Der Kampf gegen den IS-Terror
Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > !#breadcrumb!# >

!#title!#

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Der Kampf gegen den IS-Terror

Wir halten Sie über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen im internationalen Kampf gegen den Terror des Islamischen Staats auf dem Laufenden.

  • Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, sollen die ersten Hinweise auf einen möglichen Terroranschlag bereits vor mehreren Tagen bei den Behörden eingegangen sein. Diese sollen aus Quellen amerikanischer Nachrichtendienste stammen, heißt es. Offenbar sollen die etwa fünf bis sieben Iraker, bewaffnet mit Kalaschnikows, einen ähnlichen Anschlag wie die Paris-Attentate geplant haben. Aus Sicherheitskreisen hieß es, die erste konkrete Warnung sei vom französischen Geheimdienst gekommen. Unklar sei noch, ob die Verdächtigen selbst die Tat verüben wollten oder Helfer gewesen wären.

     
     

    1 von 3


















  • Die Ermittlungen, die die Polizei in der Nacht durchgeführt haben, haben zu keiner Konkretisierung des Terrorverdachts geführt.

    Münchnens Polizeipräsident Hubertus Andrä so eben in der Pressekonferenz in München










  • Der Polizeipräsident Hubertus Andrä sieht die Gefährdungslage nun wieder auf dem Stand von vorher. Die aktuelle Gefahrensituation für München sieht er wieder so wie vor der Warnung an Silvester.

    Andrä steht in der Pressekonferenz Journalisten Rede und Antwort. 
  • Ich empfehle den Menschen, ihr Leben ganz normal zu leben und auf kein Vergnügen zu verzichten.

    Andräs Empfehlung an die Münchner Bevölkerung.
  • Laut Andrä habe die Polizei zu einigen der fünf bis sieben Verdächtigen von ausländischen Geheimdiensten Personalien erhalten. Doch es sei nicht sicher, dass sich diese Menschen in München aufhalten - tatsächlich sei noch nicht einmal gesichert, dass sie überhaupt existierten. Festnahmen gäbe es bislang keine. 
    von Desk bearbeitet von Arrien Pauls, dpa 1/1/2016 10:50:00 AM
  • Alle die wir in München als Gefährder einschätzen, bekommen unsere besondere Aufmerksamkeit zu teil. 

    Polizeipräsident Hubertus Andrä auf der aktuellen Pressekonferenz. Es sind nicht Hundert, antwortete er auf die Frage, wie viele Gefährder die Polizei im Raum München zählt.








  • Der Polizeipräsident weiter: «Bei den mutmaßlichen Verdächtigen handelt es sich um irakische und syrische Staatsangehörige.»

  • Zu Namen haben die Münchner Polizei Überprüfungen durchgeführt. Doch man wisse nicht, ob diese Namen stimmten, ob es die Personen gäbe und wo sie seien, erklärt Polizeipräsient Andrä.
  • Nach der Terrorwarnung in der Silvesternacht zeigt die Polizei in München weiterhin verstärkte Präsenz auf den Straßen. «Wir haben derzeit weiterhin noch circa 100 Einsatzkräfte zusätzlich im Dienst», sagte der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä bei einer Pressekonferenz. Die Beamten liefen in der Innenstadt und an den betroffenen Bahnhöfen Streife. Dies geschehe, «um entsprechend Präsenz zu zeigen und dem Sicherheitsbedürfnis der Bürger gerecht werden zu können». 

    Polizisten im Hauptbahnhof von München. Foto: Sven Hoppe, dpa
  • Die Pressekonferenz vom Polizeipräsidium München ist beendet. Die wichtigsten Aussagen in aller Kürze:

    ▪︎ Polizeipräsident Hubertus Andrä sieht die Gefährdungslage nun wieder auf dem Stand von vorher.
    Insgesamt bewertet er die aktuelle Gefahrensituation für München wieder so wie vor der Warnung an Silvester. 

    ▪︎ Vor der Terrorwarnung hat die Polizei in München geheimdienstliche Hinweise auf fünf bis sieben Verdächtige erhalten. Von etwa der Hälfte seien der Polizei Personalien übermittelt worden. Die Ermittlungen hätten allerdings bislang keine konkreten Erkenntnisse zu den Personen gebracht.
     
