Gartenpflege und Gartenprobleme
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Gartenpflege und Gartenprobleme

Wie wird man Unkraut nachhaltig los? Was hilft gegen Schädlinge. Garten-Expertin Marianne Scheu-Helgert beantwortet Ihre Fragen.

  • Daniela möchte wissen:

    Wie kriegt man Unkraut am besten aus dem Gemüsebeet und verhindert, dass das sofort nachwächst?

    Wurzelunkräuter wie Quecke oder kriechender Hahnenfuß verbreiten sich durch unterirdische Sprossen. Diese muss man bei jeder Bodenbearbeitung sauber auslesen.

    Samenunkräuter zupft oder hackt man vor dem Aufblühen aus und lässt sie auf dem Beet zur Humusversorgung vertrocknen. Blühende oder sogar bereits abblühende Samenunkräuter sammelt man auf und gibt sie in die Biotonne. Ansonsten sorgen sie mit tausenden von Samen wieder für weitere Jätearbeit.


  • Hilde fragt:

    Gibt es Tomatensorten, die auch auf einem nach Norden ausgerichteten Balkon gut gedeihen?

    Ich würde kleinfrüchtige Tomaten nehmen - also Cocktail-Tomaten - und es klappt nur dann wenn entweder morgens oder abends Sonne auf den Balkon scheint. Rechnen müssen Sie mit Wachstums- und Aromaeinbußen bei wenig Sonne.

    Wichtig ist bei allen Tomaten, dass sie regengeschützt stehen. Wenn der Balkon wirklich permanent im Schatten liegt, rate ich von Tomaten ab. 

  • Leserin Tini will wissen:

    Mein Zitronenbäumchen hat die letzten zwei Jahre nicht mehr geblüht  - was kann ich tun?

    Das hängt vom Standort ab. Zitrusfrüchte brauchen viel Sonne. Am besten ist die Südseite des Hauses im Sommer, im Winter muss die Pflanze frostfrei stehen. Nur im Zimmer gedeihen Zitronenbäumchen nicht.

    Wenn der Standort stimmt und die Pflanze trotzdem nicht blüht, kann Umtopfen helfen. Es gibt im Fachhandel ein spezielles Substrat extra für Zitruspflanzen. 
  • Gitte fragt:

    Gibt es eine weniger mühevolle Art, das Unkraut aus den Fugen unseres Gartenwegs zu bekommen, als das Auskratzen mit dem Fugenkratzer? Die Arbeit in gebückter Haltung macht mir zunehmend Probleme.

    Am besten besorgen Sie sich im Fachhandel ein handliches Abflammgerät, das in aufrechter Haltung bedient werden kann. Es speist sich z. B. aus einer Gaskartusche. Am besten behandelt man die Fugen (immer nur ganz kurz drüberhalten), wenn die Pflanzen noch nicht allzu stark entwickelt sind.

    Die Pflanzen verdorren dann innerhalb weniger Tage. Die Behandlung muss meistens nach ein bis zwei Monaten wiederholt werden. Am besten plant man schon bei der Gartenanlage die Flächen für Wege und Plätze nicht allzu großzügig, denn wenig begangene Flächen verunkrauten viel schneller und stärker.
  • Leser Leonard fragt:

    Neben einem Rhododendron haben wir vor zwei Jahren einen zweiten gepflanzt  – also praktisch der gleiche Standort und der gleiche Boden. Trotzdem blüht der neu gepflanzte nicht. Woran kann das liegen?

    Möglicherweise muss die neue Pflanze erst richtig Fuß fassen. Schwierigkeiten können die bereits dicht vorhandenen Wurzeln der ersten Pflanze machen. Oder die Wurzeln der neuen konnten sich im vergangenen trockenen Sommer noch nicht so richtig entwickeln - also einfach noch etwas Geduld. Oder ist es eine andere Sorte mit anderem Blühverhalten?
  • Rasenliebhaber fragt:

    Wie halte ich Maulwürfe aus meinem Garten fern? Unser Rasen gleicht einer Kraterlandschaft, aber man darf den Viechern ja nichts tun.

    Ständige Störungen - mehrmals täglich - nervt die Tiere, so dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Reißaus nehmen werden.
  • Thomas möchte wissen:

    Wir haben seit ca. drei Jahren die Ackerwinde im Nutzgarten - sie breitet sich immer weiter aus… 
    Monatelanges Abdecken mit Unkrautfolie hat nichts gebracht.  Was kann man tun?

