Live-Blog: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
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Live-Blog: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

  • Das Wichtigste in Kürze

    - Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern trotz schwerer Verluste gewonnen und kann weiterregieren. Der bisherige Koalitionspartner CDU kassierte eine bittere Niederlage und musste erstmals die AfD an sich vorbeiziehen lassen

    - Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ließ zunächst offen, mit welchem Partner er in den kommenden fünf Jahren regieren will. Die stabilste Mehrheit hätte eine erneute Koalition mit der CDU wie in den vergangenen zehn Jahren. 

    - Die Grünen rutschten in den Hochrechnungen unter die Fünf-Prozent-Hürde. Auch die Linke erlebte einen rabenschwarzen Wahltag. Sie fuhr das schlechteste Ergebnis in Ostdeutschland seit 25 Jahren ein. 

    - Die FDP stellte einmal mehr ihre Schwäche in Ostdeutschland unter Beweis, wo sie bei den vergangenen Wahlen stets den Sprung in die Landtage verpasst hat. Die rechtsextreme NPDfliegt aus dem letzten Landtag, in dem sie noch saß.

    - Die Wahlbeteiligung lag mit rund 61 Prozent deutlich über der von 2011 (51,5).

    von dpa-live Desk bearbeitet von Bernhard Vetter, t-online.de 9/4/2016 7:19:18 PM
  • Wir gehen auf die Zielgerade. In MV müssen nur noch 99 von 1896 Wahlbezirken ausgezählt werden. Die Wahlbeteiligung ist inzwischen auf 60,5 Prozent geklettert, deutlich mehr als die 51,5 Prozent von 2011.
  • Die Linke wirbt für Rot-Rot:
    Ich bin der Meinung, die CDU sollte in die Opposition gehen.

    Linke-Spitzenkandidat Helmut Holter im NDR-Fernsehen.
  • Für die Grünen wird es immer enger: Auch in der neuen ZDF-Hochrechnung von 20:56 Uhr scheitern sie mit 4,7 Prozent nun an der Fünf-Prozent-Hürde. Zuvor waren sie schon in der ARD-Hochrechnung auf 4,9 Prozent gefallen.
    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Bernhard Vetter, t-online.de 9/4/2016 7:34:27 PM
  • In Österreich verfolgen die «Gebrüder Moped» das Wahlgeschehen in Norddeutschland aus satirischer Perspektive.



  • Die Grünen verpassen nach Hochrechnungen vom späteren Abend den Wiedereinzug in das Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern. Das ZDF (20.56 Uhr) sah die Partei bei 4,7 Prozent der Stimmen, die ARD (21.14 Uhr) bei 4,9 Prozent. 

    Der Zwischenstand beim Landeswahlleiter lag nach Auszählung von 1797 von 1896 Wahlbezirken ebenfalls bei 4,7 Prozent für die Grünen. Die Partei hatte vor fünf Jahren den Einzug in den Landtag mit 8,7 Prozent geschafft und war im Parlament mit 7 von 71 Sitzen vertreten. 

  • Momentan war man nicht für Argumente offen, sondern wir mussten uns mit Emotionen auseinandersetzen.

    CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier betreibt Ursachenforschung für das schlechte Abschneiden der eigenen Partei. 
  • Es ist ein Tiefschlag von bundespolitischer Bedeutung, den CDU jetzt zu verarbeiten hat. Doch auch wenn die CDU-Anhänger in der Parteizentrale in Berlin an diesem Abend leise leiden: Eine Runde älterer Parteimitglieder, alle seit Jahrzehnten in der CDU, lässt den Frust raus. Von einem «Schlag ins Kontor» ist die Rede. Und davon, dass Merkel nicht mehr ihre Kanzlerkandidatin sei. Sie habe sich nicht überlegt, welche Nachwirkungen ihre Flüchtlingsentscheidung von vor einem Jahr haben könnte, klagt eine ältere Dame. Es sei schlicht «traurig, dass kein Parteivorsitzender mal an einen Nachfolgekandidaten denkt».




  • Woher bekommt die AfD ihre Stimmen? Ein Diagramm veranschaulicht, wie viele Wähler pro Partei zu den Rechtspopulisten abwanderten. Größte Gruppe waren dabei die Nichtwähler. Grafik: J. Reschke
  • Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern wirbt bei SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering für ein Ende des rot-schwarzen Bündnisses in Schwerin und einen Wechsel zu Rot-Rot. «Ich bin der Meinung, die CDU sollte in die Opposition gehen», sagt der Linke-Spitzenkandidat Helmut Holter im NDR-Fernsehen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hielt sich bei der Frage bedeckt, obwohl CDU-Spitzenkandidat und Innenminister Lorenz Caffier im Studio direkt neben ihm stand: «Wir haben zehn Jahre wirklich gut zusammen regiert. Wir haben davor sehr gut acht Jahre mit der Linken regiert», sagt Sellering.


