Live-Blog: Landtagswahl im Saarland
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Live-Blog: Landtagswahl im Saarland

  • Für die Ministerpräsidentin und saarländische CDU-Chefin gibt es großen Applaus vor der Saarlandhalle. Annegret Kramp-Karrenbauer strahlt und ist
    erleichtert. «Ich bin platt», sagt sie. «Es ist ein schönes Signal. Mit 41 Prozent habe ich überhaupt nicht
    gerechnet, aber ich freue mich von Herzen


    Sichtlich erleichtert: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Mann Helmut auf dem Weg in die Saarlandhalle. Foto: Boris Roessler, dpa
    von dpa-live Desk via dpa bearbeitet von Wahlen im Saarland 3/26/2017 7:18:42 PM
  • Das vorläufige amtliche Endergebnis liegt vor: Die CDU gewinnt die mit klarem Vorsprung vor der SPD. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kommt mit ihrer Partei auf 40,7 Prozent. Die SPD erzielt 29,6 Prozent, gefolgt von Linke mit 12,9 Prozent und der AfD mit 6,2 Prozent. Die Grünen (4,0) und die FDP (3,3) verpassen den Einzug ins Landesparlament.


    Quelle: Landeswahlleiterin
    von dpa-live Desk via dpa bearbeitet von Wahlen im Saarland 3/26/2017 7:13:42 PM
  • DIE FAKTEN: Rund 800 000 Wahlberechtigte sind in dem kleinsten Flächenland der Republik zur Stimmabgabe aufgerufen. Insgesamt 16 Parteien und Wählergruppen schicken ihre Kandidaten ins Rennen, davon 14 in allen drei Wahlkreisen, die übrigen 2 in jeweils nur einem. In den Wahllokalen der rund 1200 Wahlbezirke sind mehr als 10 000 Helfer im Einsatz. Bei der Wahl 2012 lag die Beteiligung bei 61,6 Prozent.

    DAS WAHLRECHT: Jeder Wähler hat nur eine Stimme. Damit wird gleichzeitig die Landes- und eine der drei Wahlkreislisten gewählt. Von den 51 Mandaten werden 41 über die Wahlkreis-, die übrigen über die Landeslisten vergeben. Die Stimmen werden nach dem d'Hondtschen Höchstzahlverfahren ausgezählt. Es gilt eine Fünf-Prozent-Hürde.

    DIE AUSGANGSLAGE: Bislang sind fünf Parteien im Parlament. Stärkste Kraft wurde im März 2012 mit 35,2 Prozent der Stimmen die CDU (19 Sitze), gefolgt von ihrem Koalitionspartner SPD mit 30,6 Prozent (17). Drittstärkste Kraft wurde die Linke mit 16,1 Prozent (9). Die Piraten kamen auf 7,4 Prozent (4) und die Grünen auf 5,0 Prozent (2). Die FDP verfehlte mit 1,2 Prozent den Einzug in das Landesparlament.

    DAS PERSONAL: Die CDU wird von Regierungschefin Kramp-Karrenbauer angeführt. Nach dem Bruch einer "Jamaika-Koalition" (CDU, FDP und Grüne) regiert die 54-Jährige seit 2012 in einer großen Koalition. Herausforderin ist Vize-Regierungschefin und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD/40). Die Linke geht unter Fraktionschef Oskar Lafontaine (73) ins Rennen. Für die AfD tritt Rolf Müller an. Die Grünen schicken Landeschef Hubert Ulrich und die Saarbrücker Kreisvorsitzende Barbara Meyer-Gluche an den Start. Der Spitzenkandidat der FDP ist der Landesvorsitzende Oliver Luksic.

    DER WAHLKAMPF: Eher unspektakulär - es gab wenige Aufregerthemen. Eines war der Streit um eine mögliche Teilrückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9), die die SPD umsetzen will. Die CDU ist dagegen. Bei einem anderen Wahlkampfthema ging es ums Geld - wo soll in dem hoch verschuldeten Land ab wann wie viel in was investiert werden? Die SPD will Kindergartengebühren abschaffen, die CDU setzt auf ein «Bildungskonto» mit einem Guthaben von 2000 Euro pro Baby.

