Live-Blog: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
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Live-Blog: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

  • Habemus Wahlergebnis!

    Eine Partei zieht neu in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin ein, zwei Parteien müssen ausziehen.
    Das vorläufige amtliche Endergebnis der Wahl liegt nun vor.

    SPD: 30,6 Prozent (minus 5,0 Prozentpunkte)
    AfD: 20,8 Prozent (plus 20,8)
    CDU: 19,0 Prozent (minus 4,0)
    Die Linke: 13,2 Prozent (minus 5,2)
    Grüne: 4,8 Prozent (minus 3,9)
    NPD: 3,0 Prozent (minus 3,0)
    FDP: 3,0 Prozent (plus 0,2)
    Tierschutzpartei: 1,2 Prozent (plus 1,2)

    Alle anderen angetretenen Parteien oder Kandidaten kamen auf Werte zwischen 0,1 und 0,9 Prozent.


    Die Wahlbeteiligung lag bei 61,6 Prozent (2011: 51,5 Prozent).
    Abgegeben wurden 806.396 gültige Stimmen.

    Die Sitzverteilung

    Die SPD büßt damit einen Sitz ein und kommt künftig auf 26 Abgeordnete. Die CDU muss zwei Parlamentarier nach Hause schicken und hat noch 16. Bei der Linken ist nur noch Platz für elf Abgeordnete, drei weniger als bisher. Die AfD kann aus dem Stand 18 Mitglieder ins Schweriner Schloss schicken - darunter drei mit Direktmandat.

    Die Grünen verlieren ihre sieben Sitze ebenso komplett wie die NPD ihre fünf.
  • Landtagswahl hat begonnen

    Wahlhelfer in Schwerin bringen Hinweisschilder zu den Wahlräumen im Goethegymnasium an. (Foto: dpa)

    Die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet. Mit ersten Hochrechnungen ist kurz nach Schließung der Lokale (18 Uhr) zu rechnen. Umfragen zufolge könnte die von Ministerpräsident Erwin Sellering geführte Koalition von SPD und CDU trotz Verlusten wieder eine Regierungsmehrheit erreichen. Allerdings hat Sellering offengelassen, ob er mit der CDU weiterregieren will oder ob er auf ein Bündnis mit Linkspartei und Grünen setzt. 

    Mit Spannung wird das Abschneiden der AfD erwartet, die erstmals bei einer Landtagswahl im Nordosten antritt.
    Die rechtspopulistische Partei hat wohl gute Chancen, mit der CDU gleichzuziehen oder sie gar vom zweiten Platz zu verdrängen. Wahlforscher rechnen mit einer niedrigen Wahlbeteiligung, 2011 lag sie bei 51,1 Prozent.

    2011 hatten die Sozialdemokraten 35,6 Prozent der Stimmen geholt. Die CDU kam auf 23 Prozent. Die Linkspartei wurde vor fünf Jahren drittstärkste Kraft mit 18,4 Prozent. Für die Grünen stimmten 8,7 Prozent. Die rechtsradikale NPD erhielt 6,0 Prozent. Die FDP war mit 2,8 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und zog nicht in den Landtag ein.
  • Für die GroKo wird es knapp: Das Wichtigste zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

    www.t-online.deAm Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Derzeit gehören dem Parlament fünf Parteien an, sieben machen sich jetzt Hoffnungen, über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen und künftig in Schwerin vertreten zu sein.Wir haben Inf...


  • Klare Botschaft in einem Wahllokal in Schwerin. (Quelle: dpa)

  • (Quelle: dpa)

    Vor wenigen Augenblicken hat AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm
    in Barner Stück seine Stimme abgegeben.

  • AfD-Spitzenkandidat Holm im Interview: "Horst Seehofer ist ein Plüschlöwe"

    www.t-online.deIm Vorfeld der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat t-online.de mit AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm gesprochen.

  • (Quelle: dpa)

    Auch der Spitzenkandidat der CDU, Lorenz Caffier, war
    in Neustrelitz wählen.

  • Der amtierene Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat seine Stimme in Schwerin ebenfalls bereits abgegeben.

    (Quelle: dpa)

  • Auch die Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Silke Gajek, hat es bereits hinter sich.

    (Quelle: dpa)


  • Ebenso Cécile Bonnet-Weidhofer, Spitzenkandidatin der FDP.

