Der Kampf gegen den IS-Terror
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Der Kampf gegen den IS-Terror

Wir halten Sie über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen im internationalen Kampf gegen den Terror des Islamischen Staats auf dem Laufenden.

  • Frankreichs Präsident Hollande hat sich noch einmal zu Wort gemeldet. «Frankreich wird den Hass mit Brüderlichkeit beantworten, den Terror mit Recht, den Fanatismus mit Hoffnung. Ganz einfach damit, Frankreich zu sein.»


  • Auf den großen Weihnachtsmärkten hat die Polizei in mehreren Bundesländern nach den Terroranschlägen in Paris verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und mehr Kontrollen angekündigt. Hier laufen Polizeibeamte in Düsseldorf über den Weihnachtsmarkt, der heute Abend eröffnet. 

    Polizisten auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf, der heute eröffnet. Foto: David Young/dpa
  • Wir stehen natürlich an der Seite unserer französischen Freunde. Aber Solidarität heißt nicht, dass wir Kriegseinsätze mitmachen.

    Grünen-Parteichefin Simone Peter lehnt eine mögliche militärische Hilfe Deutschlands zur Unterstützung Frankreichs ab. In der 
    «Rheinischen Post» spricht sie sich für politische und nicht-militärische Lösungen auf der Ebene der Vereinten Nationen, im Syrien-Krieg und in allen anderen Konflikten aus. In der Bundestagsfraktion regt sich aber Widerstand gegen vorschnelle Absagen und Festlegungen. 

    Die Bundesvorsitzende  der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter. Foto: Thomas Frey/dpa


  • Beim ersten Bundesliga-Spiel HSV gegen Dortmund nach den Terrorakten von Paris und der Länderspielabsage in Hannover soll ein verstärktes Sicherheitskonzept greifen. Der HSV und die Polizei werden deutlich mehr Ordnungskräfte aufbieten, zur Panikmache bestehe aber kein Anlass, beteuern alle Experten.
  • Ich habe volles Vertrauen in die Sicherheitsmaßnahmen, aber es bleibt ein mulmiges Gefühl.

    Schalke-Coach André Breitenreiter ist trotzdem dafür, dass die Bundesliga und damit auch das Topspiel am Samstag gegen Bayern München stattfindet. 
    Die 198 Spieler und 18 Trainer der Fußball-Bundesligisten werden nach den Terroranschlägen von Paris und der Länderspiel-Absage alles andere als unbeschwert zum Anpfiff des 13. Spieltages antreten.
  • Hannover-96-Torhüter Ron-Robert Zieler spricht über seine Emotionen nach dem abgesagten Länderspiel in Hannover und die anstehende Bundesligapartie bei Borussia Mönchengladbach. 

    "Ein schrecklicher Tag!" | Interview Ron-Robert Zieler | Borussia M´Gladbach - Hannover 96
    von hannover96tv via YouTube

  • Bei allen Spielen der Premier League am Wochenende soll die französische Nationalhymne erklingen, wie bereits beim Länderspiel Frankreich gegen England am Dienstag. 


  • Blick nach Frankreich: Präsident François Hollande soll in Kürze mit seinem Sicherheitskabinett zusammenkommen. Das Treffen ist dem Élyséepalast zufolge für 17.00 Uhr geplant.   
  • Die französische Regierung zieht eine Zwischenbilanz: Seit Beginn des Ausnahmezustands in der Nacht zum Samstag wurden bis MIttwoch 414 Hausdurchsuchungen durchgeführt, 75 Waffen gefunden und 60 Menschen in Polizeigewahrsam genommen. 118 Anweisungen des Aufenthaltsorts wurden verfügt.


  • Aus Sicherheitsgründen hat die muslimische Gemeinde in Paris ihre für Freitag geplante Kundgebung gegen den Terror kurzfristig abgesagt. Die unerlässlichen Bedingungen für die Sicherheit der Veranstaltung seien nicht erfüllt, erklärt die Große Moschee die Entscheidung. Dieser seien Gespräche mit der Polizei vorausgegangen. Die Kundgebung zur Zeit des Freitagsgebets sollte unter dem Motto stehen «Wir alle sind Paris» und sich auch gegen eine Gleichsetzung von Islam und islamistischem Terrorismus wenden. 

