Expertenchat Hausbau - was Bauherren wissen sollten
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Expertenchat Hausbau - was Bauherren wissen sollten

Was muss man beim Bauen beachten? Wie vermeidet man Pfusch am Bau? Was gehört unbedingt in den Bauvertrag? Unser Experte Thomas Weber steht Rede und Antwort.

  • Sonnenscheinchen beschäftigt sich mit der Photovoltaik. Ihre Frage: 
    Macht eine Photovoltaik-Anlage auch ohne Speicher Sinn? Lohnen sich die Investitionskosten in einen Akku?

    Meine persönliche Meinung ist, dass zukünftig eine Photovoltaikanlage mit dem Ziel einer möglichst großen Eigenversorgung zu jedem Neubau gehören sollte. Um dies zu gewährleisten, ist meines Erachtens ein Speicher dringend erforderlich. Man muss jedoch wissen, dass es in unseren Breiten nie gelingen wird, eine ganzjährige Vollversorgung mit vertretbarem Aufwand zu realisieren.

    Doch um auf Ihre Frage zurückzukommen: Unter einem Standardnutzerverhalten, d.h. wenn die Familie des Hauses morgens das Gebäude zur Arbeit verlässt und in den späten Nachmittagsstunden nach Hause zurückkehrt, hat die Photovoltaikanlage das Maximum ihres Ertrages eingefahren. 

    Der Bedarf der Familie setzt jedoch meist erst in den Abendstunden ein. In der Zwischenzeit wird der selbsterzeugte Strom, wenn kein Speicher vorhanden ist, in das öffentliche Netz eingespeist. Da aktuell die Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom nur bei ca. 12 Cent je Kilowattstunde liegt und somit deutlich unter den Kosten für den bezogenen Haushaltsstrom( 26-30 Cent/kWh), ist ein Modell, das auf der Grundlage der Einspeisevergütung basiert, nicht wirtschaftlich. Aus diesem Grund geht meine Empfehlung immer zu einer Anlage mit Stromspeicher.


    von Thomas Weber bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/27/2016 9:52:16 AM
  • Dipl.-Ing. Thomas Weber, Bausachverständiger und Bauherrenberater beim Verband privater Bauherren.

  • Wo am Bau besonders häufig Mängel auftreten. (Quelle: Bauherren-Schutzbund)

  • Statt Sonnenschein gibt es jetzt Frostbeulen, so heißt der User mit diesem Anliegen: 

    Welche Heizung empfehlen Sie für ein neues Einfamilienhaus?

    Auch diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. In erster Linie hängt es davon ab, welche Energieträger vor Ort zur Verfügung stehen. Wenn man eine sehr preiswerte Anlagentechnik bevorzugt, zeigen sehr viele Vergleichsrechnungen, dass eine Gastherme wirtschaftlich gesehen die günstigste Lösung darstellt. 

    Im Hinblick auf die Einhaltung des erneuerbaren Energien- und Wärmegesetzes (EEWärmeG) funktioniert eine solche Anlagentechnik jedoch nur in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage. Wenn vor Ort kein Gasanschluss zur Verfügung steht, fällt sehr oft die Entscheidung für eine Wärmepumpe. Hierbei sollten Sie jedoch beachten, dass Wärmepumpen sehr oft nur eine begrenzte Warmwassertemperatur liefern können. 

    Wenn der individuelle Warmwasserbedarf sehr hoch ist, kann sich dies sehr negativ auf die Jahresarbeitszahl (JAZ) auswirken. Bevor sie hier eine endgültige Entscheidung treffen, sollten Sie sich auch in dieser Frage unabhängig beraten lassen.

    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 9:54:14 AM
  • Hier kommt eine ganz grundsätzliche Frage von Pappschachtel für alle zukünftigen Hausbesitzer: 

    Massiv- oder Fertighaus: Was ist besser?

    Diese Frage kann man nicht so pauschal beantworten. In erster Linie kommt es auf die Vorlieben des Bauherrn an. Man kann heute Holzbauten in der gleichen bauphysikalischen Qualität wie Massivgebäude errichten. Im Einzelfall sollten Sie genau die Eigenschaften, die Ihnen wichtig sind, als Beschaffenheitsmerkmalen im Bauvertrag vereinbaren. Wenn Sie nicht wissen, worauf sie gegebenenfalls Wert legen müssen, sollten Sie sich Vorfeld unabhängig beraten lassen.




  • Das ist wichtig für das Zusammenleben: Jossi will wissen:

    Wie laut ist eine Wärmepumpe? Kann das Ärger mit dem Nachbarn geben?

    Das kann passieren. Gerade bei Luft-Wasser-Wärmpumpen gibt es große Unterschiede bei den Lärmemissionen. Aus diesem Grunde sollten diese Angaben des Herstellers mit den örtlich zulässigen Schallemissionen verglichen werden. Diese ergeben sich aufgrund der Qualifizierung der Baugebiete. In reinen Wohngebieten gibt es strengere Anforderungen als zum Beispiel im Mischgebiet. 

    Ferner sollte man noch auf die Platzierung der Wärmepumpe auf dem Grundstück und auf die Orientierung des Luftaustrittes achten.

    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 9:58:13 AM
  • Ohoh - Pfusch am Bau - User FlotterOtto spricht den größten Bauherrn-Horror an:

    Wie gehe ich am besten vor, wenn ich glaube, dass die Baufirma gepfuscht hat?

