Der Kampf gegen den IS-Terror
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Der Kampf gegen den IS-Terror

Wir halten Sie über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen im internationalen Kampf gegen den Terror des Islamischen Staats auf dem Laufenden.

  • Der Bundesnachrichtendienst sieht nach Informationen von NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» eine große Bedrohung durch islamistischen Terrorismus. Die Lage sei «für die westliche Staatengemeinschaft heute ungleich gefährlicher» als 2001, im Jahr der Anschläge auf New York und Washington, heißt es in Analysen, die die drei Medien einsehen konnten. Die «Zone der Instabilität» sei «vom Hindukusch in die unmittelbare Nachbarschaft Europas vorgerückt», analysiert der BND den Medien zufolge. Die Zahl der Terrorfreiwilligen aus dem Westen überschreite «alle bisher bekannten Dimensionen».
  • Der Terrorexperte Peter Neumann warnt vor Terroranschlägen «einsamer Wölfe» in Europa. «Es gibt viele enthusiastische Unterstützer des Islamischen Staates (IS), die Europäer sind und die vom IS angestiftet werden, kleine Anschläge zu verüben», sagte Neumann bei der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth. «Ich glaube, diese einsamen Wölfe sind ein Thema, das uns noch viele Jahre begleiten wird.» 
    In Deutschland sei eine nationale Präventionsstrategie gegen den Terrorismus «absolut wichtig», sagt Neumann. Der Terrorexperte begrüßte den Ruf der CSU nach einem solchen Vorbeugungskonzept. «Die Zahlen von möglichen Terroristen sind zur Zeit so hoch, dass selbst gut ausgestattete Sicherheitsbehörden wie in Deutschland schlicht und einfach überlastet sind.» 
  • Die für den 25. Januar geplanten Genfer Friedensverhandlungen für Syrien werden nach Darstellung des US-Außenministers John Kerry nicht vom Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran belastet. «Beide versichern, dass ihr Konflikt die Verhandlungen nicht beeinträchtigen wird», sagt Kerry. 

    Zuvor hatte es vom US-Außenministerium diplomatische Bemühungen in beiden Ländern gegeben. Saudi-Arabien und der Iran, die um eine Vormachtstellung in Nahost streiten, zählen zu den Schlüsselnationen im Bemühen um einen Frieden im syrischen Bürgerkrieg. In dem Krieg unterstützt Teheran die Regierung in Damaskus, während Riad Rebellen fördert. 

    Laut US-Außenminister John Kerry werden die Genfer Friedensverhandlungen nicht vom Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran belastet. Foto: Hans Punz, apa/dpa
  • «Tornado»-Aufklärungsjets der Bundeswehr beginnen heute von der Türkei aus ihren Einsatz gegen den IS in Syrien. In der Anfangsphase sei täglich ein Flug vom türkischen Nato-Stützpunkt Incirlik mit zwei «Tornados» geplant, sagt ein Bundeswehr-Sprecher. Diese Frequenz könne sich später erhöhen.
     