    Die Große Moschee in Paris kurz nach den Terroranschlägen. Foto: Etienne Laurent/EPA/dpa 


  • Nicht nur in Frankreich, auch im Nachbarland Belgien laufen die Ermittlungen auf Hochtouren: Bei insgesamt neun Razzien im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Paris sollen neun Menschen festgenommen worden sein, meldet die Nachrichtenagentur AP. 


  • Die Hausdurchsuchungen in Belgien standen laut Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit dem Pariser Selbstmordattentäter Bilal Hadfi, der in Belgien lebteHäuser von dessen Freunden und Familienangehörigen wurden durchsucht. Die Untersuchung gegen Hadfi habe bereits Anfang 2015 begonnen, als dieser nach Syrien ausgereist war. Die Aktionen fanden in den Brüsseler Bezirken Molenbeek, Uccle, Jette und Laeken statt.
  • Schwer bewaffnete Soldaten gehören inzwischen zum Straßenbild Brüssels und anderer belgischer Städte. Nach den Terroranschlägen von Paris werden noch mehr Armeeangehörige zum Schutz der öffentlichen Sicherheit eingesetzt, bis zu 520 Uniformierte stehen nun dafür bereit.
  • Blick nach Paris: Der Eiffelturm soll noch bis Ende November in den Farben der französischen Nationalflagge ausgeleuchtet werden, bestätigt das Bürgermeisteramt der Zeitung «Le Figaro».


  • Auch in Deutschland werden weiterhin Gebäude in den französischen Nationalfarben angestrahlt, wie zum Beispiel das Hamburger Thalia Theater.
  • Das Café Carillon war einer der Orte der Terrorangriffe in Paris. Ein Twitter-Nutzer postet ein Foto von einer Nachricht der Besitzer an die Besucher und Angehörigen der Opfer: «All unsere Gedanken gehen an euch, die einen geliebten Menschen verloren haben.»


  • Ich verfluche und verdamme diese Terroristen, die aus der Religion hervorgehen, der auch ich angehöre und die ich verehre.

    Der türkische Staatspräsident 
    Recep Tayyip Erdogan ruft alle Muslime zu einer gemeinsamen Haltung gegen Terror im Namen des Islams auf. Dabei falle politischen Anführern, Wissenschaftlern und Geistlichen muslimischer Länder eine besondere Aufgabe zu. Erdogan betont aber: Terroristen könnten auch aus anderen Religionen hervorgehen.

    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Foto: Sedat Suna/EPA/dpa
  • Terroristen nutzen Tschechien zum Transit innerhalb Europas - das hat der tschechische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka eingeräumt. Entsprechende Indizien würden den Geheimdiensten vorliegen.  Zuvor hatte die französische Zeitung «Le Monde» berichtet, dass der Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, Islamisten geraten haben soll, über Prag zu reisen, um nicht aufzufallen.
  • «Normalerweise sehen wir am Freitag den 13. Leute im Lotto verlieren, nicht ihr Leben.» So startet der Bericht eines Augenzeugen des Attentats auf den Musikclub «Bataclan»:

    Vincent, Mitarbeiter der NEON France, war am Freitagabend im Bataclan in Paris. Um den Terroristen zu entkommen, versteckt er sich drei Stunden lang in einer Zwischendecke über den Toiletten. Er hat seine Erlebnisse der Nacht in diesem Bericht aufgeschrieben.
    http://blog.neon.de/2015/11/wir-sind-wie-tiere-die-um-ihr-leben-kaempfen/NEONvia Facebook am 17:52

  • Frankreichs Staatspräsident François Hollande bei einer Zeremonie am Donnerstag in Paris.

    Foto: Ian Langsdon/EPA/dpa 

     
  • Die Szene in Wembley, wie 80 000 Briten die Marseillaise singen - wenn man da keine feuchten Augen kriegt, weiß ich nicht, wann man sie kriegt.

    Bundesfinanzminister und CDU-Politiker Wolfgang Schäuble am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Berlin zur Solidaritätsbekundung der englischen Fans, die am Dienstag beim Länderspiel gegen Frankreich im Londoner Wembley-Stadion nach den Pariser Terroranschlägen mit den Gästen die französische Nationalhymne sangen.

