Klaps und Ohrfeige - warum können Eltern es nicht lassen?
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Klaps und Ohrfeige - warum können Eltern es nicht lassen?

Seit dem Jahr 2000 haben Kinder in Deutschland ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Trotzdem rutscht Eltern immer noch die Hand zum Klaps aus. Manche Kinder beziehen sogar regelmäßig Prügel. Warum fällt manchen Eltern gewaltfreie Erziehung so schwer? Darüber wollen wir mit Ihnen diskutieren. Sie können Ihre Meinung direkt ins Kommentarfeld schreiben.

  • "Nur ein Klaps auf den Po?" Unter diesem Titel lief gestern in der Reihe "Menschen hautnah" eine Reportage über Gewalt in der Erziehung. Es ging um die Gründe, warum Eltern die Hand ausrutscht, und um die Folgen. Hier finden sie einen Artikel über den Inhalt der TV-Reportage.

    Nun sind wir neugierig auf Ihre Erfahrungen. Ist es wirklich so schwer, Kinder ohne den berüchtigten Klaps zu erziehen? Was sind Ihre Strategien, Konflikte mit den Kindern besser zu lösen?

    Szene aus der Reportage "Nur ein Klaps auf den Po?" Lukas wurde als Kind jahrelang von seinem Vater verprügelt und leidet bis heute darunter. (Foto: WDR)



  • Klaps und Ohrfeige - klingt viel harmloser als es ist. Es ist Gewalt in der Erziehung. Und die Dunkelziffer ist hoch. Eine Forsa-Umfrage ermittelte, dass vier von zehn Eltern ihr Kind mit einem Klaps auf den Po bestrafen, einer von zehn gibt eine Ohrfeige, nur sehr wenige versohlen ihren Kindern den Po. Jungs trifft die züchtigende Hand häufiger als Mädchen, Einzelkinder seltener als Geschwisterkinder. Und das sind die Rechtfertigungen: Unverschämtheit oder Ungehorsam der Kinder. 
  • Für Leser "Limi" ist die Situation klar:

    Zu diesem Thema muss man eigentlich glaube ich nicht mehr viel diskutieren ein kleiner Klaps auf den Hintern hat glaube ich niemanden geschadet und das ist keine Gewalt in meinen AugenLimium 13:05

  • Auch Nutzer "Red Eagle" meint, der berühmte "Klaps auf den Hintern" sei in Ordnung: 

    Die Psychologisierung der Kindeserziehung finde ich überhaupt nicht gut. Das in Watte packen und bis 18 den Hintern putzen ist echt eine Katastrophe. Ich bin absolut dafür das Kinder gewaltfrei aufwachsen sollen, aber der Klaps auf den Hintern hat noch nie jemanden geschadet.Red Eagleum 13:07

  • Erklärungsversuche aus der Forschung: "Eltern schlagen heute fast immer aus Stress und Hilflosigkeit, aber
    kaum noch, weil sie glauben, ihrem Kind damit etwas Gutes zu tun", sagt
    Gewaltforscher Kai Bussmann, Professor für Strafrecht an der
    Universität Halle.
  • So wie Margit geht es vermutlich vielen Eltern, denen die Hand ausgerutscht ist: vom Kind zur Weißglut gebracht. Sie hat es sofort bereut. Erziehungswissenschaftler raten, sich beim Kind zu entschuldigen, wenn es doch mal passiert ist.

    Manchmal können einen die kleinen schon zur Weißglut bringen. Mein Kind hat einmal einen Kaps auf den Hintern bekommen. Das tat mir sofort leid und ich habe mich entschuldigt und wir haben gemeinsam geweint. Ich würde es nie wieder tun.Margitum 13:08

  • Leser Freddy hat kein Verständnis für Gewalt in der Erziehung. Auch der "Klaps auf den Po" werde leicht zur Gewohnheit:  

    Habe meine Tochter 16 noch nie geschlagen nicht mal einen Klaps auf dem Po wenn man mit Schlägen oder klapse wohin auch immer wird das zur Gewohnheit Klingt blöd aber Kinder werden mit stimme erzogen das kennt man von Tieren Ich habe ein tolles Kind ohne Schläge großgezogen und bin stolz darauf es funktioniertfreddyum 13:11