    Ein Bundeswehr-«Tornado» auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald/dpa
  • IS-Kämpfer haben einem Medienbericht zufolge ein Peschmerga-Camp mit türkischen Militärausbildern im Nordirak angegriffen. Die türkische Nachrichtenagentur DHA meldet, 17 IS-Kämpfer seien bei den Gefechten am Lager in Baschika nahe Mossul getötet worden. Türkische Soldaten seien weder verletzt noch getötet worden.
  • Die Sprengstoffgürtel der Attentäter von Paris stammen laut Medienberichten aus Belgien. Ermittler hätten bereits Mitte Dezember eine Wohnung im Brüsseler Stadtbezirk Schaerbeek entdeckt, wo die Gürtel angefertigt wurden, berichteten die Tageszeitung «De Standaard».
  • Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition auf den IS sind im Norden Syriens nach Angaben von Aktivsten acht Kinder und drei Frauen ums Leben gekommen. Das internationale Bündnis habe das Dorf Hasima nördlich der Extremisten-Hochburg Al-Rakka bombardiert, erklärt die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Dort gebe es Kämpfe zwischen dem IS und Kräften, die von den syrischen Kurden geführt werden. Diese wollen auf Al-Rakka vorrücken.
  • Ein IS-Anhänger hat laut Aktivisten in der nordsyrischen Stadt Al-Rakka seine Mutter vor Hunderten Menschen getötet. Die Frau in ihren Vierzigern hatte ihren Sohn zuvor aufgefordert, die Extremisten zu verlassen und mit ihr zusammen zu fliehen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Sie habe ihn davor gewarnt, dass die von den USA geführte internationale Koalition alle IS-Anhänger töten werde. Der 20-Jährige informierte jedoch den IS, der die Frau festnahm.
  • Der IS hat sich zu dem Anschlag auf eine Polizeieinrichtung in Libyen mit 70 bis 80 Toten bekannt. Bei dem Anschlag in Sliten sind auch weit mehr als 100 Menschen verletzt worden, als ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen explodierte. Die «Provinz Tripolis des Islamischen Staates» übernahm die Verantwortung für die Bluttat, wie die Organisation zur Beobachtung terroristischer Aktivitäten Site berichtete.
    • UPDATE
    Bei einem Terrorangriff mit Messern auf ein Touristenhotel in dem bei Deutschen beliebten ägyptischen Badeort Hurghada sind mindestens drei Urlauber verletzt worden. Über die Nationalität der Opfer gbit es unterschiedliche Angaben, berichtet das ägyptische Nachrichtenportal «Al Ahram Online». Den Informationen nach war unter den Verletzten kein Deutscher. Einer der Angreifer wurde von Sicherheitsleuten getötet, der andere schwer verletzt. Zunächst bekannte sich keine Terrorgruppe zu dem Anschlag. In Ägypten kommt es seit Monaten regelmäßig zu Terroranschlägen. Die IS-Terrormiliz hat sich zu zahlreichen Angriffen bekannt.

    Foto: Stringer, epa/dpa 
  • Ein Polizist in Philadelphia ist zum Ziel eines möglicherweise islamistisch motivierten Attentäters geworden. Der Polizeibeamte habe die Attacke mit drei Schüssen in den linken Arm überlebt, teilt der Polizeichef von Philadelphia, Richard Ross, mit. Insgesamt habe der Angreifer mindestens elf Schüsse aus einer gestohlenen Polizeipistole abgefeuert. Der angeschossene Polizist konnte seinerseits die Verfolgung aufnehmen und den Täter mit einem Schuss ins Gesäß stellen. Zur Begründung habe der Angreifer angegeben, die US-Polizei verteidige Gesetze, die nicht im Einklang mit der Lehre des Islam stünden. Er habe sich auch auf den Islamischen Staat berufen und Allah gepriesen.

    Szenen wie in einem Kinofilm: Der Angreifer feuert auf offener Straße mehrere Schüsse ab. Foto: Polizei Philadelphia/dpa
    • UPDATE
    Die Zahl der Todesopfer nach einem russischen Luftangriff im Nordwesten Syriens ist auf 65 gestiegen. Bei dem Beschuss eines Gerichtsgebäudes mit integriertem Gefängnis seien in der Stadt Maarat al-Numan auch 22 Zivilisten getötet worden, teilt die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Auch 14 Gefangene und 23 Mitglieder der radikalislamischen Al-Nusra-Front seien ums Leben gekommen. Al-Nusra ist der syrische Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida. Die Gruppe kontrollierte laut Menschenrechtsbeobachter das Gericht.
  • Ein ranghoher Anführer der IS-Terrormiliz ist nach irakischen Militärangaben bei einem Luftangriff im Westen des Landes getötet worden. Der Vize-Stellvertreter des selbst ernannten IS-«Kalifen» Abu Bakr al-Bagdadi sei in der Stadt Barwana bei einem Angriff der irakischen Luftwaffe ums Leben gekommen, sagte ein Militärsprecher dem US-Sender CNN. Bei dem Toten namens Assi Ali Mohammed Nasser al-Obeidi habe es sich um einen ranghohen Militärkommandeur der Miliz im Westirak und im Osten Syriens gehandelt.
    • UPDATE
    Der vor einem Pariser Polizeirevier erschossene Mann hat nach Behördenangaben in einer Asylbewerberunterkunft in Nordrhein-Westfalen gewohnt. Er lebte in einer Wohnung auf dem Gelände einer Unterkunft in Recklinghausen, wie das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt mitteilt. Einsatzkräfte der Polizei hätten die Wohnung unter Leitung des LKA untersucht. Vorausgegangen seien konkrete Hinweise französischer Sicherheitsbehörden. Der Mitteilung zufolge ergaben sich nach bisherigen Erkenntnissen keine Hinweise auf weitere mögliche Anschläge. Weitere Einzelheiten nannte das LKA zunächst nicht.