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Foto: Olivier Hoslet/EPA/dpa 


  • Paris - für viele ist die Stadt ein Sehnsuchtsort. Nach der Terrorserie am vergangenen Freitag hat sich das für einige verändert. Viele Bewohner haben Angst - und manch einer denkt sogar darüber nach, aus der Stadt zu «flüchten»: 


  • Der französische Premier Manuel Valls spricht im französischen Radio: Er sagt, man wisse, dass die Terrormiliz IS Senfgas in Syrien eingesetzt hat. «Das Risiko ist real.»


  • Kurz zuvor wurde bekannt, dass Frankreichs Präsident François Hollande die Luftschläge gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak ausweiten will. Die Anweisungen für die Intensivierung der laufenden Militäraktionen hat der Staatschef dem Élyséepalast zufolge bei einer Sitzung des Sicherheitskabinetts gegeben. 
    Frankreichs Luftwaffe beteiligt sich seit mehr als einem Jahr an Luftschlägen einer US-geführten Koalition gegen den IS im Irak, seit Oktober fliegen französische Flugzeuge auch Angriffe auf syrischem Gebiet. 

    Ein Kampfflugzeug des französischen Militärs. Foto: Ecpad/Handout/dpa


  • Valls sagt: Man wisse noch immer nicht, wie der mutmaßliche Drahtzieher der Attentate von Paris, Abdelhamid Abaaoud, von Syrien nach Frankreich zurückgekehrt sei. Immerhin wurde er mit internationalem Haftbefehl gesucht. 


  • Nachdem Abdelhamid Abaaoud die Fahnder tagelang in Atem gehalten hat, ist seit heute klar, dass der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Paris bei einer Polizeiaktion ums Leben gekommen ist. Er war einer der meistgesuchten Islamisten Europas und starb gestern zwischen Kugelhagel und Explosionen beim Einsatz eines schwer bewaffneten Spezialkommandos in Saint-Denis bei Paris.
  • Europa ist weit hinterher.

    Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat nach den Terroranschlägen in Paris die Zusammenarbeit bei der Terrorabwehr in Europa mit harschen Worten kritisiert. Polizei und Geheimdienste arbeiteten grenzüberschreitend nicht eng genug zusammen. «Sie informieren sich nicht einmal gegenseitig, wenn sie einen Terrorverdächtigen an der Grenze zurückschicken oder wenn ein Pass gestohlen wird».
  • Schweden will sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass bei der Einreise in die Union biometrische Daten wie der Fingerabdruck kontrolliert werden. 
    Angesichts einer größeren Terrorgefahr verlängert das Land seine ursprünglich wegen der hohen Flüchtlingszahlen eingeführten Grenzkontrollen. Bis zum 11. Dezember müssen Einreisende an der Grenze weiter ihren Pass vorzeigen, wie Regierungschef Stefan Löfven heute in Stockholm erklärte. 
  • Die EU-Staaten wollen bei der Terrorabwehr nach den Attentaten in Paris nun enger kooperieren und die EU-Außengrenzen besser schützen. Auf Bitte Frankreichs debattieren die Innen- und Justizminister der 28 EU-Staaten am Freitag in Brüssel über solche MaßnahmenGeplant ist, dass künftig auch EU-Bürger bei der Ein- und Ausreise in die EU systematisch kontrolliert werden. Dies soll helfen, potenzielle Dschihadisten mit europäischem Pass aufzuspüren. 

    Die Flaggen Europas und Frankreichs wehen auf Halbmast im Wind. 
    Foto: Thalia Engel/dpa 


  • Die verheerende Anschlagsserie in Paris ist nun fast eine Woche her. Der französische Fernsehsender BFM TV hat ein Minutenprotokoll der Geschehnisse am vergangenen Freitagabend erstellt:


  • Die Autorin und «Digital-Anthropologin» Rahaf Harfoush hat analysiert, wie die digitale Welt mit den Anschlägen in Paris umgeht. 

    Den Tag der Attentate (Freitag) teilt sie in die Phase der ersten Aufmerksamkeit ein, in der die ersten Hashtags zu den Ereignissen entstehen. Die zweite Phase ist die des Informationsflusses - auch die Mainstream-Medien berichten. Mittlerweile befinden wir uns in der fünften Phase, die man auch Phase der allmählichen Normalisierung nennen könnte. Profilbilder werden zurückgetauscht, andere Nachrichten bekommen mehr Aufmerksamkeit.

