Expertenchat zur Rasenpflege
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Expertenchat zur Rasenpflege

Was braucht der Rasen jetzt im Frühling? Wie wird man Moos und Unkraut los? Was hilft gegen Maulwürfe und Wühlmäuse. Dr. Harald Nonn von der Deutschen rasengesellschaft beantwortet Ihre Fragen im Live-Chat

  • "Ameisenbär" möchte wissen:

    Bei uns haben sich Ameisen im Rasen niedergelassen. Wie werden wir die am besten los?

    Es gibt Ameisenmittel, mit denen man die Nester begießt oder bestreut. Die Ameisen werden dann abgetötet. Ich nehme lieber einen Wasserschlauch und spüle zum einen mit Wasser die Auswürfe der Ameisen in den Boden ein und zum anderen werden die Nester überflutet. Dies geht auch nicht ganz ohne Verluste ab, ein Teil der Ameisen überlebt aber und zieht woanders hin.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/7/2016 11:04:51 AM

  • "Häuslebauer" möchte wissen:

    Wir haben neu gebaut und wollen nun unseren Garten anlegen. Der Boden ist sehr lehmhaltig (früher Ackerland) und wir wollen den Rasen selbst sähen, also keinen Rollrasen. Was sollten wir bei der Vorbereitung des Bodens und bei der Aussaat beachten, damit ein schöner dichter Rasen entsteht?

    Der Boden muss vor der Einsaat etwa 15 bis 20 Zentimeter tief gelockert werden. Anschließend muss er sich wieder absetzen, so dass beim Darüberlaufen keine tiefen Trittspuren entstehen. 

    Danach wird das sogenannte Saatbett vorbereitet. Hierzu wird die Oberfläche fein gekrümelt und mit dem Rechen abgezogen. Danach erfolgen Einsaat und Starterdüngung. Während der Keimung und Entwicklung die Fläche mindestens drei Wochen feucht halten. 
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:01:56 AM
  • Die nächste Frage kommt von "Gaby":

    Wie ist die richtige Reihenfolge bei der Bearbeitung des Rasens im Frühjahr: erst düngen, dann mähen und dann vertikutieren?

    Die normale Rasenpflege im Frühjahr beginnt mit dem Mähen. Anschließend erfolgt die erste Düngung. Falls vertikutiert werden muss, sollte dies frühestens nach dem zweiten Schnitt erfolgen. Dann können die Gräser die entstehenden Lücken schnell wieder schließen.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:06:24 AM
  • Nun fragt "Sonnenblume": 

    Welchen Dünger verwende ich am besten? Genügt ein normaler Langzeit-Rasendünger?

    Langzeit-Rasendünger sind speziell für den Rasen entwickelte Dünger. Sie enthalten die für die Gräser notwendigen Nährstoffe im richtigen Verhältnis zueinander. 

    Gartendünger wie sie zum Beispiel für Gemüse oder Blumen verwendet werden, sind für Rasen oft nicht geeignet. Mit einem speziellem Rasen-Langzeitdünger sind Sie auf der sicheren Seite.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:08:46 AM
  • "Fiete" fragt:

    Muss ich nach dem Düngen den Rasen wässern, oder reicht es, wenn es in den kommenden Tagen regnet?

    Es reicht absolut aus, wenn es in den kommenden Tagen regnet. Wenn Sie aber eine sofortige Wirkung des Düngers brauchen, dann können Sie mit ca. zwei bis drei Liter Wasser pro Quadratmeter beregnen. 
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:10:36 AM
  • Eine Frage zu Mäusen hat unser User "Udo Helms": 

    Wie werde ich Wühlmäuse in meinem Rasen wieder los? Mein kompletter Rasen ist eine Höhlenlandschaft!

    Im Gegensatz zum Maulwurf erlaubt der Gesetzgeber die Bekämpfung von Wühlmäusen. Der Fachhandel hält entsprechende Produkte zur Bekämpfung bereit. Meist handelt es sich um Köder- oder Begasungsmittel. 