    (Quelle: dpa)


  • Zwischendurch mal was zum Schmunzeln...

    (Quelle: CartoonAG / Mario Lars)


  • Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hat einen Video-Kommentar zur angelaufenen Wahl getwittert.


  • Verhaltene Wahlbeteiligung deutet sich an

    "Es geht um die Zukunft unseres Landes", sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) im Wahllokal in Schwerin. Und trotzdem zeichnet sich bislang eine eher verhaltene Wahlbeteiligung ab.

    Johannes Waeller, Kreiswahlleiter an der Mecklenburgischen Seenplatte, geht davon aus, dass dies aber auch mit einer hohen Zahl an Briefwählern zusammenhänge. So gebe es Wahlbüros, in denen bis zu ein Fünftel der Wähler per Briefwahl abgestimmt hätten. Vermutlich liegt es aber auch am regnerischen Wetter in Mecklenburg-Vorpommern.

  • Seit 8.00 Uhr haben die Wahllokale geöffnet. Rund 1,33 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Das ist die bislang niedrigste Zahl - Ausdruck jahrelanger Abwanderung und geringer Geburtenzahlen. In den 36 Wahlkreisen bewerben sich 17 Parteien mit 382 Kandidaten um die 71 Parlamentssitze. Dazu kommen 7 Einzelbewerber. 

  • Bislang waren fünf Parteien im Landtag vertreten. Stärkste Kraft war mit 35,6 Prozent der Stimmen die SPD (27 Sitze), gefolgt von ihrem Koalitionspartner CDU mit 23,0 Prozent (18). Stärkste Oppositionspartei sind die Linken mit 18,4 Prozent (14). Die Grünen kamen auf 8,7 Prozent (7). Die rechtsextreme NPD war mit 6,0 Prozent im Parlament geblieben (5 Sitze) - als einzige NPD-Fraktion in einem der 16 Länder.

  • Die öffentlichen Diskussionen vor der Wahl dominierten die Flüchtlingsfrage und die Auswirkungen auf die Gesellschaft. In einer Umfrage war Zuwanderung das meistgenannte Thema für die Wahlentscheidung


    Ein Flüchtling vor der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Horst. Foto: Jens Büttner, dpa/Archiv
  • Nach Einschätzung des Rostocker Politikwissenschaftlers Martin Koschkar ist bisher noch keine Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern so massiv von einem bundespolitischen Thema überlagert worden. Die Themen Flüchtlinge, Zuwanderung und Integration polarisierten. Befragungen hätten gezeigt, dass sie die Wahlentscheidungen in allen Schichten beeinflussten, erklärt er.

  • Laut Umfrage folgten erst danach die Themen soziale Gerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und Familie. Entsprechend lauten die Wahlversprechen. Sie reichen von mehr Tariftreue bei Löhnen, Ost/West-Rentenanpassung und mehr Geld für Kinderbetreuung sowie benachteiligte Regionen bis hin zu zusätzlichen Polizisten, mehr Landärzten, weniger Bürokratie und mehr Ökolandbau. 


  • Tatsächlich ist selbst für eine Partei wie die Grünen am Ende ein ganz anderes Thema wichtiger geworden als Tiere und Nahrung: nämlich der Stopp der Alternative für Deutschland. Foto: Andreas Albrecht/dpa 
  • In jüngsten Umfragen von Forschungsgruppe Wahlen und Infratest dimap kam die AfD auf 21 Prozent.



  • Würden die Umfrageergebnisse bestätigt, könnten SPD und CDU ihre Koalition fortsetzen. Alternativ könnte es auch knapp für Rot-Rot-Grün reichen. In den letzten Umfragen lagen die Grünen bei 6 Prozent und die Linke zwischen 13 und 15 Prozent. Die Wahl gilt - zusammen mit der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin in zwei Wochen - bereits als Stimmungstest für die Bundestagswahl im Jahr 2017.

  • Vor diesem Hintergrund hatten  die Grünen noch Anfang der Woche die Bedeutung der Landtagswahl für den Bund betont. «Es ist eine Richtungswahl», sagte Parteichefin Simone Peter, denn es drohe eine hohe Zustimmung für die AfD. Die Grünen seien «die ganz klare politische Alternative». 