    Screenshot: Auszug aus dem Artikel von Rahaf Harfoush «Paris Under Attack: Digital Culture in Times of Crisis» 


  • Am Stade de France, wo sich am Freitag drei Selbstmordattentäter in die Luft sprengten, gab es am Abend eine Gedenkveranstaltung. Teilnehmer befestigten weiße Rosen am Zaun des Stadions:

     Einer der Tatorte der Terroristen von Paris: Das Stade de France. 
    Foto: Christophe Petit Tesson/EPA/dpa

  • Der heutige Tag war wieder ereignisreich. Das Wichtigste im Überblick: 

    · Der Ausnahmezustand in Frankreich wird voraussichtlich bis Ende Februar verlängert. Die Nationalversammlung verabschiedet in Paris mit überwältigender Mehrheit ein entsprechendes Gesetz.
     
    · Der Pariser Staatsanwalt teilt mit, dass der als mutmaßlicher Drahtzieher der Anschläge
    von Paris gesuchte Abdelhamid Abaaoud
    bei der Polizeiaktion nördlich der
    französischen Hauptstadt am Mittwoch
    getötet worden ist.
     Weiter geht die Suche nach Salah Abdeslam, dem Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris. 

    · Im Großraum Brüssel werden mehrere Verdächtige bei Razzien zu Verhören mitgenommen. Die belgische Nachrichtenagentur Belga spricht von neun Festnahmen. 

    · In Deutschland wird diskutiert, ob die Sicherheitsbehörden auf einen möglichen Anschlag ausreichend vorbereitet sind. 
  • Nach Russland legt nun auch auch Frankreich eine UN-Resolution zur Unterstützung des Kampfes gegen die IS-Terrormiliz vor. Das Entwurfspapier, das den 15 Mitgliedern des Gremiums übermittelt wurde, verurteilt die jüngsten Terroranschläge des IS unter anderem in Paris und ruft zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen gegen den Terror auf. Frankreich hoffe, dass die Resolution so bald wie möglich verabschiedet werden könne, so ein Sprecher der französischen UN-Vertretung. Auch der britische Botschafter und derzeitige Sicherheitsratsvorsitzende Matthew Rycroft zeigt sich zuversichtlich. «Die Franzosen haben den Entwurf extra auf die Aspekte fokussiert, bei denen es Einheit gibt.»
  • Heute beraten die EU-Staaten auf Bitten Frankreichs über verstärkte Maßnahmen zur Terrorabwehr und besseren Schutz der EU-Außengrenzen. Bei dem Treffen der 28 Innen- und Justizminister in Brüssel geht es auch um die geplante Speicherung persönlicher Daten von Flugreisenden in Europa, strengere Auflagen für den Waffenschmuggel und Maßnahmen gegen die Terrorismusfinanzierung. Geplant ist, dass künftig auch EU-Bürger bei der Ein- und Ausreise in die EU systematisch kontrolliert werden. Dies soll helfen, potenzielle Dschihadisten mit europäischem Pass aufzuspüren. Für Deutschland nehmen Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Bundesjustizminister Heiko Maas teil.

     Thomas De Maiziere (l.) und Heiko Maas. Foto: Rainer Jensen, dpa/Archiv
  • In Belgien bleibt die Terrorwarnstufe weiterhin unverändert. Die Regierung hatte nach den Terrorattacken in Paris die Warnstufe auf den Wert Drei angehoben - die Skala hat insgesamt vier Stufen. Einzelne Sicherheitsmaßnahmen sollten aber noch verbessert werden. Details dazu blieben zunächst offen. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga unter Verweis auf den nationalen Sicherheitsrat. Nach Informationen des öffentlichen Senders VRT sollen die Patrouillen von Polizei und Armee verstärkt werden. 

    Die Polizei ist nach Informationen der Zeitung «Gazet van Antwerpen» weiter auf der Suche nach einem Familienangehörigen der Cousine des Terrorverdächtigen Abdelhamid Abaaoud. Bei der Cousine könnte es sich um die Frau handeln, die sich bei einem Polizeieinsatz in Saint-Denis nördlich von Paris in die Luft gesprengt hatte. Die Polizei befürchte, dass der Mann, der unauffindbar sei, sich rächen wolle. Eine offizielle Bestätigung für die Suche war zunächst nicht zu erhalten.
  • Die Bedrohung ist immer noch da.

