Das dritte TV-Duell zwischen Trump und Clinton
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Das dritte TV-Duell zwischen Trump und Clinton Live

  • Erneut äußert sich US-Präsident Barack Obama zu den sexistischen Äußerungen von Donald Trump in einem Video. «Der Präsident fand die Aufnahmen genauso abscheulich wie die meisten Amerikaner», so sein Sprecher Josh Earnest. Obama hatte die Bemerkungen bereits am vergangenen Wochenende verurteilt. Dass der republikanische Präsidentschaftskandidat Frauen erniedrige, sich über Behinderte lustig mache und Veteranen beleidige, sei bezeichnend, so der Präsident. «Er ist selbst so unsicher, dass er sich stark fühlt, wenn er andere Leute demütigt», erklärt er.

  • Der Streit zwischen Donald Trump und führenden Vertretern seiner eigenen Partei eskaliert. Trump wirft dem mächtigen Republikaner Paul Ryan und anderen vor, seinen Wahlkampf zu torpedieren. Auf Twitter setzt Trump gleich mehrere Botschaften ab, in denen er seiner Wut freien Lauf ließ. Ryan nennt er eine «schwache und erfolglose Führungsfigur». Abtrünnige Republikaner seien viel problematischer als seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton, klagt er weiter. «Sie greifen einen von allen Seiten an. Sie wissen einfach nicht, wie man gewinnt. Ich werde es ihnen zeigen.» Die Loyalität im demokratischen Lager sei viel größer.

    Er machte deutlich, dass ihm nichts daran gelegen ist, die Risse zu kitten. «Es ist so schön, dass mir die Fesseln abgenommen wurden, und ich jetzt so für Amerika kämpfen kann, wie ich es will.»


    Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa/Archiv
  • Hillary Clintons Wahlkampfchef John Podesta beschuldigt russische Geheimdienste, hinter einem Hackerangriff auf sein E-Mail-Konto zu stecken. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am vergangenen Freitag und Dienstag eine große E-Mail-Sammlung ins Netz gestellt, bei der es sich um Korrespondenz Podestas handeln soll. Der Teamchef von Hillary Clinton beschuldigt Medienberichten zufolge zudem das Wahlkampfteam von Donald Trump, vom Wikileaks-Gründer Julian Assange im Voraus über die Veröffentlichung der gehackten E-Mails informiert worden zu sein.

    Der Zeitpunkt - am Tag des Erscheinens eines Videos, in dem frauenfeindliche und vulgäre Äußerungen Trumps aus dem Jahr 2005 zu hören sind - sei kein Zufall. Außerdem habe Trumps Berater Roger Stone im August in Zusammenhang mit den Hackerangriffen getwittert, auch Podestas Zeit komme bald.

  • Ich bin das Letzte, was noch zwischen Ihnen und der Apokalypse steht. 

    Hillary Clinton im «New York Times Magazine» über ihren Wahlkampf gegen Donald Trump.
  • Donald Trump nannte es einst das achte Weltwunder - nun sind die Türen seines ehemals prunkvollsten Kasinos geschlossen. Das «Trump Taj Mahal» in der US-Glückspielhochburg Atlantic City stellte nach monatelangem Streik den Betrieb ein. Die Kasino- und Hotelanlage hatte zuletzt etwa 3000 Mitarbeiter. Der New Yorker Immobilien-Tycoon und republikanische US-Präsidentschaftskandidat Trump hatte das Kasino 1990 mit großem Rummel als Vorzeigeobjekt eröffnet - zur Premiere kamen Pop-Legende Michael Jackson und 75.000 Fans. 

