Der Kampf gegen den IS-Terror
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Der Kampf gegen den IS-Terror

Wir halten Sie über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen im internationalen Kampf gegen den Terror des Islamischen Staats auf dem Laufenden.

  • Bei dem islamistischen Terrorangriff auf ein Luxushotel in Malis Hauptstadt Bamako sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das verlautete  aus Kreisen der UN-Blauhelmmission in Mali (Minusma). Unter den Toten seien auch zwei Angreifer. Die Islamisten hatten zeitweise bis zu 170 Menschen in ihrer Gewalt. Spezialeinheiten hatten das Radisson Blu Hotel am Nachmittag gestürmt. 

    Der malische Innenminister Salif Traoré wollte unter Verweis auf eine Pressekonferenz am Abend zunächst keine abschließenden Angaben zur Zahl der Todesopfer machen. Zuvor hatte die Regierung von nur drei getöteten Sicherheitsleuten gesprochen. 

    Eine befreite Geisel wird aus der Umgebung des Radisson-Hotels weggeschafft. Foto: str
  • Bundesfinanzminister Schäuble hat sich angesichts der Terrorgefahr für einen stärkeren Einsatz der Bundeswehr im Inneren ausgesprochen. Wenn die Kräfte der Polizeien von Bund und Ländern erschöpft seien, solle so ein Einsatz nicht leichtfertig abgelehnt werden. «Dazu legitimiert uns unsere Geschichte nicht», sagte Schäuble. Deutschland solle dieses Thema etwas nüchterner und entspannter angehen.

    Bisher kann die Bundeswehr bei schweren Unglücksfällen oder Naturkatastrophen in Deutschland eingesetzt werden. Nach den islamistischen Terroranschlägen von Paris forderten mehrere Unionspolitiker einen stärkeren Einsatz der Bundeswehr.
  • Nach den Terroranschlägen in Paris wird der Ausnahmezustand in Frankreich bis in den Februar hinein verlängert. In dieser Zeit erhalten die Sicherheitsbehörden erweiterte Befugnisse. Der Senat als zweite Kammer des Parlaments stimmte einer entsprechenden Vorlage einstimmig zu. Zuvor hatte am bereits die Nationalversammlung für die dreimonatige Verlängerung des seit dem 14. November geltenden Ausnahmezustands votiert. Dort stimmten 551 Abgeordnete mit Ja, es gab sechs Gegenstimmen und eine Enthaltung.

    Das Gesetz enthält eine Reihe von Änderungen an der ursprünglichen Rechtsgrundlage für den Ausnahmezustand aus dem Jahr 1955. Dazu gehören Möglichkeiten zur Sperre von Internetseiten, zur Auflösung radikaler Moscheevereine und zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

    Premier Manuel Valls wirbt im französischen Senat für eine Verlängerung des Ausnahmezustandes. Foto: Christophe Petit Tesson
  • Eine Woche nach den Anschlägen von Paris ist ein weiterer Attentäter identifiziert. Die Fingerabdrücke des Terroristen, der sich am Eingang H des Fußball-Stadions Stade de France um 21.30 Uhr in die Luft gesprengt hatte, entsprechen denen eines Mannes, der am 3. Oktober in Griechenland erfasst wurde, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Bei dieser Kontrolle in Griechenland sei auch ein zweiter Attentäter registriert worden, der sich um 21.20 Uhr am Eingang D des Stadions mit einem Sprengstoffgürtel umgebracht hatte.

    Verletzte werden nach den Anschlägen im Stade de France versorgt. Foto: Ian Langsdon 
  • Terror-Angst: Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens durchsuchen vor Spielbeginn die Sitzreihen im Hamburger Volksparkstadion. Foto: Christian Charisius
  • Urheber des Terrorangriffs auf das Luxushotel in Mali soll nach Erkenntnissen der französischen Regierung der vor Monaten für tot erklärte Islamist Mokhtar Belmokhtar gewesen sein. Dieser habe die blutig beendete Geiselnahme in der malischen Hauptstadt Bamako sehr wahrscheinlich organisiert, sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian.

    Im Juni hatte die libysche Regierung mitgeteilt, dass Belmokhtar bei einem gezielten US-Luftangriff im Osten Libyens getötet worden sei - was vom Terrornetzwerk Al-Kaida später bestritten wurde. Der einäugige Al-Kaida-Veteran gilt als Anführer der Terrorgruppe im nördlichen Afrika.

