Der Kampf gegen den IS-Terror
Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > !#breadcrumb!# >

!#title!#

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Der Kampf gegen den IS-Terror

Wir halten Sie über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen im internationalen Kampf gegen den Terror des Islamischen Staats auf dem Laufenden.

  • Nach den Terroranschlägen von Paris und nach dem abgesagten Länderspiel in Hannover sind auch in der deutschen Hauptstadt Fußball-Fans, Spieler und Offizielle in die Normalität zurückgekehrt. «Es ist ein besonderer Spieltag», erklärte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer. «Ein Spieltag, an dem wir alle Mitgefühl und Trauer, aber auch Mut, Kraft und Zuversicht zeigen wollen und werden.»
  • Verspätung wegen Terror: Wegen der aktuellen Gefahrenlage in Brüssel reist das britische Davis-Cup-Team nach Medienberichten verspätet nach Belgien. Im rund 60 Kilometer von der belgischen Hauptstadt entfernten Gent soll von Freitag an das Endspiel im prestigeträchtigen Tennis-Mannschaftswettbewerb zwischen Belgien und Großbritannien stattfinden. In Brüssel wurde am Wochenende die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen, zahlreiche Events auch im Sport wurden deshalb abgesagt.

    Der Internationale Tennis-Verband (ITF) erklärte, man beobachte die Ereignisse in Belgien mit Sorge. Eine Absage des Endspiels ist bislang aber noch nicht geplant. Andy Murray und seine Kollegen wollen nach britischen Medienberichten nun am Montag nach Brüssel fliegen. Ursprünglich war die Anreise für diesen Sonntag geplant.
  • GEISTERSTADT Ungewöhnlich still ist es an diesem Wochenende, Brüssel wirkt wie eingefroren. Dort, wo sonst Horden von Touristen fröhlich Fotos knipsen, stehen gepanzerte Militärfahrzeuge auf dem historischen Marktplatz Grand Place. Auch in der Galeries Royales Saint-Hubert gibt es statt Pralinen Gewehre zu sehen. Foto: Stephanie Lecocq, dpa



  • Die «Sunday Times» hat Europas meistgesuchten Terroristen, Salah Abdeslam, unter die Lupe genommen: Einer der Attentäter von Paris soll Stammkunde in Brüssels Homosexuellen-Bars im Viertel Saint Jacques gewesen sein und sei in der Stricherszene bekannt gewesen. Außerdem soll Abdeslam Haschisch geraucht und den größten Teil seines Tages mit der Playstation gespielt haben.


  • Syriens Machthaber Assad sieht sich durch die russischen Luftangriffe auf Rebellen in dem Bürgerkriegsland im Aufwind. «Nach der Teilnahme der russischen Luftwaffe im Kampf gegen den Terrorismus hat sich die Situation auf eine sehr gute Weise entwickelt», sagte Assad nach Angaben der staatlichen Agentur Sana. Die syrische Armee rücke an fast jeder Front vor, wird Assad weiter zitiert.
  • Tschechien würde eine eventuelle Bodenoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien mit 200 Soldaten unterstützen. Das sagte Verteidigungsminister Martin Stropnicky. Dabei würde es sich um Sanitäts- und Chemiewaffen-Abwehreinheiten handeln. Grundsätzlich bevorzuge er aber eine Lösung, bei der die Staaten der Region Truppen bereitstellen. Vorige Woche hatte Tschechien mit US-amerikanischer Hilfe zehn Millionen Schuss Munition und 5000 Granaten an die Kurden im Nordirak für ihren Kampf gegen den IS geliefert.
  • Der französische Flugzeugträger «Charles de Gaulle» ist im östlichen Mittelmeer angekommen. Ab Montag sind Kampfflugzeuge von dort einsatzbereit. Nach den Terroranschlägen vom 13. November hat Paris die Luftangriffe gegen die Terrormiliz IS in Syrien massiv verstärkt. 

    Frankreich hat damit künftig 38 Militärflugzeuge in der Region, davon sind 12 in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Jordanien stationiert. Der Flugzeugträger hat Marine-Angaben zufolge 18 Rafale-Jagdbomber und acht Jagdbomber des Typs «Super Étendard» an Bord, dazu zwei Radaraufklärer und einige Hubschrauber.