    Da der durchschnittliche Bauherr ein bautechnischer Laie ist, sollte er, wenn er Zweifel an der Ausführungsqualität der Baumaßnahme hat, hier einen qualifizierten Sachverständigen zu Rate ziehen. Dieser prüft dann anhand der Baubeschreibung und der anerkannten Regeln der Technik, ob die ausgeführte Bauqualität als mangelhaft einzustufen ist. Wenn dem so sein sollte, ist es ratsam, eine schriftliche Mängelrüge mit der Beschreibung des offensichtlich mangelhaften Tatbestandes zu formulieren und mit Fristsetzung um Mängelbeseitigung zu bitten. 

    Dem privaten Bauherren steht das Recht zu, bis zur Mängelbeseitigung Einbehalte vorzunehmen, deren Höhe betragsmäßig bis zum doppelten der vermuteten Mängelbeseitigungskosten reichen kann. Man spricht in diesem Fall von der sogenannten Druckzulage.
    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:01:33 AM
  • Aber was tun, wenn der ausführende Bauunternehmer Pleite geht, will Rotweinnase wissen:  

    Was passiert, wenn mein Bauträger Pleite geht und wie kann ich mich vor den finanziellen Risiken schützen?

    Ich denke, einen 100-prozentigen Schutz gegen die Pleite eines Bauträgers wird man nie haben. Sie sollten jedoch im Vorfeld die Bonität des Bauträgers prüfen lassen und stets darauf achten, dass ihre Abschlagszahlungen nie den Gegenwert der erbrachten Bauleistungen übersteigen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Sie den Gegenwert der überzahlten Bauleistungen im Falle des Weiterbaus erneut zahlen müssen. 


  • Mängelbeseitigung ist ein wichtiges Thema - auch für Deryan und seine Fußbodenheizung: 

    Hallo, ich habe gebaut. Die Baufirma hat eine Fußbodenheizung eingebaut. Die funktioniert leider nicht richtig. Doch die Firma lehnt jegliche Verantwortung ab. Was kann ich tun?

    Grundsätzlich steht dem Bauherren ein Mängelbeseitigungsrecht zu. Sollten Sie die Bauleistung bis jetzt noch nicht bezahlt haben, sollten Sie einen angemessenen Betrag als Druckzulage einbehalten und mit Fristsetzung die Beseitigung des Mangels einfordern. Nach fruchtlosem Ablauf der Frist können Sie ggf. ein Drittunternehmen mit der Mängelbeseitigung beauftragen

    Sollten Sie die Bauleistung bereits abgenommen und bezahlt haben, bleibt meines Erachtens nur der rechtliche Klageweg. Lassen Sie sich dann rechtlich durch einen Juristen beraten. Erfahrene Experten vermitteln zum Beispiel der "Verband privater Bauherren".

    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:08:57 AM
  • Schon viele Verträge benachteiligen einseitig den Bauherren. Für den Laien ist das oft nicht einfach zu durchschauen. (Quelle: Bauherren-Schutzbund)

    von Ralph Wefer,... bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:10:57 AM
  • Helge hat wohl aus dem Fenster geguckt und fragt sich bei diesem April-Wetter: 

    Wackelt ein Fertighaus in Holzständerbauweise bei starkem Sturm stärker als ein normales Haus?

    Grundsätzlich sollte kein Haus bei Sturm wackeln. Alle Häuser werden nach Landesbaurecht gegen horizontalen Windangriff statisch bemessen.
    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:11:16 AM
  • Rudi hat eine ganz konkrete Frage: 

    Hallo, ich habe ein OKAL-Fertighaus Baujahr 1984, 104 DIN Quadratmeter mit Vollkeller. Meine Brennwert-Gasheizung ist aus dem Jahr 1996. Wann sollte ich die durch eine neue ersetzen und was könnten Sie mir dann empfehlen?


    Grundsätzlich müssen Heizungen gemäß der aktuelle Energieeinsparverordnung nach 30 Jahren ausgetauscht werden. Insofern steht bei Ihnen der akute Wechsel nicht an, vorausgesetzt die aktuelle Heizung arbeitet zuverlässig und wenig störanfällig. 

    Auch in Zukunft halte ich bei dem geschilderten Wärmestandard eine Gas-Brennwert-Therme für die richtige Anlagentechnik.

  • Und noch eine grundsätzliche Frage, die sich Bauherren - oder Baufrauen wie Nadine am Anfang ihres Hausprojekts stellen - und beantworten -  müssen: Keller oder Bodenplatte?

    Wie viel teurer ist ein Haus mit Keller im Vergleich zu einem mit Bodenplatte?

    Das hängt natürlich von der Größe des Kellers ab, außerdem auch von der notwendigen Qualität der Bauwerksabdichtung sowie der gewünschten Raumnutzung der Kellerräume

    Bei einem üblichen Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche liegen die Kosten zwischen 60.000 und 90.000 Euro.

  • Das Thema Keller beschäftigt auch User Feuchtgebiete: 

    Freunde von uns haben in ihrem Neubau erhebliche Probleme mit Feuchtigkeit im Keller.  Worauf müssen wir bei unserem Bau achten, damit das Problem gar nicht erst auftritt?

    Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten, weil die Ursachen für Feuchtigkeit im Keller sehr vielfältig sein können. Der einfachste Fall wäre die sogenannte Sommerkondensation. Hierunter versteht man die Kondensation von Luftfeuchtigkeit (in der Außenluft gelöster Wasserdampf) auf einer kalten Bauteiloberfläche im Keller. Dies tritt regelmäßig dann auf, wenn im Sommer die Außenluft warm und reich mit Wasserdampf gesättigt ist. Trifft diese Außenluft auf kalte Oberflächen von erdberührtem Mauerwerk, dann kondensiert die in der Außenluft enthaltene Feuchtigkeit auf dieser Putzoberfläche aus und führt an dieser Stelle zu einer Auffeuchtung. Dies kann nur reduziert werden, indem eine bedarfsgerechte Lüftung umgesetzt wird. D.h., dass nur in den Nachtstunden, wenn die Außenluft kühler ist, die kalten unbeheizten Kellerräume belüftet werden. Alternativ gibt es technische Lösungen hierfür. 

    Der beste Schutz besteht jedoch darin, auch den Keller in die warme Gebäudehülle zu integrieren, d.h. dass möglichst eine Wärmedämmung um die erdberührten Außenwände und unter der Bodenplatte (Perimeterdämmung) angeordnet wird. Hierdurch ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Bauteiloberflächen soweit abkühlen, dass es zu einer Kondensation kommen kann.

    Ein anderer Fall für die Feuchteprobleme ihrer Freunde kann darin bestehen, wenn Feuchtigkeit durch eine unzureichende Abdichtung von außen in den Keller eindringt. In diesem Falle liegt ein bautechnischer Mangel vor, der nur durch die Beseitigung der Ursache der Fehlstelle im Bereich der Abdichtung dauerhaft beseitigt werden kann. Aus diesem Grunde ist eine unabhängige Kontrolle der Abdichtung von erdberührten Kellerwänden vor der Verfüllung der Arbeitsräume so wichtig.

  • Mehrere User greifen das Thema Heizung auf - ein heißes Eisen beim Bauen: 
    Bob v. Polterberg fragt: 

    Um es auf 200 qm auch richtig warm zu haben, ist  da die Wärmepumpe am günstigsten ? Wie hoch ist ungefähr der Strompreis im  Jahr?

    Hierzu kann man eigentlich keine Aussage treffen. Ausschlaggebend ist der spezifische Heizwärmebedarf. Dieser ist von der wärmetechnischen Qualität des Wohnhauses abhängig.

    Bei einer Wärmepumpe kommt es auf ein geeignetes Wärmeverteilsystem an. Es sollte eine Fußboden- oder eine andere Flächenheizung für die Wärmeverteilung zur Verfügung stehen. Nur diese Art der Wärmeverteilung erfordert relativ niedrige Vorlauftemperaturen, so dass die Effiienz einer Wärmepumpe für den Heizfall ganzjährig gewährleistet ist.


  • User Roland Dre fragt nach einer Infrarotheizung: 

    Was halten Sie von einer Infrarotheizung (REDPUR) für einen Bungalow mit ca. 100 qm Wohnfläche  ohne Keller mit Photovoltaikanlage ca. 9KW und einem Ökospeicher für Brauchwasser und im Technikraum einen Stromspeicher ( Batterie )?

    Unter einer Infrarotheitung versteht man eine elektrisch direkt beheizte Mamorplatte. Insofern wird der durch die Photovoltaikanlage gewonnene Strom unmittelbar in Wärme umgesetzt.

    Diese Art der Stromnutzung ist aber sehr ineffizient. Grundsätzlich bieten hier elektrische Wärmepumpen einen drei- bis vierfach höheren Wirkungsgrad.

    Bedenken Sie außerdem, dass zum Zeitpunkt des größten Heizwärmebedarfes – also im Winter – nur selten die Sonne scheint oder die Photovoltaik-Anlage sogar mit Schnee bedeckt ist und dann gar keinen Strom produziert.

    In diesem Fall müsste dann der erforderliche Heizstrom aus dem Netz bezogen werden. Hierbei ist aktuell mit Kosten von 26 bis 30 Cent pro Kilowattstunde zu rechnen. Als Vergleich: Die Wärmekosten bei einer modernen Gas-Brennwert-Heizung liegen aktuell bei etwa 6,5 Ct. pro Kilowattstunde.

  • Nur die wenigsten Bau- und Leistungsbeschreibungen sind komplett in Ordnung. (Quelle: Bauherren-Schutzbund)

    von Ralph Wefer,... bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:29:47 AM
  • Kosten und Vertrag - hier verbergen sich viele Fallstricke. MMK will wissen: 

    Wie kann ich als Laie vorgehen, damit der Bauvertrag seriös ist und ich mich vor anfallenden Mehrkosten absichere?

    Indem Sie sich durch Fachleute in bautechnischer und juristischer Hinsicht beraten lassen. Und zwar schon vor der Unterzeichnung des Vertrags. Auch hier kann der Verband privater Bauherren entsprechende Experten empfehlen.

  • Aber das Expertenwissen ist ein weiterer Kostenfaktor beim Hausbau. Christian will wissen, wie hoch der ist: 

    Wie finde ich einen kompetenten Berater, der - an meiner Stelle - fachkundig die von Handwerkern durchzuführenden Gewerke überwacht und, falls die Handwerker pfuschen sollten, regulierend und korrigierend einschreitet? Was würde eine solche Beratungsleistung kostenWelche Qualifikation sollte ein solcher Berater haben?