  • Die SPD hätte nach derzeitigem Stand die Wahl zwischen Christdemokraten und Linken. 
  • Die AfD hat in Vorpommern bei der Landtagswahl mindestens ein Direktmandat geholt. Nach Auszählung der Stimmen setzt sich im südlichen Vorpommern Jürgen Strohschein mit 28,6 Prozent gegen die Landtagsabgeordneten Beate Schlupp (CDU/26,2) und Heinz Müller (SPD/24,1) durch. In zwei weiteren Wahlkreisen in Vorpommern lag die AfD in der vorangeschrittenen Auszählung am Abend weit vorn: in Wolgast/Usedom und in Vorpommern-Greifswald I.

  • Aus nur noch 18 Wahlbezirken von 1896 fehlen die Ergebnisse. Die Grünen stehen bei 4,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung wird jetzt mit 61,7 Prozent angegeben.
  • Wer hat die AfD im Einzelnen gewählt?

    Gewählt wird die AfD laut der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von 17 Prozent der Frauen, aber von 26 Prozent der Männer - bei männlichen Wählern mittleren Alters ist sie sogar stärkste Partei. Bei der Generation 60 plus liege die AfD – wie bisher immer bei Wahlen in Flächenländern – unter dem Schnitt. Die SPD sei hier dagegen mit 38 Prozent weit überproportional stark - und bei unter 45-jährigen Wählern auffällig schwach.

    Arbeitslose setzen ihre größten Hoffnungen auf die AfD. Die Rechtspopulisten kommen in dieser Gruppe auf 27 Prozent. Die CDU kommt bei Wählern ohne Job auf lediglich 9 Prozent, SPD und Linke erreichen in dieser Gruppe 21 sowie 18 Prozent. Unter Arbeitern verzeichnen SPD, CDU und Linke starke Verluste - die AfD kommt hier auf 28 Prozent.

  • Petry fährt mit Boot zu Party: Mecklenburg-Vorpommern dürfte wirklich den idyllischsten Landtag in ganz Deutschland haben. (Foto: dpa)
  • Nicht nur in Deutschland jubeln die Rechtspopulisten an diesem Abend, auch aus dem europäischen Ausland kommen Glückwünsche von Gesinnungsgenossen wie Geert Wilders und Marine Le Pen.





  • Besonders bitter für die CDU: Der Erfolg der AfD fällt genau mit der Grenzöffnung von Kanzlerin Angela Merkel für Hunderttausende Flüchtlinge vor einem Jahr zusammen. Auch wenn sich die Christdemokraten an schrumpfende Prozentzahlen gewöhnt haben dürften - dass die AfD an ihr auf Platz zwei vorbeizieht, das hat man in der CDU-Zentrale noch nicht erlebt. Die Pleite von Baden-Württemberg als Juniorpartner der Grünen ist nichts dagegen. In Vorpommern hat Parteichefin Merkel ihre politische Heimat. Und jetzt landet die Union im Merkel-Stammland bei 20 Prozent - ein «Schlag ins Kontor», wie es in Berlin heißt. Dass die AfD mit ihren Parolen gegen die Flüchtlingspolitik vor der Kanzlerinnenpartei liegt, ist ein weiteres Warnzeichen für die in China Weltpolitik machende Merkel. 


    Merkel informiert sich in China mittels ihres Smartphones. Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa
  • Halten Sie durch! Bis zum vorläufigen amtlichen Endergebnis kann es nicht mehr lange dauern. Es fehlen nur noch zehn Wahlbezirke.
  • Trauriger Abend für die Grünen. Sie können höchstens den bevorstehenden Auszug aus dem Schweriner Landtag feiern. An den 4,8 Prozent werden die wenigen noch nicht gezählten Stimmen auch nichts mehr ändern. (Foto: dpa)
  • Gleichzeitig mit der Landtagswahl in MV wurde in Schwerin auch ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Aber hier hat es im ersten Durchgang noch keinen eindeutigen Sieger gegeben. Deshalb müssen die Schweriner in zwei Wochen zur Stichwahl.

    Dann treten Amtsinhaberin Angelika Gramkow von den Linken (31,6 Prozent) und der Mediziner und Stadtvertreter Rico Badenschier von der SPD (18,9 Prozent) gegen einander an. Auf Platz 3, und damit ausgeschieden: CDU-Kandidatin Simone Borchardt mit 18,2 Prozent.

  • Die jüngsten Hochrechnungen samt Sitzverteilung im Schweriner Landtag. Grafik: J. Reschke

  • Die Stimmenanteile der Parteien bei Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern seit 1990. Grafik: J. Reschke
  • Bei der Oberbürgermeisterwahl in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin hat keiner der neun Kandidaten die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht. Deshalb kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. Dies sind Amtsinhaberin Angelika Gramkow von den Linken (31,6 Prozent) und der Mediziner und Stadtvertreter Rico Badenschier von der SPD (18,9). Knapp dahinter kam die CDU-Kandidatin Simone Borchardt auf Platz drei (18,2). Die Oberbürgermeisterwahl fand parallel zur Landtagswahl statt.

