Der Kampf gegen den IS-Terror
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Der Kampf gegen den IS-Terror

Wir halten Sie über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen im internationalen Kampf gegen den Terror des Islamischen Staats auf dem Laufenden.

  • Nun ist auch bekannt, dass unter den mindestens acht deutschen Todesopfern auch drei Sachsen sind. Das sei «traurige Gewissheit», sagt Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Die übrigen deutschen Todesopfer waren Touristen aus Hessen, Berlin, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.
  • Die türkischen Behörden gehen nach vorläufigen Erkenntnissen davon aus, dass es sich bei allen zehn Todesopfern des Terroranschlags von Istanbul um Deutsche handelte. Zwei noch nicht endgültig identifizierte Tote seien nach vorläufigen Ermittlungen ebenfalls Bundesbürger gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus türkischen Regierungskreisen. «Wir glauben, dass auch die anderen beiden Toten Deutsche sind.» Das hätten polizeiliche Ermittlungen ergeben. Die medizinischen Untersuchungen seien aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Bislang war die Nationalität von zwei der zehn Todesopfern unklar.
  • «Nach bisherigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise darauf vor, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war», sagt de Maizière. Er kündigt an, im Laufe des Tages die Verletzten aus Deutschland im Krankenhaus zu besuchen. Die Pressekonferenz der beiden Minister ist beendet. 

    Foto: Deniz Toprak, epa/dpa 
  • Nach dem Anschlag hat die türkische Polizei ihr Vorgehen gegen die IS-Terrormiliz im Land verschärft. Die Nachrichtenagentur DHA meldet, im zentralanatolischen Konya seien vier mutmaßliche IS-Angehörige verhaftet worden. Ihnen werde vorgeworfen, der Terrormiliz Kämpfer zugeführt und diesen beim Grenzübertritt nach Syrien geholfen zu haben. 

    Bei einer Polizeioperation gegen den IS im südtürkischen Antalya seien drei verdächtige russische Staatsbürger festgenommen worden, meldet DHA. Sicherheitskräfte hätten bei einer Durchsuchung Dokumente und Datenträger beschlagnahmt. Im westtürkischen Izmir wurden den Angaben zufolge sechs Verdächtige festgenommen und Waffen beschlagnahmtOb die Verhaftungen und Festnahmen in direktem Zusammenhang mit dem Anschlag von Istanbul stehen, bleibt unklar. 
  • Der innenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Stephan Mayer, sieht keine veränderte Sicherheitslage in Deutschland durch den Anschlag von Istanbul. Die Bedrohung für die Bundesrepublik sei schon vor diesem Attentat groß gewesen, erklärt er. Es gebe nach wie vor Grund zur Achtsamkeit, aber keinen Grund zur Panik.
  • Papst Franziskus ruft zum Gebet für die Opfer auf: «Gott, der Barmherzige, gebe den Verstorbenen ewigen Frieden, den Hinterbliebenen Trost, der ganzen Gesellschaft solidarische Entschlossenheit, und er bekehre die Herzen der Gewalttätigen», sagte das katholische Kirchenoberhaupt laut Radio Vatikan nach seiner Generalaudienz.

    Foto: Bernd Weissbrod, dpa/Archiv 
  • Terror in der Türkei: Immer öfter gibt es Anschläge im Land zwischen Orient und Okzident: 

    Grafik: J. Reschke
  • Vor dem Selbstmordattentat hat der türkische Geheimdienst MIT einem Medienbericht zufolge vor Terrorangriffen unter anderem auf Touristen im Land gewarnt. Die Zeitung «Hürriyet» berichtet, die Hinweise vom 17. Dezember und 4. Januar seien an Sicherheitsbehörden im ganzen Land gegangen. In den Warnungen habe es geheißen, Selbstmordattentäter des IS seien ins Land eingedrungen. 