    Vermitteln können solche Fachleute neben dem Verband privater Bauherren zum Beispiel die Verbaucherzentralen oder der Bauherren-Schutzbund.

    Übrlicherweise werden die Beratungsleistungen nach Stundensatz abgerechnet. Der bewegt sich zwischen 80 und 120 Euro. Insgesamt kann eine Rundumbetreuung von der Vertragsprüfung bis zur Bauabnahme schon um die 5000 Euro kosten.

    Der Bauherrenberater sollte Sachverständiger für Schäden an Gebäuden sein und über eine entsprechende Erfahrung sowie Referenzen verfügen. Hilfreich ist außerdem eine Zusatzqualifikation als Gebäudeenergieberater.

  • Die Baunebenkosten sollte man unbedingt von Anfang an einkalkulieren. Alibaba hakt nach: 

    Mit welchen Baunebenkosten muss man ungefähr rechnen?

    Unter Baunebenkosten versteht man Kosten für die Planung d.h. für die Leistungen des Architekten, des Statikers oder weiterer Sachverständige, Kosten und Gebühren für Baugenehmigungen sowie gegebenenfalls für weitere Kosten von Versicherungen und Finanzierung wie Zinsen und Disagio. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass die Kosten hierfür ca. 15-20 Prozent der ermittelten reinen Baukosten betragen.

  • Sascha E fragt nach Kellerdämmung: 

    Wir würden gern demnächst mit Keller bauen, muss ich entsprechend auch den Keller dämmen um Heizkosten zu sparen? Er soll nicht als Wohnraum genutzt werden. Vielmehr als Hobbyraum und als Wäschekeller und allgemeine Lagerung.

    Ich empfehle es. Weil üblicherweise die Abdichtung des Keller-Mauerwerks zur Erdseite mittels einer “Schutzlage” gegen Beschädigungen geschützt wird, kann an dieser Stelle eine so genannte Perimeter-Dämmung eingesetzt werden. Diese erfüllt dann zugleich die Aufgabe des Schutzes der Abdichtung und erhöht den Wärmeschutz der Kelleraußenwand.
    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:39:34 AM
  • Kuschelige Wärme aus dem Kaminofen wünscht sich Bauinteressent: 

    Wir sind gerade mitten in der Planungsphase für einen Neubau und uns sehr unschlüssig über die verschiedenen Heizungssysteme. Wir möchten auf alle Fälle einen Kaminofen für das Wohnzimmer haben sowie eine kontrollierte Be- und Entlüftung. 1) Können Sie eine Luft-Luft- Wärmepumpe empfehlen (Raumklima, Effizienz)? 2) Lohnt sich Erdwärme? Sollte man auch hier eine Photovoltaikanlage vorsehen.

    Wenn Sie in jedem Fall eine Feuerstätte mit sichtbarer Flamme im Wohnzimmer wünschen, wäre ggf auch ein wassergeführter Pelletofen eine Alternative. Diese Öfen gibt es mit einer Leistung bis zu ca. 15 KW. Hiermit könnte dann auch ein zentraler Warmwasserspeicher erwärmt werden, aus dem das komplette Heizungsnetz des Hauses versorgt wird. Diese Form der Anlagentechnik erfordert jedoch eine thermische Solaranlage, damit im Sommer zur Warmwasserbereitung dieser Ofen nicht anspringen muss. Diese Art der Öfen geben ca. 15 bis 30 Prozent ihrer Heizleistung unmittelbar an den Aufstellraum ab. 


    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:41:42 AM
  • Bauen kostet - und manchmal geht Geld auch noch verloren. Ali will wissen: 

    Die Baufirma ist pleitegegangen. Jetzt wird nicht mehr weitergebaut. Mein Geld kriege ich nicht wieder. Kann ich das von der Steuer absetzen?

    Tut mir leid, das müssen Sie Ihren Steuerberater fragen. Dazu kann ich keine Auskunft geben.

  • Lassen Sie sich nicht verwirren. Häuslebauer fragt nach: 

    Ich möchte ein Energie-verbauchsarmes Haus bauen, bin jedoch durch das große Angebot an Technologien verwirrt. Zu welchen Technologien würden Sie in puncto Effektivität und Kosten raten?

    Ein effizientes Haus zeichnet sich in erster Linie durch einen sehr guten baulichen Wärmeschutz aus - das heißt durch niedrige U-Werte im Bereich der gesamten Gebäudehülle (Fenster, Wände, Dach und Fußboden). An zweiter Stelle empfehle ich eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

    Der verbleibende Heizwärmebedarf sollte dann mittels einer Flächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) eingebracht werden. Dies ermöglicht den Einsatz diverser effizienter Anlagentechniken (z.B Wärmepumpe, solare Heizungsunterstützung), außerdem hohe Wirkungsgrade im Bereich von Brenntwertheizungen. 


    von Thomas Weber bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/27/2016 10:45:46 AM
  • Und vor dem ersten Spatenstich? Dorlinde fragt nach: 
    Ist eine Bodenuntersuchung standardmäßig im Baupreis enthalten oder sind das Extra-Kosten?