    ▪︎ Die Behörden hätten von befreundeten Geheimdiensten auch Namen von Verdächtigen übermittelt bekommen. Dies treffe auf etwa die Hälfte der fünf bis sieben potenziellen Attentäter zu. «Ob es die Personen tatsächlich gibt, wissen wir nicht», erklärt Andrä.  Man habe Namen genannt bekommen, habe diese aber weder in München noch sonst irgendwo lokalisieren können. Ob es die Personen gebe, könne man nicht sicher sagen, man könne dies aber auch nicht ausschließen. Die Abklärungen liefen noch.

    ▪︎ Andrä warnt sogenannte Trittbrettfahrer: Diese müssten sich «warm anziehen». Er berichtete, die Warnung habe bisher auch zwei Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen, die Bombenschläge angekündigt hätten. Er kündigte hier scharfe Maßnahmen an. Das lasse man sich nicht gefallen. «Die bekommen von uns eine intensive Behandlung.»
  • Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrman will sich Kürze auf einer Pressekonferenz äußern. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.
  • Nachtrag zur Pressekonferenz von Münchnens Polizeipräsident Hubertus Andrä: Er verteidigt die Terrorwarnung in der Silvesternacht - auch wenn sich die Hinweise auf mögliche Attentäter bislang nicht verdichtet hätten. Es sei kein Fehlalarm gewesen, betonte Andrä. Man habe bei der Warnung, die an Silvester zudem sehr kurzfristig gewesen sei, gar nicht anders handeln können. Man habe bei der konkreten Drohung nicht zuwarten können.

    Hubertus Andrä bei der PK. Foto: Sven Hoppe, dpa
  • Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière rechtfertigt die Terrorwarnung. «Die bayerischen Behörden haben mit Unterstützung der Bundespolizei umsichtig, besonnen und entschlossen gehandelt», erklärt der CDU-Politiker. «Auch in Zukunft werden die Sicherheitsbehörden die Situation gründlich analysieren und die gebotenen Maßnahmen konsequent ergreifen. Beim Bund eingegangene Hinweise seien von den bayerischen Behörden und dem Bundeskriminalamt bewertet worden. De Maizière betont: «Die Lage in Europa und auch in Deutschland bleibt im neuen Jahr ernst. Die Sicherheitsbehörden gehen weiterhin von einer hohen Gefährdung durch den internationalen Terrorismus aus.»
  • Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zur Silvesternacht: 


  • Weitere Reaktion: Lob der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die bayerischen Kollegen. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek

    Die bayerische Polizei hat mit den Sperrungen der Bahnhöfe und der Aufforderung an die Bürger, Menschenansammlungen zu meiden, mögliche Ziele von Terroristen aufgelöst und so offenbar ihre Pläne durchkreuzt.
  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vor Medienvertretern: Die Namen der Verdächtigen, die übermittelt worden seien, würden überprüft. «Es wird mit Hochdruck gearbeitet.» Die Hinweise vom Bundeskriminalamt seien sehr konkret gewesen. Man habe sehr schnell die Entscheidung getroffen, die Bahnhöfe zu räumen. Heute habe sich die Lage etwas entspannt. 










  • Wir dürfen uns von Terroristen nicht aus dem Konzept bringen lassen.

    Der bayerische Innenminister Joachim Hermann zu den Terrordrohungen in der Silvesternacht.

  • Hermann weiter: «Nach der Terrorwarnung in München bleibt die Polizei in Alarmbereitschaft. Konkrete Anschlagspläne gibt es derzeit aber nicht mehr.»
  • Laut der «Bild-Zeitung» haben die Terroristen offenbar zwei Anschläge im Pasinger Bahnhof in München geplant. Einen Anschlag mit einer Bombe und ein zweites Attentat, wenn die Rettungskräfte da sind. Weiter heißt es: Die Anschläge sollten von zwei Selbstmordattentätern und fünf Helfern verübt werden. Offiziell bestätigt ist dies alles nicht.
  • Die Münchner Polizei arbeitet nach wie vor mit Nachdruck sowie erhöhtem Personaleinsatz an der Bereinigung der Lage sowie der Ermittlung möglicher Tatverdächtiger. Eine erhöhte polizeiliche Präsenz wird zudem in den nächsten Tagen für eine größtmögliche Sicherheit für die Münchner Bevölkerung sorgen.

    Aus dem Pressebericht der Polizei München. 


