Debatte: Was darf Satire?
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Debatte: Was darf Satire?

  • "Satire darf das", schreibt Donka Baumgarten - und spricht auch die Rolle der Bundeskanzlerin an:

    Auf keinen Fall ist er zu weit gegangen. Satire darf das. Scharf verurteile ich die Kanzlerin. Ich bin sehr enttäuscht von ihr. Sie macht gemeinsame Sache mit Erdogan. Den extra3Song konnte man nicht, wie von Erdogan gewünscht, löschen. Die BR hat ihm wahrscheinlich zugesagt, die Medien zu kontrollieren und, wenn nötig, regulierend einzugreifen.  Anders kann ich mir ihr Verhalten nicht erklären. Warum kommentiert sie dies ungefragt? Und vor allem, haben die nichts Besseres zu tun, als nachts fernzusehen? Ich kenne das Gedicht nicht. Jedoch erwarte ich auch von den Medien, dass wir klar Kante zeigen. Es kann nicht sein, dass er massenhaft Klagen in der Türkei betreibt und dies hier fortführt. Das ist der Deal nicht wert. Im Übrigen sind die Flüchtlingszahlen wegen Schließung der Balkanroute zurückgegangen. Ich vertraue Erdogan nicht. Werde ich jetzt angeklagt?Donka Baumgartenum 11:56

  • Herzlich willkommen zum Debattenblog bei t-online.de. Der Streit zwischen Böhmermann und Erdogan sorgt für Gesprächsstoff. Wir freuen uns auf Ihre Meinungen!
  • Lust auf mehr Satire? Hier haben wir einige Karikaturen über Erdogan für sie gesammelt.


    Erdogans Rache an Jan Böhmermann. (Quelle: Piero Masztalerz/ CartoonAG)

  • Experte: Merkel kann Verfahren in aller Ruhe abwarten


    Nahostwissenschaftler Günter Meyer geht im Gespräch mit t-online.de von einem Verfahren gegen Böhmermann aus. Es spreche "sehr viel" dafür, dass dies den Tatbestand eines strafrechtlich relevanten Vorgangs erfülle. Hier sei die unabhängige deutsche Justiz gefordert. "Frau Merkel kann sich also in Ruhe zurücklehnen und auf das in jedem Fall zu erwartende gerichtliche Verfahren hinweisen", so Meyer. Hier geht es zum kompletten Text
    von Michael Glang bearbeitet von Martina Engesser 4/12/2016 9:19:15 AM
  • Der Satire-Streit brodelt. "heute-Show"-Moderator Oliver Welke übt scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel:

    Böhmermann-Affäre: Oliver Welke wirft Merkel "großen Fehler" vor

    www.t-online.deZu einem "Fall Böhmermann" sei die Sache erst geworden, als sich Angela Merkel dazu habe zitieren lassen.
  • Die ersten Kommentare erreichen uns, zum Beispiel schreibt "Demokrat":

    Ich selbst bin ein scharfer Kritiker von Erdogan im Hinblick auf Pressefreiheit, Rechtsstaatsprinzip usw. Hier bedarf es auch weiterhin klarer Worte aus Deutschland. Ungeachtet dessen ist Böhmermann eindeutig zu weit gegangen. Das war beleidigend und herabsetzend. Satire muss auch Grenzen einhalten. Die hat er eindeutig und gewollt überschrittten.Demokratum 11:34

    In unserer Umfrage findet dagegen bisher eine Mehrheit (70 Prozent), dass Böhmermann nicht zu weit gegangen ist mit seinem Gedicht.
  • Was ist eigentlich Satire?

    Dem Duden nach ist Satire "Kunstgattung (Literatur, Karikatur, Film), die durch Übertreibung, Ironie und [beißenden] Spott an Personen, Ereignissen Kritik übt, sie der Lächerlichkeit preisgibt, Zustände anprangert, mit scharfem Witz geißelt". 

    Dabei muss Satire immer als fiktiv oder karikaturhaft gekennzeichnet sein. Ist sie das nicht, greift sie in das Persönlichkeitsrecht des Geschädigten ein. 