    Abdecken ist nur wirksam, wenn es sich vollständig über eine möglichst große Fläche erstreckt -  nicht bloß wenige Quadratmeter. Wenn möglich sollten mindestens 20 besser noch mehr Quadratmeter abgedeckt werden. Verwenden Sie eine schwarze, lichtundurchlässige Folie ohne Löcher. Nur dann haben Sie Erfolg. Die Folie muss mindestens ein Jahr lang auf der Fläche verbleiben.

    Am Rand können Sie Kürbis pflanzen und die Ranken auf die Fläche leiten, damit die Fläche nicht so unschön aussieht.
  • Christine fragt:

    Wie kann ich meinen Mirabellenbaum zum Blühen bringen (ca. drei Jahre alt)?

    Bei einem so jungen Baum kann es sein, dass er jetzt noch nicht geblüht hat. Es kann mehrere Jahre dauern, bis der Baum zum ersten Mal blüht.

    Er braucht einen sonnigen Standort und ausreichend Platz. Im Frühjahr kann man ein bisschen Kompost geben, um das allgemeine Wachstum zu fördern. Nur Geduld: Irgendwann blüht er!
  • Leserin Heidrun fragt:


    Ich habe immer wieder Probleme mit Schnecken. Ein Schneckenzaun um das Beet hat ein bisschen geholfen, aber noch immer gibt es hin und wieder Fraßschäden und ich finde gelegentlich Schnecken im Beet. Wie kommen die da rein und wie werde ich sie los?

    Schneckenzäune müssen rundum dicht montiert sein, es dürfen auch keine Pflanzen über die Kante hängen. Sie wirken sonst wie eine Brücke.

    Am besten genießen Sie Ihren Garten bei einem allabendlichen Rundgang. In der Dämmerung zeigen sich nämlich die Schnecken, die sich dann so ganz nebenher absammeln lassen.

  • Gustel möchte wissen:

    Hallo,
    was kann ich gegen Gänseblümchen im Rasen tun?

    Das Grundübel ist vermutlich der Boden. Meistens sind die Rasenböden zu lehmig oder zu schattig oder wurden im Sommer zu wenig gegossen, wenn sich Gänseblümchen ausbreiten. Die Gräser wachsen dann nicht optimal. Gänzeblümchen kommen mit diesen Bedingungen besser zurecht.

    Am besten für Rasen ist ein leicht sandiger Boden, der immer Luft hat. Außerdem muss man im Sommer regelmäßig gießen und im Rrühjahr Rasenlangzeitdünger geben, um die Gräser zu stärken. Wenn das nicht hilft, bleibt fast nur die Neuanlage.
  • Balkonia fragt:

    Ab wann dürfen Geranien ins Freie?

    Geranien sollen so früh wie möglich ins Freie, andererseits dürfen sie aber auch keinen Frost erleiden.  Am besten stellt man sie schon im Lauf des Aprils an ein warmes Plätzchen an der Hauswand. 

    Drohen wider Erwarten doch nochmal Nachtfröste, deckt man sie mit Verfrühungsvlies – notfalls auch mit einem alten Vorhang – vorübergehend ab. Erst nach Mitte Mai kommen sie dann an ihren endgültigen Sommer-Standort.

  • Christine möchte wissen:


    Seit wir in unserer Staudenecke gemulcht haben, können wir uns nicht mehr vor Schachtelhalm retten. Gibt es eine Möglichkeit, diesen dauerhaft zu bekämpfen? 

    Es ist unwahrscheinlich, dass das am Mulchen liegt. Leider hilft gegen Schachtelhalm nichts anderes, als ihn regelmäßig herauszureißen, sobald er rauskommt. Je länger man ihn wachsen lässt, desto kräftiger wird sein unterirdisches Wurzelwerk und das Problem verschärft sich.


  • Pia fragt:

    Ich habe schon meine Balkonpflanzen draußen. Am Wochenende soll es nachts nur noch 5 Grad haben - muss ich meine Petunien abdecken? Oder sind 5 Grad noch warm genug?

    Fünf Grad plus ist völlig ok. Da passiert Petunien gar nichts. 
  • Rosenkavalier fragt an:

    Wie oft sollte ich meine Rosen schneiden und wie viel darf ich abschneiden? Gibt es da eine Faustregel?