  • Als Stimmungstest für die Bundespolitik sieht auch der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bundesregierung schaue nervös auf Mecklenburg-Vorpommern, sagte Lindner vor wenigen Tagen in Rostock beim Wahlkampfabschluss seiner Partei. Er warf der Bundesregierung wegen ihrer Aufforderung, wieder Notvorräte anzulegen, vor, eine irrationale Debatte zu führen und die Bevölkerung zu verunsichern.

    Der FDP-Chef griff auch Landesinnenminister und CDU-Spitzenkandidat Lorenz Caffier für dessen Forderung nach einem «Burkaverbot» an und bezeichnete sie als einen «Versuch der Volksverdummung». Statt solcher «Ablenkungsmanöver» brauche Zuwanderung klare Regeln durch ein Einwanderungsgesetz, sagte Lindner.


    Christian Lindner beim Wahlkampfabschluss in Rostock. Foto: Bernd Wüstneck, dpa
  • Wie deutlich dieser «Stimmungstest» am Ende ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Bei regnerischem Wetter ist die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern eher ruhig angelaufen. Wie Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes in Schwerin sagte, gab es bis zum Mittag keine besonderen Vorkommnisse.


    Wahlhelfer in Schwerin. Foto: Bodo Marks, dpa
  • Tatsächlich zieht die Abstimmung in Mecklenburg-Vorpommern aber auch das Interesse internationaler Medien auf sich.



  • Während die einen den Fokus mehr auf die Partei der Kanzlerin richten, nehmen andere die AfD unter die Lupe.



  • Aber auch in Frankreich werden die möglichen Folgen der Flüchtlingskrise für die Christdemokraten beobachtet.



  • Alarmiert von sinkenden Umfragewerten hatte die CDU Mecklenburg-Vorpommerns ihren Wahlkampf-Endspurt mit der Unterstützung der Bundeskanzlerin gestartet. Angela Merkel kündigte an, sie wolle enttäuschte Wähler, die sich der AfD zugewandt haben, zurückgewinnen. «Wir müssen sie immer wieder ansprechen, Lösungen zeigen und Taten. Nur mit gelösten Problemen kann man Wähler zurückgewinnen», sagte die Kanzlerin.


    Angela Merkel während des Wahlkampfs in Greifswald. Foto: Stefan Sauer, dpa

  • Hier wollen die Kandidaten gerne mit Abgeordnetenmandat einziehen. Foto: Andreas Albrecht, dpa
  • Liebe Leser, da es dazu die ein oder andere Nachfrage gab, ein kurzer Hinweis zum Kommentarfeld rechts neben dem Blog (mobil leider nicht verfügbar): Dort werden nur Beiträge freigegeben, die sich sachlich mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigen. Beleidigende oder diskriminierende Posts werden nicht erscheinen. Dazu finden Sie auch hier eine Stellungnahme unserer Chefredaktion
    von Daniel Reviol bearbeitet von Sonja Riegel, t-online.de 9/4/2016 1:27:05 PM
  • Bisher verteilen sich die Parteien im Landtag folgendermaßen:


    Grafik: J. Reschke
  • Seit zehn Jahren wird das Bundesland von einer SPD/CDU-Koalition regiert. Das Bündnis besaß zuletzt mit 45 der 71 Landtagssitze eine komfortable Mehrheit und arbeitete weitgehend ohne öffentlich ausgetragenen Streit. Umfragen deuten aber darauf hin, dass es knapp wird für eine Neuauflage von Rot-Schwarz unter Ministerpräsident Erwin Sellering (66). Auch, weil die AfD voraussichtlich mit einer großen Mannschaft erstmals in den Schweriner Landtag einziehen wird. 


    Ministerpräsident Erwin Sellering während seiner Sommertour im Gespräch mit dem Wähler. Foto: Bernd Wüstneck, dpa/Archiv
  • Ein Nachtrag zu den neuen Zahlen zur Wahlbeteiligung: In Rostock, der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, lag sie um 14 Uhr mit 31,8 Prozent ähnlich hoch wie 2011. 

    In der Hauptstadt Schwerin, wo auch ein neuer Oberbürgermeister gewählt wird, stimmten in der Innenstadt 35 Prozent der Wähler bis 14 Uhr ab, drei Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren.
  • Stimmenanteil der Parteien bei den vergangenen sechs Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern: 


    Grafik: J. Reschke
  • Neben Schwerin wählen mehrere Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns neue Bürgermeister. In Schwerin sind 79.600 Wahlberechtigte aufgerufen, einen neuen Oberbürgermeister für die nächsten sieben Jahre zu bestimmen. Neun Kandidaten treten an, darunter Amtsinhaberin Angelika Gramkow (Linke). Sie steht bereits seit 2008 an der Spitze der Verwaltung der Landeshauptstadt mit rund 92.000 Einwohnern.

