Die Debatte zum Ergebnis der Landtagswahlen - was sagen Sie?
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Die Debatte zum Ergebnis der Landtagswahlen - was sagen Sie?

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt haben gewählt - und das Ergebnis wird die politische Landschaft möglicherweise dauerhaft verändern. Zum ersten Mal sind die Grünen die stärkste Kraft in einem Bundesland, die AfD hat in allen drei Ländern aus dem Stand ein zweistelliges Ergebnis eingefahren und die SPD rückt teilweise in die parlamentarische Abstiegszone. Was meinen Sie zum Ausgang der Landtagswahlen? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

    Martin glaubt nicht mehr an die ehemalige Volkspartei - und macht unter anderem Gerhard Schröder dafür verantwortlich.

    Wenn die SPD mit knapp 10,6% in Sachsen-Anhalt und 12,6 % in Baden-Württemberg immer noch nicht gemerkt hat, warum ihr die Wähler weglaufen, dann ist ihr nicht mehr zu helfen. Man hält immer noch an den Freunden des Kanzlers fest, der einen Prozess um seine Haarfarbe geführt hat. Das sagt alles.Martin WMontag, 14. März 2016 am 12:36

    Während die AfD gestern der große Gewinner war, hatte die SPD (außer in Rheinland-Pfalz) nicht viel zu lachen. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt waren die Ergebnisse mit 12,7 beziehungsweise 10,6 Prozent desaströs. Was glauben Sie: Woran liegt es, dass die Sozialdemokraten derzeit so schlecht dastehen?
    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Lukas Martin 3/14/2016 12:07:28 PM
    Herzlich Willkommen zu unserer Debatte rund um die Landtagswahlen! Die Ergebnisse in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen Anhalt haben viele Antworten gegeben, aber auch einige Fragen aufgeworfen. Sie sind teilweise ein Bild der Stimmung im Bund - aber auch das Ergebnis von lokalen Strömungen.

    Was sind die interessantesten Ergebnisse für Sie? Was hat Sie gefreut, überrascht oder schockiert? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und eine lebendige Diskussion.
    Mal ein anderes Thema als die AfD: Nutzer Carlos nimmt sich die SPD vor die Brust. Mir scheint, er rechnet mit einer Partei ab, die ihm einmal am Herzen lag - und die er jetzt kaum wieder erkennt.

    Die Sozen sind die Hauptverlierer - trotz Malu Dreyer. Das liegt daran, dass sie sich von ihrer ursprünglichen Klientel SOWEIT verabschiedet haben, dass man sie als SOZIALDEMOKRATEN gar nicht mehr erkennt. Hinzu kommt die TTIP-Sache, die Gabriel forciert und die - wenn überhaupt jemandem - nur der Wirtschaft dient. Der normale Bürger wird von der SPD nicht mehr vertreten - daher der Niedergang: ZURECHT!!!!!carlos9407Montag, 14. März 2016 am 12:18

    Die AfD - Hoffnung oder Gefahr? Unsere Leser sind sich bei diesem Thema nicht einig:

    Bin von der CDU enttäuscht, die Stimme des Volkes wurde von anderen Parteien gehört.
    Gut, dass es eine neue Partei wie die AfD gibt, in der Hoffnung nicht nochmals so eine Selbstherrlichkeit zu erleben, wie mit CDU und SPD. Wer nicht mit dem großen Erfolg der AfD gerechnet hat, wurde vermutlich von Hetzattacken der CDU unter der Diktatur von Merkel beeinflusst.Berndum 12:21

    Für mich ist die AfD die Speerspitze der "braunen" Brühe. Und für mich ist unverständlich, wie so hoch intelligente Leute sich zu solchen gefährlichen Spielchen hergeben. Aber die Gier nach Macht und Geld ist grenzenlos.Blackyum 12:21

    Ralph macht einen klugen Vorschlag, den viele Kommentatoren zu teilen scheinen. An das Drama um die Grünen kann ich mich auch noch gut erinnern.

    Lasst die AfD doch mal machen, dann kann man immer noch weitersehen. Als damals die Grünen ins Parlament einzogen gab es genau so ein Weltuntergangstheater.RalphHMontag, 14. März 2016 am 12:22

    Von jetzt an gibt es nicht mehr "Lügenpresse", von jetzt an gibt es Landtagsprotokolle.