    Am wichtigsten ist bei Beet- und Bodendeckerrosen ein relativ starker Rückschnitt aller Triebe auf 20 bis 30 cm im Frühjahr, wenn die Knospen erkennbar am Austreiben sind.

    Zum gleichen Zeitpunkt entnimmt man bei Strauch- und Kletterrosen ältere Triebe mit stark verzweigtem, abgeblühtem Holz an den Spitzen. Man schneidet sie möglichst nah an der Basis, wo sie entspringen, vollständig ab. Junge, kräftige Triebe mit grüner Rinde sind die wertvollsten, man lässt sie unversehrt stehen.

    Bei allen mehrmals blühenden Rosen, die keine dekorativen Hagebutten ansetzen, schneidet man im Lauf des Sommers abgeblühte Blütenstände ab.

  • Rapunzel möchte wissen:

    Kann ich wirklich Tomatenpflanzen züchten, indem ich eine reife Tomate in Scheiben schneide und diese Tomatenscheiben mit Samen in Erde lege?

    Ich würde nur die Samen nehmen. Das Fruchtfleisch sorgt bloß für Fäulnisprozesse. Verwenden Sie am besten reife Tomaten, spülen Sie die Samen ab, lassen sie sie ein paar Wochen trocknen und pflanzen Sie sie dann ein. Das funktioniert wunderbar.
  • Leser Sonnenarmut fragt:

    Welche Blumen empfehlen Sie für ein Beet im Vollschatten?

    Wo Sonnen- und Tageslicht fehlen, können sich nur wenige Spezialisten unter den Pflanzen halten. Sie wachsen meist langsam – es fehlt ja die Sonnenenergie – und sie bilden nur spärlich oder kurzzeitig meist helle Blüten.

    Ich empfehle Stauden aus dem Lebensbereich “Gehölz“. Mit einer geschickten Kombination verschiedener Blattformen oder auch mit Hilfe einer Sorte mit gesprenkeltem Blatt lässt sich eine ansprechende Bepflanzung zusammenstellen. Beispiele sind manche Funkien-Arten, Anemonen, Waldsteinien oder manche Gräserarten (Luzula, Carex) und natürlich Farn-Arten.

  • Rüdiger will wissen:

    Was ist der beste Platz im Garten für einen Komposthaufen? Kann ich dort alle Gartenabfälle entsorgen?

    Am besten in lichtem Schatten, also z. B. unter Bäumen. Dort kann alles wieder zu wertvollem Humus werden. Nicht auf den Kompost sollen Wurzelunkräuter sowie Samenunkräuter mit reifen oder unreifen Samenansätzen.

    Gehölzschnitt sollte am besten gehäckselt und später mit Rasenschnitt oder anderem Grün vermischt werden.

  • Faules Lieschen fragt:

    Ich möchte einen Garten mieten, will aber nicht zu viel Zeit aufwenden, um Gemüse anzubauen. Gibt es Sorten, die relativ wenig Pflege brauchen und zugleich eine reiche Ernte versprechen?

    Ich empfehle winterharte Kräuter wie Salbei, Thymian, Schnittlauch und Lavendel. Eine kleine Beetfläche kann ab Mai mit einem Mulchvlies vollständig bedeckt werden. Dann schneiden Sie Löcher hinein und pflanzen Kürbis (Abstand 80 cm), Zucchini und Einlegegurken (Abstand 40 cm) hinein.

    Pflegeleicht sind auch Zuckermais und Bohnen, von denen Sie immer zwei Samen im Abstand von 10 cm einsäen, Reihenabstand 60 cm. Das Vlies verhindert Unkrautwuchs, allerdings sollten Sie wenn immer möglich ca. 20 Liter je m² wöchentlich gießen, sofern es nicht regnet.

  • Norbert möchte wissen:

    Ich habe Giersch im Garten. Er kommt immer wieder durch. Wie werde ich ihn dauerhaft los?

    Er verbreitet sich durch sehr dünne, brüchige unterirdische Sprosse, die sich vor allem in tonreichen Böden nur sehr schwer vollständig auslesen lassen.

    Ich empfehle, stark befallene Flächen aufzugeben, mit einer möglichst großflächigen, lochfreien schwarzen Folie zwei Jahre lang zu bedecken. So hungert man die Pflanze aus.


  • Leser Käffchen fragt:

    Ist Kaffeesatz wirklich ein guter Dünger oder ist das bloß ein Mythos?