  • Seit dem Jahr 2000 haben Kinder in Deutschland ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.
    Das sagt das Gesetz:

    Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge
    (1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.
    (2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
    (3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen.

    von Tanja Zech, Redakteurin bearbeitet von Yaw Awuku, t-online.de 11/6/2015 12:21:10 PM
  • Auch ein angeblich kleiner Klaps ist Gewalt gegen Kinder. Der Deutsche Kinderschutzbund setzt auf Prävention. Heinz Hilgers, Präsident des DKSB sagt angesichts von Fällen misshandelter Kinder, die ein Fall für den Rechtsmediziner werden: "Wir müssen den eingeschlagenen Weg, Eltern frühe Hilfen anzubieten, konsequent fortsetzen." Die Problematik beginne mit deren Überforderung. Auch fehle vielen Kommunen das Geld für Prävention. 
  • Der Erziehungswissenschaftler Holger Ziegler betont, dass es für eine Ohrfeige keine Rechtfertigung gibt. Oft seien Eltern in dem Moment schlichtweg überfordert gewesen. Er erklärt, wie Eltern reagieren sollten, wenn es doch mal passiert ist: Mutter und Vater zwei Dinge klar machen: "Es ist nicht deine Schuld" und "Das war ein Fehler, und es gibt dafür keine Rechtfertigung".

    Klar ist: Wenn Eltern sich immer wieder überfordert fühlen und Konflikte eskalieren, düfen sie sich nicht scheuen, professionelle Hilfe zu suchen.




  • Ganz anders als "Sunshine" blickt Leser "Dominik" auf die körperlichen Strafen seiner Kindheit zurück:

    Millionen von Jahren hat es den Klaps gegeben und es hat seinen Sinn gehabt. Einen erzieherischen Klaps finde ich nicht schlimm, solange es nicht in Prügel ausartet. Ich hab genug Klapse bekommen und alle waren berechtigt! Ich habe meine Eltern in den Wahnsinn getrieben und im Nachhinein betrachtet bin ich noch billig weggekommen. Meine beiden Kinder haben auch schon mal nen Klaps bekommen. Sie sind wohlerzogen, gehen beide ins Gymnasium, haben keinen Hang zu Prügeleien und freuen sich wenn Sie ihren Vater sehen.
    Diese endlosen pädagogischen Methoden bringen unsere Gesellschaft zum kippen. Erst seitdem immer alles auf den Punkt organisiert wird, kommt von unserer Jugend immer weniger was Gutes.
    Früher war nicht alles besser! Es war aber nicht alles schlecht!

    So nun dürft Ihr auf mich "einprügeln"Dominikum 13:20

  • Wie kann man wissen, welchen Schaden ein "Klaps" anrichtet oder nicht? Carolin lässt es lieber bleiben. 

    Wir haben unser Kind noch nie geschlagen und werden dies auch nie tun. Das ist fester Bestandteil unserer Erziehung, auch wenn es manchmal nur mit Beherrschung zu verwirklichen ist, aber das ist dann mein Problem nicht das unseres Kindes. Ein Klaps hat noch niemandem geschadet? Woher möchten die Personen die das behaupten denn wissen?? Vielleicht erreicht man als Eltern mit einem Klaps sein Ziel schneller und einfacher, wir haben uns für den aufwendigeren Weg entschieden.Carolinum 13:29

  • Ein interessanter Aspekt: Dominik meint, dass alle Klapse, die er als Kind bekam, gerechtfertigt waren. Auch in der WDR-Reportage kamen Kinder zu Wort, die das so empfinden. Sie sehen die Schuld in ihrem eigenen Verhalten und meinen "dann habe ich es bestimmt so verdient."