    Leider ist eine Baugrunduntersuchung nicht standardmäßig Bestandteil des Baupreises. Sie ist jedoch für die sichere Beurteilung der Tragfähigkeit des Bodens und des Vorhandenseins von Grundwasser sehr wichtig. Erst durch eine fachgerechte Untersuchung des Baugrundes sind sichere Aussagen hinsichtlich der erforderlichen Abdichtung des Kellergeschosses möglich.

  • Flach-, Pult- Satteldach - was soll es sein? Flacher Hobel stellt diese Frage: 

    Ist von einem Flachdach generell abzuraten?

    Die Wahl eines Flachdaches stellt in erster Linie einer gestalterische Frage dar. Gegebenenfalls wird die Dachform auch im Bebauungsplan vorgeschrieben. Unter bautechnischen Aspekten, muss man sagen, dass ein Flachdach grundsätzlich fehlerträchtiger ist, als ein Steildach. Aber wie immer kommt es auf das Detail, die Ausführungsqualität und auf die Wahl der Abdichtungsmaterialien an. Insofern ist es schwierig eine generelle Aussage zu treffen.

  • Wassernixe hat den Wasserverbrauch im Blick: 

    Lohnt sich eine Regenwasserzisterne, um Brauchwasser für Toilette und Waschmaschine zu sammeln?


    Für die Nutzung von Brauchwasser gibt es zwei Betrachtungsweisen. Die ökologische und die wirtschaftliche. Unter ökologischen Maßstäben ist eine Regenwasserzisterne immer ratsam, weil sie Spitzenlastpegel aus Regenereignissen in der Kanalisation mindert. Hierdurch gelangen weniger ungeklärte Abwässer in unsere Flüsse. 

    Der wirtschaftliche Aspekt lässt sich nur dann sicher beantworten, wenn man die Aufwendungen für die Regenwasserentsorgung, die über die befestigte Grundstücksfläche ermittelt wird, kennt und diese Kosten den annuitätischen Kosten für die Finanzierung der Regenwassernutzungsanlage gegenüberstellt.

    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 10:51:15 AM
  • Brandschutz ist ein wichtiges Thema, das Stefan aufwirft: 

    Ich bin gerade über den Ausbau meines Dachgeschosses und möchte das im Trockenbau umsetzen. Gibt es spezielle Brandvorschriften, wenn ich es später mal vermieten möchte? Sind Gipskartonplatten ausreichend ?

    Der bauliche Brandschutz hängt in erster Linie von der Gebäudeklasse ab, also davon, wie hoch das Gebäude ist. Genaue Auskunft erteilt die zuständige Baugenehmigungsbehörde.

    Mittels Trockenbauplatten lassen sich Brandschutzqualitäten bis F90 gut erreichen. Vermutlich lässt sich der geforderte Brandschutz in Ihrem Fall also mit Gipskartonplatten erreichen. Ggf. sollten Sie GKF-Platten verwenden. Das sind so genannte Brandschutzplatten.

  • Und noch eine Grundsatzfrage für alle, die sich ihr Traumschloss bauen wollen von Schlossbesitzerin: 

     Was ist besser: Bauen mit Architekt oder schlüsselfertig? Wir sind beruflich ziemlich eingespannt und können uns nicht selbst um alles kümmern.

    Meines Erachtens ist das Bauen mit einem Architekten dem Bauen mit einem Schlüsselfertiganbieter vorzuziehen. Die Begründung hierfür liegt darin, dass der Architekt prinzipiell der Sachwalter des Bauherren ist. Bei einem Schlüsselfertiganbieter ist der dort eingesetzte Bauleiter stets der Interessenvertreter des Generalunternehmens. Darüber hinaus stehen im Konfliktfall immer zwei Vertragspartner gegebenenfalls zur Regressnahme zur Verfügung.
  • Baumängel gibt es mehr als uns lieb ist.

  • Manchmal sollten Bauherren schon an ihr Testament denken, wie Ludger: 

    Meine Partnerin und ich sind nicht verheiratet, wir wollen aber gemeinsam bauen. Worauf müssen wir achten? Brauchen wir ein Testament?

    Dies ist eine rein juristische Fragestellung, zu der ich keine qualifizierte Aussage treffen kann. Hierzu sollten Sie einen hierauf spezialisierten Juristen ansprechen.

  • Der Traum vom eigenen Heim kann auch durch den Kauf eines älteren Hauses realisiert werden. wie bei Lukas: 

    Wir interessieren und für den Kauf eines Reihenhauses (Bj. 1972). Gibt es da irgendwelche Mängel, die besonders häufig auftreten? Worauf sollten wir achten, wenn wir das Haus besichtigen?

    In erster Linie wird die wärmetechnische Qualität dieses Hauses den heutigen Maßstäben bei weitem nicht mehr gerecht. D.h. bei dem Erwerb einer derartigen Immobilie werden sie kurz- oder mittelfristig mit weiteren Investitionen in den baulichen und anlagentechnischen Wärmeschutz rechnen müssen. Ferner besteht das Risiko, dass sie bei Renovierungsarbeiten auf Schadstoffe treffen, die zu der Zeit als das Haus errichtet wurde, verbaut wurden. Insofern sollten Sie den hierfür notwendigen finanziellen Aufwand bei der Kaufpreisfindung berücksichtigen.


  • Der Zeitplan verzögert sich nicht selten - was tun? Das will Lackmoos wissen: 

    Wie lange dauert es, bis der Bau ganz trocken ist und wir einziehen können? Unser Bau hat sich verzögert, wir müssen aber aus unserer Mietwohnung raus.