    Kaffee enthält praktisch alle Mineralstoffe der Bohne, auch Stickstoff. Zusätzlich fördert er den Humusgehalt.

  • Michaela möchte wissen:

    Woher weiß ich, wie viel ich düngen muss? Gibt es da eine einfache Faustregel?

    Wo viel Grün entnommen wird, brauchen Sie viel Dünger, insbesondere Stickstoff. Also bei Intensivrasen, üppig grünen Gemüsearten oder auch Rosen oder Prachtstauden.

    Obst- und Ziergehölze brauchen meistens gar keinen Dünger, bei ihnen fördert es nur das Trieb- und Holzwachstum.

    Rosen, Himbeeren und Johannisbeeren erhalten am besten 3 Liter Kompost je m² jährlich, üppig wachsende Gemüsegärten erhalten zusätzlich im Frühjahr 100 g Horngries. Besonders stark wachsende Gemüse brauchen dann im Juni nochmals 100 g Horngries. 


  • Leser Wühlmaus fragt:

    Wie werden wir die vielfräßigen Wühlmäuse los? Sie fressen alle Wurzeln an und vernichten die Sträucher und Bäume.

    Am wirksamsten ist eine Drahtfalle - zum Beispiel die Bayerische Drahtfalle. Stellen sie die Fallen gezielt auf und nur wenn es sich auch wirklich um Wühlmäuse handelt. 

    Das erkennt man, wenn man einen Gang freilegt. Der Gang ist hochoval, anders als beim Maulwurf, der breitovale Gänge baut. Die Wühlmaus macht freigelegte Gänge sehr schnell - oft innerhalb von einer halben Stunde - wieder zu. Genau an der Stelle platzieren Sie die Drahtfalle. Wird ein freigelegter Gang nicht verschlossen, ist er unbewohnt. Hier lohnt sich eine Falle dann nicht.

    Es gibt auch Lebendfallen - zum Beispiel von Neudorf. Wenn Sie ein gefangenes Tier wieder frei lassen, achten Sie auf eine ausreichende Entfernung zum Haus. Ich empfehle mindestens einen Kilometer.


  • sabine möchte wissen:

    Wir haben neuen Mutterboden bekommen und jetzt Rasen gesät. Der auch kommt, aber ziemlich von Unkraut durchwuchert ist. Woran kann das liegen und wie bekomme ich das aus dem noch neuen Rasen raus?

    Entscheidend ist, ob es sich um harmlose Ackersamenunkräuter handelt - zum Beispiel Vogelmiere oder Ackersenf. Die verschwinden beim Mähen mit der Zeit automatisch.

    Wenn es Wurzelunkräuter wie Quecke oder Giersch sind, haben Sie sich die wohl schon mit der Muttererde in den Garten geholt. Dann sollten Sie sie herausjäten, solange sie noch kein tief verzweigtes Wurzelwerk gebildet haben.

    von Marianne Scheu-Helgert bearbeitet von Martina Hansper, t-online.de 5/12/2016 10:19:08 AM
  • Maria fragt:

    Wir haben einen prächtigen Kirschbaum. Doch seit ein paar Jahren sind die Früchte zu einem großen Teil von Maden oder Würmern durchsetzt. Was kann ich dagegen tun?

    Schon seit Jahren werden insbesondere spät reifende Kirschen von der Kirschfruchtfliege befallen. Ihre Made ist vor der Verpuppung  8mm lang. Seit zwei Jahren ist noch die Kirsch-Essigfliege dazugekommen, die nur ca. 1 mm lang wird. Dafür können sie in einer Frucht in Massen auftreten. 

    Ich empfehle, einzelne, gut zugängliche Äste mit Kulturnetz einzupacken, und zwar kurz bevor die Früchte ihre Endgröße erreicht haben, aber noch grasgrün sind. Gegen die Kirschfruchtfliege genügt die übliche Maschenweite von 1,35 mm, gegen die Kirschessigfliege muss das Netz feinmaschiger (0,8 mm) sein.

  • Ninchen möchte wissen:

    Gibt es winterharte Lavendel-Sorten?


    Die meisten Lavendel sind bei uns sehr gut winterhart. Letztlich verbleibt aber immer ein Risiko, insbesondere in nassen Böden oder bei wechselkalter, nasser Witterung und abwechselnd sehr frostigem Wetter (-20 Grad, hatten wir schon lange nicht mehr) im Winter. Nicht frosthart ist der zur Zeit moderne Schopflavendel.