    Foto: Sebastien Chenal/Marine National 

  • Belgien verlängert die höchste Terrorwarnstufe für Brüssel. Auch morgen werde die Metro in der Hauptstadt nicht fahren; Schulen und Universitäten bleiben geschlossen. Das teilt Belgiens Premier Charles Michel nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates mit. Stufe 4 bedeute, dass eine «ernste und unmittelbare» Bedrohung besteht. Seit gestern Morgen gilt diese höchste Terrorwarnstufe für Brüssel, im Rest Belgiens gilt weiter die Stufe 3. «Wir werden die Lage morgen Nachmittag neu bewerten», sagt Michel. Das Ziel sei, so schnell wie möglich zu einem normalen Leben zurückzufinden.

    Der Entscheidung vorausgegangen war eine neue Beurteilung der Lage durch die Sicherheitsbehörden. Michel sagt, es habe konkrete Hinweise auf ein geplantes Attentat von Terroristen in Brüssel gegeben - ähnlich den Anschlägen in Frankreich. In Brüssel sollen sich zwei Terroristen aufhalten, darunter der seit einer Woche gesuchte Salah Abdeslam. 

  • Die französische Polizei veröffentlicht im Kurznachrichtendienst Twitter ein Foto des dritten Selbstmordattentäters am Stade de France. Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Identifizierung des Mannes.


  • Frankreichs Präsident François Hollande beginnt morgen Gespräche mit international führenden Politikern über Konsequenzen aus den Terroranschlägen von Paris. Dazu empfängt der Staatschef zunächst den britischen Premierminister David Cameron im Élyséepalast. Cameron will in dieser Woche einen Plan zum Kampf gegen die IS-Terrormiliz vorlegen und britische Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien ausweiten.

    Anschließend kommt Hollande mit EU-Ratspräsident Donald Tusk zusammen. Auf Grundlage der EU-Verträge hatte Frankreich in der vergangenen Woche die EU-Staaten offiziell um Unterstützung im Kampf gegen den Terror gebeten. Am Dienstag reist Hollande zu Gesprächen mit US-Präsident Barak Obama nach Washington, für Donnerstag ist ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau vorgesehen. Am Sonntag empfängt Hollande den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Paris.

  • Das Medienhaus der flämischen Gruppe Medialaan in Vilvoorde bei Brüssel ist inzwischen wieder freigegeben. «Das Gebäude wurde durchsucht und nichts Verdächtiges gefunden», sagt eine Sprecherin laut belgischer Nachrichtenagentur Belga. Die Mitarbeiter hätten ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Am Nachmittag war das Medienhaus geräumt worden; Polizisten durchsuchten die Etagen mit Spürhunden nach Sprengstoff.

    Polizeieinsatz vor einem Medienzentrum bei Brüssel. Foto: Stephanie Lecocq, EPA/dpa
  • Es gibt diese Gefahr. Wir haben erfahren, dass sich zwei Terroristen auf Brüsseler Territorium befinden und gefährliche Taten verüben könnten. Deshalb muss man sehr wachsam bleiben.

    Der Bürgermeister der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek, Bernard Clerfayt, im belgischen Rundfunk RTBF.
  • Die EU-Kommission wird am Montag in Brüssel trotz der höchsten Terrorwarnstufe normal arbeiten. «Es besteht keine spezifische Bedrohung für die EU-Institutionen», schrieb die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Kristalina Georgiewa, via Twitter. Geplante Treffen im Kommissionsgebäude könnten stattfinden. Die Sicherheitsmaßnahmen und Personenkontrollen würden aber verstärkt. Für die Mitarbeiter werde es flexible Arbeitsmöglichkeiten und Telearbeit geben. Die Europäischen Schulen und Krippen würden dagegen geschlossen. In der Kommission sind etwa 23 000 Menschen beschäftigt.

    Foto: Olivier Hoslet/Archiv 
  • Im Zentrum von Brüssel hat die Polizei am Abend einen großangelegten Anti-Terror-Einsatz gestartet. Mehrere Straßen in der Nähe des zentralen Marktplatzes Grand Place wurden abgesperrt, berichtete ein Reporter des belgischen Radios RTBF. 

    An einer Straße sei ein Linienbus quergestellt worden, um den Verkehr zu stoppen. Ein Hubschrauber kreise über den Häusern. Zahlreiche schwer bewaffnete Soldaten und Polizisten seien im Einsatz, sie seien auch in ein Hotel gegangen. Von offizieller Seite gab es zunächst keine Bestätigung.