    In Grevesmühlen, einer Kleinstadt mit rund 10.800 Einwohnern im Landkreis Nordwestmecklenburg, streiten vier Männer und eine Frau um den Chefposten im Rathaus. Er wird für acht Jahre vergeben. Amtsinhaber Jürgen Ditz (parteilos) tritt aus Altersgründen nicht noch einmal an. In Dargun (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) kandidieren eine Frau und sechs Männer. Neu gewählt werden auch die Bürgermeister in Marlow (Landkreis Vorpommern-Rügen) und Dummerstorf (Landkreis Rostock).


    Angelika Gramkow will es in Schwerin noch einmal wissen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa/Archiv

  • Lieber Wein statt Wahl? In der Landeshauptstadt Schwerin lockt heute noch der ein oder andere Zeitvertreib - wenn nicht das Wetter wäre. Foto. Andreas Albrecht, dpa 
  • In Mecklenburg-Vorpommern können sich die Wähler heute zwischen insgesamt 17 Parteien und sieben Einzelbewerbern entscheiden, die einen der 71 Sitze im Schweriner Landesparlament ergattern wollen. Der Zwischenstand bei der Wahlbeteiligung ist ja etwas höher als vor fünf Jahren - damals war in MV mit 51,5 Prozent ein Tiefpunkt erreicht worden.

  • Derweil bringen sich vor dem Landtag in Schwerin Kamerateams in Stellung. Foto: Bernd Wüstneck, dpa
  • Die Spitzenkandidaten im Kurzporträt

    Erwin Sellering - im Nordosten anerkannter Westfale

     Der 66-Jährige stammt zwar aus der Nähe von Bochum, ist politisch aber ein Zögling des «Urvaters» der Nordost-SPD, Harald Ringstorff. 1994 war Sellering als Verwaltungsrichter nach Greifswald gekommen. Wenige Jahre später holte ihn der damalige Ministerpräsident in die Staatskanzlei, machte ihn zum Justiz- und später zum Sozialminister. 2008 übernahm Sellering das Regierungssteuer. Der zweimal verheiratete dreifache Vater gilt als Pragmatiker und Teamspieler. Seine SPD/CDU-Regierung arbeitete weitgehend geräuschlos, machte schon lange keine Schulden mehr und behielt in der Flüchtlingskrise die Übersicht. Kritiker werfen ihm vor, Probleme wegzulächeln.


    Erwin Sellering Foto: Bernd Wüstneck, dpa
  • LORENZ CAFFIER - Parteisoldat und Stehaufmännchen

    Zum zweiten Mal versucht Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Landeschef, Ministerpräsident zu werden. Beim ersten Anlauf 2011 stürzte seine Partei auf 23 Prozent, ihr schlechtestes Ergebnis im Nordosten. Die rot-schwarze Koalition hatte aber Bestand, und Caffier behielt - trotz innerparteilicher Kritik - den CDU-Vorsitz. Dem 61-jährigen Innenminister wird es maßgeblich zugeschrieben, dass der Flüchtlingszustrom im Nordosten vergleichsweise geordnet bewältigt wurde. Das laufende NPD-Verbotsverfahren hat er mit initiiert. Der bodenständige vierfache Vater ist von Beruf Ingenieur, aber bereits seit 1990 in der Politik.


    Lorenz Caffier Foto: Bernd Wüstneck, dpa
  • HELMUT HOLTER - Urgestein der Linkspartei

    Er gehört zum «Urgestein» seiner Partei ebenso wie des Landtags. Mit Unterbrechung gehört er dem Parlament seit 1994 an. Wie schon 2011 führt der heute 63-Jährige die Linke erneut als Spitzenkandidat in den Wahlkampf. Als Fraktionsvorsitzender ist er Oppositionsführer, doch kennt er auch die Regierungsseite: 1998 hob er die bundesweit erste rot-rote Landeskoalition mit aus der Taufe und wurde Arbeitsminister sowie Stellvertreter des Ministerpräsidenten Harald Ringstorff (SPD). Von Beruf ist Holter Diplombauingenieur, studiert hat er in Moskau. Holter ist verheiratet und hat zwei Töchter.