    Bitte lassen Sie sich vor dem Kauf im Fachhandel beraten und befolgen Sie die Anwendungshinweise genau. Alternativ wäre auch das Einfangen der Wühlmäuse mit Fallen möglich.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:13:04 AM
  • Die nächste Frage stammt von "Gisi":
     
    Ich habe eine Fläche mit Rasengittersteinen. Hier hat der Rasen erheblich Moos angesetzt. Vertikutieren geht nicht. Wie bekomme ich das Moos weg?


    Aus meiner Sicht bleibt nur das manuelle Herauskratzen des Mooses als einzige Lösung übrig. Aufgrund des sehr hohen Arbeitsaufwandes würde ich an Ihrer Stelle überlegen, ob Sie sich mit dem Moos nicht anfreunden können.

    Höchstwahrscheinlich wächst das Moos aufgrund ungünstiger Standortbedingungen. Womöglich kehrt es auch nach der Radikalkur und der erneuten Einsaat von Gräsern schnell wieder zurück.

  • "Rainer" möchte wissen:
     
    Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Wühlmaus- und Maulwurfshügeln?

    Die typischen Maulwurfshügel macht nur der Maulwurf. Wühlmäuse graben Gänge unter dem Rasen und drücken dabei die Grasnarbe hoch. Die Spuren können mehrere Meter lang sein. 

    Ab und zu produzieren auch Wühlmäuse kleine Erdaufhäufungen, aber bei weitem nicht so groß, wie es der Maulwurf tut.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:19:56 AM
  • Hier kommt eine Frage von "Babba":

    Muss ich meinen Rasen in jedem Frühling kalken?

    Nein. Kalk auf dem Rasen ist nur dann notwendig, wenn der Boden zu sauer ist; das heißt, wenn der pH-Wert unter 5,5 liegt. Zu viel Kalk schadet dem Boden eher als zu nützen.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:21:11 AM
  • Leser "Maik" fragt:

    Muss ich meinen Rasen im Frühling immer düngen und woher weiß ich, wie viel Dünger ich brauche?

    Besonders im Frühling braucht der Rasen Nährstoffe. Nur so kann er die Winterschäden auswachsen und rasch wieder einen dichten und grünen Rasen bilden. Für die richtige Menge geben die Anbieter von speziellen Frühjahrsdüngern genaue Aufwandmengen an.

  • "Familie_Feuerstein" möchte wissen:
     
    Welchen Rasen empfehlen Sie Familien? Wir bauen gerade und müssen uns entscheiden. Uns ist vor allem wichtig, dass unsere Kinder draußen spielen und toben können, ohne dass der Rasen gleich wie ein Acker aussieht.

    Der Handel bietet Strapazierrasen-Mischungen an. Diese enthalten unter anderem auch Gräserarten wie sie für Fußballplätze verwendet werden. Natürlich können diese nur belastungsfähig sein, wenn nachher die Pflege stimmt. Wichtig ist natürlich auch ein belastbarer Boden. Er sollte eher sandig als lehmig sein.
  • User "Helmut" hat folgende Frage:
     
    Wie erkenne ich einen guten Langzeitdünger? Sollte man zum Beispiel auf ein bestimmtes Mischungsverhältnis Stickstoff/ Kalium/ Phosphor achten?

    Rasen-Langzeitdünger enthalten in aller Regel viel Stickstoff. Dieser ist der Wachstumsmotor für die Gräser und sorgt für einen dichten und grünen Rasen. 

    Kaliumbetont sind die sogenannten Herbstdünger. Das stärkt die Gräser vor dem Winter.

    Starterdünger enthalten viel Phosphor für eine rasche Wurzelbildung der jungen Gräser. 
  • Nun folgt eine Frage von "Werner Hahnewald":

    Wie beseitigt man Quecken im Rasen?

    Die Quecke ist ein ausdauerndes Gras, das sich über unterirdische Ausläufer im Rasen verbreiten kann. Dies macht eine manuelle Bekämpfung nahezu unmöglich.

    Nach meiner Erfahrung ist die Quecke aber nicht schnittverträglich, so dass sie bei regelmäßigem Mähen und optimaler Rasenpflege schnell zurückgedrängt wird.

    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:28:40 AM
  • Eine Frage zum Klee kommt von "Hofrat_Holler":

    Von Jahr zu Jahr breitet sich der Klee in unserem Rasen weiter aus. Woran liegt das und was können wir machen?