    DIE UMFRAGEN: Kurz vor der Wahl sehen Meinungsforscher die SPD klar im Aufwind.
    Laut Infratest dimap (ARD) liefern sich CDU (35 Prozent) und SPD (34 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) sah dagegen zuletzt die CDU (37 Prozent) deutlich vor der SPD (32 Prozent). Die Linke liegt bei 12 bis 13 Prozent, die AfD bei 7 Prozent. Die Grünen müssen mit 4 bis 5 Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen, für die FDP wird er mit 3 bis 4 Prozent schwierig.

    DIE OPTIONEN: Eine Fortsetzung der großen Koalition ist eine naheliegende Variante. Kramp-Karrenbauer strebt dies an. Ein schwarz-rotes Bündnis käme auf eine satte Mehrheit. Möglich werden könnte aber auch eine rot-rote Koalition, sofern Grüne und FDP nicht in den Landtag kommen. Schaffen es die Grünen, wäre auch Rot-Rot-Grün denkbar. Diese beiden Konstellationen wären ein Novum in einem westdeutschen Flächenland.
  • Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat sich bei der Stimmabgabe betont locker gezeigt. "Das Wetter ist schön, alles passt", sagte sie bei ihrem Urnengang in Püttlingen.

    Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Stimmabgabe. (Foto: dpa) 


    In dem Wahllokal an ihrem Wohnort war sie am Vormittag gegen 9.
    45 Uhr eingetroffen. "Die Anspannung wird noch steigen", räumte sie jedoch ein.
  • Die SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger hat sich siegessicher geäußert. "Wir werden vorne liegen", sagte die 40-Jährige bei ihrem Urnengang in Nunkirchen in ihrem Heimat-Landkreis Merzig-Wadern. 


     Anke Rehlinger gibt ihre Stimme ab. (Foto: dpa) 

    Unabhängig vom Ergebnis zeigte sie sich mit dem Wahlkampf ihrer Partei zufrieden. "Wir haben zehn Prozentpunkte aufgeholt und das Rennen erst so richtig wieder spannend gemacht", sagte sie. 

    Wie in den vergangenen Wochen wiederholte die SPD-Politikerin ihre beiden Wahlziele: Stärkste Kraft zu werden und die AfD aus dem Landtag zu halten. "Wenn beides gelänge, wäre das sensationell", sagte Rehlinger. Für eine mögliche Koalition mit der Linkspartei und Oskar Lafontaine gebe es "gewisse Vorbedingungen, auch für Sondierungen."

  • Ein mögliches rot-rotes Bündnis im Saarland hat nach Ansicht von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz keine Bedeutung für die Bundestagswahl. Eine Koalition von SPD und Linkspartei im Saarland bedeute für den Bund "nichts", sagte er im Gespräch mit der "Bild am Sonntag".

    "Wir kämpfen nur für unsere eigene Stärke.
    Im Saarland gilt dasselbe wie im Bund: Wir wollen stärkste Partei werden. Wer danach mit uns regieren will, ist herzlich eingeladen, auf uns zuzukommen." Die SPD wolle im Saarland stärkste Kraft werden. "Wir kämpfen bis zur letzten Minute. Ich bin sehr zuversichtlich."

  • Im Vergleich zur Wahl 2012 zeichnet sich im Saarland eine etwas höhere Wahlbeteiligung ab. Bis 14  Uhr gaben 32,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie die Landeswahlleiterin mitteilte. Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 31,1 Prozent, am Ende bei 61,6 Prozent. Bis 18 Uhr sind die Wahllokale noch geöffnet.
  • "Unn?" - Was man über das Saarland wissen muss.


  • Und hier sind die ersten Zahlen: Bis 14.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 32,6 Prozent. Zum Vergleich, im Jahr 2012 waren es zur selben Zeit 31,1 Prozent - und 2009 waren es 36,7 Prozent, wie die Landeswahlleiterin mitteilt.   Diese Zahl basiere auf Stichproben aus 32 Urnenwahlbezirken.


  • Blick auf die Uhr, in weniger als drei Stunden schließen die Wahllokale.  Die Parteien lassen in den sozialen Medien nichts unversucht, den einen oder anderen doch noch an die Wahlurne zu bewegen.