    Sie könnten nach Istanbul oder Ankara weitergereist sein oder auch über die Türkei in andere europäische Länder ziehen. «Hürriyet» berichtet, in der Warnung heiße es, der IS plane Selbstmordanschläge «auf in der Türkei lebende Nichtmuslime, Ausländer, Tourismusregionen, von ausländischen Besuchern stark frequentierte Orte oder auf Botschaften und Konsulate der entsprechenden Länder und auf NATO-Einrichtungen im Land».


  • Die Zahl der bei dem Terroranschlag in Istanbul getöteten Deutschen hat sich auf zehn erhöht. Das teilt das Auswärtige Amt mit. 
  • Die Bundeswehr bietet einen Rücktransport der Opfer nach Deutschland an. Neben den sterblichen Überresten der Getöteten könnten die Schwerverletzten in einem speziellen Lazarett-Airbus der Streitkräfte ausgeflogen werden, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Er bestätigt damit Informationen von Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Ebenso werde derzeit geprüft, bei Bedarf Angehörige mit Flugzeugen der Flugbereitschaft nach Istanbul zu bringen, sagte der Sprecher. Vorbereitet werde auch eine psychologische Betreuung der Angehörigen. Die Entscheidung, welche Maßnahmen die Bundeswehr durchführt, wird nach Angaben des Ministeriums in Kürze im Krisenstab getroffen.
  • Die drei in der Türkei festgenommenen russischen Staatsbürger sind Moskauer Sicherheitskreisen wegen ihrer Kontakte zu Terrorgruppen bekannt. Es gebe Informationen, dass sie Verbindung zu ausländischen terroristischen Gruppierungen gehabt hätten oder sogar Mitglied gewesen seien. Das sagte ein Behördenvertreter der Agentur Interfax. Einer der Männer werde mit russischem und internationalem Haftbefehl gesucht. Die zwei anderen hätten Russland vor Jahren verlassen, um sich in Nahost als Terroristen ausbilden zu lassen. Nach dem Anschlag von Istanbul hatte die türkische Polizei bei Anti-Terror-Einsätzen die drei Russen im Badeort Antalya festgenommen.
  • Besuch bei den Verletzten: Türkeis Premier Davutoglu (r.), seine Frau, und Bundesinnenminister De Maiziere in einem Istanbuler Krankenhaus.  

    Foto: Hakan Göktepe, epa/dpa
  • Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat den Deutschen sein Beileid ausgesprochen. Rivlin habe mit seinem deutschen Amtskollegen Joachim Gauck telefoniert, teilt sein Sprecher mit. «Wir fühlen nach dem Tod Ihrer Bürger im Herzen mit Ihnen und dem deutschen Volk», sagte Rivlin den Angaben zufolge.
  • Große Anteilnahme für die Terroranschläge mit zehn deutschen Todesopfern auch in Frankfurt am Main. Die achtjährige Alina und der hessische SPD-Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel entzünden auf dem Paulsplatz Kerzen während einer Gedenkveranstaltung. 

    Foto: Frank Rumpenhorst, dpa 
  • Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier bestätigt, dass bislang keine Hinweise darauf vorliegen, dass gezielt eine deutsche Gruppe in Istanbul angegriffen wurde. 

  • Mindestens 250.000 Menschen sind nach Angaben von Menschenrechtlern in Teilen der ostsyrischen Stadt Dair as-Saur von der IS-Terrormiliz eingeschlossen. Die Dschihadisten verhinderten, dass Nahrungsmittel und Medizin in die von Regimetruppen gehaltenen Gebiete vordringen, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Preise für diese Güter seien in der Enklave daraufhin in astronomische Höhen geklettert. Auch dürften Personen die Stadtteile nicht verlassen. Dair as-Saur und die gleichnamige syrische Provinz stehen mit Ausnahme dieser Areale unter Kontrolle des Islamischen Staates. Die Belagerung Dair as-Saurs begann vor etwa einem Jahr.
    • UPDATE
    Der syrische Selbstmordattentäter von Istanbul ist nach Angaben der türkischen Regierung als Flüchtling in die Türkei eingereist. Das bestätigt Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Der Attentäter sei nicht als Terrorverdächtiger unter Beobachtung gestanden, so der Regierungschef. Die Zahl der im Zuge der Ermittlungen zum Anschlag Festgenommenen erhöhte sich nach Regierungsangaben auf fünf. Heute sei es zu vier weiteren Festnahmen gekommen, erklärt Davutoglu. 