    Klee ist häufig ein Zeichen einer Unterversorgung mit Stickstoff. Eine ausreichend Düngung wird zumindest den Klee etwas zurückdrängen, verschwinden wird er aber nicht. 

    Dies kann nur mit einem Unkrautvernichter erreicht werden. Nach der Bekämpfung kann eine optimale Pflege das erneute Einwandern verhindern.
  • "Chris" möchte wissen:

    Wir haben seit 2 Jahren unseren Rasen, selber gesät, guter Dünger, Kalk zu den richtigen Zeiten und trotzdem ist er an vielen Stellen nicht grün, sondern gelblich. Er wächst an den gelblichen Stellen auch nur leicht, aber da wo es grün ist, da wächst er richtig kräftig. Was kann man machen, damit die gelben Stellen weniger werden bzw. verschwinden?


    Eine Ursache für die gelben Stelle könnten Unterschiede in der Bodenqualität sein. Eventuell ist der Boden hier zu dicht oder zu nass. 

    Ich empfehle Ihnen eine Bodenanalyse. Schicken Sie jeweils Mischproben von den grünen und den gelben Stellen an ein Bodenlabor - zum Beispiel an die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (Lufa) oder Agrolab. Das Ergebnis wird Ihnen Auskunft über die Notwendigkeit weiteren Kalkens geben und Aussagen über die im Boden enthaltenen Nährstoffe. 

    Pro Probe müssen Sie mit Kosten um die 30 Euro rechnen. Auch manche Fachhändler bieten einen solchen Bodenprobenservice an.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:32:26 AM
  • "Maja" hat eine Frage zu Gänseblümchen:
     
    Auf unserem Rasen wachsen ganz viele Gänseblümchen. Das ist zwar ganz hübsch. Aber im letzten Sommer wurde unser Sohn von einer Biene in den Fuß gestochen, die auf einer Blüte saß. Kann man die Blumen irgendwie zurückdrängen?

    Ein paar wenige Gänseblümchen kann man einfach mit dem Messer ausstechen und in die kleine Kahlstelle etwas Saatgut einstreuen. 

    Wenn es sehr viele Gänseblümchen sind, hilft zuverlässig ein sogenannter Unkrautvernichter, die gibt es in flüssiger oder granulierter Form mit und ohne Dünger. Bitte die Gebrauchsanweisung genau beachten, immerhin handelt es sich um Pflanzenschutzmittel.
  • "Marcus" fragt:

    Ich möchte einen Rasen neu anlegen (Aussaat). Vorher sollen noch Unebenheiten durch Aufbringen von Muttererde ausgeglichen werden. Anschließend wollte ich gern die Fläche walzen. Ist das sinnvoll vor Anlage des neuen Rasens?

    Der Boden muss vor der Ansaat gleichmäßig rückverdichtet sein. Hierzu kann eine Walze hilfreich sein, sie darf jedoch nicht die Bodenkrümel zerdrücken und den Boden bis zur Undurchlässigkeit verdichten.

    Ich persönlich prüfe die Dichte des Bodens bei kleinen Flächen durch Trippelschritte über die gesamte Fläche. Hierbei darf mein Schuhabsatz nicht tiefer als zwei Zentimeter einsinken. 
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:35:16 AM

  • User "James_the_Butler" braucht einen Tipp zur Nachsaat:
     
    Im letzten Jahr habe ich Grassamen nachgesät, die aber nicht angewachsen sind. Was muss ich beim Nachsäen beachten?

    Entscheidend bei der Nachsaat sind das Einrechen des Saatgutes etwa 1 bis 2 cm tief in den Boden und eine kontinuierliche Wasserversorgung. 

    Unsere Rasengräser benötigen je nach Grasart zwischen 1 und 3 Wochen ständige Feuchtigkeit zur Keimung. In dieser Zeit darf das Keimbett nicht austrocknen.
  • "Naturfreund" fragt:
     
    Kann ich den Rasen auch einfach wachsen lassen, wenn mich die Länge nicht stört, oder hat das irgendwelche Nachteile?