    Al-Kaida hatte den Tod von Mokhtar Belmokhtar stets bestritten. Foto: FBI/Archiv
  • In Belgien haben die Behörden für die Hauptstadtregion Brüssel die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Die U-Bahn bleibt heute in der belgischen Hauptstadt komplett geschlossen, nur Busse und Straßenbahnen fahren. Stufe 4 bedeutet «eine ernste und unmittelbare» Bedrohung, wie das nationale Krisenzentrum in der Nacht mitteilte. Vorausgegangen sei eine «neue Beurteilung» der Lage. Die Hintergründe sind zunächst unklar. 
  • In Belgien gib es konkrete Hinweise auf einen geplanten Anschlag von Terroristen mit Waffen und Sprengstoff. Das sagt der belgische Premierminister Charles Michel nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga. Diese Informationen über eine unmittelbare Gefahr seien der Grund dafür gewesen, die Terrorwarnstufe für die Hauptstadt Brüssel auf das höchste Niveau vier anzuheben. Die belgische Regierung berät in Brüssel über weitere Sicherheitsmaßnahmen.

    Der belgische Premierminister Charles Michel bei einer Pressekonferenz. Foto: Stephanie Lecocq, dpa
  • Die Metro in Brüssel bleibt geschlossen bis zum Ende des Betriebs. Foto: Stephanie Lecocq, dpa 



  • Terrorangst geht um: Sicherheitskräfte prägen das Stadtbild von Brüssel. Foto: Stephanie Lecocq, dpa
  • Nach dem Anschlag islamistischer Terroristen auf ein Luxushotel im westafrikanischen Mali fahndet die Regierung nach Komplizen. Man nehme an, dass die beiden Terroristen, die bei dem Anschlag am Freitag ums Leben kamen, nicht allein gehandelt hätten, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Innere Sicherheit der Deutschen Presse-Agentur. Der Einsatz der Spezialkräfte im Radisson Blu Hotel in der Hauptstadt Bamako sei abgeschlossen. Das Gelände um das Hotel bleibe aber abgesperrt, während das Justizministerium versuche, die Leichen zu identifizieren.
    Bei der Geiselnahme seien 21 Menschen - einschließlich der beiden Angreifer - getötet worden, bestätigte Präsident Ibrahim Boubacar Keïta im nationalen Fernsehen.
  • Angesichts der Terrorwarnung in Brüssel hat das Auswärtige Amt Reisenden empfohlen, größere Menschenansammlungen in der Region zu meiden. In einem aktuellen Hinweis zählt die Behörde  dazu Konzerte, Großveranstaltungen, Bahnhöfe, Flughäfen, öffentlichen Personennahverkehr und Einkaufszentren. Es werde auch erhöhte Wachsamkeit empfohlen sowie Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte zu befolgen. In dem Hinweis werden die entsprechenden Empfehlungen der belgischen Behörden angeführt.
  • Syrische Rebellen haben im Norden des Landes zwei Dörfer von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert. Die Einnahme der Orte Dalha und Hardschala zeige, dass die Extremisten an der Grenze zur Türkei auf dem Rückzug seien, erklärt die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Demnach begannen die Rebellen einen Überraschungsangriff und konnten die IS-Anhänger nach heftigen Gefechten vertreiben. 

    Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, Jets der USA und der Türkei hätten den Angriff mit Luftschlägen unterstützt. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge gehörten zu den Rebellen auch turkmenische Kämpfer, die eng mit der Türkei verbunden sind. 
  • Das öffentliche Leben in Brüssel liegt lahm - wie unser Korrespondent zeigt:


  • Ohne Worte

    "You may say I'm a dreamer / But I'm not the only one"  YouTuber singen John Lennons "Imagine" für Paris:

    Imagine Paris - Les Youtubeurs chante pour Paris
    via YouTube
  • In der Luxemburger Innenstadt ist ein Hotel geräumt worden. Laut Polizei hat es  «einen Hinweis auf eine mögliche Bedrohung» gegeben. Weitere Details über die Art der Bedrohung wurden zunächst nicht mitgeteilt. Man habe Angestellte und Gäste gebeten, das Gebäude zu verlassen. Derzeit wird das Hotel überprüft.
  • Warum steht ausgerechnet Brüssel im Visier der Terroristen? Mehrere Spuren führen in die belgische Hauptstadt. Salah Abdeslam, der Bruder eines der Pariser Selbstmordattentäter, wird immer noch gesucht. Er könnte sich in Brüssel, wo er gewohnt hat, verstecken, lautet eine Hypothese. Eine andere geht davon aus, dass Angehörige von Abdelhamid Abaaoud, dem mutmaßlichen Drahtzieher der Pariser Anschläge mit früherem Wohnsitz in Brüssel, jetzt Racheakte planen. 