    Doch das Mega-Projekt, das alle anderen Glückspieltempel in Atlantic City in den Schatten stellte, wurde rasch zum finanziellen Flop. Es folgte der erste von vier Insolvenzanträgen für Firmen aus Trumps Kasino-Imperium. 2009 zog sich der Unternehmer weitgehend aus dem Glückspielgeschäft in der US-Östküstenstadt zurück. Die letzten Anteile an der Kasino-Gesellschaft Trump Entertainment Resorts gab Trump im März im Zuge einer Umstrukturierung ab. Der mit ihm befreundete New Yorker Hedgefonds-Investor Carl Icahn übernahm die Kontrolle. Nach einem erbitterten Streit mit der Gewerkschaft erklärte Icahn die Sanierung vor gut zwei Monaten für gescheitert. 


    Das «Trump Taj Mahal» in der US-Glückspielhochburg Atlantic City ist geschlossen. Foto: Hannes Breustedt, dpa
  • Donald Trump wirft führenden Vertretern seiner Partei vor, seinen Wahlkampf zu torpedieren. «Trotz eines Erdrutschsieges in der zweiten Debatte (...) ist es schwierig, gut zu sein, wenn Paul Ryan und andere null Unterstützung geben», schreibt Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Ryan, der Vorsitzender des Repräsentantenhauses ist, hatte Trump wegen eines Videos mit sexistischen Äußerungen kritisiert.



  • New Jerseys Gouverneur Chris Christie kritisiert seinen Parteikollegen und US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump für dessen sexistische Äußerungen. «Es ist komplett unvertretbar und ich werde es nicht verteidigen und habe es auch nicht verteidigt», sagt Christie mit Blick auf das Video mit sexistischen und vulgären Äußerungen Trumps über Frauen. «Solches Gerede und solche Unterhaltungen sind selbst im Privaten einfach unzumutbar», sagt der Politiker im Sport-Radiosender WFAN. 

    Der Republikaner Christie sagt aber auch, weiter hinter Trump zu stehen. «Ich unterstütze Donald immer noch», sagt Christie. Er habe Trump nach der Veröffentlichung des Videos gedrängt, sich für die Kommentare zu entschuldigen. Trotz wachsender Kritik innerhalb der republikanischen Partei kann Trump nach wie vor auf die Anti-Establishment-Fraktion zählen, zu der neben Christie etwa auch der frühere Neurochirurg Ben Carson gehört. Beide waren Trumps Kontrahenten im Vorwahlkampf.



  • Ein pummeliger Mann in einem roten Pullover hat den US-Präsidentschaftskandidaten bei deren zweitem TV-Duell die Show gestohlen. Ken Bone saß bei der Debatte im Publikum und stellte Hillary Clinton und Donald Trump eine Frage - und ist seitdem zum Star geworden. Mit unzähligen Kommentaren, Foto-Montagen und Videos wurde der 34-jährige Brillen- und Schnauzbartträger in sozialen Medien gefeiert - zum einen für seine sachliche Frage zur Energiepolitik, vor allem aber wegen seines liebenswerten Aussehens.

    «Hast du eine Ahnung, wie niedlich du bist», fragt ihn der Late-Night-Talkmaster Jimmy Kimmel bei einem Interview in dessen Sendung. «Definitiv», antwortet Bone, dem auch wegen seines schlagfertigen Umgangs mit seinem plötzlichen Status als Internetphänomen viel Sympathie zuteil wird. Zu seiner Popularität trägt zudem sein Nachname bei, der «Knochen» bedeutet und viele amüsiert, weil das Wort auch in Bezug auf Sex verwendet wird. Nicht zuletzt ist Bones Prominenz wohl damit zu erklären, dass er einen Lichtblick in einer Debatte darstellte, die zur Schlammschlacht wurde - sowie insgesamt in dem für viele deprimierenden Wahlkampf.

  • Das britische Satireblatt «Private Eye» fasst auf seinem jüngsten Cover prägnant zusammen, wofür der Kandidat Donald Trump im Gegensatz zum einstigen Kandidaten Barack Obama steht. Während der heutige US-Präsident die Amerikaner im Wahlkampf 2008 mit dem Slogan «Hope» (Hoffnung) an die Urnen lockte, steht Trump heute für viele vor allem für eines: «Grope» (grapschen).