  • Auch Gökay Sofuoglu äußert sich zum Satire-Streit. (Foto: dpa) 

    Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland sieht den Streit recht entspannt. Gökay Sofuoglu hält eine Anklage nicht für notwendig. Böhmermann und das ZDF sollten sich aber entschuldigen, sagte er. "Ich finde das nicht satirisch, sondern deplatziert und beleidigend."
  • User "gabby" spricht sich für eine Entschuldigung Böhmermanns bei Erdogan aus:
    Herrn Erdogans Reaktion geht gar nicht. Frau Merkels Reaktion geht gar nicht. Herrn Böhmermanns "Gedicht" geht gar nicht. Letzterer sollte sich bei Herrn Erdogan entschuldigen und damit basta. Es ist einfach zu geschmacklos, was er da los gelassen hat. Aber die Pressefreiheit ist unantastbar und selbst dieses "Gedicht" ist durch die Meinungsfreiheit geschützt. ENTSCHULDIGEN SIE SICH, Herr Böhmermann und Schwamm drüber. BITTE kein Europa-Eklat!gabbyum 11:52

    Unklar ist, ob Erdogan nach einer Entschuldigung den Antrag auf Strafverfolgung zurückziehen würde und ob die Angelegenheit damit behoben wäre - vermutlich nicht. Was denken Sie?
    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:13:15 AM
  • Lieber Leser, uns erreichen eine Menge Kommentare. Vielen Dank für die rege Teilnahme! Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir nicht alle hier veröffentlichen können. Wir bemühen uns aber natürlich, möglichst viele Meinungen wiederzugeben. 
  • In den Kommentaren findet sich viel Lob für Merkel-Kritiker Oliver Welke. Die Rolle der Bundeskanzlerin sehen viele User im Licht des Türkei-Deals, soll heißen: Dafür, dass die Türkei die Flüchtlinge zurückhält, lässt die Bundesregierung Erdogan einiges durchgehen.

    Der türkische Präsident muss lernen, damit zu leben. Es gibt keinerlei Straftat. Stellt sich mir die Frage, ob das, was Herr Erdogan in der Türkei macht, alles rechtens ist !?Norbert Heilmannum 11:52

    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:19:13 AM
  • Das sind die rechtlichen Grundlagen

    Um diesen Paragraphen dreht es sich: Im Strafgesetzbuch ist unter § 103 folgendes geregelt. 

    (1) Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt oder wer mit Beziehung auf ihre Stellung ein Mitglied einer ausländischen Regierung, das sich in amtlicher Eigenschaft im Inland aufhält, oder einen im Bundesgebiet beglaubigten Leiter einer ausländischen diplomatischen Vertretung beleidigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe, im Falle der verleumderischen Beleidigung mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
    (2) Ist die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen, so ist § 200 anzuwenden. Den Antrag auf Bekanntgabe der Verurteilung kann auch der Staatsanwalt stellen.

    Dieser § 200 besagt, dass eine mögliche Verurteilung auf Ersuchen des Geschädigten öffentlich gemacht werden muss. Dies soll im Idealfall  über denselben Kanal geschehen. Möglich also, dass Böhmermann irgendwann im Rahmen des NEO Magazin Royale seine eigene Verurteilung bekannt gibt.  
  • Auch User "PTausH" kritisiert die Kanzlerin und sieht die Meinungsfreiheit dahinschwinden:


    Unglaublich, was sich Erdowie, Erdowo, Erdogan alles erlaubt und unsere Politiker und unsere Angie spielen mit. Ein Hoch auf unsere Meinungsfreiheit! :-))PTausHum 12:05

  • In den Kommentaren spiegelt sich die Angst davor, dass auch in Deutschland Kritiker mundtot gemacht werden. Dazu Günter Dillikrath:
    Die Zielsetzung von Herrn Erdogan ist es, ein Urteil zu erwirken, das er dann bei jeder Kritik uns vorhalten würde. Es soll auf diese Art wie in der Türkei Kritiker mundtot gemacht werden . der Inbegriff in unsere Presse und Meinungsfreiheit darf nicht einer Zensur durch Herrn Erdogan zum Opfer fallen .Günter Dillikrathum 12:05

  • Frau Merkel soll hinter ihrem Volk stehen, fordert ein anonymer User - und spricht sich vehement gegen einen EU-Beitritt der Türkei aus:


    Wir haben Meinungsfreiheit, es war eine Satire und Herr Erdogan macht sich lächerlich mit seiner Anzeige. Frau Merkel soll endlich mal hinter ihrem deutschen Volk stehen. Die haben sie schließlich auch gewählt und nicht von anderen einlullen lassen - vor allem darf die Türkei niemals in die EU kommen, das wäre Deutschlands Untergang.Anonymous Userum 12:05

    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:29:32 AM
  • Auch dieser Post richtet sich gegen die Kanzlerin:


    Hat es Deutschland nötig, sich erpressen zu lassen?
    Bei Helmut Schmidt wäre das nicht passiert.Anonymous Userum 12:05

    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:30:20 AM
  • Merkel-Sprecher: Freiheit der Kunst und Pressefreiheit nicht verhandelbar

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: imago/CommenLens) 

    Die Bundesregierung will den förmlichen Wunsch der Türkei nach Strafverfolgung von Böhmermann wegen des umstrittenen Erdogan-Gedichts des Satirikers prüfen. Dies werde ein paar Tage, aber nicht Wochen dauern, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. 

    Seibert betonte, die Freiheit der Kunst und die Pressefreiheit seien für Kanzlerin Angela Merkel weder nach innen noch nach außen verhandelbar. Dies gelte unabhängig davon, ob sie etwas für geschmacklos halte und davon, dass die EU mit der Türkei in der Flüchtlingskrise zusammenarbeite.
  • Mit jedem Tag, der vergeht, ohne dass die Bundesregierung eine Entscheidung getroffen hat, könnte die Affäre Merkel mehr schaden. User "Hardy" glaubt, wenn jetzt Bundestagswahl wäre, hätte die CDU ein Problem:
    Schade, dass keine Bundestags-Wahlen anstehen, Angi würde bei diesem Kurs gegen Böhmermann keine Stimmen mehr bekommen. Der CDU ginge es wie der SPD in Baden-Württemberg.Hardyum 12:05

  • User "Bärenthal" ist enttäuscht von Angela Merkel:

    Ich denke, unser Böhmermann ist einen Schritt zu weit gegangen, Satire darf nicht beleidigend wirken, sonst stößt sie ab. Aber enttäuscht bin ich von "meiner" Kanzlerin, denn es gibt keinen Grund, gerade diesem Diktator Erdogan in den Allerwertesten zu kriechen. So viel kann ein Abkommen doch nicht wert sein. Ich denke Merkel ist schon mit Verfallsdatum versehen.Bärenthalum 12:06

  • Eine sehr differenzierte Meinung hat User "Friederich". Für ihn ist die Gesetzeslage eindeutig:

    Ich sehe Erdogan kritisch, nicht jedoch die Türken und schon gar nicht die Moslems.
    Ich sehe Netanjahu kritisch, nicht jedoch die Israelis und schon gar nicht die Juden.
    Böhmermanns Schmähgedicht (zu sehen auf youtube) ist rassistisch, widerwärtig beleidigend und "bewusst verletzend", wie schon Frau Merkel sagt.
    Und er hat zuvor sein Wissen um die Strafbarkeit seiner Handlung bestätigt. Die unabhängige deutsche Gerichtsbarkeit hat gar keine Wahl: Die Gesetzeslage ist eindeutig. Frau Merkel braucht sich nicht weiter darum kümmern.
    Ob Welke und Hallervorden für Böhmermann auch dann in die Bresche gesprungen wären, wenn er den gleichen Text angepasst an jüdische "Eigenheiten" über Netanjahu gesagt hätte?
    Natürlich nicht. Keiner der jetzt so verständnisvollen Verteidiger solch widerlicher "Meinungsfreiheit" hätte sich aus der Deckung gewagt.Friederichum 12:06

  • Präsident Erdogan muss sich ein dickeres Fell zulegen. So sieht es User "Reling":

    Im Recht ist: DIE DEMOKRATIE! Wenn Erdogan das nicht begreift, dann lebt er im falschen Jahrhundert.
    Wer als Politiker oben steht, muss mit sowas rechnen. Wie oft wurde Frau Merkel schon als "Hitler" dargestellt? Und hat sie was dagegen unternommen? Natürlich nicht, denn als Politiker muss man sowas vertragen.Relingum 12:06