    Der Mann war vergangene Woche, dem ersten Jahrestag des Anschlags auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo», auf zwei Polizisten zugelaufen, hatte «Allah ist groß» gerufen und ein Schlachterbeil gezogen. Die Beamten erschossen ihn. Ermittler fanden bei ihm ein Bekenntnis zur IS-Terrormiliz und in seinem Handy eine deutsche Sim-Karte.

    Die Asylbewerberunterkunft in Recklinghausen. Foto: Marcel Kusch, dpa 
  • Die Stadt Recklinghausen will bei der Aufklärung des Falls um den Pariser Angreifer eng mit dem Landeskriminalamt zusammenarbeiten. Mit Bestürzung habe er zur Kenntnis genommen, dass der Mann, zeitweise in einer Recklinghäuser Asylunterkunft gelebt habe, erklärt der Bürgermeister der Stadt, Christoph Tesche. Er sagte den Ermittlungsbehörden seine volle Unterstützung zu. «Sollten wir zur Aufklärung des Sachverhaltes etwas beitragen können, werden wir das selbstverständlich tun».

  • Laut Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hat der Pariser Angreifer außer in Deutschland auch in der Schweiz und Luxemburg aufgehalten haben. Heute sei bekannt, dass er ohne Zweifel tunesischer Herkunft sei und «dass er sich in mehreren Ländern der Europäischen Union aufgehalten haben soll, in Luxemburg, der Schweiz, Deutschland», so Cazeneuve. Auf die Frage, ob der Mann möglicherweise Komplizen gehabt habe, erwidert er in dem Interview mit den Sendern Europe 1 und iTélé sowie der Zeitung «Le Monde»: «Meines Wissens nicht.» Den Aufenthalt in einer deutschen Asylbewerberunterkunft könne er nicht bestätigen, weil er nicht wisse, ob die Informationen zutreffen.

    Der  franzsösische Innenminister Bernard Cazeneuve am vergangenen Donnerstag am Tatort des Geschehens. Foto: Ian Langsdon, epa/dpa/Archiv
  • Der bei einem Angriff auf Pariser Polizisten erschossene Mann ist der deutschen Polizei seit langem bekannt gewesen und war sogar schon inhaftiert. Er habe unter verschiedenen Identitäten Straftaten verübt und eine einmonatige Freiheitsstrafe unter anderem in Heinsberg, Iserlohn und Bochum abgesessen, sagte der Direktor des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen, Uwe Jacob. Unter anderem sei gegen ihn wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, Rauschgifthandel und Körperverletzung ermittelt worden.
  • Angesichts der Ermittlungsdetails zu dem in Paris erschossenen mutmaßlichen Islamisten setzt die Opposition NRW-Innenminister Ralf Jäger unter Druck. «Innenminister Jäger ist ein Problem für die innere Sicherheit», sagte CDU-Landeschef Armin Laschet der «Bild»-Zeitung. Es müsse dringend aufgeklärt werden, wie ein vorbestrafter Anhänger der IS-Terrormiliz in Nordrhein-Westfalen einfach verschwinden konnte. NRW sei seit langem «Wohlfühlzone für Salafisten».