  • Die AfD ist tatsächlich die einzige Partei, die bei der Wahl in Meck-Pomm nennenswert zulegen konnte.

    Die FDP verbesserte sich um 0,2 Prozent, die Spaßpartei "Die PARTEI" legte um 0,4 Prozent zu, die "Achtsamen" um 0,5, ALFA um 0,3, Bündnis C um 0,1, DKP um 0,2, FREiER HORIZONT (tatsächlich mit kleinem i) um 0,8 und die Tierschutzpartei um 1,2 Prozent.

    Viele dieser Parteien traten zum ersten Mal an, sodass der Zuwachs auch gleichzeitig dem Endergebnis entspricht. Das ist jetzt der Zwischenstand nach Auszählung von 1892 der 1896 Wahlbezirke.
  • Wir warten auf Rostock III - dann haben wir's geschafft.
  • Die AfD hat in Vorpommern bei der Landtagswahl drei Direktmandate geholt. Den höchsten Stimmenanteil erreichte dabei im Wahlkreis Wolgast/Usedom der Greifswalder Rechtsprofessor Ralph Weber mit 35,3 Prozent der Stimmen - klar vor dem zweitplatzierten CDU-Kandidaten mit 19,0 Prozent. Im Wahlkreis Vorpommern-Greifswald I ging das Direktmandat mit 31,6 Prozent an den AfD-Landesprecher Matthias Manthei vor der CDU mit 23,0 Prozent. Im südlichen Vorpommern setzte sich Jürgen Strohschein mit 28,6 Prozent gegen die zweitplatzierte CDU (26,2) durch.

  • Das Wichtigste in Kürze

    - Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern trotz schwerer Verluste gewonnen und kann weiterregieren. Der bisherige Koalitionspartner CDU kassiert eine bittere Niederlage und musste erstmals die AfD an sich vorbeiziehen lassen

    - Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ließ zunächst offen, mit welchem Partner er in den kommenden fünf Jahren regieren will. Die stabilste Mehrheit hätte eine erneute Koalition mit der CDU wie in den vergangenen zehn Jahren. 

    - Die Grünen rutschten in den Hochrechnungen unter die Fünf-Prozent-Hürde. Auch die Linke erlebte einen rabenschwarzen Wahltag. Sie fuhr das schlechteste Ergebnis in Ostdeutschland seit 25 Jahren ein. 

    - Die FDP stellte einmal mehr ihre Schwäche in Ostdeutschland unter Beweis, wo sie bei den vergangenen Wahlen stets den Sprung in die Landtage verpasst hat. Die rechtsextreme NPD fliegt aus dem letzten Landtag, in dem sie noch saß.

    - Die Wahlbeteiligung lag mit rund 61 Prozent deutlich über der von 2011 (51,5).

  • Das Endergebnis liegt vor: Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern klar gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen erzielte sie 30,6 Prozent. Die neu angetretene AfD zieht mit 20,8 Prozent auf Anhieb als zweitstärkste Kraft ins Landesparlament. Dahinter kam die CDU auf 19,0 Prozent. Die Linke fiel auf 13,2 Prozent. Die Grünen gehören mit 4,8 Prozent dem Landtag nicht mehr an, ebenso die rechtsextreme NPD mit 3,0 Prozent. Die FDP verfehlte mit ebenfalls 3,0 Prozent die Rückkehr ins Parlament. Die Wahlbeteiligung stieg auf 61,6 Prozent.

  • Liebe Leserinnen und Leser, der LiveTicker von der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern endet an dieser Stelle. Vielen Dank fürs Dabeisein. Kommen Sie gut durch die Nacht. Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal!

  • Auch ich verabschiede mich und danke für das Interesse. Gute Nacht!
  • Die aktuelle Hochrechnung des ZDF (21:44 Uhr)

    SPD: 30,4 Prozent
    CDU: 19,1 Prozent
    AfD: 21,1 Prozent
    Die Linke: 13,0 Prozent
    Grüne: 4,7 Prozent
    NPD: 3,1 Prozent
    FDP: 3,0 Prozent
    Sonstige: 5,6 Prozent
    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Bernhard Vetter, t-online.de 9/5/2016 7:44:15 PM
  • Die jüngste Hochrechnung von Infratest dimap in der ARD (23:23 Uhr)

    SPD: 30,5 Prozent (-5,1)
    CDU: 19,0 Prozent (-4,0)
    AfD: 20,8 Prozent (+20,8)
    Linke: 13,2 Prozent (-5,2)
    Grüne: 4,8 Prozent (-3,9)
    NPD: 3,1 Prozent (-2,9)
    FDP: 3,0 Prozent (+0,2)
    Sonstige: 5,6 Prozent (+0,1)
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