    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in der Sendung "Anne Will" über die Wahlerfolge der AfD.
    Hans Vogt sieht die Aufgabe der AfD in der Opposition:

    Die Wähler haben viel klüger gewählt, als die "Alt-Parteien" es für möglich hielten. Schlimmer noch, die Alt-Parteien sollen nicht denken, das Volk für "blöd" verkaufen zu können. Es wird höchste Zeit, dass die (leisen) Mehrheiten nicht von den (lauten) Minderheiten bevormundet werden. Eine korrigierende Opposition ist seit Jahren von Nöten. Hier hat die AfD durchaus eine legitime und notwendige Aufgabe.Hans VogtMontag, 14. März 2016 am 12:29

    Heinrich antwortet auf Hans Vogt und wirft einen sehr detaillierten Blick auf die AfD.

    Zu dem gerade abgegebenen Kommentar: Es reicht schon, dass eine Partei, bei der vieles darauf hin deutet, dass ihre Wählerschaft zu einem hohen Anteil durch Angst und Wut motiviert war, in drei Länderparlamenten so stark vertreten ist, dass sie nahezu jede halbwegs vernünftige Regierungskoalition unmöglich macht. Ich bin strikt gegen ein verächtliches Naserümpfen der etablierten Parteien. Aber die AfD profitiert in erster Linie von der Schwäche der anderen Parteien. Über ein eigenes, von Vernunft getragenes Konzept verfügt sie nicht, und damit kommt sie für mich als Regierungspartei nicht in Betracht.HeinrichMontag, 14. März 2016 am 12:33

    Die Altparteien haben heute von den Wählern, und unser Volk ist ein gutmütiges und duldsames Volk, die gelbe Karte bekommen.

    Thüringens AfD-Chef Björn Höcke am Wahlabend.
    Harry widmet sich der CDU und dem Abstieg der SPD:

    Frau Merkel hat die CDU über Jahre immer weiter in Richtung SPD und Grüne ausgerichtet, dortige Themen besetzt und Wähler gewonnen. Nebenwirkung: Die SPD ist schwer geschädigt.

    Am konservativen Rand der CDU sind Freiräume entstanden, die a) jetzt neu besetzt werden und die b) schon vorher als Nichtwähler verloren gegangen waren. Da hat Frau Merkel für sich vielleicht gut taktiert, für ihre Partei sicherlich nicht.HarryMontag, 14. März 2016 am 12:40

    Unser Nutzer AgriNova lobt das erstaunliche Ergebnis der Grünen in Baden-Württemberg und weist darauf hin, dass einige Punkte im Programm der AfD auch für viele ihrer Wähler nicht tragbar sein dürften.

    Zunächst mal: Bündnis 90/Die GRÜNEN haben in Baden-Württemberg ein einmaliges, hervorragendes Ergebnis erzielt. Und zwar mit guter, vernünftiger Politik.

    Was die AfD betrifft: Viele haben sie aus Protest gewählt, aber kennen nicht ihr Programm. Oder will jemand im Ernst eine Partei, die den Mindestlohn abschaffen, den Klimaschutz ignorieren, Atomschrottreaktoren wieder hochfahren will?AgriNovaMontag, 14. März 2016 am 12:47

    Wir haben Sie gefragt, ob die AfD bereit für eine Regierungsbeteiligung ist. Das Ergebnis (bis jetzt haben rund 3500 Leser abgestimmt) ist relativ eng: 57 Prozent glauben, dass die Alternative für Deutschland bereit wäre. 43 Prozent glauben das jedoch nicht.

    Was wir nun von Ihnen wissen möchten: Wird die AfD durch die Arbeit in den Landtagen bald "entzaubert", wie das nicht wenige Experten vorhersagen? Stimmen Sie ab!
    Leserin Erika sieht die AfD als Gefahr. Nicht alle wählten sie aus Protest, es seien auch viele Rechte darunter, die Gewalt zumindest tolerierten.