    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:45:21 AM
  • Die Kontroverse ist auch eine Chance


    Ansgar Heveling sieht die Kontroverse um Böhmermann als Chance für die Außendarstellung der Bundesrepublik. "Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass der unabhängigen Justiz die Möglichkeit gegeben wird zu überprüfen, ob die Äußerungen von Herrn Böhmermann gegen den türkischen Präsidenten als Schmähkritik den Tatbestand der Beleidigung eines Staatsoberhauptes erfüllen", sagte der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag der "Rheinischen Post". "Eine solche Überprüfung wäre ein Signal dafür, dass wir solche Streitfragen unserer unabhängigen Justiz überlassen."

    Ähnlich sieht es Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Grünen: "Die Bundesregierung sollte den Fall unkommentiert der deutschen Justiz überlassen und damit Erdogan mit einem weiteren Prinzip demokratischer Staaten vertraut machen - der Gewaltenteilung." 
    von Michael Glang bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:46:46 AM
  • Viele User schlagen sich auf die Seite Böhmermanns, sie sind enttäuscht von Kanzlerin Merkel. So auch "Rocky Balboa":

    Ich war in der ganzen Flüchtlingspolitik der Meinung unserer Kanzlerin und habe sie für ihre Standfestigkeit geschätzt, fast bewundert! Aber: Dafür, dass unsere Kanzlerin sich derart dem türkischen Despoten unterworfen und angebiedert hat, sollte sie SOFORT zurücktreten! Was hier gerade geschieht, geht gar nicht! Ein selbstgefälliger und vollkommen größenwahnsinniger Spinner in Ankara greift direkt in die Rechte jedes einzelnen Bürgers unseres Landes ein! Und die Kanzlerin schaut nicht nur zu - sie ermutigt sogar durch ihr Verhalten dazu! Das muss man sich mal vorstellen!!!
    Die Aktion von Böhmermann fand ich auch eher flach - aber spätestens jetzt stehe ich zu 100 % hinter ihm! Das Verhalten Merkels und des spinnerten Paschas sind Beweis dafür, dass die Aktion von Böhmermann dringend nötig war um uns zu zeigen, wie weit wir schon hin sind!
    Ich kaufe keine Jeans aus der Türkei mehr, mache dort keinen Urlaub und wünsche mir, dass alle freien Türken die Türkei verlassen und zu uns kommen!Rocky Balboaum 12:06



    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:54:03 AM
  • Steinmeier zweifelt an Strafverfahren gegen Böhmermann


    Ganz frisch kommen Stimmen aus dem Auswärtigen Amt über den Ticker. Dort wird ein mögliches Strafverfahren gegen Böhmermann kritisch gesehen. "Wir sind skeptisch, ob das Strafrecht der richtige Weg sein kann", heißt es aus dem Umfeld von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. "Von einer Hängepartie hat niemand etwas."
    von Michael Glang bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:55:46 AM
  • Ist es wirklich so einfach? Böhmermanns Kunstgriff in der Kritik:

    Jeder, der heute jemanden beleidigen will, sollte vorher ankündigen, dass es sich bei der Beleidigung gegen diese Personen um eine satirische Schmähschrift handelt und dass es in Deutschland nicht erlaubt sei. Vor Gericht kann man sich dann als Satiriker rechtfertigen.Satirikerum 12:54

  • Viele Leser sind der Meinung, dass Böhmermann über das Ziel hinaus geschossen ist. Auch seine Ankündigung, jetzt komme etwas Verbotenes, wird kritisiert. 

    Er weist darauf hin, dass so etwas in Deutschland nicht geht und wählt als Forum für sein Schmähgedicht das ZDF, eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Und genau das ist zu kritisieren.
    Es gibt jede Menge anderer Möglichkeiten, die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland auszuloten.Ruppi1um 12:31


    Ich habe es nicht persönlich mitbekommen. Aber wenn Herr Böhmermann vorher sagt, dies wäre verboten, dann darf er das auch nicht äußern.  Aber ob man dem ganzen so viel Aufmerksamkeit widmen sollte, ist fraglich. Die Welt hat dringendere Probleme zu lösen.MSchifferum 12:31


    von Michael Glang bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 10:58:51 AM
  • Wir haben übrigens ganz bewusst auf das Posten des Gedichts im Wortlaut verzichtet. Da gibt es tatsächlich einige sehr beleidigende Passagen, so wie Leser Thomas es schreibt. Falls Sie es aber (noch) einmal lesen möchten, werden Sie im Internet an vielen Stellen fündig. 