  • Bello fragt:

    Der Nachbarhund verrichtet regelmäßig sein Geschäft in meinen Beeten. Im Gartencenter habe ich jetzt die „Verpiss-Dich-Pflanze“ gesehen. Die soll Hunde abhalten. Klappt das wirklich oder kann ich mir die Mühe sparen?

    Ich empfehle ein nettes Gespräch mit dem Nachbarn.
  • hadk fragt:

    Ist Brennesselsaft gut gegen Blattläuse?

    Ich würde es nicht als Saft bezeichnen. Was wirksam ist, ist der sogenannte Kaltwasser-Auszug. Geben Sie reichlich frische Brennnesseln locker in einen Eimer, füllen Sie ihn mit Wasser auf und lassen Sie das Ganze über Nacht ziehen. Die so entstehende Flüssigkeit kann man zum Spritzen verwenden.

    Wichtig: Die Läuse müssen getroffen werden, damit die Flüssigkeit wirkt. Es reicht nicht, einfach nur die Pflanzen zu bespritzen. Die Blattläuse sitzen meist an der Blattunterseite.

    Der Wirkungsgrad dieser Maßnahme ist etwa halb so groß wie bei handelüblichen Spritzmitteln. Man muss also damit rechnen, dass man die Behandlung wiederholen muss. Wirksam ist sie. 
    von Marianne Scheu-Helgert bearbeitet von Martina Hansper, t-online.de 5/12/2016 10:26:15 AM
  • Thorsten will wissen:

    Guten Morgen, wir haben Unmengen von Feuerwanzen in den Beeten, die sammeln sich bei Sonne an der Rasenkante, vermehren sich unaufhaltsam und besiedeln mittlerweile den gesamten Garten. Ohne zu übertreiben, es sind Hunderte. Wie kann ich dem entgegenwirken???

    Meistens leben Feuerwanzen in der Nähe von Bäumen. Sie schädigen die Pflanzen kaum. Auch möglicherweise in der Nähe stehende Gemüsesorten werden nicht geschädigt.

    Auch wenn die Wanzen sehr auffällig sind, rate ich dazu, keine Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das Vorkommen reduziert sich von selbst wieder. Im Moment treten besonders viele Feuerwanzen auf.

    von Marianne Scheu-Helgert bearbeitet von Martina Hansper, t-online.de 5/12/2016 10:28:22 AM
  • Norbert aus Bad Nauheim fragt:

    Wir haben seit zwei Jahren kleinen roten Klee im Garten, der gelb blüht und sich immer weiter ausbreitet. Gibt es ein Mittel mit dem man diesem Klee zu Leibe rücken kann?

    Nur ganz schwer. Das ist ein Sauerklee. Wenn der so stark auftritt, hat er sich auch schon über Samen vermehrt. Das einzige, was hilft, ist konsequentes Absammeln vor der Samenreife. Hat er schon Samen gebildet, geben Sie die Pflanzenteile nicht auf den Kompost, damit sie sich nicht weiter ausbreiten. Entfernen sie immer die gesamte Pflanze. Glücklicherweise wurzelt der Klee nicht sehr tief. 

    Wenn Sie konsequent sind und bleiben, kriegen Sie den Klee so innerhalb von zwei bis drei Jahren weitestgehend aus dem Garten verbannt.

    Von Pflanzenschutzmitteln rate ich ab, weil sie höchstens sehr kurz wirken würden. Sie wirken nicht gegen die bereits im Boden befindlichen Samen.
  • Jessica will wissen:

    Kann ich Basilikum aus dem Supermarkt in mein Gartenbeet pflanzen? Wenn ja, schattig oder sonnig?

    Ich würde Basilikum nach Möglichkeit nicht in den Garten pflanzen, sondern den Ballen einer sehr kleinen Pflanze teilen und dann büschelweise an einem sonnigen Standort im Freien in einen Balkonkasten pflanzen. Dann hat man den ganzen Sommer über immer frisches Basilikum.
  • Speedy hat folgendes Problem:

    Frage zu Thymianbäumchen: Neu gekauft. Leider ist das Stämmchen abgeknickt. Nicht durchgeknickt. Besteht eine Überlebenschance für das Thymianbäumchen? Regeneriert sich der Stamm wieder? Oder kann man das vergessen? Habe als erste-Hilfe-Maßnahme den Stamm mit Band umwickelt. Ist aber trotzdem sehr instabil.

