Der Kampf gegen den IS-Terror
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Der Kampf gegen den IS-Terror

Wir halten Sie über aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen im internationalen Kampf gegen den Terror des Islamischen Staats auf dem Laufenden.

  • Die IS-Terrormiliz bekennt sich zu den Anschlägen in Paris.  Bei den Terrorangriffen in der französischen Hauptstadt sind mehr als 120 ums Leben gekommen, rund 350 Menschen wurden verletzt.
  • Frankreich holt nach der Terrorserie von Paris zum Gegenschlag aus: Die Luftwaffe griff die IS-Terrormiliz in deren syrischer Hochburg Al-Rakka massiv an. Die Anschläge von Paris mit 129 Todesopfern und mehr als 350 Verletzten waren nach ersten Ermittlungen eine koordinierte Kommandoaktion des IS.

    Frankreichs Luftwaffe fliegt bereits seit September 2014 als Teil einer US-geführten Koalition Angriffe gegen IS-Stellungen im Irak. Seit September dieses Jahres bombardierte Frankreich mehrfach auch Positionen in Syrien. Es wird vermutet, dass die Pariser Anschläge eine Reaktion darauf waren.

    Ein französischer Jet Mirage 2000D und ein Rafale Fighter. Foto: Amboise/Ecpad/Sirpa Air/ dpa 
  • Die Terrormiliz Islamischer Staat hat ihre Kämpfer in den vergangenen Wochen nach Einschätzung von Beobachtern aus ihrer nordsyrischen Hochburg Al-Rakka an andere Orte gebracht. Auch die zentralen Stützpunkte der Extremisten seien verlegt worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. 

    Ein anderer Beobachter mit Verbindungen nach Al-Rakka berichtete, Einwohner seien aufgefordert werden, Häuser in der Nähe von wichtigen IS-Einrichtungen zu verlassen und an den Stadtrand zu ziehen. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle sitzt in Großbritannien, bezieht ihre Informationen aber aus einem dichten Netz an Informanten in Syrien. Sie gilt als zuverlässig und gut informiert.

  • Grafik: D. Dytert, dpa-infografik 
  • Amerikanische Kampfjets haben in Syrien Stellungen der IS-Terrormilizbombardiert und dabei mindestens 116 Tanklaster der Extremisten zerstört. Die Angriffe seien in der Nähe von Deir al-Sur im Osten Syriens geflogen worden, einer Region, die von den Islamisten beherrscht werde, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf amerikanische Behördensprecher. 

    Die Miliz habe die Lastwagen genutzt, um Rohöl zu schmuggeln, hieß es. Der Einsatz sei schon länger geplant gewesen und stehe nicht in Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris vom vergangenen Freitag. Mit ihm solle vor allem eine Haupteinnahmequelle des IS zerstört werden, der sich auch aus Ölverkäufen finanziert.
  • 16. November:  Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt ein mögliches verschärftes militärisches deutsches Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat offen. Zur Beendigung des Syrien-Krieges setze sie auf den in Wien ausgehandelten Friedensprozess, sagte sie beim G20-Gipfel im türkischen Belek.
     
    Sie äußerte sich nicht konkret dazu, ob es zu einem UN-Mandat für einen internationalen Einsatz mit Beteiligung der Bundeswehr kommen könnte. «Möglicherweise spielt in diesem Prozess auch die UNO eine Rolle», sagte sie. «Weitergehende Dinge kann ich jetzt nicht sagen. Der Prozess hat gerade erst begonnen.» Er bestehe im wesentlichen aus einer politischen Lösung mit der Hoffnung auf einen Waffenstillstand.