    Aber die Wahrnehmung hat eine Kehrseite: Kinder leiden unter einem Klaps und fühlen sich gedemütigt, stellen die Schläge aber nicht in Frage. Dabei hätte es vielleicht einen anderen weg gegeben, den Konflikt zu lösen. Kinder haben noch keine Distanz zu ihren Eltern. Im Film war ein Jugendlicher zu sehen, der von seinem Vater über Jahre hinweg brutal geprügelt wurde, ihn aber trotzdem als Vorbild betrachtete und die Schuld für die Schläge bei sich suchte. Später wurde der Junge selbst gewalttätig.
  • Körperliche Strafen verletzen Körper und Seele. Auch Liebesentzug, mangelnde Aufmerksamkeit schmerzen. Sprache kann zum grausamen Erziehungsmittel werden. Diese Sätze sollten Eltern aus ihrem Sprachschatz verbannen: Bannbotschaften in der Erziehung. 
  • Leser Stefan kann leider über sehr drakonische Strafen in der Kindheit berichten: 

    Meine Eltern haben mich in meiner Kindheit öffters verprügelt,unter andererm mit einem Stromkabel und mit einem Kochlöffel. Das schlimme ist, Sie rechtfertigen dies bis heute mit: "Ja, aber Du warst ja so schwierig....". Mein Vater ist inzwischen verstorben, mit meiner Mutter habe ich seit 3 Jahren keinen Kontakt mehr, weil ich es bis heute nicht vergessen kann und bis zum heutigen Tag vergeblich auf eine ernsthafte Entschuldigung warte. Diese nicht vorhandene Einsicht macht mich jedes Mal wütend, wenn ich darüber nachdenke.  ...Stefan K.um 13:32

  • Quelle: Statista 2015

  • Körperliche Gewalt, auch in schwerer Form, gehörte lange Zeit zu den Standardmethoden der Erziehung. Das schildert die Autorin Ingrid Müller-Münch in ihrem Buch "Die Geprügelte Generation". Sie hat zumindest auch eine Idee, warum das so war:  
  • Kleiner Exkurs in die Statistik: Was ist in den Augen von Eltern überhaupt Gewalt?  In einer Studie von 2005 (Bussmann Gewaltstudie) lässt sich ein Umdenken ablesen:
    • Einen kräftigen Klaps auf den Po stuften 1996 nur 12,5 % der Eltern als Gewalt sein. 2005 waren es schon 21,4 %.
    • Eine Ohrfeige wegen Ungehorsam galt 1996 bei 24 % der Eltern als Gewalt, 2005 bei 42 %.
    • Eine Tracht Prügel war 1996 für 37 % der Eltern Gewalt, 2005 für 65 %.

    Erstaunlich ist, dass andere Strafen in der Umfrage viel stärker als Gewalt wahrgenommen wurden, als Ohrfeige und Klaps:

    • Liebesentzug und zwei Tage anschweigen wurden sowohl 1996 als auch 2005 von über 50 % der Eltern als Formen von Gewalt eingestuft.




  • Wer bei der Erziehung Verständnis und keine Angst erzielen will, sollte es vielleicht halten wie Kat:   

    Habe meine Tochter noch nie geschlagen. Bin selber geschlagen worden und finde es einfach nur armselig, wenn man als erwachsener Mensch keine andere Alternative einem Kind gegenüber findet als Gewalt, um sich durchzusetzen. Warum "gehorcht" ein Kleinkind nach Schlägen? Doch wohl eher, weil es Angst hat und nicht, weil es das Warum versteht.
    Ich bin streng und auch laut, wenn es sein muss. Aber Handgreiflichkeiten sind ein Ausdruck von Überforderung und Hilflosigkeit. Diese Eltern sollten sich psychischen Beistand suchen. Es geht auch ohne.Katum 13:51

  • Dirk Larisch bringt eine Erziehungsmaxime auf den Punkt: Kinder brauchen klare Grenzen, aber ohne Schläge. Das sollten sich alle Eltern zu Herzen nehmen.

    Ich habe keine Prügel/Schläge in der Kindheit erfahren. Unsere Tochter (9) bis heute und auch in Zukunft nicht. Eines ist klar: Kinder brauchen klare Grenzen, jedoch ohne Schläge! Habe ich als Kind diese Grenze(n) überschritten, gab es entsprechende Ansagen mit Sanktionen. Dies erfährt auch unser Kind. Und es funktioniert! Wer schlägt, weiß keine Argumente mehr! Ich bin mit Sicherheit kein sozial Romantiker, jedoch war und ist Gewalt gegen Kinder durch nichts zu rechtfertigen!Dirk Larischum 13:57

  • Bei dem Thema lodert stets auch der Generationen-Konflikt auf. Das machen die  Kommentare von Eddi und E.D. deutlich:   

    Dass ein Klaps Jahre später Folgen hat, halte ich für unendlich übertrieben. Wir erziehen eine arrogante und verwöhnte Jugend heran durch solche Artikel und Aussagen.