    Das hängt davon ab, ob noch genügend durchgehende Rinde erhalten geblieben ist. Dann gibt es eine Chance, dass der Baum mit der Bandage noch gesundet. Sie können leider nur abwarten und das beobachten.
  • Leser Thomas fragt:

    Hallo, ich habe an all meinen Buchsbaum-Sträuchern und Hecken die Buchsbaum-Blattsauger. Was hilft am besten und wenn möglich ohne Chemie?

    Da empfehle ich den konsequenten Rückschnitt betroffener Pflanzenteile. Das Schnittgut müssen Sie aus dem Garten entfernen.

    Es gibt auch zugelassene Pflanzenschutzmittel. Lassen Sie sich da aber vor Anwendung genauestens im Fachhandel beraten. Die Mittel wirken nicht vorbeugend, sondern nur bei akutem Befall.
  • Micha will wissen:

    Hallo,
    ich habe an einer ca. zehn Meter langen und ca. 1,20 Meter hohen Buchsbaumhecke grün-schwarze Raupen entdeckt. Die Hecke wird seit zwei Tagen braun und wirkt angefressen. Was kann ich gegen die Raupen tun?

    Das ist der Buchsbaumzünsler. Die Bekämpfung ist schwierig, wenn der Befall schon so weit fortgeschritten ist. 

    Am besten sammeln Sie die Raupen regelmäßig ab. Nächstes Jahr im zeitigen Frühjahr sollten Sie schon gezielt auf die Suche gehen, bevor sich Schäden offen zeigen.

    Es gibt auch spezielle Spritzmittel auf biologischer Basis (Wirkstoff Bacillus thuringiensis). Auch sie wirken am besten, wenn die Raupen noch sehr klein sind. Der beste Zeitpunkt zur Bekämpfung der Raupen ist auch hier das zeitige Frühjahr.

  • Eine Frage von Mascot:

    Ich habe mehrfach Teichrosen in meinen Teich eingesetzt, aber so richtig wachsen und blühen tun sie nicht. Was kann ich tun? Mein Teich ist allerdings auch sehr klein, mit ca. 120 x 120 x und etwa 80 cm Tiefe.

    Das ist für Teichrosen sehr sehr wenig. Die Pflanzen verlangen tieferes Wasser. Mindestens 1,60 Meter Tiefe.

    Es gibt kleinblütige Seerosensorten, die für Ihren Gartenteich geeignet wären. Lassen Sie sich hierzu in einem Fachgeschäft mit gut sortiertem Wasserstauden-Sortiment beraten.
  • Anfänger fragt:

    Wieviel Temperatur hält ein großer Oleander aus? Ich denke, dass er den Winter (im Geräteschuppen) nicht überlebt hat. Woran erkenne ich, dass er noch "lebt" und darf ich abgestorbene Zweige jetzt abschneiden? Wie gehe ich weiter vor?

    Ich würde die Pflanze leicht feucht halten (Achtung: keine Staunässe). Stellen Sie sie an einen warmen Standort. Es kann gut sein, dass nur äußere Zweigebereiche geschädigt sind, so dass sich die Pflanze von innen heraus noch einmal erholt neue Austriebe bildet. Es kann gut sein, dass sich Geduld bezahlt macht.
    von Marianne Scheu-Helgert bearbeitet von Martina Hansper, t-online.de 5/12/2016 11:03:55 AM
  • Eine Frage von Hans:

    Wir haben gestern neuen Rollrasen gelegt bekommen, was ist dabei zu beachten?

    Ganz wichtig: Halten Sie den Rasen immer feucht bis er fest und flächig angewachsen ist! Die Schicht zwischen den Bahnen und dem Boden muss dauerhaft feucht bleiben. Dort bilden sich feine weiße Haarwurzeln der Gräser. Wenn der neu verlegte Rasen austrocknet, reißen die Haarwurzeln und sind für die Graspflanzen verloren. 

  • Philipp möchte wissen:

    Von einem angrenzenden Bach breiten sich immer mehr Brennnesseln in Richtung meines Gartens aus. Wie kann ich die zurückdrängen, beziehungsweise wirksam bekämpfen?