    Frankreichs Premier Valls warnt vor weiteren Attentaten. Man könne sich vorstellen, dass noch weitere Personen oder Gruppen aktiv sind, die direkt mit den Anschlägen vom vergangenen Freitag in Verbindung stehen, so der Ministerpräsident gestern Abend im Gespräch mit dem TV-Sender France 2.
  • Mit einer zentralen Zeremonie um 27. November will Frankreich der Opfer gedenken. Zu den Feierlichkeiten wird auch Präsident François Hollande erwartet, berichtet der französische Sender Europe 1. Das Gedenken ist demnach im Invalidendom von Paris geplant, der meist für solche Zeremonien in Frankreich genutzt wird.
  • Die große Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland für angemessen. Neun von zehn Befragten (91 Prozent) sehen das so, lediglich 5 Prozent befürchten eine zu starke Beeinträchtigung ihrer Grundrechte, wie aus dem veröffentlichten ARD-«Deutschlandtrend» hervorgeht. Eine direkte Beteiligung Deutschlands an Kampfeinsätzen gegen die IS-Terrormiliz ist hingegen umstritten. 52 Prozent sind laut Umfrage dagegen, 41 Prozent dafür.

    Vermummter Polizist auf dem Gelände des Flughafens in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessle, dpa
  • Es herrscht weiter Uneinigkeit über die Konsequenzen für den Sicherheitsapparat in Deutschland. «Gesetzesverschärfungen, wie die Union sie fordert, schaffen keine völlige Sicherheit», sagt SPD-Vize Ralf Stegner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bundesjustizminister Heiko Maas bekräftigt im Interview der Deutschen Welle, er wolle «nicht den Eindruck vermitteln, dass wir ein Gesetz verändern und damit ist die Lage in Deutschland sicherer». Entscheidend sei, «wie wir mit dem vorhandenen Personal und der Organisation die Gefahren, die es gibt, bekämpfen». 

    Entsprechende Forderungen kommen vor allem aus der CSU und sind auch in der Union umstritten.
    Aus Sicht von CDU-Vizechefin Julia Klöckner haben die Anschläge zwar offenbart, welche Defizite es gebe und was verbessert werden müsse. «Neue Gesetze zählen allerdings erst einmal nicht dazu, zumal wir im europäischen Vergleich bereits relativ strikte Anti-Terror-Gesetze haben», sagt sie dem RND.
  • Einer der Drahtzieher der Terroranschläge, Abdelhamid Abaaoud, ist am Abend der Attacken in einer Metrostation östlich der französischen Hauptstadt gefilmt worden. Der Sender BFMTV veröffentlichtein Bild, das den 28-Jährigen um 13. November in der Metro-Station Croix de Chavaux in Montreuil zeigen soll.

    Nach Informationen des Senders France Info wurde Abaaoud von einer Kamera der Verkehrsgesellschaft RATP erfasst, als er um 22.14 Uhr die Metro-Station betrat. Kurz zuvor waren Cafés und Restaurants im Osten von Paris attackiert worden. 


  • Zwei bewaffnete Männer haben das Luxushotel Radisson in Malis Hauptstadt Bamako überfallen und halten dort 170 Menschen als Geiseln. 140 davon seien Gäste. Zudem hielten die Angreifer auch 30 Angestellte in ihrer Gewalt, teilt die Hotelgruppe Rezidor mit. 

    Das Radisson hat 180 Zimmer. Es ist bei Diplomaten beliebt und zum Beispiel auch das Hotel für Mitarbeiter der Air France, die nach Bamako kommen. Nach Angaben eines Mitglieds des Hotel-Sicherheitsteams nutzten die Angreifer einen Wagen mit diplomatischen Kennzeichen, um Zugang zum normalerweise sehr gut gesicherten Radisson Hotel in Bamako zu erhalten. Es waren Schüsse zu hören. Sicherheitskräfte riegelten das Hotel weiträumig ab.
  • In der von der Polizei in Saint-Denis erstürmten Wohnung der Terroristen von Paris ist eine dritte Leiche entdeckt worden. Das gibt die Staatsanwaltschaft bekannt. 
  • Sky News berichtet von zehn bewaffneten Geiselnehmern in Mali.


  • Bamako ist die Hauptstadt Malis.


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