  • Der Republikaner und Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger kritisiert Donald Trump für dessen Frauenbild. «Ich war als Mann kein 'Heiliger', meine Fehler sind öffentlich bekannt, ich musste mich bisweilen bei den Frauen entschuldigen», sagt der Schauspieler der italienischen Zeitung «Corriere della Sera». «Aber der Respekt zwischen den beiden Geschlechtern ist die Grundlage für soziale Beziehungen.» 

    Die zweite TV-Debatte zwischen dem Republikaner Trump und seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton sei ein «wahrer Krieg der Positionen, Stile (...) und privaten Anschuldigungen» gewesen. Eine Haltung - egal von wem -, die das Engagement, die Rolle und die Präsenz von Frauen herabsetze, halte er für «nicht akzeptabel». Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien Schwarzenegger wiederholte in dem Interview auch, er werde bei der Wahl am 8. November nicht für Trump stimmen.


    Pflegt ein anderes Frauenbild als Donald Trump: Arnold Schwarzenegger, dpa/Archiv
  • Die jüngste TV-Debatte Hillary Clinton versus Donald Trump galt den meisten Beobachtern als ziemlich rüde. Doch man kann auch einen ganz anderen Blick auf die Diskussion haben, die Stimmen der Akteure aussparen und das Ganze mit jenem Song von Franke Previte, John DeNicola und Donald Markowitz unterlegen, der einst den Soundtrack zum Film Dirty Dancing so irre erfolgreich machte. Mittlerweile ist der Clip ein millionenfach geklickter Internet-Hit.

  • Starinvestor Warren Buffett weist Anschuldigungen von Donald Trump zurück, in großem Stil von US-Steuergesetzen zugunsten von Reichen profitiert zu haben. 2015 habe er auf ein Bruttoeinkommen von 11,6 Millionen Dollar 1,8 Millionen an Bundessteuern gezahlt, teilt Buffett mit. Grund für den relativ geringen Steuersatz sei, dass er gemeinnützige Spendengelder in Höhe von insgesamt 3,5 Millionen Dollar abgesetzt habe. 

    Trump warf Buffett beim zweiten TV-Duell mit seiner Rivalin Hillary Clinton vor, «massive Steuerabschreibungen» für sich auszunutzen. Trump selbst steht im Verdacht, dank gesetzlicher Schlupflöcher für Immobilien-Unternehmer über Jahre überhaupt keine Steuern auf Bundesebene gezahlt zu haben. Er ist der erste Präsidentschaftskandidat seit Jahrzehnten, der sich weigert, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Er begründet dies mit einer laufenden Prüfung der Steuerbehörden. Buffett erklärt indes, dass auch seine Steuern derzeit geprüft würden, das aber kein Problem bei einer Veröffentlichung sei - auch für Trump nicht.


    Ist ein Unterstützer Hillary Clintons, der sich schon länger für eine stärkere Besteuerung von Reichen einsetzt: Warren Buffet. Foto: Arne Dedert, dpa/Archiv
  • Können die Republikaner Donald Trump als Kandidaten für das Weiße Hause loswerden? Nein, das ist praktisch unmöglich. Das Regelwerk der Republikaner ist vergleichsweise eindeutig - und vor allem: die Zeit rennt. Der Fall eines Ersetzens eines gewählten Kandidaten wird in Regel 9 der Republikaner-Satzung formuliert. Demnach können die 168 Mitglieder das National Committee der Republikaner den Kandidaten nur dann ersetzen, wenn er stirbt oder dahinsiecht. Allerdings wird auch der Passus «oder anderweitig» genannt, der vieles offenlässt. In der bisherigen Auslegung war damit lediglich der freiwillige Verzicht eines Kandidaten gemeint.