  • Die Zahl der Follower von Polizei München auf Facebook und Twitter hat sich in der Silvesternacht etwa verdoppelt, sagt der Münchner Polizeisprecher Wolfgang Behr. «Wir wollen in erster Linie die Bürger informieren, erhoffen uns aber auch Verständnis für die polizeilichen Maßnahmen», so Behr.
  • Nach der Warnung vor Terroranschlägen in München hat die bayerische Polizei in der Neujahrsnacht auch zwei Spezialeinsatzkommandos (SEK) eingesetzt. Auf den ersten Blick sahen die Polizisten wie Fallschirmjäger der Bundeswehr in Kampfmontur aus. Mit Schnellfeuergewehren ausgerüstete, mit Helmen und schweren, schusssicheren Westen geschützte Beamte aus München und Nürnberg standen unter anderem am Münchner Hauptbahnhof bereit. 

    Bei einem Anschlag von Attentätern mit Sprengstoff und Kalaschnikow-Sturmgewehren wie bei dem Massaker von Paris hätten sie die Angreifer überwältigen sollen, erklärte ein Polizeisprecher. «Es waren mehrere Dutzend SEK-Beamte im Einsatz», sagte er. Die Spezialeinsatzkommandos seien rund um die Uhr in Bereitschaft und würden mit Hubschraubern oder Autos an den Einsatzort gebracht.

    SEK vor dem Hauptbahnhof in München. Foto: Sven Hoppe, dpa
  • Die Polizei hält die Bevölkerung weiter auf dem Laufenden, auch wenn derzeit keine konkrete Gefährdung besteht. 



  • Die Terrorgefahr für Deutschland bleibt nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière auch im neuen Jahr hoch: «Sie wird sich in absehbarer Zeit nicht verringern.» Die Silvesternacht von München zeige, dass die Sicherheitslage in Europa und auch Deutschland ernst sei.

    Zur gestrigen Terrorwarnung in München sagte er: «Ich bin froh und dankbar, dass es gestern so ausgegangen ist.». Der Hinweis sei zu Recht ernst genommen worden mit dem Ziel, die Bevölkerung zu schützen. 

    Laut Innenminister de Maizière gehen allgemein vermehrt Hinweise auf möglicherweise geplante Anschläge - auch in Deutschland  - ein. «Man darf sie weder ignorieren oder auf die leichte Schulter nehmen, aber auch nicht überbewerten.»  Foto: Sebastian Kahnert, dpa

  • Einer der Hinweise auf die Gefahr eines islamistischem Terroranschlags in München stammt nach Medienberichten aus dem Irak. Der Bundesnachrichtendienst (BND) habe den Hinweisgeber dort selbst befragen können, berichtet die «Süddeutsche Zeitung» nach gemeinsamen Recherchen mit WDR und NDR. Die erste Information sei den Sicherheitsbehörden spätestens am 23. Dezember bekanntgeworden, aber zunächst für unwahrscheinlich gehalten worden. Die Hinweise verdichteten sich dann aber. Eine konkrete Warnung für die Silvesternacht war nach dpa-Informationen an Silvester vom französischen Geheimdienst übermittelt worden.

    In einem ersten Hinweis vor Weihnachten waren zwar bereits die zwei Bahnhöfe genannt worden, nicht aber - wie später - Namen von möglichen Attentätern sowie ein konkreter Zeitpunkt. Außerdem war davon die Rede, dass die Attentäter Sprengstoff dabei hätten. Seitdem sei die Sonderkommission «Januar» im Einsatz, berichtet das Blatt. Es habe Durchsuchungsbeschlüsse gegeben, die allerdings nicht vollzogen worden seien, weil das Szenario noch als zu unwahrscheinlich gegolten habe. Auch seien die angeblichen Täter, die in einem Hotel in der Innenstadt untergekommen sein sollten, nicht auffindbar gewesen.
  • Was wir noch nicht wissen:

    ▪︎ TERRORISTEN Es ist noch völlig unklar, ob es die genannten potenziellen Attentäter überhaupt gibt. Ausgeschlossen werden könne das aber nicht. Es sei auch nicht bekannt, ob die möglichen Verdächtigen sich tatsächlich in München oder Deutschland aufhielten. Keiner von ihnen habe bislang lokalisiert werden können. Das gelte selbst für die namentlich genannten Verdächtigen. Laut Bayerischem Rundfunk (BR) sollen sich die Verdächtigen zu Silvester in München aufgehalten haben.