    Der Regierungschef sagte, die Verbindung des Attentäters zur IS-Terrormiliz sei erwiesen. Er äußert aber den Verdacht, dass andere «Akteure» den IS als «Subunternehmer» für den Anschlag instrumentalisiert hätten. Wer das sein könnte, werde mit Hochdruck untersucht. Davutoglu wirft dem syrischen Regime außerdem vor, «auf schmutzige Weise» mit dem IS zusammenzuarbeiten. Er setzte das aber nicht in direkten Bezug zu dem Anschlag von Istanbul.


  • Bundeskanzlerin Merkel spricht den Angehörigen der zehn getöteten Deutschen ihr Mitgefühl aus. «Ich trauere um unsere Landsleute», sagt Merkel bei einer Veranstaltung des Walter Eucken Instituts am in Freiburg. «Wir denken voller Anteilnahme an die Familien, denen mit dem Verlust eines geliebten Menschen unendlich viel Leid zugefügt worden ist.» Deutschland dürfe sich dem Terrorismus auch nach tödlichen Angriffen nicht geschlagen geben. «Ziel des internationalen Terrorismus ist es, unser freies Leben in freien Gesellschaften anzugreifen», erklärt die Kanzlerin. Dies werde nicht gelingen. «Das freiheitliche Leben ist stärker als der Terror.»

    «Unsere Entschlossenheit, gemeinsam gegen den Terror vorzugehen und unsere Freiheit werden sich gegen den Terror durchsetzen. Davon bin ich überzeugt»: Angela Merkel. Foto: Patrick Seeger, dpa  
  • Der Attentäter von Istanbul ist nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière durch Personaldokumente von den türkischen Sicherheitsbehörden identifiziert worden. «Man hat diesen Mann insoweit identifiziert, dass es ein Personaldokument gibt, aber ob dieses Personaldokument zu diesem Mann gehört, ist alles noch Gegenstand der Aufklärung», so de Maizière in den ARD-«Tagesthemen». Der CDU-Politiker betont zugleich, Deutsche sollten trotz des Terroranschlags auch in Zukunft in die Türkei reisen. Die türkischen Sicherheitsbehörden seien gut aufgestellt und wachsam, erklärt der Minister, «aber auch hier gibt es keine Garantie gegen den Terrorismus. Wir haben fünf Millionen Touristen, die in die Türkei gehen, wir haben Millionen von türkischstämmigen Menschen, die in Deutschland leben. Da sind wir wirklich Partner und da sollten wir entschlossen dem Terrorismus die Stirn zeigen und nicht zurückweichen.»
  • Im Kampf gegen die IS-Terrormiliz werden sich die Verteidigungsminister sieben beteiligter Länder, darunter auch Deutschlands, Mitte kommender Woche zu Beratungen treffen. US-Verteidigungsminister Ashton Carter kündigte in einer Rede in Fort Campbell an, er werde mit seinen Kollegen aus Deutschland, Frankreich, Australien, Italien, den Niederlanden und Großbritannien sprechen. Das Pentagon bestätigt für den 20. Januar ein Treffen in Paris, nannte aber keine weiteren Details.
  • Das Bundesinnenministerium befürchtet einem Medienbericht zufolge Anschläge in Deutschland nach dem Muster der Pariser Terrorserie vom November. «Deutschland ist erklärtes und tatsächliches Ziel dschihadistisch motivierter Gewalt», zitiert die «Bild»-Zeitung aus einem vertraulichen Bericht des Ministeriums zur Sicherheitslage. Als das wahrscheinlichste Szenario gelten demnach «multiple, teilweise über mehrere Tage zeitversetzte, Anschläge gegen verschiedene Zielkategorien» mithilfe von Schusswaffen, unkonventionellen Sprengsätzen und Brandbomben. Als mögliche Täter sieht das BMI laut Bericht «Einzeltäter oder autonom agierende Gruppen», wobei die größte Gefahr von aus Syrien zurückgekehrten Kämpfern ausgehe. 