  • Mittlerweile hat auch er seine Stimme abgegeben. Die Rede ist vom AfD-Spitzenkandidaten Rolf Müller.  Umfragen sehen seine Partei bei 6 Prozent. Somit würde die AfD erstmals in den saarländischen Landtag einziehen und wäre dann in 11 der 16 Landesparlamente vertreten.


    Rudolf Müller (l.) mit Gattin Monika in einem Wahllokal in Saarbrücken. Foto: Harald Tittel, dpa
  • Wie sehen eigentlich die Stimmenverhältnisse im Bundesrat aus? Bei einer Fortsetzung der CDU/SPD-Regierung blieben die drei Stimmen, die das Saarland in der Länderkammer hat, dem Regierungslager von Kanzlerin Angela Merkel  erhalten.  Dieses würde allerdings weiter geschwächt, sollte es zu einer rot-roten oder einer rot-rot-grünen Koalition kommen. 

    Das schwarz-rote Lager kommt derzeit im Bundesrat nur auf 16 der insgesamt 69 Stimmen. Für Beschlüsse ist jedoch die absolute Mehrheit von 35 Stimmen nötig.

  • Die Fernsehkorrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio,  Sabine Rau, mit einer Einschätzung, warum die Wahl im Saarland so «besonders wichtig» ist für die SPD.



  • Die Vorbereitungen für die Wahlparty laufen auf Hochtouren.  Wird die SPD was zu feiern haben? Bei den Sozialdemokraten steigt die Party in der Kongresshalle Saar.



  • Der Vollständigkeit halber auch ein Blick auf die Sitzverteilung im Saarland:  Bislang sind fünf Parteien im Parlament. Stärkste Kraft wurde im März 2012 mit 35,2 Prozent der Stimmen die CDU (19 Sitze), gefolgt von ihrem Koalitionspartner SPD mit 30,6 Prozent (17). Drittstärkste Kraft wurde die Linke mit 16,1 Prozent (9). Die Piraten kamen auf 7,4 Prozent (4) und die Grünen auf 5,0 Prozent (2). Die FDP verfehlte mit 1,2 Prozent den Einzug in das Landesparlament.

  • Die Ergebnisse der Landtagswahlen im Saarland seit 1990 auf einen Blick: 

  • Erneut ein Blick auf die Uhr - zwei Stunden haben die  Wahllokale noch geöffnet.


    Ein Wähler in Saarlouis-Beaumarais bei seiner Stimmabgabe. Foto: Uwe Anspach, dpa
  • Bis zu den ersten Prognosen ist es noch ein Weile hin. Ein Blick zurück: Können Sie sich noch erinnern? Bereits vor einigen Jahren sorgte das kleinste Bundes-Flächenland für Schlagzeilen - mit der schwarz-gelb-grünen «Jamaika»-Koalition (2009 bis Anfang 2012) unter der Leitung vom damaligen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU). Das erste schwarz-gelb-grüne Bündnis auf Landesebene. Doch wir gehen mal davon aus,  dass es nicht erneut zu dieser Konstellation kommen wird.

  • Stichwort Zahlen: Die ersten Prognosen werden von ARD und ZDF kurz nach 18.00 Uhr erwartet. Einem Ergebnis kommt diese aber noch nicht gleich. Vor allem, wenn nur wenige Prozente über mögliche Regierungsmehrheiten und den Einzug in den Landtag entscheiden.


    Ein klareres Bild liefern da schon die Hochrechnungen, die im Laufe des Abends veröffentlicht werden und denen die bereits ausgezählten Stimmen zugrunde liegen.  Wir halten Sie hier an dieser Stelle selbstverständlich auf dem Laufenden!

  • Ihn hatten wir heute noch gar nicht im Bild: Oskar Lafontaine. Er ist einer der bekanntesten Politiker des Saarlandes. An der Saar kennt man ihn als Saarbrücker Oberbürgermeister, als Ministerpräsident und seit 2009 als Linken-Fraktionschef. Dass der 73-Jährige noch mal ins Rennen geht, ist für die Linke an der Saar ein Glück - hat «Oskar» dort doch immer noch eine große Anhängerschaft.


    Oskar Lafontaine signiert an einem Wahlstand für einen Besucher ein Foto: Oliver Dietze, dpa
  • Die heiße Phase kann beginnen: In den TV-Wahlstudios in der Saarlandhalle steht alles bereit. In gut einer Stunde gibt es dann endlich die ersten Prognosen.  