    Steht in der Kritik: Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger. Foto: Federico Gambarini, dpa
  • Vertreter von Polizei, Politik und Geheimdiensten aus über 50 Ländern haben in Den Haag Beratungen über den gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Terrorismus aufgenommen. Der Austausch von Daten müsse verbessert werden, mahnte der niederländische Außenminister Bert Koenders zum Auftakt der eintägigen Konferenz. «Wir müssen Daten über Terroristen miteinander teilen, um zu verhindern, dass sie reisen können», sagte der Minister. Auch Vertreter des Anti-Terrorforums GCTF (Global Counterterrorism Forum) und der Anti-IS-Koalition (Global Coalition to Counter ISIL) nahmen teil.

    Bei dem Treffen in der Zentrale der europäischen Polizeibehörde Europol soll es vor allem um praktische Maßnahmen und Methoden gehen. Terroristen nutzten die modernsten Technologien, betonte der niederländische Minister. «Der internationale Terrorismus ist wie ein Virus, der sich ständig verändert und widerstandsfähiger wird». Die Niederlande, die zur Zeit die EU-Ratspräsidentschaft haben, wollen sich auch für mehr Zusammenarbeit bei der Prävention einsetzen.
  • Die langersehnte Hilfslieferung für Tausende Hungernde ist in der belagerten syrischen Stadt Madaja eingetroffen. Die ersten Lastwagen des Konvois mit insgesamt 330 Tonnen Nahrung und Medikamenten erreichten am Nachmittag den Ort im Westen Syriens, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mitteilt.
  • Die türkische Regierung will syrischen Flüchtlingen im Land nach eigenen Angaben «sehr bald» eine Arbeitserlaubnis erteilen. EU-Minister Volkan Bozkir sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in Ankara, damit solle der anhaltende Zustrom von Migranten aus der Türkei in die EU gebremst werden.
  • Nach einer Messerattacke auf einen jüdischen Lehrer hat die Polizei in Marseille einen 15-Jährigen festgenommen. Der aus der Türkei stammende Kurde habe sich nach seiner Tat auf Allah und den IS berufen, berichtet Staatsanwalt Brice Robin in Marseille. Frankreichs Innenminister Bernards Cazeneuve sprach von einem Einzeltäter, der sich über das Internet radikalisiert habe. Der Lehrer mit einer Kippa, der Kopfbedeckung für männliche Juden, erlitt bei der Attacke auf dem Weg zu seinem Institut leichte Verletzungen.
  • Bei dem mutmaßlichen Terroranschlag in Istanbul sind möglicherweise auch mehrere Deutsche unter den Opfern. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es: «Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass deutsche Staatsangehörige bei der Explosion zu Schaden gekommen sind.» Der Krisenstab des Ministeriums und das deutsche Generalkonsulat in Istanbul bemühten sich «mit Hochdruck» um Aufklärung.

    Für Berichte türkischer Medien, wonach sechs Deutsche verletzt wurden, gab es in Berlin zunächst allerdings keine Bestätigung. Das Auswärtige Amt empfahl deutschen Urlaubern allerdings «dringend», alle Menschenansammlungen in der Millionenstadt zu meiden. Nach Informationen der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu gab es mindestens zehn Tote. 15 weitere Menschen seien verletzt worden.