    Auch diese Frage lässt sich sehr schwer beantworten, sollte es sich um ein Fertighaus in Holztafel-Bauweise handeln, dann muss lediglich die Estrichkonstruktion bzw. die Bodenplatte oder Kellergeschossdecke bzw. -wände als massive Bauteile austrocknen. Bei einem massiven Gebäude, das aus Mauerwerk errichtet wurde und Stahlbetondecken besitzt, dauert die Austrocknung zwischen zwei und fünf Jahren. Man kann dies beschleunigen, wenn man vor Einzug eine technische Trocknung durchführen lässt.

    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 11:01:07 AM
  • Und immer wieder das liebe Geld. Kassenwart fragt: 

    Worauf muss man beim Zahlungsplan generell achten?

    Hierbei sollten Sie stets darauf achten, dass die Höhe der geleisteten Zahlungen mindestens den Gegenwert der erbrachten baulichen Leistungen entspricht. Um dies sicher einschätzen zu können, sollten Sie die Hilfe eines erfahrenen Bausachverständigen vor Unterzeichnung des Bauvertrages, in dem Zeit- und Zahlplan geregelt sind, in Anspruch nehmen.

  • SecurityMan will den Durchblick in Sachen Sicherheit

    Habe ich im Neubau Anspruch auf einen Mindest-Sicherheitsstandard - zum Beispiel Fenster der Klasse RC 2 im Erdgeschoss oder muss man das explizit verhandeln?

    Leider existiert im Hinblick auf den Widerstand gegen Einbruch kein gesetzlicher Mindeststandard. D.h. wenn sie eine höhere Widerstandsklasse umgesetzt haben wollen, werden sie dies individuell mit Ihrem Hausanbieter vereinbaren müssen.

  • Erst muss man das Grundstück finden, bevor man loslegen kann, wie Strammer Max: 

    Wir wollen bauen und haben ein sehr günstiges Grundstück gefunden, das aber noch nicht vollständig erschlossen ist. Mit welchen Zusatzkosten müssen wir für den Anschluss ans Strom-, Wasser- und Gasnetz etwa rechnen?

    Hierfür kann man leider keine pauschalen Angaben machen. Aussagen über die exakte Höhe der jeweiligen Erschließungskosten kann der Versorgungsträger des jeweiligen Baugebietes machen.

  • Energiesparen ist ein wichtiges Thema für Edgar: 

    Ich plane ein KfW40- Haus zu bauen und überlege, ob ich eine Elektrofolienheizung an der Decke anbringe (Strahlungswärme). Ist das sinnvoll? Was raten Sie?

    Meine ganz persönliche Meinung ist, dass man elektrischen Strom nicht unmittelbar zu Heizzwecken einsetzen sollte. Auch bei einem KfW-Effizienzhaus-40 verbleiben Heizwärmebedarfe in der Zeit des Kernwinters. Hier können in Zukunft womöglich aufgrund dann intelligenter Stromzähler die Heizkosten überproprotional zu Buche schlagen. Dann könnten die Strompreise nämlich gerade dann steigen, wenn die Nachfrage besonders hoch ist und die Einspeisung aus Photovoltaik-Strom besonders gering.



  • Andreas interessiert sich für Isolierung: 

    Hallo, ich lebe in einem Haus mit Aussenwänden aus 300mm Gasbeton und 50mm zusätzlicher Aussenisolierung (meines Wissens Glaswolle unter Schiefer). Lohnt sich hier eine Erweiterung der Isolierung?

    Die wärmetechnische Qualität der Porenbetonwände hängt von deren Rohdichte ab. Sie sollten einen Blick in die bautechnischen Unterlagen des Hauses werfen. Ggf. finden Sie darin Angaben zum U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) dieser Außenwandkonstruktion. 

    Meines Erachtens dürfte der bereits vorhandene U-Weert schon ganz gut sein, das heißt unter 0,3 Watt pro Quadratmeter und Kelvin liegen. Dann lohnen sich unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusätzliche wärmetechnische Maßnahmen nur dann, wenn man sie mit ohnehin anstehenden Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen - zum Beispiel einer Putzerneueung - koppelt.

    von Thomas Weber bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/27/2016 11:09:36 AM
  • Rocco denkt auch an Schallschutz:

    Wir möchten in Haus bauen. Wir möchten sowohl eine gute Wärme- als auch einen guten Schallschutz. Was wäre Ihre Empfehlung über 40cm Ziegelstein oder einen Porenbetonstein?

    Im Hinblick auf den baulichen Schallschutz ist die Masse der Außenwand von großer Bedeutung. Im Hinblick auf einen sehr guten, wärmebrückenfreien Wärmeschutz empfiehlt sich ein außen aufgebrachtes Wärmedämverbundsystem. 
    Hierbei ist in schalltechnischer Hinsicht eine Wärmerdämmung aus Mineralwolle vorteilhaft. Insofern geht meine Empfehlung dahin, eine Außenwandkonstruktion aus einem massiven Mauerwerksstein (z.B. Kalksandvollstein oder einen sehr schweren Ziegelstein) in Verbindung mit dem genannten Wärmedämmverbundsystem zu installieren.
    von Thomas Weber bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/27/2016 11:10:54 AM
  • Katharina hat ein älteres Haus und will wissen: 

    Hallo, unser Haus ist Baujahr 1930. Früher wurden diese mit Hohlraum gebaut. Meine Frage: Ist eine Einblasdämmung sinnvoll und was kostet dies im Durchschnitt ?