    Belgien gilt plötzlich als Brutstätte islamistischer Terroristen. Das hat seine Gründe. Das kleine Nachbarland von Frankreich scheint ein idealer Rückzugsraum für französisch-sprachige Terrorverdächtige zu sein. Das Land bleibt zerrissen im Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen und hat ein Nebeneinander von Zuständigkeiten entlang der Polizeibezirke. Da fällt es leicht unterzutauchen. 
      
    Salah Abdeslam hatte in Brüssel gelebt und könnte sich hier verstecken. Foto: Police Nationale 

  • Es ist gefährliche Kraftmeierei, den Eindruck zu erwecken, als könne der Westen mit Militäreinsätzen Länder wie Syrien, Mali, Libyen, Somalia oder den Jemen befrieden. Muss Frankreich in seinem Schmerz ähnlich überreagieren wie die USA nach 9/11? Dann wird die Kanzlerin François Hollande davon kaum abbringen, muss ihm aber sagen: ohne uns.

    «Der Tagesspiegel am Sonntag» zur geopolitischen Lage nach den Anschlägen in Paris
  • Das Pentagon untersucht nach einem Zeitungsbericht, ob das US-Zentralkommando Berichte über Erfolge im Kampf gegen die Terrormiliz IS geschönt hat. Analysten hätten sich im vergangenen Sommer mit entsprechenden Vorwürfen an den Generalinspekteur gewandt, schrieb die «New York Times»unter Berufung auf ehemalige Geheimdienstbeamte. 

    Demnach sollen Vorgesetzte geheimdienstliche Einschätzungen der Analysten verändert haben, um etwa die durch Luftangriffe erzielten Fortschritte im Kampf gegen den IS als bedeutender darzustellen als sie wirklich gewesen seien.

    Im Pentagon wachsen Zweifel an den Erfolgsberichten über den US-Kampf gegen die Terrormiliz IS. Foto: Andy Dunaway
  • Außenminister Frank-Walter Steinmeier ruft zu einem gemeinsamen Vorgehen der regierungstreuen Armee und der moderaten Kräfte in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf

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    «Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich die syrische Armee, die Freie Syrische Armee und moderate Milizen-Gruppen im Drei-Fronten-Krieg verschleißen, statt gemeinsam gegen ISIS zu kämpfen. Wir müssen jetzt alle zusammenbringen, die gegen ISIS sind», sagte der SPD-Politiker der «Bild am Sonntag». Einen Einsatz westlicher Bodentruppen lehnt er aber ab. 
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Kampala. Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa 
  • In der belgischen Hauptstadt Brüssel gilt auch heute wegen der Terrorgefahr weiterhin die höchste Warnstufe. Das öffentliche Leben steht den zweiten Tag in Folge weitgehend stillSo waren Märkte und Sportereignisse abgesagt worden. Die U-Bahn war komplett geschlossen, die meisten Busse und Straßenbahnen fuhren aber. In den Kirchen sollten die Sonntagsmessen nach Angaben des belgischen Rundfunks RTBF aber stattfinden. Am Nachmittag will die Regierung bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats gemeinsam mit Polizei und Sicherheitsbehörden über weitere Maßnahmen beraten.

    In Brüssel herrscht weiterhin Terroralarm. Foto: Stephanie Lecocq, dpa 
    von Anette van Eimeren, dpa

  • Der britische Premierminister David Cameron will einen umfassenden Plan zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorlegen.

    Wie der Sender BBC berichtete, will er die Strategie bereits in dieser Woche präsentieren. Nach den Terrorattacken von Paris dringt Cameron verstärkt auf eine Ausweitung britischer Luftangriffe auf IS-Stellungen auch in Syrien.