    Ganz klar gibt es übertriebene Gewalt, aber ein Klaps zählt bei Weitem nicht darunter.Eddium 13:56

    Was heißt hier klaps auf den Po????? In den Jahren 1944----1960 gab es keinen Klaps , nein es wurde geprügelt, zu Hause und in der Schule. !!!!!!!!!E.Dum 13:47


  • Eddi und E.D. haben zwei Extreme der Erziehung beschrieben: Prügeln und Verwöhnen. Wo bleibt der Mittelweg? Eltern, die ihr Kind gewaltfrei erziehen, können ihm doch trotzdem Grenzen setzen und Werte vermitteln. Dass auch übervorsichtige und überfürsorgliche Helikopter-Eltern ihrem Kind schaden, steht außer Frage.

    Zu diesem Thema empfihlt die Eltern-Redaktion diesen Artikel:
    http://www.t-online.de/eltern/erziehung/id_74626774/erziehung-haben-eltern-das-erziehen-verlernt-.html

  • Die Meinungen zum "Klaps auf den Po" gehen teilweise sehr weit auseinander. Was ist aber mit seelischer Gewalt, die allen Verboten zum Trotz sicherlich sehr viel schwerer zu ahnden ist. 
    Eltros beschreibt, welche Wirkung seelische Gewalt auf ihn gehabt hat:  


    Klar bin ich (68) gegen jede Gewalt gegenüber Kindern. Ich selbst bin auch nie geschlagen worden. Aber! Ich habe einige Situationen erlebt, wo mein Vater stinksauer auf mich war (nichts Kriminelles) und 3 - 5 Tage nicht mit mir gesprochen hat. Er hat mich einfach ignoriert. Es gab mich nicht mehr für ihn. Das war entsetzlich. Ich weiß heute noch, wie sehr ich mir gewünscht hatte, er würde mir eine Ohrfeige verpassen und alles wäre wieder gut.eltrosum 14:07

  • Leser Balboa beschreibt auf sehr ehrliche Art und Weise, in welchen Situationen Eltern "die Hand ausrutschen" oder zu verbalen Wutausbrüchen kommen kann.  

    Als meine Tochter etwa ein Jahr alt war, sie konnte gerade laufen, biss sie mich mit ihren nadelspitzen Zähnen (sie zahnte mit drei Monaten!) einmal sehr fest ins Bein. Ich gab ihr einen(!) Klaps auf den Pampers-Hintern, aber drei Finger trafen ihr Bein und die Haut färbte sich dort - ich schäme mich heute noch dafür! Ein Jahr später haben sie und ihr gleichaltriger Cousin derart zur Weissglut gebracht, dass ich beide angeschrien hatte. Ich ging dann aus dem Raum, fragte mich, ob ich genau so werden wollte wie mein eigener Vater... Ich hab keinen Klaps mehr gegeben und auch (zumindest selten) mein Kind angeschrien.... Balboaum 14:07

    Sabine Wüsten hat offensichtlich professionelle Erfahrung mit Eltern, die Gewalt anwenden:
    Aus unserer langjährigen Arbeit mit Eltern wissen wir, dass jegliche Gewalt - ob Schlagen, Anschreien oder Wegsperren - immer ein Resultat von Überforderung und Hilflosigkeit ist. Bei Stress reagiert unser Gehirn nicht mit Verstand, sondern Gefühl, also Ärger oder Wut. Das tut uns danach immer leid. Eltern wollen ihren kindern keine Gewalt antun, aber sie werden dazu erst fähig sein, wenn sie ihre eigene Gefühlswelt "aufräumen" und mit ihren eigenen Kindheitserfahrungen ins Reine kommen... Sabine Wüstenum 13:34