    Zur Kampfansage der G20 an die Terrormiliz IS sagte Merkel, die Auseinandersetzung müsse «möglichst kohärent und gemeinsam» geführt werden. «Da sind wir noch nicht - deswegen ist nicht absehbar, welche Aufgaben auf uns zukommen.» Die Bundeswehr sei mit der Ausbildung von Soldaten im Irak befasst, die gegen den IS kämpfen. «Und damit haben wir eine ganze Menge zu tun.» Die G20-Staaten seien sich nach den Anschlägen auf Paris einig, «dass die Herausforderung nicht allein militärisch, sondern nur mit einer Vielzahl von Maßnahmen bewältigt werden kann». 

    Ob sich Deutschland militärisch am Kampf gegen die Terrormiliz IS beteiligen wird, lässt Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G20-Gipfel offen. Foto: Bernd Von Jutrczenka, dpa
  • 16. November: In einer neuen Videobotschaft droht die Terrormiliz Islamischer Staat Frankreich und seinen Verbündeten mit weiteren Terrorangriffen. «Wir erneuern unseren Aufruf an die Muslime in Europa, im ungläubigen Westen und überall, die Kreuzfahrer in ihrer Heimat und wo immer sie sind zu attackieren», sagt ein Sprecher in einem rund elfminütigen Film, der über das Internet verbreitet wurde. 

    Darin droht ein Kämpfer: «Ich schwöre bei Gott, wir werden Amerika auf seinem eigenen Boden schlagen. Wir werden Rom erobern.» Die Authentizität des Videos ließ sich zunächst nicht überprüfen. Es ähnelt aber ähnlichen Veröffentlichungen des IS.
  • 17. November: Der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten ist nach Erkenntnissen des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB von einer Bombe an Bord verursacht worden. Die selbst gebaute Bombe habe eine Sprengkraft von bis zu 1,5 Kilogramm TNT gehabt, sagte FSB-Chef Alexander Bortnikow. «Man kann sagen, es war ein Terrorakt.» Der russische Präsident Wladimir Putin drohte den Tätern mit Vergeltung: «Russland wird (...) sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehmen.» Nach dem Absturz hatte der IS in einem nicht zu verifizierenden Video die Verantwortung übernommen.

    An den Trümmern des am 31. Oktober abgestürzten Airbus A321 und an Gepäckstücken wurden Spuren von Sprengstoff festgestellt. Foto: Khaled Elfiqi, EPA/dpa/Archiv
  • Nach den Terroranschlägen von Paris bittet Frankreich erstmals in der EU-Geschichte auf Basis der Verträge um Hilfe der übrigen Mitgliedstaaten. Grundlage ist Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrags, der im Fall eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet gilt.
  • Die belgische Polizei hat ein neues Fahndungsfoto des gesuchten Terrorverdächtigen Salah Abdeslam veröffentlicht. Der Mann «könnte bei den Terroranschlägen vom Freitag, 13. November 2015, in Paris eine Rolle gespielt haben» . 


    Es folgt eine genaue Beschreibung (Größe 1,75 Meter, schlank, braune Augen) und die Warnung: «Salah Abdeslam wird als gefährlich eingestuft und könnte schwer bewaffnet sein.» Wer wisse, wo sich Abdeslam aufhalte, solle sich bei der Polizei melden.

    Foto: Police Federale Belgien
  • 17. November: Die bulgarische Zeitung «24 Tschassa» fordert eine NATO-Offensive gegen den IS:

    Wenn die politische Elite Frankreichs nicht endlich etwas Konkretes gegen den Feind unternimmt, riskiert sie ihren Untergang. Und dasselbe gilt für die Eliten in Brüssel und in Deutschland. Bisher haben die USA diesen Eliten suggeriert, eine Destabilisierung der arabischen Welt sei irgendwie von Vorteil für Europa. Jetzt aber ist klar, dass Europa einen hohen Preis für das Chaos zu zahlen hat und sich praktisch selbst umbringt. 