    Polizisten in München vor dem Hauptbahnhof: In der Silvesternacht gab es einen Terroralarm in der bayerischen Landeshauptstadt. Foto: Sven Hoppe, dpa/Archi
  • Der CDU-Innenexperte Clemens Binninger fordert bei der Terrorbekämpfung eine bessere und schnellere Zusammenarbeit in Europa. «Vieles liegt da im Argen. Wir haben da eine Bedrohung, wie wir sie noch nie hatten», erklärt er im ARD-«Morgenmagazin». Staaten müssten auch bereit sein, operative Kompetenzen an Europa abzugeben. Außerdem müssten sie ihre Informationen über Terrorverdächtige auch in die entsprechenden Datenbanken einspeisen. «Mein Eindruck ist, dass viele Nationalstaaten noch auf ihren Daten sitzen», kritisiert Binninger.
  • Die türkische Polizei hat nach dem Selbstmordanschlag auf eine deutsche Reisegruppe in Istanbul zwei weitere Verdächtige festgenommen. Damit steige die Gesamtzahl der Festnahmen auf sieben, teilt Innenminister Efkan Ala. Die türkische Regierung macht die IS-Terrormiliz für die Tat verantwortlich, die sich bislang aber nicht dazu bekannt hat.
  • Die IS-Terrormilz hat sich zu dem Anschlag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta bekannt. Kämpfer des IS hätten ausländische Bürger und Sicherheitskräfte angegriffen, meldet die als Sprachrohr der Extremisten geltenden Nachrichtenagentur Al-Amak im Internet. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Bei dem Anschlag mit mehreren Explosionen und Schusswechseln kamen nach Angaben der Stadtverwaltung mindestens sieben Menschen ums Leben, darunter vier Attentäter. Mindestens ein Deutscher wurde verletzt. 
  • Karte von Jakarta mit Lokalisierung des Anschlags:

    Grafik: D. Dytert
  • Ein niederländischer UN-Mitarbeiter ist bei dem Anschlag in Jakarta schwer verletzt worden. Das bestätigt ein Sprecher des Außenministeriums in Den Haag. Der niederländische Radiosender NOS hatte zunächst berichtet, dass der Mann getötet worden sei. Das Außenministerium rief Niederländer in Jakarta auf, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. 
  • Eine schwer bewaffnete Anti-Terror-Polizei hat ihren Einsatz in Jakarta beendet. Das teilt die Polizei nach stundenlanger Krisenlage mit. Gerüchte, dass sich Attentäter in Gebäuden verschanzten und womöglich Geiseln festhielten, bestätigen sich nicht. Die Polizei spricht von vier Attentätern, der Minister für Sicherheitsfragen von fünf. Die Attentäter hatten am frühen Morgen mitten im Zentrum der Millionenstadt mehrere Detonationen ausgelöst. Sie lieferten sich anschließend mit der Polizei eine Schießerei.