    Helmut Holter Foto: Jens Büttner, dpa/Archiv
  • So sieht's übrigens in Jessenitz bei Lübtheen aus, wenn Infratest dimap Wähler für die ARD befragt, wie sie gerade abgestimmt haben. Aus diesen sogenannten Nachwahlbefragungen oder "Exit polls" werden die Zahlen gewonnen, die direkt um 18 Uhr im Fernsehen präsentiert werden - also noch vor der ersten Hochrechnung. (Foto: dpa)

  • SILKE GAJEK und JÜRGEN SUHR - das grüne Doppel

    Die Grünen treten traditionell mit einem Spitzenduo zur Wahl an. Gajek ist schon zum zweiten Mal dabei. Nach dem ersten Landtagseinzug der Nordost-Partei 2011 wurde sie Landtagsvizepräsidentin. Die 54-jährige studierte Sozialökonomin arbeitete früher im Sozialbereich und begann mit der Politik im Wendeherbst 1989 beim Neuen Forum. Die Schwerinerin hat einen erwachsenen Sohn und segelt gern. Suhr ist seit dem Landtagseinzug Fraktionschef der Grünen. Der 57-Jährige wurde in Remscheid geboren und kommt aus der Friedensbewegung. Der Wirtschaftswissenschaftler und dreifache Vater lebt seit 1998 mit seiner Familie in Stralsund. Er verzichtet auf den ihm zustehenden Dienstwagen und fährt Fahrrad und Bahn.


    Silke Gajek und Jürgen Suhr Foto: Stefan Sauer, dpa/Archiv
  • CÉCILE BONNET-WEIDHOFER - FDP-Französin als jüngste Spitzenkandidatin

    Die 33-jährige studierte Sprachlehrerin und Kulturwissenschaftlerin ist die mit Abstand jüngste Spitzenkandidatin im diesjährigen Landtagswahlkampf. Sie stammt aus Südfrankreich und kam vor sechs Jahren nach Schwerin, wo sie Mitglied der Stadtvertretung wurde. Bei den Liberalen aktiv ist Bonnet-Weidhofer nach eigenem Bekunden seit 2011. Bereits bei der Europawahl 2014 war sie FDP-Spitzenkandidatin im Land - mit mäßigem Erfolg: 1,9 Prozent. Auf der Internetseite der Landes-FDP grüßt die Mutter eines im April geborenen Jungen mit einem französisch-deutschen «Salü, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger».


    Cécile Bonnet-Weidhofer Foto: Bernd Wüstneck, dpa
  • LEIF-ERIK HOLM - aus dem Radio bekannter AfD-Kandidat

    Der 46-Jährige ist einer von zwei Landessprechern seiner Partei. Vielen Mecklenburgern und Vorpommern ist er noch als Moderator des Radiosenders Antenne MV im Ohr. In die AfD trat der studierte Volkswirt 2013 ein. Er wird dem gemäßigter auftretenden Flügel zugerechnet und präsentiert die AfD gern als Partei, die Politik für Familien macht. Doch immer wieder schlägt Holm auch nationalistische Töne an, warnt vor kriminellen Ausländern und fordert geschlossene Grenzen zur Abwehr von Flüchtlingen. Der Vater eines dreijährigen Sohnes lebt mit seiner Familie im Dorf Klein Trebbow bei Schwerin.


    Leif-Erik Holm Foto: Stefan Sauer, dpa/Archiv
  • Zehn Jahre lang haben sich SPD und CDU in der gemeinsamen Regierung in Schwerin eingerichtet. Weitgehend ungerührt von Attacken der Opposition wurde durchregiert. Und lange sah es so aus, als sei die eher harmonische Parteienehe in Mecklenburg-Vorpommern auch das Modell für die Zeit nach der Landtagswahl. Denn die Wirtschaft wächst spürbar, der Landesetat hat Millionen-Überschüsse, und diese Bilanz wird laut Umfrage von 54 Prozent der Bevölkerung auch honoriert. Dennoch bröckelt die einst komfortable Mehrheit von Rot-Schwarz beträchtlich. Das Flüchtlingsthema beschäftigt die Menschen mehr als Landespolitik.


    Anti-Merkel-Parole auf der Insel Rügen. Foto: Stefan Sauer, dpa
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