    Die Fläche wird sich dann zum Landschaftsrasen entwickeln, der nur ein- bis dreimal im Jahr gemäht wird. Wenn Sie dies möchten, ist das absolut in Ordnung. Die Nutzung in Form von Bespielen, Liegen, Betreten wird dann aber eingeschränkt.

    Wenn Ihnen der Rasen mal zu hoch gewachsen ist, schneiden Sie ihn bitte in Intervallen langsam auf die gewünschte Schnitthöhe herunter. Ein Radikalschnitt würde ihm alle grünen Blätter rauben und ihn dauerhaft schädigen.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:38:39 AM
  • Die nächste Frage stellt "Anonymous User":

    Wie kann man Flecken von Hunde-Urin verhindern oder beseitigen?

    Hunde-Urin verätzt den Rasen, weil er extrem viel Stickstoff enthält. Wenn man den Urin hinterher direkt mit Wasser verdünnt, passiert den Gräsern gar nichts. Bereits “verbrannte” Flecken kratzt man mit einer Harke auf und sät sie nach.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:39:50 AM

  • Als nächstes fragt "Schnitzel-Tom":

    Wie oft uns wann sollte man seinen Rasen vertikutieren? Kann das nicht sogar schaden?

    Vertikutieren dient in erster Linie dem Beseitigen von abgestorbener organischer Substanz, auch Rasenfilz genannt. Ist kein Rasenfilz vorhanden, erübrigt sich auch das Vertikutieren. Die Vertikutiermesser schädigen die Gräser auf jeden Fall, so dass ein Vertikutieren ohne Notwendigkeit nur den Rasen schädigt.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:41:41 AM
  • "Wurmi" will wissen:

    Mein Rasen leidet neuderdings unter einer 'Regenwürmerplage' sobald dauerhaft feuchtes Wetter herscht, kommen sie bis an die Oberfläche und werfen Erdhaufen aus, wie Mini-Maulwurfshügel. Allerdings in riesiger Anzahl, zweistellig pro qm, der Rasen ist nur noch eine Buckelpiste. Im trockenen Sommer letztes Jahr waren sie weg, im Herbst ging es wieder los.  Wie kann ich das in den Griff bekommen?

    Regenwürmer sind wertvolle Helfer bei der Bodenbearbeitung. Sie belüften den Boden, sorgen für einen raschen Wasserabfluss und verarbeiten überschüssige organische Substanz im Boden. Zurück bleibt der wertvolle Ton-Humus-Komplex. 

    Bei feuchter Witterung, speziell im Frühjahr und Herbst, legen die Regenwürmer diesen an der Oberfläche ab. In der Folge wird der Rasen schmierig und uneben. Abhilfe schafft allein das Abkehren oder Abschleppen des Rasens, sobald die Regenwurmhaufen etwas angetrocknet sind.
  • "Andi" fragt:

    Gibt es besondere Grassorten, die im Schatten bei Hecken wachsen....habe da nämlich immer nur spärlich wachsenden Rasen und Moos.

    Das zur Zeit schattenverträglichste Rasengras ist die Lägerrispe (Poa supina). Sie ist in der Lage, bei ausreichender Nährstoff- und Wasserversorgung im Schattenbereich von Häusern, Hecken und Laubbäumen einen dichten Rasen zu bilden. Daher sollten Sie eine Saatgutmischung verwenden, die diese Grasart zu mindestens fünf Prozent enthält. 
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:44:37 AM

  • Es folgt eine Frage von User "Ufologe":

    Im letzten Jahr wuchsen an zwei Stellen in unserem Rasen Kreise aus Pilzen. Vorher hatten wir das noch nie. Woran liegt das und wie kann ich das dieses Jahr verhindern?

    Wahrscheinlich handelt es sich um Hexenringe. Dieser Pilz ernährt sich vom Rasenfilz, daher auch die ringförmige Ausbreitung. Wenn er nur Pilzhütchen oder einen grünen Kreis erzeugt, ist es nicht tragisch. Die Hütchen werden abgemäht, die grünen Ringe kann man durch Düngung des Rasens kaschieren. 