    Ich habe das Gedicht gehört, ich war entsetzt, weil es voller persönlicher absurder Beleidigungen war. Ich liebe Satire, aber dieses Gedicht ist fern ab von jeder Satire.Thomasum 12:54

    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:02:44 AM
  • Es gibt auch Leser, die die Kanzlerin verteidigen und Böhmermanns Aktion für ein Desaster halten. So sieht es zum Beispiel Harald Reichebner:


    Schreibe hier zum ersten mal: 1.) Was Herr Böhmermann als Satire tarnen möchte, ist schlichtweg ein klassisches Verbrechen - einen Menschen als "Ziegenficker" zu bezeichnen ist in jeder Demokratie abzulehnen - und ich bin sicher kein Erdogan-Freund - 2.) Herr Böhmermann ist von der ZDF-Rechtsberatung in die Irre geführt worden - denn vorweg das "Verbot" zu benennen um es dann als "Satire" umzudeuten, ist in keinem Rechtsstaat zu machen 3.) Frau Merkel hat absolut Recht und das hat nichts mit EU oder Türkei-Anbiederung zu tun - es ist die erste Pflicht der Kanzlerin, das Recht und das Rechtsleben zu schützen 4.) Es ist vor allem politisch dumm, Herrn Erdogan so zu beschimpfen - das macht uns klein. Den Herrn Erdogan muss man politisch korrekt behandeln - ihm zeigen wie ein Rechtsstaat mit Menschen wie ihm umgeht 5.) Herr Bömermann ist einfach ein Desaster der "Dummheit", getarnt als "Witzbold" - NEIN- so nicht!Harald Reichebnerum 13:05


    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:08:32 AM
  • Warum überschritt Böhmermann die Grenze?

    Jan Böhmermann im TV-Studio. (Foto: dpa) 

    Offen bleiben die Motive von Jan Böhmermann. Dass er mit seinem Gedicht für Wirbel sorgen würde, war ihm sicher klar. Wollte er ausloten, wie es um die Meinungsfreiheit in Deutschland steht? Ging es ihm bloß um Aufmerksamkeit? Was denken Sie?

    von Michael Glang bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:12:10 AM
  • Viele User beschäftigt die Frage, was eigentlich das Ziel von Jan Böhmermann war. Wie ernst ist es den Deutschen mit der Meinungsfreiheit, wenn große politische Interessen auf dem Spiel stehen?


    Oliver Kalkofe hat zu dem Thema aus meiner Sicht völlig richtig kommentiert. Es geht bei der Sache doch nicht um das Gedicht, das man schlecht, gut etc. findet. Es geht um unsere Meinungsfreiheit- und Redefreiheit, die Herr Erdogan versuchte einzuschränken, als der extra3 den Nena-Titel für eine Satire verwendete. Und es geht darum, dass unsere Regierung nicht im Stande war, Herrn Erdogan schon damals in die Schranken zu weisen. Kommt Erdogan jetzt mit seiner Vorgehensweise durch, ist das eine Bankrotterklärung unserer Regierung.Anonymous Userum 13:09

  • "Alf" glaubt, dass Jan Böhmermann sein Ziel erreicht hat:

    Ich denke, Böhmermann bezweckt mit seinem Gedicht wie so oft mehrere Ziele: zum einen klar die Aufmerksamkeit. Zum anderen ist er aber bekannt dafür, Dinge kritisch zu hinterfragen und zu provozieren. Kein anderer Moderator wagt sich soweit vor. Ob Beleidigungen in diesem Fall der richtige Weg sind, sei dahingestellt. Aber Fakt bleibt doch: Es gibt Bewegung in Deutschland. Ist das nicht sogar sein Ziel, zum Umdenken anzuregen?Alfum 13:16

    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:20:50 AM
  • "Irrlicht" wünscht sich, dass in unruhigen Tagen die Satiriker etwas mehr Vorsicht walten lassen. 