    Foto: Stephanie Lecocq, EPA/dpa
     
     

    1 von 5

  • Belgischen Medienberichten zufolge ist der großangelegte Anti-Terror-Einsatz der belgischen Polizei beendet. Es habe Razzien und Festnahmen gegeben, heißt es. In wenigen wird eine Pressekonferenz erwartet: 


  • Die belgische Tageszeitung «La Libre Belgique» meldet sechs Festnahmen durch die Polizei, einer der festgenommenen soll verwundet sein. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt dafür bisher nicht:

  • Zum Anti-Terror-Einsatz der belgischen Polizei will sich die Staatsanwaltschaft um 00.30 Uhr auf einer Pressekonferenz äußern: 
      
  • Eindrücke aus der belgischen Hauptstadt: Militär-Fahrzeuge auf menschenleeren Straßen in Brüssel. 

  • Die Pressekonferenz der belgischen Staatsanwaltschaft hat mit einigen Minuten Verspätung nun begonnen: 

    Screenshot: rbtf.be 
  • Der Hauptverdächtige Saleh Abdeslam konnte nicht verhaftet werden, sagt der Staatsanwalt.
  • Beim großangelegten Anti-Terror-Einsatz der Polizei in Brüssel sind 19 Wohnungen durchsucht worden. 16 Personen sind vorläufig festgenommen worden, sagt der Staatsanwaltschaft.
  • Bei den Hausdurchsuchungen in Brüssel sind laut belgischer Staatsanwaltschaft weder Waffen noch Explosivstoffe gefunden worden. In der Gemeinde Molenbeek kam es auf der Straße zu einem Schusswechsel. Die Pressekonferenz ist zu Ende. Fragen von Medienvertretern waren nicht erlaubt.
  • Bis auf weiteres bleibt in der belgischen Hauptstadt die höchste Terrorwarnstufe in Kraft. Auch zum Beginn der Arbeitswoche wird die Metro nicht fahren; Schulen und Universitäten bleiben geschlossen.
  • Auch nach der Festnahme von 16 Verdächtigen geht in Brüssel die Jagd nach mutmaßlichen Terroristen weiter. «Die Operation ist noch nicht beendet, sie muss weitergehen», sagte der belgische Innenminister Jan Jambon. Der meistgesuchte Top-Verdächtige ist Salah Abdeslam (26), der sich in Brüssel aufhalten soll. Vermutlich war Abdeslam an den Pariser Attentaten mit insgesamt 130 Toten beteiligt.

    Die Terrorgefahr ist nach Worten des Innenministers immer noch hoch. Jambon forderte die Menschen aber auf, nicht in Panik zu verfallen: «Das ökonomische und soziale Leben muss weitergehen.» 


  • Der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus wird die Welt nach Ansicht von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zusammenrücken lassen. «Der islamistische Terrorismus - und allen voran ISIS - ist eine Bedrohung für die Staatengemeinschaft als Ganzes», sagte der SPD-Politiker der dpa. «Über alle Religionen und weltanschaulichen Grenzen hinweg hat die internationale Gemeinschaft jetzt verstanden, um was es geht.»

    Steinmeier verwies auf die einstimmig verabschiedete Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS oder auch ISIS), mit der die Vereinten Nationen ein Zeichen gesetzt hätten. «Wir werden uns dem von ISIS der Welt erklärten Krieg gemeinsam mit voller Kraft zur Wehr setzen.» Mit Zuversicht, Beharrlichkeit und Entschlossenheit werde es gelingen, den IS zu besiegen.
  • Angesichts des Terrors und der Radikalisierung mancher Jugendlicher hat der Islamismusforscher Ahmad Mansour eine Schulreform gefordert. Jugendliche wollten über aktuelle politische Themen reden, bekämen in den Schulen meistens keine Antwort, weil die Lehrer nicht gut vorbereitet sind, kritisierte der Berliner Psychologe. «Leider merke ich, dass viele, viele Schulen damit überfordert sind.» Die Jugendlichen suchten dann die Information im Internet und landeten meistens bei Rechtsradikalen oder Islamisten, sagte Mansour. Schule sei ein Ort, an dem viel erreicht werden könne. «Das bedeutet aber viel Geld, viel Ressourcen und vielleicht auch eine Schulreform, die wir unbedingt brauchen.»
  • Frankreichs Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron haben vor dem Konzertsaal «Bataclan» der Opfer der Pariser Terrorattacken gedacht. Die beiden Politiker besuchten den Anschlagsort am Morgen. Anschließend begaben sie sich für ein Gespräch in den Élyséepalast. 