    Das ist eine sehr sinnvolle und gleichzeitig kosteneffiziente Maßnahme. Die spezifischen Kosten hängen vom verwendeten Dämmstoff ab. Im einfachsten Falle, wenn Polystyrol-Kügelschen verwendet werden, liegt der Kubikmeterpreis etwa bei 400 Euro. Wenn Sie ein Nanogel einsetzen, liegen die Kosten bei etwa 1500 Euro pro Kubikmeter. Die Quadratmeterpreise ergeben sich dann aus der Größe des Hohlraumes.

  • Satteldach fragt nach den Baustoffen: 

    Ist ein Haus aus Porenbeton oder der Holzständerbauweise in der Nähe einer vielbefahrenen Straße zu realisieren oder sollte man besser auf Ziegel oder Kalksandstein setzen?

    Mit Ziegel oder Kalksandstein liegen Sie auf der sicheren Seite. 


  • Maulwurf bohrt nach: 

    Unsere Baufirma hat mit einem Aushub von 40 Zentimetern kalkuliert. Nun zeigt sich, dass der Aushub doppelt so tief sein muss. Die Zusatzkosten sollen wir bezahlen. Ist das rechtens?


    Dies ist zunächst eine juristische Frage, ich will jedoch versuchen, mit meinem Erfahrungsschatz zu beantworten. Meines Erachtens kommt es auf die Regelungen in Bauvertrag an. Sehr oft werden die Erdarbeiten als sogenannte "bauseitige" Leistungen beschrieben. Hierunter versteht man, dass diese Kosten durch die Bauherrschaft separat zu tragen sind und sehr oft nicht im Festpreisangebot enthalten sind. Insofern wird ein Blick in ihre Baubeschreibung sicherlich weiterhelfen.


  • Zahlungspläne können Bauherren benachteiligen.

  • Markus fragt nach:

    Was kostet die Baubegleitung durch einen Bausachverständigen und wie finde ich einen guten? 

    In diesem Falle kann ich nur für den Verband Privater Bauherren VPB sprechen. Hier ist es üblich, dass die Baubegleitung nach tatsächlichen Zeitaufwand nach individuellen Stundensätzen der Bauherrenberater abgerechnet wird. 

    Die Höhe der Kosten ist jedoch in erster Linie abhängig von der geleisteten Qualität des beauftragten Generalunternehmers. Insgesamt sind Spannen zwischen ca. 1000 bis über 5000 Euro möglich. 

    Grundsätzlich kann man sagen, je höher der Aufwand desto mehr Nutzen hat der Bauherr hiervon. Denn die Höhe des Aufwandes spiegelt die Anzahl der vorgefundenen bautechnischen Mängel wider. Wenn diese nicht in einer frühen Bauphase entdeckt werden, führt dies langfristig gesehen zu einer Wertminderung bzw. zu Schäden, die in ihrer Beseitigung deutlich höhere Kosten verursachen, als der Aufwand, diese rechtzeitig zu finden zu dokumentieren und beseitigen zu lassen.

    von Thomas Weber bearbeitet von Özkan Canel Altintop 4/27/2016 11:16:29 AM
  • Peter will wissen:

    Was zählt alles zur Wohnfläche?

    Allgemein kann man sagen, dass zur Wohnfläche die anrechenbaren Grundflächen von Wohnungen zählen. Geregelt wird dies in der Wohnflächenverordnung. Hiernach werden voll berechnet die Grundflächen von Räumen oder Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Meter sowie Fenster- und Wandnischen, die bis zum Boden herunterreichen und mehr als 0,13 Meter tief sind. Sowie Erker und Wandschränke, die eine Grundfläche von mindestens 0,5 m² haben und Raumteile unter Treppen, soweit die lichte Höhe mindestens ebenfalls 2 Meter beträgt. Zur Hälfte angerechnet werden Flächen von Raumteilen mit einer lichten Höhe von mehr als 1 Meter jedoch weniger als 2 Meter. 

    Nicht berechnet werden Flächen von Raumteilen mit einer lichten Höhe von weniger als 1 Meter. Bis höchstens zur Hälfte werden zur Wohnfläche angerechnet die Grundflächen von Balkonen, Loggien, Terrassen und Dachgärten. Nicht zur Wohnfläche gehören die Flächen von Kellerräumen, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Bodenräume, Trockenräume, Heizungsräume sowie Garagen.

  • Liebe Leser, uns erreichen Unmengen von Fragen. Vielen Dank für Ihr reges Interesse. Leider können wir nicht alle Fragen beantworten. Wir nähern uns bereits dem Ende des Chats.
  • All_Inclusive will mehr zum  Baupreis wissen: 

    Gehören die Außenanlagen (Auffahrt, Garten, etc.) mit zum Baupreis oder kosten die extra?

    Meine Erfahrung zeigt, dass Außenanlage stets als Extrakosten anfallen. Insofern sollten Sie den finanziellen Aufwand für die Außenanlage in ihrem finanziellen Gesamtbudget berücksichtigen. 