    ▪︎ ANSCHLAGSPLÄNE Unklar ist auch, wie die möglichen Anschläge genau ausgeführt werden sollten. Es sei nicht bekannt, ob die potenziellen Attentäter sich alle selbst beteiligt hätten oder ob es unter ihnen auch bloße Helfer gegeben hätte. Nach BR-Informationen war geplant, dass sich die Männer zu zweit an die Anschlagsorte begeben, um sich kurz hintereinander in die Luft zu sprengen. «Bild.de» schreibt, nach einem Szenario sei das zweite Attentat geplant gewesen, wenn die Rettungskräfte am Ort sind.

  • Nach dem Terroralarm der Silvesternacht in München läuft die Fahndung weiter. Foto: Sven Hoppe, dpa         

    Nach dem Terroralarm in der Silvesternacht in München fahndet die Polizei weiter nach angeblichen potenziellen Attentätern aus Syrien und dem Irak. Dazu werden in den nächsten Tagen auch Hinweise aus der Bevölkerung kriminalpolizeilich abgearbeitet. Außerdem wird die Polizei in der Landeshauptstadt auch am Samstag und Sonntag verstärkt Präsenz zeigen, obwohl die Behörden am Freitagmittag Entwarnung gegeben hatten.

    von Anette van Eimeren, dpa bearbeitet von Jan Bülck, dpa 1/2/2016 8:18:21 AM

  • Wir sollten sehr vorsichtig sein, jetzt schon von einer Schwächung des IS zu reden.
    Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter warnt vor zu großem Optimismus im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Trotz jüngster Niederlagen kontrolliere der IS im Irak und in Syrien immer noch ein Territorium, das etwa halb so groß sei wie Frankreich, sagt der Unionsobmann im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages im rbb-Inforadio. Außerdem versuche die Terrormiliz, Einfluss auf gemäßigte Muslime in Bosnien zu nehmen. 
  • Die somalische Terrormiliz Al-Shabaab hat offenbar ein Video veröffentlicht, in dem mit islamfeindlichen Aussagen des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump um Kämpfer geworben wird. Die «New York Times» berichtete, in dem Video würden Ausschnitte aus einer Rede Trumps gezeigt. In dieser fordert er, Muslime an der Einreise in die USA zu hindern. Experten der US-Organisation Site schätzen das Video als echt ein. Es zielt demnach auf Afro-Amerikaner ab und fordert sie auf, zum Islam zu konvertieren und sich am Dschihad zu beteiligen.
  • Grafik: D. Dytert, dpa-infografik 
  • Gegen zwei mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz IS ist in der Türkei wegen der Planung von Anschlägen Haftbefehl erlassen worden. Das berichtete der Sender CNN Türk. Die beiden Männer waren am Mittwoch in Ankara festgenommen worden. 

    Sie sollen Attentate an zwei verschiedenen Orten in der Hauptstadt geplant haben, darunter in einem Einkaufszentrum. Im Haus der Verdächtigen waren Sprengstoffwesten gefunden worden. CNN Türk berichtete weiter, die Männer hätten bei ihrem Verhör angegeben, die Anschläge lediglich vorbereitet zu haben. Für die Durchführung seien ihnen unbekannte Personen verantwortlich gewesen. 

  • Die irakische Armee ist nach der Rückeroberung weiter Teile der Großstadt Ramadi vom IS eigenen Angaben zufolge weiter gegen die Terrormiliz vorgerückt. Die Regierungstruppen hätten Viertel im Norden der Stadt von Dschihadisten eingenommen, sagt ein Sprecher der Streitkräfte. Bei den Kämpfen seien sowohl Extremisten als auch irakische Soldaten umgekommen. Einige Familien, die von IS-Kämpfern festgehalten worden waren, seien befreit worden. Die irakische Armee hatte die Stadt am Montag für befreit erklärt.
  • Die Münchner Polizei hat nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) in der Nacht die Umgebung vor dem Bahnhof im Stadtteil Pasing wegen Sprengstoffalarms evakuiert. Ein Sprecher der Polizei bestätigte zunächst nur, dass es einen Einsatz gab. «Dabei ist nichts Verdächtiges gefunden worden», so der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Laut BR hatte ein Sprengstoffsuchhund an einem Telefon an der Wand des Bahnhofsgebäudes angeschlagen. 13 Menschen hätten ihre Häuser direkt am Pasinger Bahnhofsplatz verlassen müssen. Für den Autoverkehr sei die Umgebung ebenfalls gesperrt worden.