  • Wer holt wie viele Stimmen? Alle Spitzenkandidaten auf einen Blick: Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Hubert Ulrich (Bündnis 90/Die Grünen), Anke Rehlinger (SPD), Oliver Luksic (FDP), Oskar Lafontaine (Die Linke) und Rolf Müller (AfD).


    Foto: Oliver Dietze, dpa
  • Für all jene, die erst jetzt zu unserem Liveblog hinzugestoßen sind - so sieht die Ausgangslage aus:

    ▪ Umfragen zufolge ist offen, wer künftig im kleinsten Flächenland der Republik regieren wird.  Möglich ist eine Fortsetzung der großen Koalition von CDU und SPD.

    ▪ Die CDU könnte aber auch die Macht verlieren. Laut Umfragen gibt es eine knappe Mehrheit für ein Bündnis aus der SPD und die Linkspartei. 


    ▪Die AfD wird voraussichtlich in den bundesweit elften Landtag einziehen.

    Grüne und FDP hoffen darauf, den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen und damit die erste Pleite im Wahljahr zu verhindern.

    ▪ Ziemlich sicher aus dem Landtag fliegen dürfte die Piratenpartei.

  • «Mach Dich frei» lautete einer der Kampagnen der Piratenpartei während des Wahlkampfes. Sollten sie den Einzug in den Landtag schaffen, wollen sie dem Slogan nun Taten folgen lassen.



  • Sitzt die Krawatte auch richtig? Die allerletzten Vorbereitungen bei den Fernsehsendern in der Saarlandhalle.


    Foto: Peter Zschunke, dpa
  • Plan B der Piraten-Kandidaten Lea Laux und Holger Gier, falls es zum Einzug in den Landtag heute Abend nicht reicht: «Wir können auch außerparlamentarisch das System hacken», sagt Laux.


    Foto: Peter Zschunke, dpa
  • Momentaufnahme aus dem saarländischen Landtag: Ein pensionierter Saaldiener trägt stolz die Uniform mit Wappen.


    Foto: Peter Zschunke, dpa
  • Gespanntes Warten auch bei der CDU-Bundesvorsitzenden Julia Klöckner. In wenigen Minuten gibt es die erste Prognose.



  • Und so läuft der Abend: Die ersten Prognosen werden von ARD und ZDF kurz nach 18.00 Uhr erwartet. Einem Ergebnis kommt diese aber noch nicht gleich. Vor allem, wenn nur wenige Prozente über mögliche Regierungsmehrheiten und den Einzug in den Landtag entscheiden.

    Ein klareres Bild liefern da schon die Hochrechnungen, die im Laufe des Abends veröffentlicht werden und denen die bereits ausgezählten Stimmen zugrunde liegen.

  • Freude über das CDU-Ergebnis bei Kanzleramtschef Peter Altmaier.

  • Gefeiert wird Annegret Kramp-Karrrenbauer auch von der ehemaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.



  • Enttäuschte Gesichter bei den Anhängern der SPD auf der Wahlparty.


    Foto: Roland Holschneider, dpa
  • Und auch er sieht nicht ganz glücklich aus: Bundesjustizminister Heiko Maas.


    Foto: Uwe Anspach, dpa
  • Hier ist die Freude riesig: Jubelnde Anhänger der CDU in Saarbrücken.


    Foto: Oliver Dietze, dpa
  • GroKo scheint einzige Alternative für eine Regierung im Saarland zu sein.

    Bundesjustizminister Heiko Maas nach den ersten Prognosen im Saarländischen Rundfunk.
  • «Wir hätten uns mehr gewünscht, wir wollten stärkste Kraft werden», so Bundesjustizminister Heiko Maas weiter. Er zeigt sich enttäuscht über das Ergebnis. Die SPD habe eine gute Aufholjagd hingelegt. Das sei dem neuen Parteichef Martin Schulz zu verdanken. «Wir kamen von 24 Prozent und da hat er ganz wesentlich dazu beigetragen, dass es überhaupt ein spannendes Rennen geworden ist.» Die Wahl sei aber keine Testwahl für den Bund.