    Der britische Premierminister David Cameron. Foto: Andy Rain, dpa 
  • Das Wichtigste der Geschehnisse in aller Kürze: 

    ▪︎ Einige der Paris-Attentäter aus der belgischen Hauptstadt Brüssel. Der mutmaßliche Organisator der verheerenden Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, war Belgier mit marokkanischen Wurzeln und lebte früher in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek. Er kam am vergangenen Mittwoch bei einem Einsatz von Spezialkräften in Saint-Denis nördlich von Paris ums Leben. 

    ▪︎ Es wird weiterhin nach Salah Abdeslam gefahndet. Er ist der eines der Attentäter. Auch er lebte in Molenbeek - und könnte sich wieder in Brüssel aufhalten. Zwei Freunde von Salah, Mohammed Amri (27 Jahre alt) und Hamza Attouh (21 Jahre), hatten ihn direkt nach den Anschlägen mit dem Wagen in Paris abgeholt und nach eigener Aussage in Brüssel abgesetzt. Salahs Bruder, Mohamed Abdeslam, wurde in Brüssel festgenommen, kam aber wieder auf freien Fuß. 
     
    ▪︎ Inzwischen sind in Brüssel drei Personen wegen dringenden Terrorverdachts verhaftet worden, einer davon soll eine Schlüsselfigur der Pariser Anschläge sein. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Anti-Terror-Razzien in Brüssel, dabei wurden auch Waffen gefunden.
  • In der Pariser Rue de la Paix glitzern Weihnachtsbäume und Rolex-Uhren um die Wette. Aber nach den Terroranschlägen kommt weder Kaufstimmung noch Besinnlichkeit auf. Auf dem Weihnachtsmarkt sprechen Standbetreiber von drastischen Umsatzeinbrüchen. Foto: Peter Zschunke, dpa
    von Laura Lewandowski, dpa bearbeitet von Desk 11/22/2015 10:21:51 AM
  • Die Terror-Angst geht weit über die europäische Grenze hinaus: Eine Turkish-Airlines Maschine ist jetzt nach dem Start in New York wegen einer Bombendrohung nach Kanada umgeleitet worden  - allerdings handelte es sich jedoch um einen Fehlalarm. Der Flug nach Istanbul soll fortgesetzt werden.

    Die Maschine der türkischen Fluggesellschaft war ins kanadische Halifax umgeleitet worden. Die 256 Passagiere an Bord wurden in Sicherheit gebracht,  Flugzeug und Gepäck wurden mithilfe von  Sprengstoffhunden durchsucht. Die kanadische Polizei teilte mit, wegen der Drohung werde weiter ermittelt.
  • Dem Terror die Stirn bieten: Reaktionen aus dem Netz - nicht alle wollen sich in Brüssel in ihren Häusern verschanzen: 


  • Der Frankfurter Philosoph Jürgen Habermas zeigt sich besorgt, dass Frankreich unter dem Eindruck der Pariser Terroranschläge seine Liberalität verlieren könnte. «Die Zivilgesellschaft muss sich davor hüten, alle demokratischen Tugenden einer offenen Gesellschaft auf dem Altar der Sicherheit zu opfern», sagte Habermas in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Tageszeitung «Le Monde». Dazu gehörten auch die Toleranz gegenüber anderen Lebensweisen und die Bereitschaft, die Perspektive des Anderen einzunehmen. Foto: Martin Gerten, dpa
  • Statt Weihnachtsstimmung, leere Straßen: Bewaffnete Soldaten sichern die Brüsseler Innenstadt ab. Foto: Stephanie Lecocq, dpa  
  • Ein Tag, an den sich das Ehepaar in Brüssel noch lange erinnern wird - nicht zuletzt wenn es die spontanen Statisten auf seinem Hochzeitsfoto sieht. 


  • Die Freiheit braucht die richtigen Rahmenbedingungen: Grenzen und Regeln.

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei seiner Festrede beim Deutschen Turntag.
    Auch in Zeiten des Terrors hat der Politiker den Startschuss dafür gegeben - fordert aber angesichts der aktuellen Gefahrenlage zusätzliche Sicherheitsanforderungen. 
  • Fünf Tage nach der Absage des Länderspiels Deutschland - Niederlande wegen Terrorgefahr gibt es noch keine Klarheit darüber, ob tatsächlich eine Gruppe einen Anschlag geplant hat. Weitere Ermittlungen seien nötig, erfuhr die Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. 

    Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» berichtet, ein «minutiös geplanter Terrorangriff» auf das Fußball-Länderspiel sei nur kurzfristig durch die Absage des Spiels gescheitert. Die Gruppe, die den Anschlag demnach plante, könne immer noch zuschlagen. Der französische Geheimdienst habe dem deutschen Verfassungsschutz mitgeteilt, dass eine Terroristengruppe fünf Bomben zünden wolle - drei davon im Stadion, eine an einer Bushaltestelle und eine an einem Bahnhof. 
  • Statt des weltweiten Siegeszuges der offenen Gesellschaft, den wir vor einem Vierteljahrhundert erhofften, sind Brandherde der Unfreiheit und Unterdrückung entstanden oder wiederaufgeflammt. (...) Wir sind deshalb gerade in diesen Zeiten auf Verfechter und Förderer freiheitlicher Grundsätze angewiesen - auf Männer und Frauen, Persönlichkeiten, die die Freiheit als Grundprinzip verteidigen.

    Bundespräsident Joachim Gauck bei einer Veranstaltung der Hayek-Stiftung.
  • Der Bruder des gesuchten Terrorverdächtigen Salah Abdeslam hat diesen öffentlich aufgefordert, zur Polizei zu gehen. «Wir wollen, dass Salah sich stellt», sagte Mohamed Abdeslam dem belgischen Fernsehen RTBF. «Damit er uns, seiner Familie und den Familien der Opfer und all den anderen Menschen (...) die Antworten geben kann, auf die wir warten.» Zu der intensiven Fahndung der Polizei nach seinem Bruder sagte Mohamed Abdeslam: «Wir ziehen es vor, Salah im Gefängnis zu sehen als auf dem Friedhof.»

    Die drei Brüder Abdeslam, die aus dem Brüsseler Stadtteil Molenbeek stammen, stehen im Verbindung zu den Terroranschlägen von Paris. Brahim Abdeslam hatte sich im Restaurant «Comptoir Voltaire» in die Luft gesprengt. Nach seinem jüngeren Bruder Salah (26), der bei den Anschlägen beteiligt gewesen sein soll, wird gefahndet.

    Mohamed selbst wurde in Molenbeek festgenommen, ist aber wieder auf freiem Fuß. «Ich konnte nachweisen, dass ich zum Zeitpunkt der Attentate nicht in Paris war», sagte Mohamed dem Sender. Seine Brüder hätten sich radikalisiert, ohne dass die Familie es bemerkt habe.
  •  «Unser stärkstes Werkzeug im Kampf gegen die IS-Miliz ist es zu bekräftigen, dass wir keine Angst haben», sagt US-Präsident Barack Obama Ostasien-Gipfels in Malaysia. Foto: Wallace Woon, EPA/dpa 




  • In Brüssel herrscht in diesen Tagen Schockstarre. Viele Menschen bleiben in ihren Häusern, auf den Straßen stehen Soldaten. Eine Twitter-Nutzerin will deshalb wissen: «Wenn Du in Brüssel lebst. Wie fühlst Du Dich?».


  • Papst Franziskus hat sein wöchentliches Angelus-Gebet angesichts der erhöhten Terrorgefahr in Italien unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen gehalten. Die Gläubigen mussten an allen Zugängen zum Petersplatz Kontrollschleusen passieren, was bisher nur beim Einlass in den Petersdom selbst der Fall war. Der Platz war trotzdem gut gefüllt.

    Auch im Vatikan herrscht derzeit Terror-Alarm. Foto: Ettore Ferrari, EPA/dpa  
  • Die Gendarmerie Nationale in Paris bereitet Schüler und Lehrer mit neuen Sicherheitshinweisen auf die Woche vor.
     

  • Was passiert wo - was sind die neuesten Entwicklungen? Ein Überblick zu PARIS: 

    - Der mutmaßliche Organisator der Attentate in Paris, Abdelhamid Abaaoud, ist am Mittwoch beim Polizeieinsatz im Vorort Saint-Denis getötet worden. Ob der 28-Jährige einer der Attentäter war oder welche genaue Rolle er hatte, ist unklar. 