    In der Silvesternacht hatte es Terroralarm in München gegeben. IS-Terroristen wollten demnach Selbstmordanschläge auf den Münchner Hauptbahnhof und/oder den Bahnhof in Pasing verüben. Foto: Sven Hoppe, dpa/Archiv
  • Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner weist Forderungen der CSU nach schärferen Anti-Terror-Gesetzen in Deutschland zurück. «Ich glaube, dass es der falsche Reflex ist, immer wenn es Terrordrohungen oder Anschläge gegeben hat, gleich mit einem Katalog neuer gesetzlicher Veränderungen zu kommen», sagte Stegner dem Sender NDR Info. «Das ist bei der CSU sozusagen Teil der Genetik. Das machen die immer so, aber nichts davon macht es richtiger.» Der SPD-Vize bewertet die bestehenden Regelungen als ausreichend. «Was wir tun können, ist wachsam zu sein. Wir brauchen ausreichend Polizei, und die Polizei von Bund und Ländern muss gut kooperieren. Und auch mit anderen Ländern müssen wir gut zusammenarbeiten. All das tun wir.»

    Warnt davor, die Terrorismusbedrohung und die Flüchtlingsfrage zu vermengen. «Die haben nichts miteinander zu tun, außer dass viele Flüchtlinge vor den Terroristen geflohen sind, über die wir hier reden»: Ralf Stegner. Foto: Christian Charisius, dpa/Archiv  
    • UPDATE
    Laut einem Sprecher der Polizei herrscht in München inzwischen lediglich eine «abstrakte» Gefahr. Gut 100 zusätzliche Beamte seien aktuell im Einsatz. Es gehe vor allem darum, Präsenz zu zeigen. Konkrete Hinweise auf eine weitere Terrordrohung gebe es nicht. Nicht bestätigt wurde ein Bericht von Südwestrundfunk und Bayerischem Rundfunk, wonach ein Informant aus dem Irak dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Tage um den 6. Januar als Zeitpunkt für einen möglichen Anschlag genannt haben soll.
  • Für die Mehrheit der Deutschen ist der Syrien-Einsatz der Bundeswehr Krieg. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur sagten 55 Prozent, sie würden die Unterstützung der Luftangriffe gegen den ISals Krieg bezeichnen. Nur 35 Prozent würden das Wort nicht verwenden. Die Bundesregierung vermeidet das Wort Krieg im Zusammenhang mit dem Syrien-Einsatz. Begründung: Krieg gebe es völkerrechtlich gesehen nur zwischen zwei Staaten und man wolle den IS nicht als Staat anerkennen. Die Bundeswehr ist bisher mit einem Tankflugzeug und einer Fregatte zum Schutz eines französischen Flugzeugträgers an dem Einsatz einer internationalen Allianz beteiligt. In wenigen Tagen sollen auch deutsche «Tornado»-Aufklärungsflugzeuge in den Kampf gegen den IS eingreifen. 

    Ein Waffensystemoffizier vor einem «Tornado» auf dem Fliegerhorst in Jagel. Foto Axel Heimken, dpa/Archiv


  • Der IS hat Militärangaben zufolge Libyens größten Ölhafen angegriffen. Die Luftwaffe der international anerkannten Regierung in Tobruk habe die Attacke nahe des Hafens Al-Sidra vereitelt, sagt der Sprecher. Nach Angaben einer Einheit zum Schutz der Erdölindustrie seien bei den Gefechten nahe des Hafens zwei Wachen und zehn Dschihadisten getötet worden. Der IS-Ableger in Libyen beherrscht einen Landstreifen am Mittelmeer rund um die Stadt Sirte. Nahe dieses Gebietes liegen auch die reichen Erdölvorkommen des Bürgerkriegslandes. Der wachsende Einfluss der Dschihadisten in der Region hatte zuletzt Besorgnis ausgelöst.

    Brennendes Öllager bei Al-Sidra. Foto; Stringer/Archiv
  • Rund 100 Soldaten der Luftwaffe sind zu ihrem Syrien-Einsatz gestartet. In einem Airbus hoben sie von Hamburg aus Richtung Nato-Stützpunkt Incirlik in der Türkei ab, wie ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin sagte. Morgen folgen dann vier «Tornado»-Aufklärungsjets in die Türkei: Zwei vom Luftwaffenstandort Büchel in der Eifel und zwei vom Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein. Von Mitte Januar an sollen insgesamt sechs «Tornados» zu Aufklärungsflügen nach Syrien abheben. Sie sind Teil des deutschen Beitrages zum internationalen Militäreinsatz im Kampf gegen den IS.