    Deswegen sollte die NATO zunächst den Islamischen Staat (IS) im Irak und Syrien ausradieren. Der zweite Schritt wäre viel schwieriger: die Staatlichkeit im Irak, in Syrien und in Libyen wieder herzustellen. Und der Bevölkerung eine Perspektive für Frieden in Wohlstand zu geben, damit die Fluchtbewegung Richtung Europa aufhört. Und drittens müsste die Propaganda der Dschihad-Kämpfer in den islamischen Gemeinschaften Europas unterbunden werden.
  • 17. November: Frankreichs Präsident François Hollande soll nach Angaben seines Premiers Manuel Valls bereits in der kommenden Woche nach Washington und Moskau reisen. Er will mit US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Wladimir Putin über die Zusammenarbeit im Kampf gegen den IS in Syrien sprechen.
  • Nach den verheerenden Anschlägen von Paris wollen die USA ihre Angriffe auf den IS verstärken. Bei einem Treffen mit Frankreichs Präsident François Hollande sagte US-Außenminister John Kerry«Jeder wird verstehen, dass wir angesichts der Attacken im Libanon, angesichts dessen, was in Ägypten passiert, in Ankara, der Türkei und jetzt in Paris unsere Bemühungen intensivieren müssen, sie im Kern zu treffen. Dort, wo sie diese Dinge planen.»

    Foto: Ian Langsdon, EPA/dpa 
  • Die Pariser Polizei hat ein Auto sichergestellt, das möglicherweise bei der Vorbereitung der Terroranschläge genutzt wurde. Der schwarze Renault Clio löste am Morgen einen Einsatz am Platz Albert Kahn im 18. Stadtbezirk von Paris aus. Der Wagen könnte «zur Vorbereitung der Attentate gedient haben», erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen. Er sei im Vorfeld der Anschläge auf der Autobahn 1 gesichtet worden, die Paris mit Belgien verbindet.

    Foto: Yoan Valat, EPA/dpa 
  • Französische Restaurants, Cafés und Brasserien rufen dazu auf, um Abend auszugehen und ein Zeichen zu setzen. Unter dem Motto «Tous au bistrot» («Alle ins Bistro») sollten die Pariser heute in den Lokalen zusammenkommen - zum Essen, zum Trinken und um bei einer Schweigeminute um 21.00 Uhr der Opfer von Freitagabend zu gedenken. Der Gästerückgang sei drastisch gewesen nach den Anschlägen, sagte Didier Chenet, der Präsident des Verbandes der Hotels, Restaurants, Cafés und Händler. Die Umsätze der Pariser Einrichtungen seien am Wochenende um 60 Prozent gefallen im Vergleich zu einem normalen Samstag. 

    Restaurants und Bars welche zu Orten der Attentate wurden. Foto: Ian Langsdon, EPA/dpa 

  • Spanien will sich nach Worten von Innenminister Jorge Fernández Díaz nicht an den französischen Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien beteiligen. Madrid unterstütze Frankreich im Kampf gegen den Terror der Dschihadisten, aber es plane keine Bombenangriffe in Syrien, so der Minister. 

    Spanien werde sich nur an militärischen Aktionen beteiligen, die unter der Führung der Europäischen Union stünden und von den UN gebilligt würden. Die spanische Regierung plane im Kampf gegen den islamistischen Terror keine Maßnahmen, wie sie der französische Staatspräsident François Hollande angekündigt habe.
  • 17. November: Frankreich im Militärbündnis gegen den IS 

    Grafik: A. Brühl 
  • 17. November: Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Buchautor Jürgen Todenhöfer hält die französischen Luftangriffe auf mutmaßliche Stellungen der Terrormiliz IS für sinnlos. «Wir haben seit 14 Jahren Bombenkrieg gegen den Terror geführt und haben jetzt statt einigen hundert internationalen Terroristen, die wir damals hatten, über 100 000», sagte Todenhöfer, der ein Buch über seine Reise in die vom IS kontrollierten Gebiete veröffentlicht hat, («Inside IS - 10 Tage im «Islamischen Staat»»). Jetzt noch dieselbe Strategie zu verfolgen, zeuge von einem «Mangel an Intelligenz». Langfristig könne die Terrormiliz nur von arabischen Staaten besiegt werden.