  • Der Fraktionsgeschäftsführer der Union im Bundestag, Michael Grosse-Brömer, sieht den Wahlerfolg seiner Partei im Saarland auch als Bestätigung für die Politik der CDU im Bund. «Das ist für uns natürlich ein ganz toller Start ins Wahljahr», erklärt er. und fügt hinzu: «Seriöses Regieren zahlt sich aus», das zeige sich am Sieg von Annegret Kramp-Karrenbauer. 

  • Und so sieht die erste
    Prognose von ARD/infratest dimap aus:

    von dpa-live Desk via dpa bearbeitet von Wahlen im Saarland 3/26/2017 4:22:47 PM
  • Erste Prognose von ZDF/Forschungsgruppe Wahlen:

    von dpa-live Desk via dpa bearbeitet von Wahlen im Saarland 3/26/2017 4:22:51 PM
  • Die CDU ist bei der Landtagswahl im Saarland mit Zugewinnen stärkste Kraft geblieben. Nach den Prognosen von ARD und ZDF konnte die SPD nicht spürbar von der Euphorie um den neuen Parteichef Martin Schulz profitieren. Ob es nach 18 Jahren CDU-Dominanz für eine SPD-geführte Regierung reicht, ist offen. 

    von dpa-live Desk via dpa bearbeitet von Wahlen im Saarland 3/26/2017 4:24:15 PM
  • Die Freude bei den CDU-Anhängern in Saarbrücken nach der ersten Hochrechnung.


    Foto: Oliver Dietze, dpa
  • Grünen-Chefin Simone Peter räumt das Debakel ihrer Partei ein. «Wir haben das Wahlziel nicht erreicht», so Peter und fügt hinzu, sie gratuliere der CDU zum Wahlsieg.

    Die Saar-Grünen fliegen nach der ersten Hochrechnung aus dem Landtag. «Für uns heißt das jetzt: Gasgeben für die nächsten Wahlen.» Peter sagt, das Saarland sei für die Grünen seit jeher strukturell schwierig. Ihre Partei habe versucht, Umweltprobleme im Land anzusprechen. Wenn sich die Menschen aber um ihre Arbeitsplätze sorgten, gebe es eher einen Trend hin zu einer großen Koalition.

  • Erste Reaktion von den Sozialdemokraten: Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner ruft seine Partei auf, in den bevorstehenden Wahlkämpfen um jede Stimme zu kämpfen. Die Begeisterung um den neuen Parteichef Martin Schulz habe auch der SPD im Saarland starken Rückenwind gegeben, so Stegner im ZDF. Als Schulz das Amt übernommen habe, habe die SPD an der Saar bei 25 Prozent gelegen. 


    Im Saarland gebe es mit Linksfraktionschef Oskar Lafontaine natürlich einen «Sondereffekt», erklärt Stegner. Aber für die folgenden Wahlen gelte: «Wir müssen noch eine Schippe drauf legen.» Die Saar-Wahl zeige: «Umfragen sind das eine und Wählerstimmen sind das andere.» 

  • Der Generalsekretär der saarländischen CDU, Roland Theis, sieht einen «beeindruckenden Vertrauensbeweis» für Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Das Ziel, stärkste Kraft zu werden, habe man mit Abstand vor der SPD erreicht, erklärt im SR-Fernsehen.

  • Erste Hochrechnung von ZDF/Forschungsgruppe Wahlen: 

    von dpa-live Desk via dpa bearbeitet von Wahlen im Saarland 3/26/2017 4:32:23 PM
  • Weitere Reaktionen: Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping ist enttäuscht über das SPD-Ergebnis. «Man muss ja feststellen, dass offensichtlich der Schulz-Zug in Saarbrücken nicht so gehalten hat», sagt sie.

    Für die kommenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen könne man eine Lehre aus dem Saar-Ergebnis ziehen: «Wenn wir nicht wollen, dass am Ende es auf eine GroKo, eine große Koalition hinausläuft, wenn wir nicht wollen, dass am Ende die CDU an der Macht bleibt, dann braucht ein mögliches Mitte-Links-Bündnis wirklich alle beteiligten Akteure.»

  • «Ich bin sehr glücklich», sagt Sozialministerin Monika Bachmann (CDU). «Die Saarländer haben die gute Arbeit, die hier gemacht wurde, honoriert.»


    Foto: Peter Zschunke, dpa
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