  • Der Anschlag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta geht nach Angaben der Polizei auf das Konto von Sympathisanten der IS-Terrormiliz. «Dieses Netzwerk hat Verbindungen zum IS», sagt der Polizeichef der Millionenmetropole, Tito Karnavian. «Der IS hat Zellen in Südostasien, auch in Indonesien.»
  • Die Zahl der islamistischen «Gefährder» in Deutschland ist weiter gestiegen. Inzwischen stufen die Sicherheitsbehörden 446 Personen aus der Islamisten-Szene so ein, wie eine Sprecherin des Bundeskriminalamts auf dpa-Anfrage erklärt. Das heißt, diesen Personen trauen Polizei und Geheimdienste potenziell zu, dass sie einen Terrorakt begehen könnten. Die Zahl ist so hoch wie nie zuvor. Zum Teil sind auch Rückkehrer aus Kampfgebieten in Syrien und im Irak darunter. Mehr als 780 deutsche Islamisten sind bislang dorthin ausgereist - ein Drittel von ihnen ist inzwischen wieder in Deutschland.
  • Nach dem tödlichen Selbstmordanschlag auf eine deutsche Reisegruppe in Istanbul will die Türkei die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen. Das sei auf einem Sondertreffen von Regierungschef Ahmet Davutoglu mit Verantwortlichen entschieden worden, berichtet die Nachrichtenagentur DHA. Konkret werde auf belebten Plätzen die Polizeipräsenz erhöht. Es solle zudem Überwachungstechnik eingesetzt werden. An dem Treffen hätten unter anderem Innenminister Efkan Ala, der Istanbuler Gouverneur Vasip Sahin und Mitglieder des Geheimdienstes teilgenommen.
  • Die türkische Armee greift nach Regierungsangaben Stellungen der IS-Terrormiliz in den Nachbarländern Irak und Syrien an. Dabei seien 200 IS-Anhänger getötet worden, sagt der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Die Artillerie-Angriffe seien in den letzten 48 Stunden erfolgt. Bestätigungen aus Syrien und dem Irak gab es zunächst nicht. 


  • Französische Ermittler haben den Terroristen identifiziert, der sich wenige Tage nach den Pariser Anschlägen in einer Wohnung in Saint-Denis in die Luft gesprengt hatte. Es handele es sich um den 24-jährigen Chakib Akrouh, teilt die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Er sei in Belgien geboren und habe die belgische und die marokkanische Staatsbürgerschaft. Seine Identität wurde anhand des Vergleichs von am Tatort gefundenen DNA-Spuren mit dem genetischen Profil von Akrouhs Mutter ermittelt. 
  • Grafik: R. Mühlenbruch/A. Brühl/S. Stein/K. Dengl, dpa-infografik 
  • Russland und Syrien haben erstmals einen gemeinsamen Kampfeinsatz gegen den IS geflogen. Ein Angriff russischer Jets vom Typ Suchoi Su-25 sei von MiG-29-Jägern der syrischen Luftwaffe unterstützt worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag mit. Demnach wurden die beiden russischen Bomber während des Einsatzes am Donnerstag von zwei syrischen Kampfjets abgesichert. Zuvor hatten syrische Piloten die russische Basis Hamaimim besucht, um den Einsatz zu koordinieren. Moskau ist ein enger Partner des Regimes in Damaskus und fliegt seit Ende September Luftangriffe im Bürgerkriegsland Syrien.
  • Die Zahl der Islamisten, die aus Deutschland nach Syrien oder in den Irak ausreisen und sich der Terrormiliz IS anschließen, nimmt nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) ab. «Die Ausreisewelle wird flacher», sagt BKA-Chef Holger Münch im ARD-«Morgenmagazin». Die Sicherheitsbehörden wüssten von mehr als 780 radikalen Islamisten, die bislang aus Deutschland in die Region ausgereist sind. Nicht alle hätten das Ziel, an Kampfhandlungen teilzunehmen. Ein Drittel davon sei wieder zurück. «Wir müssen ganz genau hinschauen, wer davon ist desillusioniert, vielleicht einer, der nicht mehr ein Problem darstellt? Und wer ist ein Problem?», sagt Münch.
  • Deutschland sollte nach Ansicht des türkischen Vize-Regierungschefs Mehmet Simsek sein militärisches Engagement in Syrien verstärken. «Wir können den Terror nur gemeinsam besiegen», sagte er der «Welt» mit Blick auf den Kampf gegen den IS. Doch auch in anderen Bereichen müsse mehr getan werden. «Wenn Deutschland und andere den Flüchtlingsstrom beenden wollen, müssen sie den Einsatz von Fassbomben durch die syrischen Streitkräfte beenden und die russischen Bombardements gegen die syrische Opposition», sagt Simsek und warnte vor einem noch größeren Flüchtlingsstrom aus dem Bürgerkriegsland. «Wenn morgen die Großstadt Aleppo fällt, dann bedeutet das wieder Millionen Flüchtlinge.»
  • Einen Tag nach dem Vormarsch der IS-Terrormiliz östlich der Stadt Tikrit haben irakische Regierungskräfte nach eigenen Angaben das verlorene Gebiet zurückgewonnen. Armee und Verbündete hätten die Region um den Ort Tall Kasiba wieder unter Kontrolle gebracht, erklärte ein hoher Polizeioffizier. Dort liegt unter anderem eine Verbindungsstraße zwischen den beiden wichtigen Städten Tikrit und Kirkuk.