    Jürgen Todenhöfer hält die französischen Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat für sinnlos. Foto; Stephanie Pilick/Archiv
  • Die Zahl der Terroropfer in der Welt ist 2014 sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des in Sydney ansässigen Instituts für Wirtschaft und Frieden kamen im vergangen Jahr über 32 650 Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Das seien rund 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor - der stärkste Anstieg an Terroropfern, der jemals gemessen wurde. Am weitaus meisten vom Terror betroffen seien nicht die westlichen Staaten, sondern Länder die Afghanistan, Irak, Nigeria sowie Pakistan und Syrien, heißt es im sogenannten Globalen Terrorismus-Index. Am schlimmsten sei die Lage im Irak, allein dort starben im vergangenen Jahr fast 10 000 Terroropfer.
  • 17. November: Im Kampf gegen die IS-Terrormiliz will der Iran Frankreich zur Seite stehen. «Die Vernichtung der Terroristen ist die höchste Priorität und wir sollten in dieser Hinsicht zusammenarbeiten», so Irans Präsident Hassan Ruhani in einem Telefonat mit seinem französischen Kollegen François Hollande. Die «widerlichen Angriffe» von Paris waren laut Ruhani zwar sehr bitter, hätten aber zu mehr internationaler Solidarität und der Notwendigkeit gemeinsamen Handelns geführt. Der Iran sei für eine gemeinsame Front gegen den IS und diesbezüglich auch bereit, eine aktive Rolle zu spielen. Wegen der Angriffe musste Ruhani den für diese Woche geplanten Staatsbesuch in Paris absagen. Er soll aber laut bald nachgeholt werden.

    Irans Präsident Hassan Ruhani. Foto: Abedin Taherkenareh, EPA/dpa/Archiv
  • Frankreich bittet EU-Staaten um Hilfe

    Video: dpa
    von dpa ∙ live Desk
  • Der nach den Terroranschlägen in Paris gefundene syrische Pass könnte zu einem vor Monaten getöten Mann gehören, der für Baschar al-Assad kämpfte. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Ob der in der Nähe des Pariser Stade de France entdeckte Ausweis wirklich dem in Syrien Getöteten gehörte oder eine Fälschung auf Grundlage einer echten Identität war, ist unklar. Nach Informationen der Belgrader Zeitung «Blic» wurde am Samstag in Serbien ein Mann verhaftet, der offenbar die selbe Identität nutzte. Er trug einen Pass bei sich, der die gleichen Daten enthielt wie das in Paris gefundene Dokument, allerdings ein anderes Foto.

    Das Foto zeigt angeblich Ahmed al-Mohammed. Foto: Ioannis Mouzalas, griechischer Vizeminister zuständig für Migration/dpa
    • UPDATE
    Die Polizei hat in Alsdorf bei Aachen zwei weitere Personen im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Paris festgenommen. Insgesamt sind damit fünf Personen festgenommen worden. Eine Augenzeugin berichtet, dass Spezialkräfte der Polizei mit Sturmmasken und Maschinenpistolen eine Straße im Alsdorfer Stadtteil Schaufenberg vorübergehend abgesperrt hätten. Angeblich befindet sich dort die Wohnung der drei Personen, die am Vormittag nach dem Verlassen des örtlichen Jobcenters festgenommen worden waren. Bei diesen drei Festgenommenen handelt es sich nach Polizei-Angaben um zwei Frauen und einen Mann mit ausländischen Pässen.  