    In solchen Zeiten, in denen es überall "knistert", sollte man eine feinere Kritik anwenden und nicht noch "Öl ins Feuer gießen"...Irrlichtum 13:13

    von Michael Glang bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:28:35 AM
  • "Menschenfreund" unterscheidet ausdrücklich zwischen dem türkischen Volk und Erdogans Politik. Im Zweifel würde er Böhmermann sogar finanziell unterstützen...

    Ich bin ein Freund der Türken, und daher prangere ich an,
    was Erdogan mit Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Polizeigewalt etc. 
    macht. Solche Satire ist wichtig, denn nun sieht man, was sie bewirkt. Die Machenschaften dieses diktatorischen Präsidenten (?) werden in breiter Öffentlichkeit bloßgestellt und diskutiert. Sollte es einen Spendenfond für Jan Böhmermann geben, um juristische Kosten zu bestreiten, werde ich Geld dafür geben.
    von Michael Glang bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:33:28 AM
  • Auch auf unserer Facebook-Seite haben Leser diskutiert. Cornelia R. schreibt:

    Wenn Böhmermann wegen Erdogan für Worte vor Gericht gestellt wird, dürfen wir dann auch Erdogan vor Gericht stellen wegen dem Massenmord an Armeniern und wegen der Tötung von Kurden? Das waren schließlich richtige Verbrechen.

    Ralf R. nimmt es mit Humor und würde Böhmermann in die Türkei schicken:

    Also ich bin dafür, dass Böhmermann hart bestraft wird, er muss 3 Tage an den Bosporus reisen und dort einen Tag undercover in einem Dönerladen arbeiten ... so was Lächerliches wird dann sicher noch im Bundestag diskutiert ... dem Schwachsinn sind ja keine Grenzen mehr gesetzt, also muss er verurteilt werden, Strafe muss eben sein.

    Und Birgit F. sieht es so:

    Satire muss Satire bleiben, man kann doch deswegen keinen verhaften, und Merkel steht noch auf Erdogans Seite, unfassbar!!!

    ...wobei - dass Merkel auf Erdogans Seite steht, nur weil sie das Ansinnen der Türkei nicht sofort abgeblockt hat, muss man nicht so sehen.

    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:37:05 AM
  • Böhmermann, ein Wichtigtuer - meint "leopard":

    Man kann nur schwer fundiert kommentieren, wenn kaum jemand das "Werk" kennt, weil es jetzt keiner wagt, es zu drucken. Generell muss man sagen, dass die von dem "Satiriker"angewandte Methode so ist, als würde ein Lehrer zur Klasse sagen: "Ich zeige euch jetzt mal, was ich keinesfalls darf!"..... und einem missliebigen Schüler eine saftige
    Ohrfeige geben. Verdient hat so etwas dieser Böhmermann. Ein Wichtigtuer seit jeher.leopardum 13:42



    von Martina Engesser bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:43:52 AM
  • Lieber Leser, wir kommen zum Ende unseres Debattenblogs zum Streit zwischen Böhmermann und Erdogan, uns haben viele interessante Beiträge erreicht. 

    An unserem Voting haben knapp 30.000 Menschen teilgenommen. Nur etwa ein Viertel denkt, Böhmermann sei zu weit gegangen. 75 Prozent sind der Meinung, dass sich die "Schmähkritik" im Rahmen bewegt. 

    Folgende Punkte haben Sie ebenfalls angesprochen: 
    • Enttäuschung über das Verhalten von Kanzlerin Merkel
    • Böhmermann hat ganz bewusst provoziert
    • Die Arbeit des Satirikers wird durchweg kontrovers diskutiert
    • Schmähungen gegen Erdogan richten sich nicht gegen das türkische Volk
    • Auf jeden Fall wird das Thema in den nächsten Tagen weiter heiß diskutiert werden und man darf gespannt sein, ob die Bundesregierung ein Ermittlungsverfahren ermöglicht. Wir verabschieden uns und sagen "Danke" fürs Mitmachen. 
    von Michael Glang bearbeitet von Andrea Goesch 4/12/2016 11:46:42 AM
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