    Polizisten sichern das Gelände um die Blaue Moschee im Istanbuler Stadtteil Sultanahmet. Foto: Sedat Suna, epa/dpa 
  • Explosion in Istanbul: Karte mit Lokalisierung des Touristenviertel Sultanahmet. Grafik: J. Reschke
  • Die türkische Regierungspartei AKP geht davon aus, dass es sich bei der schweren Explosion im Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet um einen Terroranschlag handelte. «Wir verurteilen den gemeinen Anschlag in Sultanahmet», sagt AKP-Sprecher Ömer Celik. «Wir sprechen denen, die ihr Leben verloren haben, unser Beileid aus. Den Verletzten wünschen wir schnelle Genesung.»
  • Der Anschlag in der türkischen Millionenmetropole Istanbul wurde nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan von einem syrischen Selbstmordattentäter verübt. Das sagte Erdogan am bei einer im Fernsehen übertragenen Ansprache.
  • Unter den zehn Toten des Selbstmordanschlags von Istanbul sind mehrere Ausländer. «Ein großer Teil ist ausländischer Herkunft», sagte Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus bei einem Pressestatement in Ankara. 
  • Bei dem Terroranschlag in Istanbul sind nach Angaben von Außenminister Steinmeier auch Deutsche verletzt und möglicherweise auch getötet worden. «Wir können auch nicht ausschließen, dass Deutsche unter den Todesopfern sind.»
  • Wir sind in großer Sorge, dass auch deutsche Staatsbürger unter den Opfern und Verletzten sein könnten und wahrscheinlich sein werden.
    Kanzlerin Angela Merkel
  • «
    Der internationale Terrorismus zeigt sich heute wieder einmal mit seinem grausamen und menschenverachtenden Gesicht.

    Kanzlerin Angela Merkel in Berlin über den Anschlag in Istanbul.
  • Bei dem Selbstmordanschlag in Istanbul sind nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen mindestens neun Deutsche getötet worden. Das teilt ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, der Deutschen Presse-Agentur mit. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu habe aus diesem Grund Bundeskanzlerin Merkel angerufen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Er habe Merkel sein Beileid und sein Bedauern ausgesprochen. Nach türkischen Angaben wurden insgesamt mindestens 10 Menschen getötet und 15 weitere verletzt.
  • Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu macht die IS-Terrormiliz für den Anschlag von Istanbul verantwortlich. Der Selbstmordattentäter habe der Terrormiliz IS angehört, erklärt Davutoglu. 

    Foto: Sedat Suna, epa/dpa/Archiv
  • Bundespräsident Gauck reagiert bestürzt auf das Selbstmordattentat in Istanbul. Das Staatsoberhaupt teilt in einer vom Präsidialamt verbreiteten Erklärung mit:

    Wieder wurden bei einem hinterhältigen terroristischen Anschlag unschuldige Menschen ermordet, darunter viele Deutsche. Ich bin tief erschüttert und traurig über diese schlimme Nachricht. Mein Mitgefühl und meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. 

  • Bei dem Terroranschlag in Istanbul sind acht Deutsche getötet worden. Dies bestätigt Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
  • Die Kanzlerin zu den deutschen Todesopfern: «Wir können zur Stunde noch nicht wissen, ob es bei dieser Zahl bleibt.»

    Eine sichtlich mitgenommene Kanzlerin. Foto: Soeren Stache, dpa
  • Unter den acht deutschen Opfern sind mehrere Touristen eines Berliner Reiseunternehmens. «Die schrecklichen Ereignisse des heutigen Tages machen uns tief betroffen», erklärt der Geschäftsführer der Lebenslust Touristik GmbH Berlin, Marco Scherer, laut einer Mitteilung. Unklar bleibt zunächst, woher genau die Opfer stammen. Zum Zeitpunkt des Anschlags seien 33 Menschen mit dem Reiseveranstalter in Istanbul unterwegs gewesen, heißt es. Zwei Vertreter der Geschäftsführung seien auf dem Weg nach Istanbul zu der Reisegruppe, heißt es. Für Angehörige wurde eine Hotline mit der Nummer 030 880013039 eingerichtet.
  • Das Statement von Bundeskanzlerin Merkel zum Terroranschlag in Istanbul in voller Länge:

    Video: ARD
    von dpa ∙ live Desk
  • Beileidswünsche von Abdullah Gül, Ex-Präsident der Türkei:

     
     

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  • Frankreichs Präsident Francois Hollande nennt den Istanbul-Angriff einen «abscheulichen Terroranschlag»:


  • Erneut sind unschuldige Menschen Opfer perfider Terroristen geworden, die Menschen weltweit bedrohen. Ich bin entsetzt über diese Tat.

    Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.

    Was in Istanbul passiert ist, unterstreicht, wie dringlich es ist, dass jetzt alle Länder gemeinsam gegen solchen menschenverachtenden Terrorismus vorgehen.

    Kardinal Reinhard MarxVorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
    • UPDATE
    Das peruanische Außenministerium relativiert seine früheren Angaben, wonach eines der Opfer aus Peru stammt. Dafür gebe es bislang keine Bestätigung, teilt das Ministerium mit. Außenministerin Ana María Sánchez hatte zuvor auf einer Pressekonferenz erklärt, unter den zehn Toten sei auch ein Peruaner, der anscheinend als Tourist in die Türkei gereist sei. Die türkische Polizei habe dem peruanischen Honorarkonsul in Istanbul mitgeteilt, dass zwei Leichen noch nicht identifiziert worden seien, heißt es nun. Das peruanische Außenministerium bestätigt, dass eine der 15 Verletzten eine Peruanerin sei.
  • Neue Details zu den deutschen Opfern: Sie waren nach Angaben des Reiseveranstalters Lebenslust Touristik auf einer Drei-Länder-Erlebnisreise und kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Sprecher des Reiseunternehmens, Ingo Leßmann von der sk-medienconsult im Gespräch mit der dpa: «Insgesamt zählte die Reisegruppe 33 Mitglieder. Ein Teil dieser Reisenden hat an einem Gruppenbesuch der Wahrzeichen Istanbuls teilgenommen.» Auf dieser Strecke lag auch der Anschlagsort. Andere Urlauber hätten sich ein individuelles Programm gestaltet.

    Wie viele Reisende an der Gruppenveranstaltung teilgenommen haben, sei noch nicht klar. Die Drei-Länderreise umfasse den Besuch in Istanbul, Dubai und Abu Dhabi. «Die Reisegruppe sollte von Istanbul über Dubai nach Abu Dhabi reisen», so Leßmann. In Istanbul seien die Urlauber am Montag angekommen. Die Weiterreise nach Dubai sei für den morgigen Mittwoch geplant gewesen.
  • Unter den mindestens acht deutschen Todesopfern des Anschlags in Istanbul ist nach Angaben der Potsdamer Landesregierung auch ein Ehepaar aus Brandenburg. Zwei 71 und 73 Jahre alte Eheleute aus Falkensee bei Berlin seien umgekommen, so Regierungssprecher Andreas Beese. Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigt sich zutiefst erschüttert von ihrem Tod. «Hier wurden Unschuldige Opfer sinnlosen Terrors», erklärt Woidke nach Angaben Beeses. Nach Informationen der «Berliner Zeitung» soll unter den Todesopfern auch ein Urlauber aus Berlin sein. Zudem seien eine Frau aus Berlin schwer, ein weiterer Mann aus Berlin leicht verletzt worden, schreibt das Blatt (Online).
  • Unter den mindestens acht deutschen Todesopfern des Anschlags in Istanbul sind auch zwei Männer und eine Frau aus Rheinland-Pfalz. Dies teilen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz mit. Den Informationen der Sicherheitsbehörden zufolge sei zudem eine weitere Frau aus Rheinland-Pfalz verletzt worden. «Unsere Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer. Wir verurteilen diesen abscheulichen Terroranschlag auf das Schärfste», erklärte Dreyer.
  • Nach dem Anschlag von Istanbul ist es einem Medienbericht zufolge im südtürkischen Antalya zu einer Polizeioperation gegen den IS gekommen. Drei verdächtige russische Staatsbürger seien festgenommen worden, meldet die Nachrichtenagentur DHA. Sicherheitskräfte hätten bei einer Durchsuchung Dokumente und Datenträger beschlagnahmt. Ob die Festnahmen in direktem Zusammenhang mit dem Anschlag von Istanbul standen, blieb unklar. Antalya ist eines der beliebtesten Urlaubsziele von Deutschen in der Türkei.
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