    Die Sunnitenmiliz Islamischer Staat war zuvor bei einer lange vorbereiteten Großoffensive aus mehreren Richtungen auf Tikrit vorgerückt. Armee und schiitische Milizen hatten die Stadt rund 170 Kilometer nördlich von Bagdad im März vom IS zurückerobert. Es war eine der schwersten Niederlagen für die Extremisten im Irak, die noch immer große Teile des Landes beherrschen.


    Irakische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben das Gebiet östlich der Stadt Tikrit wieder unter Kontrolle gebracht. Foto: Stringer, dpa/Archiv/Symbolbild


  • Der Islamist, der sich nach den Pariser Anschlägen in einer Wohnung in Saint-Denis in die Luft gesprengt hatte, wurde in Belgien per Haftbefehl gesucht. Chakib Akrouh sei im Juli 2015 wegen der Beteiligung an Aktivitäten einer Terrorgruppe in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

    Der 25-Jährige sei im Januar 2013 über die Türkei nach Syrien gereist und habe sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen. Französische Ermittler gehen davon aus, dass Akrouh an den Anschlägen vom 13. November beteiligt war.
  • Bei dem Anschlag auf ein Restaurant und Hotel in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou wollen die mutmaßlichen Täter mehr als zwei Dutzend Menschen getötet haben. Die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM) schrieb nach Angaben der US-Organisation Site, die Dschihadisten-Propaganda analysiert, von 30 getöteten «Kreuzzüglern». Ein Krankenhausmitarbeiter hatte gesagt, es seien rund 20 Menschen bei der Attacke in dem westafrikanischen Land getötet worden.

    Die Täter hatten am Freitagabend zunächst in einem Restaurant das Feuer eröffnet und danach Geiseln in einem nahegelegenen Hotel genommen. Wieviele Menschen die Attentäter in ihre Gewalt bringen konnten, war auch Stunden nach Beginn des Angriffs im Geschäftszentrum von Ouagadougou unklar. Am Morgen kursierten in der Stadt Informationen, dass zahlreichen Geiseln die Flucht aus dem bei Ausländern beliebten Hotel geglückt sei. Laut Frankreichs Botschafter in Burkina Faso, Gilles Thibault, begannen Sicherheitskräfte noch in der Nacht mit einer Stürmung.