  • Wir haben Sie gefragt, ob Sie Klaps und Ohrfeige aus Ihrer eigenen Kindheit kennen. Mehr als die Hälfte der User hat das in unserer Umfrage bejaht (57 Prozent), nur sieben Prozent kennen diese Form der körperlichen Strafen nicht aus der eigenen Kindheit. Aber das hat uns überrascht: 37 Prozent würden das gar nicht als Gewalt bezeichnen. 
  • Viel zu lange halten überlastete Eltern die Fassade der heilen Familie aufrecht. Keiner soll mitbekommen, dass es Probleme mit den Kindern gibt. Das ist falsche Scham. Erziehung und der anstrengende Familienalltag mit Kindern, Beruf und Partnerschaft bringt alle Eltern immer wieder an ihre Belastungsgrenzen. Es ist keine Schande, das zuzugeben und Hilfe zu suchen.
    Hier finden Eltern ein offenes Ohr und professionelle Hilfe:

    Elternkurse des Kinderschutzbundes
    Starke Eltern, starke Kinder
    Sorgentelefon für Eltern Nummer gegen Kummer 0800-1110550
    Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung
    Familienberatung der Caritas
    Sorgentelefon für  Kinder Nummer gegen Kummer
  • Wir kommen zum Schluss dieser angeregten Diskussion. Wir konnten leider nicht alle Beiträge posten. Unser Eindruck: Viele finden auch heute noch den Klaps auf den Po nicht so schlimm, auch wenn das Gesetz es verbietet. Wir haben aber auch Zuschriften von Eltern  erhalten, denen es gelingt, ganz auf Gewalt in der Erziehung verzichten. Viele wollen und schaffen es nicht immer.  Es gibt kein Patentrezept, denn Temperamente und eigene Erfahrungen sind so unterschiedlich. 
    Hier ein paar Tipps: 

    - Durchatmen und bis zehn zählen. Einfach und wirksam! 
    - Eine Strafe zeitlich und gedanklich in Zusammenhang stellen. Beispiel: Das Kind läuft mit dreckigen Fußballschuhen durch das Wohnzimmer - es muss den Dreck wegsaugen 
    - In einer ruhigen Situation Themen aufgreifen, die immer wieder eskalieren. 
    - Der Familienrat kann zum Ritual werden, in dem regelmäßig "Aufreger" angesprochen werden. 
    - Anti-Aggressions-Training - verschiedene Stellen bieten dies als Prävention an. 
    - Das Kind ernst nehmen, seine Perspektive einnehmen, auch das lässt sich trainieren. 
  • Zum Ende unserer Debatte noch ein Lichtblick: Die Erziehung verändert sich, es hat ein Umdenken eingesetzt. Die düsteren Zeiten der Schwanzen Pädagogik sind in Deutschland vorbeiTV-Autorin Erika Fehse hat bei ihren Recherchen für die Reportagen "Wer seine Kinder liebt, der züchtigt sie" und "Nur ein Klaps auf den Po?" einen gesellschaftlichen Wandel wahrgenommen:
    "Prügel in der Erziehung ist passé. Es geht nicht mehr darum,  Kinder mit Züchtigung zu brechen. Brutale Schläge kommen nur noch als Ausraster vor."

    Auch das gesetzlich verbriefte Recht auf Gewaltfreie Erziehung dürfte zum Umdenken beigetragen haben. Leut einer Umfrage haben Formen "leichter Gewalt" in der Erziehung, also Klaps und Ohrfeige, im Vergleich von 1992 zu 2011 stark abgenommen.

    Liebe Leser, wir schließen jetzt unseren Debattenblog und bedanken uns für ihre rege Beteiligung. Uns haben viele interessante Kommentare erreicht - zu viele, um alle zu veröffentlichen, aber wir haben uns wie immer um eine repräsentative Auswahl bemüht.
  • Auch ein vermeintlich harmloser Klaps kann lange nachwirken, wie Sunshine schreibt:

    Ich halte auch nichts von einer Erziehung mit Gewalt und kenne den Satz ein Klaps auf den Po hat noch keinem geschadet! An dem Klaps aus der Kindheit und es war wirklich nur ein Klaps kann ich mich auch immer noch erinnern!!Sunshineum 13:14

    von Yaw Awuku, t-online.de bearbeitet von Tanja Zech, Redakteurin 11/6/2015 3:45:44 PM
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