    Fünf Festnahmen in Aachen. Foto: Ralf Roeger, dpa 
  • Ermittlungen nach den Anschlägen von Paris

    Nach den Anschlägen in Paris ermittelt die Polizei in ganz Europa. Grafik: K. Dengl, dpa 
  • England empfängt die französische Nationalmannschaft und die Fans aus Frankreich mit einer großen Geste: Das Londoner Wembley-Stadion erstrahlt in den Farben der Trikolore und trägt die Aufschrift "Liberté, Egalité, Fraternité".


  • Russlands Präsident Wladimir Putin ordnet seinen Streitkräften einen gemeinsamen Einsatz mit Frankreich in Syrien an. Die Franzosen sollten wie Verbündete behandelt werden, erklärt er.

    Foto: Yuri Kochetkov, EPA/Archiv
    • UPDATE
    Russlands Präsident Wladimir Putin hat einen gemeinsamen Einsatz seiner Streitkräfte mit Frankreich in Syrien angeordnet. Den Befehl richtet er vor allem an den Kapitän des Kreuzers «Moskwa» im Mittelmeer:

    In nächster Zeit kommt ein Verband der französischen Kriegsmarine, angeführt von einem Flugzeugträger, in Ihr Operationsgebiet. Nehmen Sie direkten Kontakt mit den Franzosen auf und arbeiten Sie mit ihnen wie mit Verbündeten!

  • In Zusammenarbeit mit den USA will die Türkei nun auch die rund 100 verbleibenden Kilometer der Grenze zum Nachbarland Syrien schließen. Das kündigt US-Außenminister John Kerry in einem Interview mit dem TV-Sender CNN an. «Die gesamte nördliche Grenze Syriens - 75 Prozent davon sind nun geschlossen worden. Und wir beginnen einen Einsatz mit den Türken, die verbleibendenden 98 Kilometer zu schließen», so Kerry.

    Seit 2011 strömten schätzungsweise bis zu 30.000 ausländische Kämpfer aus 100 Ländern nach Irak und Syrien. Foto: Ian Langsdon, EPA/dpa
  • 17.November: Terroropfer in Westeuropa

    Die Zahl der Opfer terroristischer Anschläge in Westeuropa seit 1970. Grafik: A.Brühl, dpa 
  • EU-Parlamentspräsident Martin Schulz verspricht Frankreich «uneingeschränkte Solidarität»:

    Es ist völlig klar, dass Frankreich uneingeschränkte Solidarität erwarten kann. Denn das war ein Angriff auf uns alle

  • Die nicht verifizierte Erklärung der Terrormiliz zu den Anschlägen von Paris soll von einem französischen Dschihadisten vorgelesen worden sein. Die Stimme in der im Internet aufgetauchten Botschaft gehöre sehr wahrscheinlich einem 35-jährigen Bekannten des islamistischen Attentäters Mohamed Merah, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Merah starb 2012 bei einem Polizeieinsatz. Er hatte zuvor im Großraum Toulouse insgesamt sieben Menschen erschossen, darunter an einer jüdischen Schule drei Kinder und einen Lehrer.
    • UPDATE
    Die Polizei hat in Alsdorf bei Aachen zwei weitere Personen im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Paris festgenommen. Insgesamt sind damit nun sieben Personen festgenommen worden, wie die Polizei bestätigte. Nach ersten Erkenntnissen sei der gesuchte Salah Abdeslam aber nicht darunter. Der 26-Jährige, ein Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris, wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.
  • Nach dem bisherigen Stand der Dinge scheint es nicht so zu sein, dass es einen engsten Zusammenhang mit den Taten in Paris gibt.

    Die Festnahmen von sieben Verdächtigen bei Aachen haben nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière keinen direkten Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris.
  • Deutschland lehnt auch nach der Pariser Anschlagserie eine Beteiligung an Luftangriffen gegen die Terrormiliz IS weiterhin ab. Dies sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier um Rande eines Besuches auf Zypern am Dienstag. «Es macht keinen Sinn, dass jetzt zu den 16 Nationen, die Bereitschaft gezeigt haben, Luftangriffe in Syrien zu fliegen, eine 17., 18. oder 19. hinzukommt», sagte der SPD-Politiker.