    Nach dem Angriff sichern Soldaten eine Straße in  in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou. Foto: Stringer/epa
  • Der Sender CNN hat ein Video veröffentlicht, das einen Angriff auf ein Geldlager des IS im irakischen Mossul zeigen soll. Das amerikanische Verteidigungsministerium hatte zuvor von einem solchen Angriff berichtet. Wie viel Geld sich genau in dem Lager befand, verriet das Pentagon aber nicht. In der tonlosen Videosequenz ist die Bombardierung eines Gebäudes zu sehen, nach der eine Wolke kleiner Fetzen durch die Luft gewirbelt wird, bei denen es sich um Geldscheinreste handeln könnte. «Es war ein guter Angriff. Wir schätzen, dass er ISIL um Millionen von Dollar beraubt hat», hatte General Lloyd Austin bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Ashton Carter gesagt. ISIL ist eine andere Bezeichnung für die Terrormiliz.
  • Die Sicherheitskräfte in Burkina Faso haben das von mutmaßlichen islamistischen Terroristen in ihre Gewalt gebrachte Luxushotel gestürmt und 126 Geiseln befreit. Drei Angreifer seien tot und 33 der Geiseln verletzt, sagte Innenminister Simon Compaoré am Samstag. 
  • Etwa 800 Briten sind in den vergangenen Jahren nach Syrien gereist, um sich dort dem IS und anderen Dschihadisten anzuschließen. Etwa die Hälfte sei seit 2012 nach Großbritannien zurückgekehrt, sagt Außenminister Philip Hammond. Zugleich seien im gleichen Zeitraum etwa 600 Briten beim Versuch nach Syrien zu reisen gefasst worden, sagt Hammond nach Angaben der Nachrichtenagentur Press Association bei einem Besuch in der Türkei. Westliche Geheimdienste befürchten, dass zurückkehrende Dschihadisten Anschläge in ihren Heimatländern begehen könnten.
  • Bei dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag auf ein Restaurant und ein Luxushotel in Burkina Faso sind nach Angaben des französischen Botschafters 27 Menschen ums Leben gekommen. Drei Angreifer seien getötet worden, erklärt Gilles Thibault über seinen Twitter-Account. Rund 150 Überlebende aus 18 verschiedenen Ländern würden derzeit von den Behörden in der Hauptstadt Ouagadougou betreut, erklärt er weiter. Es sei bislang nicht klar, aus welchen Ländern die Opfer stammten. An der Erstürmung des «Hotel Splendid» und der Befreiung der dortigen Geiseln hatten sich am Morgen auch französische Truppen beteiligt.

    Durch Autobomben zerstörte Autos vor dem bei Diplomaten beliebten «Hotel Splendid». Foto: Wouter Elsen 
  • In Burkina Faso haben mutmaßliche islamistische Extremisten ein westliches Ehepaar entführt. Sie hätten den Arzt und seine Frau in den frühen Morgenstunden bei Djibo nahe der malischen Grenze in ihre Gewalt gebracht, erklärt ein ranghoher Beamter des Innenministeriums. Ersten Angaben zufolge soll es sich um Österreicher handeln, hierzu gab es jedoch widersprüchliche Informationen. 

    Örtliche Medien berichteten, das Paar betreibe seit langem eine Klinik in der Region, was auf ein örtlich bekanntes australisches Paar hindeutete. Es war zunächst nicht klar, ob die Entführung mit dem Anschlag vom Freitagabend in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou in Verbindung stand. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die nördlichen Region Burkinas.
  • Die allgemeine Terrorgefahr in Deutschland wird nach Einschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) lange andauern. «Die Sicherheitslage ist aufgrund der terroristischen Bedrohung sehr angespannt und wird es über Jahre bleiben», sagte BKA-Präsident Holger Münch der «Bild am Sonntag. «Seit 2013 haben sich die Gefährdungshinweise deutlich erhöht. Im vergangenen Jahr hatten wir dreieinhalbmal so viele Hinweise wie zwei Jahre zuvor.» Aktuell gebe es jedoch keinen Hinweis auf einen bevorstehenden Anschlag.

    Münch kritisierte die mangelnde Registrierung von Flüchtlingen: «Selbst bei denen, die wir erfassen, haben wir oft nur ein Lichtbild und Fingerabdrücke und wissen deshalb trotzdem nicht immer, wer sie wirklich sind oder welche Vorgeschichte sie haben. (...).»
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