  • A.H. will mehr zur Fassadendämmung wissen: 

    Welche Art  einer gedämmten Fassade halten Sie aus bauphysikalischen Gründen als die bessere Variante. Eine WDVS-Fassade oder eine hinterlüfte Fassade (Klinker, Schiefer, Metallen etc) ? Im Internet ist zu lesen dass Fassaden mit einer WDVS kaum "atmen"  können und zu erheblichen Problemen z.B. Schimmel in der Wohnung kommen kann, was bei einer hinterlüfteten Fassade nicht passieren kann. 

    Bei einem Wärmedämmverbundsystem hat man in der Regel die Möglichkeit auf dickere Dämmstoffstärken zurückzugreifen, da überlicherweise zweischaliges Mauerwerk mit einem Schalenabstand von nur max. 15 cm errichtet wird.

    Zum Thema “atmen” ist zu sagen: Der Dampfdiffusionswiderstand einer Gesamtaußenwandkonstruktion hängt von den jeweiligen Widerständen der Einzelschichten ab. Wenn Sie Wert auf einen niedrigen Dampfdiffusionswiderstand legen, empfehle ich Ihnen eine Wärmedämmung mit Mineralwolle, da hier nahzu kein Dampfdiffusionswiderstand gegeben ist.

    Im Hinblick auf die Schimmelproblematik, muss man sagen, dass außen wärmegedämmte Wandkonstruktionen auf der Innenseite sehr hohe Oberflächentemperaturen aufweisen, so dass es hier nicht zur Kondensation von Raumluftfeuchte kommen kann. Damit wird ein Schimmelpilzbefall praktisch ausgeschlossen.

  • Marie fragt nach den Fristen: 

    Wir sind im August 2013 in unseren Neubau nach offizieller Bauabnahme eingezogen. Bisher wurden uns die Zusatzleistungen, die während der Bauphase hinzukamen wie z.B. zusätzliches Dachfenster, breitere Fensterprofile, elektrische Jalousien... nicht in Rechnung gestellt. Allerdings hat die Baufirma auch die letze Rate noch nicht eingefordert. Gibt es eine Frist, bis wann diese Forderungen verjähren?

    Das ist eine rechtliche Frage. Da bin ich kein Spezialist. Wenden Sie sich am besten an einen Juristen.  

  • Wir beantworten jetzt die beiden letzten Fragen
  • RBL fragt nach der Entsorgung von Dämmung: 

    Nach Wie vielen Jahren muss ich denn eigentlich meine Dämmung entfernen/entsorgen. Verwendet wurden Standard Polysterol

    Die Dämmeigenschaften von Polystyrol verändern sich mit dem Alter gar nicht. Insofern besteht aus wärmetechnischer Sicht keine Notwendigkeit des Austausches.

    Sollten Sie den Wärmeschutz Ihrer Außenwand verbessern wollen, gibt es zugelassene Wärmedämmverbundsysteme die durch ein bereits vorhandenes hindurch befestigt werden können, so dass auch in diesem Falle keine Entsorgungskosten entstehen.

  • Markus stellt die Frage nach der Baubegleitung: 

    Was kostet die Baubegleitung durch einen Bausachverständigen und wie finde ich einen guten? 

    In diesem Falle kann ich nur für den Verband Privater Bauherren VPB sprechen. Hier ist es üblich, dass die Baubegleitung nach tatsächlichen Zeitaufwand nach individuellen Stundensätzen der Bauherrenberater abgerechnet wird. Die Höhe der Kosten ist jedoch in erster Linie abhängig von der geleisteten Qualität des beauftragten Generalsunternehmers. Insgesamt sind Spannen zwischen ca. 1000 bis über 5000 Euro möglich. Grundsätzlich kann man sagen, je höher der Aufwand desto mehr Nutzen hat der Bauherr hiervon. Denn die Höhe des Aufwandes spiegelt die Anzahl der vorgefundenen bautechnischen Mängel wider. Wenn diese nicht in einer frühen Bauphase entdeckt werden, führt dies langfristig gesehen zu einer Wertminderung bzw. zu Schäden, die in ihrer Beseitigung deutlich höhere Kosten verursachen, als der Aufwand, diese rechtzeitig zu finden zu dokumentieren und beseitigen zu lassen.

  • User Fragender_Hase steckt gerade mitten im Hausbau und hat eine Frage zur Wärmedämmung: 
    Wir bauen gerade. Unser Haus wird mit einem WDVS gebaut. Jetzt habe ich gelesen, Dämmung aus Polystyrol gelte bald als Sondermüll. Stimmt das und darf man das dann überhaupt noch verbauen?

    Grundsätzlich gilt, dass im Bauwesen nur Produkte verbaut werden dürfen, die über eine Zulassung hierfür verfügen. Solange diese Zulassung für das eingesetzte Wärmedämmverbundsystem vorliegt, sehe ich hierfür keine Einschränkung. Hinsichtlich der Entsorgung von Abfällen ist immer die Regelung der Abfallverzeichnisverordnung einzuhalten. 

    Der Presse ist zu entnehmen, dass im Frühjahr dieses Jahres die Abfallverzeichnis-Verordnung novelliert werden soll. Nach den Pressemitteilungen soll dann Polystyrol als gefährlicher Abfall eingestuft werden. Dies bedeutet, dass gegebenenfalls hierdurch die Entsorgungskosten für anfallenden Abfall aus einem Wärmedämmverbundsystem steigen werden.

    von Thomas Weber bearbeitet von Ralph Wefer,... 4/27/2016 11:52:15 AM
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