause, bevor er beschleunigt. Ob das der Automatik geschuldet ist, kann ich nicht sagen. Untermotorisiert ist das Auto mit seinen 190 PS jedenfalls nicht.

    Mein Fazit: Ein praktisches Auto, doch mit der gegebenen, nahezu vollständigen Ausstattung deutlich zu teuer.
    von Christian Fenselau bearbeitet von Anne Jäger 6/2/2016 8:10:25 AM
  • Auch Jungle-Grün-Metallic wird dreckig - also ab in die Waschanlage.

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