    Frank-Walter Steinmeier zu Besuch auf in Zypern. neben ihm der der zyprische Außenminister Ioannis Kasoulides. Foto: Katia Christodoulou, EPA/dpa
  • Die sieben bei Aachen unter Terrorverdacht Festgenommenen werden freigelassen. «Wir können feststellen, dass wir keine Erkenntnis haben, dass die Personen mit dem Anschlag in Verbindung stehen», sagte ein Polizeisprecher. 

    Dennoch mahnte der Bundesinnenminister auf einer Pressekonferenz in Berlin: «Die Gefährdungslage ist wirklich hoch

     Bundesinnenminister Thomas de Maiziere. Foto: Kay Nietfeld, dpa
  • Das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden ist abgesagt worden. Das teilte am Dienstagabend die Polizei in Hannover mit, nannte aber zunächst keine weiteren Gründe.

    Foto: Julian Stratenschulte, dpa
  • Konkrete Warnung vor Sprengsatz im Stadion: Bei dem Fußball-Länderspiel in Hannover bestand die Gefahr eines Sprengstoff-Anschlags. «Wir haben konkrete Hinweise gehabt, dass jemand im Stadion einen Sprengsatz zünden wollte», sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe der Deutschen Presse-Agentur am Abend.
  • 17. November:  Nach der Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover kommt es im U-Bahn-Verkehr in der Landeshauptstadt zu Einschränkungen. Derzeit fahren zwar noch alle Linien, an einigen Haltestellen in der Innenstadt hielten die Bahnen aber nicht mehr. Dies sei auf Wunsch der Polizei angeordnet worden, sagte der Sprecher der Nahverkehrsbetriebe.
  • Das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande ist wegen eines drohenden Sprengstoffattentats von Islamisten abgesagt worden. Es habe entsprechende Hinweise auf einen Anschlag gegeben, der von islamistischen Gefährdern geplant gewesen sei, erfuhr die dpa aus Sicherheitkreisen. 

    Foto: Federico Gambarini, dpa
  • Vor dem Länderspiel erhielten die Sicherheitsbehörden Warnungen vor Attentätern im Stadion. «Es war beabsichtigt, einen Sprengsatz im Stadion zu zünden», sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe. Diese Warnung habe man sehr ernst genommen. «Der entscheidende Hinweis hat uns circa 15 Minuten nach Öffnung der Tore erreicht.»

    Polizisten mit Sturmgewehren vor dem geschlossenen Stadion in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte
  • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft befindet sich an einem «sicheren Ort». Das teilte der Sprecher des Teams, Jens Grittner, gut eine Stunde nach der Absage des Länderspiels via Twitter mit. «Sind auf dem Weg ins Stadion v. d. Polizei umgeleitet worden u. an sicherem Ort», schrieb er. «Mehr können wir derzeit nicht sagen, Bitte u. Verständnis»  
  • 17. November: Nach der Absage des Länderspiels haben schwer bewaffnete Polizisten die HDI-Arena weiträumig abgesperrt. Mehrere Spezialeinsatzkommandos fuhren vor dem Stadion vor. Die Evakuierungszone wurde mit Absperrband mit der Aufschrift «Vorsicht Lebensgefahr» kenntlich gemacht.

    Foto: Julian Stratenschulte 
  • Mitglieder der niederländischen Mannschaft verlassen das Stadion. Foto: Christian Charisius. dpa
  • In Sicherheit: die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach der Spielabsage. Foto: Philipp von Ditfurth 
  • Meine Damen und Herren, meine liebe Fußballfreunde, es tut mir leid, aber das Spiel ist kurzfristig abgesagt worden. Bleiben Sie bitte ruhig! Es ist keine Gefahr im Anmarsch oder sonst irgendwas. Gehen Sie einfach ganz normal nach Hause!

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