    Man muss verhindern, dass sich die unterirdischen Ausläufer der Brennnesseln weiter in Richtung Ihres Gartens ausbreiten. Das geht mit einer sogenannten Rhizomsperre.

    Heben Sie einen 40 cm tiefen Graben aus, legen eine Teichfolie fast senkrecht (leicht schräg zum Bach hin) hinein und füllen Sie den Graben wieder mit Erde auf.  Die Folie sollte etwa 2 bis 3 cm aus der Erde herausragen. 

    Die Ausläufer im Garten muss man abjäten. 
  • Die letzte Frage für heute hat Michael:

    Mein Rasen ist von vielen Würmern ( nach Bildern im Internet vom Gartenlaubkäfer) befallen. Ganze Stücke kann man einfach abheben wie einen Teppich und dann kommen die Würmer zu Tage. Sie haben die Rasenwurzeln regelrecht abgefressen. Was kann ich dagegen tun?

    Wenn der Befall schon so weit fortgeschritten ist, ist die Bekämpfung schwierig. Was Sie jetzt schon anheben können, ist verloren. In dem Bereich hilft nur Nachsäen. Das können schon mehrere Quadratmeter sein.

    Verwenden Sie für die Nachsaat ein Regenerationssaatgut aus dem Fachhandel. Möglicherweise müssen Sie die beschädigte Stelle mit etwas sandiger Gartenerde auffüllen. Geben Sie ruhig etwas Kompost hinzu, wenn Sie das Saatgut dann einsäen.

    Warten Sie damit aber noch ein bisschen bis die Gartenlaubkäfer Ihren Rasen verlassen haben, damit die Reparaturstellen nicht gleich wieder geschädigt werden. Sie müssen sich nicht sorgen, dass Sie das Problem nun jedes Jahr haben werden.
    von Marianne Scheu-Helgert bearbeitet von Martina Hansper, t-online.de 5/12/2016 11:24:38 AM
  • Leider ist der Chat schon vorbei. Vielen Dank für Ihre Teilnahme! Wegen der vielen Fragen konnte unsere Expertin leider nicht alle Fragen beantworten.
  • Rainer will wissen:

    Wie wird man Blattläuse am besten los? In unserem Garten wimmelt es von den Biestern. Kommt man auch ohne Pflanzenschutzmittel aus.

    Blattläuse entwickeln sich immer nur vorübergehend in einer “Befallswelle“. Rosen, Kohlgewächse oder Obstgehölze können im Laufe eines starken Befalles natürlich auch Schaden nehmen. Am besten hält man die gefährdeten Kulturen im Auge und greift frühzeitig ein. 

    Wer wenige Rosen hat, kann die ersten Läusekolonien einfach von Hand abstreifen. Oder man dreht den Wasserschlauch nur wenig auf, bedeckt die Öffnung mit dem Daumen und spitzt die Läuse-Kolonien mit einem feinen Wasserstrahl ab. Gemüsekulturen bedeckt man vorbeugend mit einem Kulturschutznetz (Maschenweite 0,8 mm).

    Im Notfall nutzt man ein nützlingsschonendes Läusemittel, jedoch nur an den befallenen Kulturen. Zum Glück befallen nämlich Rosenläuse keinen Oleander, Kohlläuse keine Rosen. Besser hängt man ein paar Meisenkästen auf, weil Singvögel gerne ihre Jungen mit Blattläusen und anderen Schädlingen füttern.

    von Marianne Scheu-Helgert bearbeitet von Ralph Wefer,... 5/12/2016 11:44:35 AM
  • Leserin Kathrin fragt:

    Ich habe immer wieder Mehltau an meinen Rosen. Woran liegt das und wie kann ich dem vorbeugen?

    Mehltau ist eine bei uns heimische Pilzart, die anfällige Sorten teilweise sehr stark heimsucht. Bei solchen Sorten sind selbst nach einer Spritzung die neu gebildeten Blätter immer wieder neu gefährdet.
     
    Ich rate langfristig zum Ersatz der Rosen durch örtlich angepasste, mehltaufeste Sorten, die in jeder guten Baumschule zu haben sind. Fragen Sie insbesondere nach sogenannten ADR-Rosen. In grüner Umgebung und hoher Luftfeuchte gibt es ebenfalls weniger Mehltau als vor heißen, sonnigen Hausmauern.
    von Marianne Scheu-Helgert bearbeitet von Ralph Wefer,... 5/12/2016 11:44:39 AM
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