    Ist ein wasserabweisendes Pilzmyzel im Boden vorhanden, dann hilft nur intensives Wässern mit vorherigem Löchern des Bodens.
  • Die nächste Frage kommt von "Batman":

    Wie lange muss man das Jahr über rasenmähen? Wann zum letzten Mal?

    Es wird so lange gemäht, wie es etwas abzuschneiden gibt. Ich habe meinen Rasen letztes Jahr am 23. Dezember gemäht. Da war er aufgrund des warmen Vorwinters bereits sechs bis sieben Zentimeter hoch aufgewachsen.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:47:59 AM
  • Zum Bewässern fragt "Wueste_Sahara":

    Woran erkenne ich, ab wann ich den Rasen im Sommer bewässern muss und ist die Tageszeit dabei egal?

    Die Gräser zeigen Wassermangel durch ein mattes Grün, eine Graufärbung oder schlaffe Blätter an. Dann ist es Zeit zu wässern. Gewässert wird grundsätzlich wurzeltief, dies bedeutet in der Regel etwa 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter. 

    Ideal wäre der frühe Morgen, da dann die Verdunstungsverluste am geringsten sind und die Grasblätter über Nacht nicht feucht sind (Gefahr von Pilzinfektionen).
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:49:17 AM
  • "Grüner Daumen" hat folgendes Problem:

    Wir haben den Rasen vertikutiert und nachgesät. Aber schon vor ca. 3 Wochen. War das zu früh, denn es geht kein Samen an.

    Ja, das war leider zu früh. Der Rasen muss beim Vertikutieren schon in der Wachstumsphase sein, damit die Lücken sich wieder schließen. Außerdem muss für die Keimung der Nachsaat die Bodentemperatur mindestens 8 Grad Celsius betragen. 

    Wegen der ständigen Nachtfröste in den letzten Wochen, ist das bei Ihnen sicherlich noch nicht der Fall gewesen. Ich bin aber überzeugt, dass die Nachsaat jetzt bei steigenden Temperaturen noch keimen wird. Falls nicht, müssten Sie noch einmal nachsäen.

    Falls Sie vor dem Vertikutieren nicht gedüngt haben, sollten Sie dies jetzt unbedingt nachholen. Die vorhandenen Gräser werden dann die Narbendichte verbessern.


  • "Gundel" möchte wissen:
     
    Woran erkennt man gutes Saatgut?

    Dies ist nicht einfach, da man dem Samen Qualität  nicht ansieht. Hier muss man zum einen den namhaften und langjährig am Markt teilnehmenden Herstellern vertrauen. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Regel-Saatgut-Mischungen (RSM), die nach den Empfehlungen von Fachleuten zusammengestellt sind und bestimmte Anforderungen erfüllen müssen.
  • Es folgt eine Frage von "Chrise":

    Unsere Rasenfläche wird jedes Jahr unebener. Vertikutieren ist so fast nicht möglich. In den Mulden (teilweise bis zu 10 cm) verdichtet der Boden zunehmend. Kann man die Mulden einfach aufschütten? Muss man dann neu ansäen oder wächst der Rasen durch. Macht sanden Sinn, um die Verdichtungen in den Griff zu bekommen?

    Bei derart tiefen Unebenheiten hilft Besanden nicht. Man könnte zwar die Vertiefungen mit einem Oberboden auffüllen, müsste dann aber diese Stellen neu einsäen, da der alte Rasen nicht durchwächst. 

    Der optische Unterschied zwischen alter Grasnarbe und neu eingesäter Fläche wird sicherlich über zwei Jahre und mehr sichtbar sein. 

    Um eine homogene Rasenfläche zu erhalten, empfehle ich Ihnen eine komplette Neuanlage.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 10:55:46 AM
  • "Rhabarbara" fragt:
     
    Rasenmähen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Kann ich irgendwas machen, damit ich nicht mehr jede Woche mähen muss?

    Schaffen Sie sich einen Mähroboter an. Der mäht jeden Tag und der Rasen dankt es durch eine höhere Dichte.
  • Nun folgt eine Frage von "Mone":

    Wie verhindere ich, dass der ganze Rasen unter meine Obstgehölze (Himbeeren,Waldbeeren,Stachelbeeren....) zieht? Ich sehe leider kein bisschen Erde oder Mulch an den Stämmen - nur Gras.