    - Offen ist, wie viele Terroristen und Komplizen es insgesamt gab - und damit auch, wie viele Täter noch auf freiem Fuß sind. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass bei den Anschlägen selbst drei Kommandos mit je drei Terroristen zur Tat schritten. Sieben Attentäter starben. 

    - Einer der getöteten Attentäter vom 13. November sowie der in der attackierten Wohnung von Saint-Denis getötete Mann sind noch nicht identifiziert. Für die DNA des Mannes aus der Wohnung konnte die Polizei bisher keine Entsprechung in ihren Datenbanken finden. 

    - Mindestens ein Terrorverdächtiger ist auf der Flucht: Der 26-jährige Salah Abdeslam, ein Bruder eines der Selbstmordattentäter, wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er war vor rund zwei Monaten in Deutschland und Österreich. Was wollte er dort? Die Rede ist von zwei Begleitern - wer waren sie?
  • Und weil die Lage so komplex ist, noch mal die wichtigsten Fakten zur aktuellen Situation in BRÜSSEL:

    - Die Brüsseler Polizei sucht mit Hochdruck nach zwei potenziellen Terroristen, die in der belgischen Hauptstadt Anschläge geplant haben sollen. Einer davon ist Salah Abdeslam, der aus dem Stadtteil Molenbeek stammt.

    - Wie viele Komplizen der Pariser Attentäter sich noch in Belgien aufhalten, ist unbekannt. Gegen drei Verdächtige wurde Haftbefehl erlassen, darunter Mohammed Amri und Hamza Attouh, die Salah Abdeslam von Paris nach Brüssel gefahren haben sollen. Aufgrund der Aussage von Attouh, Salah sei «sehr gefährlich und ganz schön wütend», ist die Polizei in Alarmbereitschaft. 
  • Sowie Informationen rund um die Entwicklungen in HANNOVER: 

    - Nach der Absage des Länderspiels Deutschland - Niederlande wegen Terrorgefahr gibt es noch keine Klarheit darüber, ob eine Gruppe einen Anschlag geplant hat. Sicherheitskreisen zufolge muss weiter ermittelt werden. 

    - Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» berichtete hingegen, der französische Geheimdienst habe dem deutschen Verfassungsschutz mitgeteilt, eine Terroristengruppe wolle fünf Bomben an verschiedenen Orten in der niedersächsischen Hauptstadt zünden. 

    - Nach einem Bericht des ZDF haben die Sicherheitsbehörden keine Hinweise, dass tatsächlich eine Terrorzelle mit Anschlagsplänen in Hannover existiert. 
  • Eine Minute der Stille: Bei der Partie zwischen Caen und Angers wird im Stadion Michel D'Ornano der Anschläge in Paris gedacht. 


  • Geschlossen wegen Terror-Gefahr: Wie schwer trifft es die Geschäfte in Brüssel? 


  • Anna Bessis aus Paris und ihre Freunde wollen sich die Nächte nicht von der Angst nehmen lassen. Eine Woche nach dem Attentat auf die französische Hauptstadt holt sich die junge Generation ihr Nachtleben zurück. 

     «Wir müssen weitermachen. Das ist unser Leben. Wir leben hier, wir feiern hier.» Foto: Nicolas Carvalho Ochoa, dpa
  • Im Zimmer vor dem Terror verstecken? Kommt für Frédérique Pré nicht in Frage. Der 35-Jährige will sich weiterhin jedes Wochenende mit seinen Kumpels treffen. Foto: Nicolas Carvalho Ochoa, dpa 
  • Das nationale Krisenzentrum Belgiens hat die aktuelle Terrorgefahr neu bewertet. Die Bewertung wird die Grundlage sein für die Sitzung des nationalen Sicherheitsrates, der gegen 17 Uhr in Brüssel zusammenkommt. Darin sind Regierung, Polizei und Sicherheitskräfte vertreten. Nach dieser Sitzung will die Regierung die Bevölkerung informieren. 

    Seit Samstagmorgen gilt für die belgische Hauptstadt Brüssel die höchste Terrorwarnstufe. Stufe 4 bedeutet «eine ernste und unmittelbare» Bedrohung. Offen ist nach wie vor, ob am Montag die Metro sowie öffentliche Gebäude wie Schulen und Verwaltung wieder öffnen werden.
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