  • Der britische Premierminister David Cameron will zwei Schnelle-Eingreif-Brigaden zum verstärkten Kampf gegen den Terrorismus bilden. Die Truppen sollen jeweils 5000 Mann umfassen, weltweit einsatzbereit sein und bis 2025 ins Leben gerufen werden, berichtete der Sender BBC. 
  • Großbritannien hat Frankreich Unterstützung im Kampf gegen den IS zugesagt. Premierminister David Cameron äußerte nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris die «feste Überzeugung», dass die britischen Luftschläge gegen den IS auch auf Syrien ausgeweitet werden sollten. Dies sei aber eine Entscheidung des britischen Parlaments. Cameron bot an, dass französische Flugzeuge für ihren Kampf gegen die IS-Milizen die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern nutzen können. Zudem wollen die Briten den Franzosen mit der Luftbetankung von Flugzeugen unter die Arme greifen.

  • Bei der Fahndung nach mutmaßlichen Terroristen hat die belgische Polizei fünf weitere Verdächtige gefasst. Sie würden nun ebenso wie die 16 am Sonntagabend bei einem Großeinsatz Festgenommenen von der Polizei verhört, teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit. Zudem seien am Morgen fünf zusätzliche Hausdurchsuchungen im Raum Brüssel und im Bereich der ostbelgischen Stadt Lüttich durchgeführt worden, hieß es. Bei einer Durchsuchung am Sonntagabend seien 26 000 Euro sichergestellt worden.

    Soldaten patrouillieren in der Innenstadt von Brüssel. Foto: Laurent Dubrule, EPA/dpa 
  • Die französischen Streitkräfte haben im Kampf gegen den IS erstmals Lufteinsätze vom Flugzeugträger «Charles de Gaulle» geflogen. Ob die Flugzeuge zu Bombenangriffen oder Aufklärungseinsätzen starteten, war zunächst unklar. Die «Charles de Gaulle» war von der französischen Regierung nach den Terroranschlägen von Paris ins östliche Mittelmeer geschickt worden, um von dort aus den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zu unterstützen. 


  • Nach den Anschlägen in Paris will Frankreich die Geldflüsse von Terroristen eindämmen. Finanzminister Michel Sapin kündigt weitere Maßnahmen an. Die Beteiligung an Attentaten setze voraus, dass die Terroristen auch an das benötigte Geld gelangten, erklärt er. Deshalb solle die maximale Summe, die per Bankkarte auf Prepaid-Basis abgehoben werden kann, begrenzt werden. Bei dieser Art Bank- oder Kreditkarte kann der Karteninhaber anonym bleiben, ähnlich wie es bei Prepaid-Telefonkarten der Fall ist. 

    Auch bei den Terroranschlägen vom 13. November habe die Finanzierung mittels Prepaid-Bankkarten eine Rolle gespielt, so das Ministerium. Zudem sollen Beamte leichteren Zugang zum «fichier S» (S steht für Staatsschutz) erhalten, in dem mehr als 10 000 Personen vermerkt sind. Davon sind nach früheren Angaben mehr als die Hälfte radikale Islamisten oder andere, die wegen einer möglichen Verbindung zu einer Terrorbewegung erfasst sind. 
  • Der oberste iranische Führer Ali Chamenei hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die uneingeschränkte Solidarität seines Landes beim Kampfeinsatz in Syrien gegen den IS versprochen. «Der Iran steht hinter der konstruktiven Politik Russlands in Syrien», sagt der Ajatollah bei einem Treffen mit Putin in Teheran. Wenn die Terroristen jetzt in Syrien nicht gestoppt würden, dann würden sie sehr bald zu einer globalen Gefahr für alle, warnt Chamenei. 

    Er teile mit Putin den Standpunkt, dass die politische Zukunft Syriens nicht von außen, sondern vom syrischen Volk selbst bestimmt werden müsse, sagt Chamenei. «Mit Ihrer Syrienpolitik haben Sie für ihr Land und für sich selbst sehr viel Kredit in der Region gewonnen», sagt der Geistliche, der nach der iranischen Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.