    Ein «Tornado»-Aufklärungsjet startet vom Fliegerhorst Büchel. Foto: Harald Tittel, dpa/Archiv
  • Die Behauptung der pakistanischen Regierung, der IS sei nicht aktiv im Land, erhält einen weiteren Schlag. Der Justizminister der pakistanischen Provinz Punjab gab bekannt, dass man am Wochenende 42 IS-Anhänger festgenommen habe. Darunter seien der «IS-Anführer in der Hauptstadt Islamabad, Amir Mansur, sein Stellvertreter Abdullah Mansuri sowie der Chef des IS in der Provinz Sindh, Umer Kathio» gewesen. 

    Die Männer hätten Schläferzellen für die Terrormiliz etabliert. Erst vor einer Woche hatte die Polizei in Punjab 13 Unterstützer der Terrormiliz festgenommen. Nach Polizeiangaben wurden Waffen, Explosivstoffe und große Mengen Werbematerial für den IS gefunden. 
  • Die Hinweise auf Anschlagspläne zweier jüngst in Belgien festgenommener Terrorverdächtiger haben sich verdichtet. Bei dem jüngeren der Männer sei ein Abschiedsbrief gefunden worden, der die Hypothese belege, dass die beiden einen Anschlag in der Silvesternacht planten, berichtet der belgische Sender VTM.
  • Die Bundesregierung will die Bundeswehr-Kontingente im Irak und in Mali nach einem Zeitungsbericht um insgesamt 550 Soldaten aufstocken. Dies hätten Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Briefen an die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag angekündigt, schreibt die «Rheinischen Post». Die Entscheidung soll noch in dieser Woche im Bundeskabinett getroffen werden. Dass die Bundesregierung diese Erhöhung der Truppenpräsenz plant, war bereits bekannt. Dem Zeitungsbericht zufolge sollen in den Irak zusätzliche 50 Soldaten für Ausbildungsaufgaben entsendet werden. Nach Mali will die Regierung 500 zusätzliche Soldaten schicken. 
  • Vom schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Jagel sind heute zwei weitere «Tornado»-Aufklärungsjets zum Einsatz gegen den IS gestartet. Ziel ist der Nato-Stützpunkt Incirlik in der Türkei. Ab Mitte Januar sollen von dort aus insgesamt sechs deutsche «Tornados» zu Aufklärungsflügen nach Syrien abheben. 

    Zwei «Tornado»-Aufklärungsjets rollen auf dem Fliegerhorst Jage zum Start: Foto: Carsten Rehder; dpa 
  • Der IS hat nach US-Angaben fast die Hälfte der einst von ihm kontrollierten Gebiete im Nahen Osten wieder verloren. Der Feind sei schwächer geworden und nun in der Defensive, twitterte Heeresoberst Steve Warren. 


  • Mit heftiger Religionskritik liegt seit heute an französischen Kiosken eine Sonderausgabe des Satiremagazins «Charlie Hebdo» aus. Das 32 statt sonst 16 Seiten umfassende Heft erinnert an den Anschlag islamistischer Terroristen auf das Blatt am 7. Januar vor einem Jahr. Die Ausgabe mit einem bewaffneten Gott auf dem Titel ist in einer Auflage von einer Million Exemplaren erschienen.
    Das Magazin wird auch international vertrieben. So liegen in Deutschland 50.000 Exemplare aus, für Belgien sind 40.000 Hefte vorgesehen.


  • Wegen des Verdachts auf Sprengstoff in einer Postsendung ist das Kanzleramt abgesperrt worden - Experten gaben jedoch bereits nach kurzer Zeit Entwarnung. Ein Sprengstoffhund hatte morgens bei der Routineüberprüfung der Post auf dem Gehweg vor der Zufahrt angeschlagen. In den Postkisten habe das Entschärferteam dann aber nichts Verdächtiges gefunden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. 

    Das Gebäude wurde nicht evakuiert. Die Briefe wurden nach der Kontrolle normal zugestellt. Die Post wird am Kanzleramt stets kontrolliert, bevor sie ins Gebäude gelangt. 


Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform
Anzeige
News-Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video



Anzeige
shopping-portal