    Es haben nicht nur die Menschen die AfD gewählt, die mit der derzeitigen Politik nicht zufrieden sind sondern es haben auch die die AfD gewählt, die einer Frau Festerling zujubeln, wenn sie fordert, mit Mistgabeln in die Parlamente einzuziehen und die Politiker zu verjagen. Und diejenigen, die jubeln, wenn Merkel und Gabriel durch einen Galgen bildlich gesehen der Garaus gemacht wird. Und auch die wählen die AfD, die jubeln, wenn ein als Flüchtlingsunterkunft gedachtes Hotel brennt und die kleine Kinder im Bus mit Hasstiraden erschreckenErikaMontag, 14. März 2016 am 12:38

    von Lukas Martin bearbeitet von Cordula Melchior, t-online.de 3/14/2016 11:58:38 AM
    Osiris bringt die Christdemokraten in Italien ins Spiel und gibt zu bedenken, dass in anderen Ländern schon Volksparteien in der Versenkung verschwunden sind. Droht Ähnliches der SPD? Immerhin liegt sie im Bund in Umfragen noch bei 25 Prozent.

    Die Christdemokraten von Italien, vergleichbar mit der CDU, wurden vor einigen Jahren von der politischen Landkarte in Italien weggefegt. Dasselbe Schicksal könnte die SPD und auch die CDU ereilen, wenn sie nicht endlich auf den Wähler hören.OsirisMontag, 14. März 2016 am 12:37

    Die Nutzer haben oft sehr fantasievolle Namen - Herr Privatangler, danke für Ihre Meinung!

    Ein Wort noch zur SPD. Solange sie nicht eine andere Politik, mit anderen Leuten an der Spitze macht, wird sie auch niemals in Regierungsverantwortung kommen. Herr Gabriel geriert sich doch als Frau Merkel 2.0. Warum soll der Wähler dann nicht das Original wählen?PrivatanglerMontag, 14. März 2016 am 12:34

    Bernhard spricht das aus, was auch andere Kommentatoren denken:

    Ich denke die SPD muss sich dringend neu positionieren, ansonsten wird es ihr ergehen wie der FDP.BernhardMontag, 14. März 2016 am 13:14

    Michale mahnt SPD und CDU, die Zeichen der Wähler richtig zu deuten. Für ihn ist die CSU in die richtige Richtung unterwegs.

    Die SPD hat zusammen mit der CDU und den Grünen nicht nach dem Willen des deutschen Bürgers gehandelt und somit den Weg für die AFD freigemacht. Es wird höchste Zeit für SPD und CDU umzudenken. In Bayern hat man die Sache schon früh erkannt, dass in Deutschland noch einen Nationalstolz vorhanden ist.michaleMontag, 14. März 2016 am 13:19
    von Lukas Martin bearbeitet von Cordula Melchior, t-online.de 3/14/2016 12:23:26 PM
    Horst Stahl ist noch ein Kommentator, für den Gerhard Schröder der Auslöser für den Abstieg der SPD war.

    Die SPD bekommt nun zunehmend die Quittung für ihre Agenda 2010 unter Kanzler Schröder. Eine Partei, die einmal groß war, weil sie für die kleinen Leute da war, wird für ihren damaligen Schwenk zum Großkapital hin ihre Stammwähler verlieren.
    Horst StahlMontag, 14. März 2016 am 13:23
    Mibo schlägt sich auf die Seite der Sozialdemokraten:

    An den Wählerstimmen der SPD und AfD erkennt man, dass intelligente Politik nicht mehr gefragt ist. Nur noch Parolen-Politik. Schade und enttäuschend.miboMontag, 14. März 2016 am 13:23

    von Lukas Martin bearbeitet von Cordula Melchior, t-online.de 3/14/2016 12:29:55 PM
    Kurz vor dem Ende unseres Debattenblogs ein Blick auf die Umfragen: 65 Prozent unserer Leser glauben nicht, dass die Arbeit in den Landtagen die AfD "entzaubern" wird.

    Dagegen meinen aktuell (Stand: 13.37 Uhr) 83 Prozent, dass die SPD bald auch mit einstelligen Ergebnissen bei Landtagswahlen rechnen muss.

    Insgesamt haben wir in den rund zwei Stunden, in denen wir hier mit Ihnen diskutiert haben, über 1200 Kommentare bekommen. Vielen Dank für Ihre Beteiligung!
    von Sonja Riegel, t-online.de bearbeitet von Yaw Awuku, t-online.de 3/14/2016 12:37:38 PM
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