    Eine geschickte Möglichkeit zur Eingrenzung der Rasenfläche ist das Setzen von Kantensteinen. Diese sollten etwa zehn Zentimeter breit und niveaugleich mit dem Rasen verlegt sein. So kann man sie mühelos mit dem Rasenmäher überfahren.

    Einmal im Jahr wird der Rasen an der Kante des Rasensteins mit einem Kantenstecher abgestochen oder mit einem Messer abgeschnitten. So wächst der Rasen nur dort, wo er soll.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 11:01:20 AM

  • Auch "Jägermeister hat Probleme mit Maulwürfen:

    Was ist Ihrer Erfahrung nach das wirksamste Mittel gegen Maulwürfe?

    Der Maulwurf unterliegt dem Artenschutz und darf höchstens vergrämt werden. Ich habe gute Erfahrungen mit ständigen Geräuschen in Form von Benutzung, Bespielung oder auch einem Mähroboter gemacht. 

    Mir wurde auch schon berichtet, dass Katzen und Hunde auf Maulwurfjagd gingen.
  • Es folgt eine Frage von "Marcus":

    Wird beim Anlegen eines neuen Rasens der Rasensamen nur auf die vorbereitete Fläche aufgesät oder sollte dieser eingerecht werden?

    Meine Empfehlung lautet eindeutig: Rechen Sie das Saatgut flach (max. 1,5 cm tief) in den Boden ein. Das Saatgut hat dadurch einen guten Bodenkontakt, wird besser mit Wasser aus dem Boden versorgt und trocknet somit nicht so schnell aus. Zudem wird von den Vögeln nicht so viel weggepickt. 
  • "Carsten M." fragt:

    Es gibt in den Niederlanden Moosvernichter auf rein pflanzlicher Basis (basierend beispielsweise auf Weizenproteinen), die ansonsten völlig ungefährlich und biologisch voll abbaubar sind. Das Moos wird erstickt - der Rasen wächst weiter. Gibt es damit nachhaltige Erfahrungen?

    Ich selbst habe keinerlei Erfahrungen mit solchen Produkten. Bei Moosvernichtern handelt es sich um Pflanzenschutzmittel, die in Deutschland vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zugelassen sein müssen. Produkte ohne solche Zulassung dürfen hierzulande weder vertrieben noch angewendet werden.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 11:06:10 AM
  • "Wer_rastet_der_rostet" hat folgende Frage:

    Wir haben vor einigen Jahren unseren alten Gartenzaun durch eine  Hecke aus Kirschlorbeer ersetzt. Leider breitet sich in deren Schatten nun Moos im Rasen aus. Was können wir tun?


    Das Moos auf der betroffenen Fläche herausvertikutieren und eine schattenverträgliche Rasenmischung nachsäen. Diese muss die Lägerrispe (Poa supina) enthalten. Den Rasen durch ausreichende Düngung und Bewässerung dicht halten.
  • Der User "Geestkaemper" braucht folgenden Tipp:

    Ich habe weder Wildkräuter noch Moos in meinem Rasen.
    Sollte ich trotzdem Vertikutieren?

    Das Vertikutieren dient in erster Linie der Entfernung von zu viel organischer Masse (Rasenfilz) von der Bodenoberfläche. Rasenfilz von mehr als einem Zentimeter Dicke muss durch das Vertikutieren reduziert werden. 

    Wenn Sie keinen Rasenfilz haben, erübrigt sich das Vertikutieren.
  • Nun kommt eine Frage unseres Users "Ulisses":

    Wir wollen einen Rasen neu anlegen. Der Boden ist relativ sandig. Gibt es eine spezielle Rasensorte für trockene, sandige Böden?

    Der Handel bietet sogenannte Trockenrasenmischungen an. Diese enthalten tief wurzelnde hitze- und trockenheitsverträgliche Gräserarten wie zum Beispiel den Rohrschwingel (Festuca arundinacea). 

    Nachteil dieser Grasart ist jedoch die eher gelbliche Winterfarbe. Man kann diese etwas verbessern, indem man im Oktober anders als bei anderen Rasenmischungen noch einmal stickstoffbetont düngt.