    In Teheran überreicht Kremlchef Wladimir Putin (l) ein Geschenk an den obersten iranischen Führer Ali Chamenei. Foto: EPA
  • Die spanische Polizei hat in einem Gefängnis einen mutmaßlichen IS-Anhänger überführt. Der 42-Jährige verbüßt derzeit eine Haftstrafe wegen Gewalt gegen Frauen. Er habe in der Haftanstalt in Segovia versucht, unter Mitgefangenen Dschihadisten für den IS anzuwerben, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Dabei habe er sich Häftlinge ausgesucht, die kurz vor der Entlassung gestanden hätten. Außerdem habe er mit Bombenanschlägen in Madrid und Barcelona gedroht. 
  • Die italienische Regierung hat vier terrorverdächtige Marokkaner ausgewiesen. Die Männer, die in der Nähe von Bologna lebten, seien schon seit einiger Zeit beobachtet worden, sagte Innenminister Angelino Alfano. Sie hätten dschihadistische Propaganda im Internet verbreitet und «eine extremistische Vision des Islams» zur Schau gestellt. Italien fürchtet nach den Pariser Anschlägen verstärkt Attacken auch im eigenen Land.
  • Belgien hat die höchste Terrorwarnstufe für die Hauptstadt Brüssel erneut verlängert. Das teilte Premierminister Charles Michel nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates mit.
  • In Belgien hat die Polizei einen vierten Terrorverdächtigen gefasst, der bei den Anschlägen von Paris eine Rolle gespielt haben soll. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen. Der Mann war am Sonntagabend bei dem Großeinsatz in der Brüsseler Innenstadt gefasst worden. 15 weitere ebenfalls Festgenommene kamen wieder auf freien Fuß. 
  • In einem Vorort von Paris ist zehn Tage nach den Terroranschlägen ein weggeworfener Sprengstoffgürtel entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft in Paris bestätigte am Abend der Deutschen Presse-Agentur, dass der verdächtige Gegenstand eindeutig identifiziert sei.

    Ein Polizist sichert einen Hauseingang in Montrouge. Zuvor war in dem Pariser Vorort ein weggeworfener Sprengstoffgürtel entdeckt worden. Foto: Ian Langsdon, EPA/dpa 
  • Nach Informationen des französischen Nachrichtensenders BFMTV ähnelt der jetzt gefundene Sprengstoffgürtel denjenigen, mit denen sich am 13. November in Paris sechs Attentäter in die Luft gesprengt hatten. Der Gürtel habe neben Sprengstoff auch Metallteile enthalten.
  • Kurz vor dem Besuch von Frankreichs Präsident  François Hollande im Weißen Haus hat das Außenministerium in Washington US-Bürger auf die weltweite Gefahr von Terroranschlägen auf Reisen hingewiesen:

    Unsere derzeitigen Informationen legen nahe, das der IS, Al-Kaida, Boko Haram und andere Terrorgruppen weiterhin terroristische Angriffe in mehreren Regionen planen.
  • In Syrien ist nahe der türkischen Grenze ein Kampfflugzeug abgestürzt. Syrische Aktivisten gaben an, es habe sich um ein russisches Kampfflugzeug gehandelt, das in der syrischen Küstenprovinz Latakia abgeschossen worden sei. Die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete unter Berufung auf Armeekreise, türkische Kampfflugzeuge hätten den Jet nach einer Luftraumverletzung abgeschossen. 

    Video der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu
    von anadoluajansi via YouTube

  • Frankreich verstärkt nach den Anschlägen von Paris die Zugangskontrollen zu Hochgeschwindigkeitszügen. An den Bahnhöfen in Paris und Lille sollen an Thalys-Gleisen bis zum 20. Dezember Sicherheitsschleusen eingerichtet werden. Zudem wird geprüft, im internationalen Bahnreiseverkehr personengebundene Tickets einzuführen.
    • UPDATE
    Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt den Zwischenfall in Syrien: Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ SU-24 ist vermutlich vom Boden aus abgeschossen worden.
  • Das Moskauer Ministerium widersprach der türkischen Darstellung, wonach der Jet türkischen Luftraum verletzt habe. Nachweislich sei das Flugzeug die ganze Zeit über syrisches Territorium geflogen. Die türkischen Streitkräfte teilten dagegen mit, ein Flugzeug unbekannter Herkunft habe den  türkischen Luftraum verletzt und mehrfache Warnungen ignoriert.

    Eine russische SU-24. Foto: Russian Defence Ministry Press Sercive/Archiv 
  • In Gedenken an die 130 Opfer der Terroranschläge vor einer Woche wird der französische Fußball-Meister Paris St. Germain die nächsten beiden Spiele mit dem Trikot-Schriftzug «Je suis Paris» (Ich bin Paris) auflaufen.

Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform
Anzeige
News-Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video



Anzeige
shopping-portal