  • Als nächstes erkundigt sich "Martin":

    Welche Tipps gibt es für die Rasenpflege in sehr nassen Regionen, wie in unserem Fall in Ostfriesland. Wir kämpfen nicht nur gegen Moos sondern auch dagegen an, dass der Boden gerade nach langen starken Regenfällen schnell leicht matschig ist.

    Unsere Rasengräser wachsen am besten auf gut durchlüfteten und wasserdurchlässigen Böden. Staunasse Böden sind für die erwünschten Rasengräser ungünstig. 

    Unter sehr feuchten Bedingungen wachsen flach wurzelnde Gräser wie zum Beispiel die Lägerrispe besser als die gängigen Rasengräser. Daher wäre eine Saatgutmischung, die dieses Gras enthält, unter solchen Bedingungen zu empfehlen. 
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 11:15:18 AM
  • User "Benedikt" will wissen:

    Ist Deutsches Weidelgras geeignet für einen Kurzschnittzierrasen?

    Auch vom Deutschen Weidelgras gibt es mittlerweile tiefschnittverträgliche Sorten - zum Beispiel Vesuvius, Bargold oder Barsignum.
  • "Rainer" fragt:

    Ich habe mit einem pH-Wert Tester von Bauhaus einen pH-Wert von 7,4 angezeigt bekommen. Wie bekomme ich den Wert am besten wieder verbessert?

    Unsere Rasengräser bevorzugen einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5. Insofern ist der von Ihnen gemessene pH-Wert noch nicht kritisch. Sie sollten auf keinen Fall Kalk zuführen. Dieser würde den pH-Wert weiter erhöhen.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/7/2016 11:21:09 AM
  • Es folgt nun die letzte Frage von "Max":

    Was halten sie von Rasendüngern, die das Vertikutieren ersetzen oder reduzieren sollen?

    Der Handel bietet Rasendünger mit Zusätzen, zum Beispiel Mikroorganismen, an, die überschüssige organische Substanz abbauen sollen. Meine Erfahrung ist, dass für den Abbau der organischen Substanz weitere Faktoren im Boden mit entscheidend sind. Die alleinige Anwendung eines solchen Produktes kann das Vertikutieren nicht ersetzen.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Timo Bürger 4/7/2016 11:24:52 AM
  • "Robotronic" möchte wissen:
     
    Man liest ja immer wieder von Rasenmäher-Robotern. Taugen die etwas?

    Sie sind aus meiner Sicht Teil einer optimalen Rasenpflege. Das ständige Kurzhalten erhöht die Narbendichte, das verbleibende Schnittgut wird im Boden abgebaut und trägt ein wenig zur Nährstoffversorgung des Rasens bei.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/7/2016 12:04:21 PM
  • Der Expertenchat zum Rasenmähen ist nun zu Ende. Wir bedanken uns für Ihre rege Teilnahme. 
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/7/2016 12:08:11 PM
  • Hier kommt eine Frage von "Tara":

    Unser Rasen besteht fast nur noch aus Moos. Wie kriege ich das am besten weg?

    Hier hilft nur die Radikalkur: Intensives Vertikutieren bis das Moos komplett entfernt ist, die Fläche sauber abräumen und Nachsaat mit einer hochwertigen Rasenmischung. Starterdünger zur schnellen Etablierung nicht vergessen.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/7/2016 1:51:09 PM
  • Dr. Harald Nonn, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft

  • Eine Frage von "Dr_Schnitter":
     
    Was ist die optimale Schnitthöhe beim Rasenmähen?

    Ideal für den normalen Hausrasen ist eine Schnitthöhe von 3,5 bis 4,5 cm. Letztere vor allem in schattigen Bereichen. Grundsätzlich wird die Schnitthöhe das ganze Jahr beibehalten. Eventuell im Sommer um 1 cm erhöht. Das spart Wasser. Beim Mähen maximal die Hälfte des Aufwuchses auf einmal abschneiden, besser nur ein Drittel.
    von Dr. Harald Nonn bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/7/2016 2:14:22 PM
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