    Hauptproblem für die Republikaner wäre der Zeitfaktor. Ein neuer Kandidat - etwa Vizepräsidentschaftsbewerber Mike Pence oder Parlaments-Vorsitzender Paul Ryan - könnten kaum die in den 50 Staaten notwendige und häufig unterschiedlich gehandhabte Prozedur schaffen, um überhaupt wählbar zu werden. Dafür sind oft viele Unterschriften von Unterstützern notwendig. 


    Kaum Chancen für die Republikaner ihn loszuwerden: Donald Trump. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa
  • Donald Trump greift seinen Parteikollegen Paul Ryan nach dessen Kritik scharf an. «Paul Ryan sollte mehr Zeit mit einem ausgeglichen Haushalt, Arbeitsplätzen und illegaler Einwanderung verbringen und sie nicht damit verschwenden, den republikanischen Kandidaten zu bekämpfen», schreibt Trump auf Twitter.



  • Nach dem Skandal um sexistische Äußerungen von Donald Trump will der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, nicht mehr das Wort für den republikanischen Kandidaten ergreifen. Das sagt Ryan in einem Telefonat mit Abgeordneten, wie der Sender MSNBC und «Politico» berichten. Ryan erklärt demnach, er wolle Trump nicht mehr verteidigen und sich stattdessen auf die Kongresswahlen konzentrieren. Als Vorsitzender des Abgeordnetenhauses ist er der derzeit mächtigste Republikaner. Ryan kritisiert Trump in der Vergangenheit immer wieder, rang sich aber im Juni doch zur Unterstützung des umstrittenen Kandidaten durch. 


    Will Donald Trump nicht mehr verteidigen: Paul Ryan. Foto: Shawn Thew, epa/dpa/Archiv
  • Eine aktualisierte Gafik zur Wahl am 8. November:


    Grafik: J. Reschke/D. Dytert
  • Die US-Presse kommentiert in ihren heutigen Ausgaben selbstverständlich schwerpunktmäßig die TV-Debatte von Hillary Clinton und Donald Trump. Eine kleine Auswahl:

    Donald Trump hat seine hemmungslose Kampagne auf ein Thema heruntergefahren: den Hass auf Hillary und Bill Clinton. Während republikanische Amtsinhaber Anzeichen davon zeigen, dass sie ihn im Stich lassen, arbeitete er sich daran ab, Clinton zu dämonisieren (...) und seine Kernanhängerschaft daran zu erinnern, dass sie das Einzige ist, was zwischen ihm und dem Präsidentenamt steht. 

    «New York Times»
    Was sich hier Sonntagnacht ereignet hat, wird wahrscheinlich als das Spektakel von St. Louis in Erinnerung bleiben: eine Debatte, umrahmt von schmutzigen Ereignissen, die Trump isoliert, trotzig und politisch verwundet zurückließen, eine republikanische Partei, die im Krieg mit sich selbst ist und ein Land, das sich in einem Wahlkampf wiederfindet, der Themen und sogar einigermaßen zivilisierte Debatten hinter sich gelassen hat (...).

    «Washington Post»
    Es war zum großen Teil eine Debatte über Donald Trump, persönliche Angriffe, und die Neunziger, eine Zeit, in der Bill Clinton Präsident war. Die Fragen des Publikums - ohnehin nur sporadisch - dienten den Kandidaten nur dazu, sich gegenseitig anzugreifen.

    «Boston Globe»
    (...) Wenn es das Gebot dieser Debatte für Trump war, den Angriff zu überleben und zurück auf die Füße zu kommen, dann ist ihm das gelungen.

    «Wall Street Journal»
  • Die hitzige Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump hat auch zeitgleich bei Twitter eine enorme Rolle gespielt. Im Bezug auf die Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten wurden 17 Millionen Tweets abgesetzt, wie der Kurznachrichtendienst mitteilt. Drei Momente lösten demnach besonders heftige Reaktionen aus: Als Trump sagte, er stimme in der Syrien-Politik nicht mit seinem Vize-Kandidat Mike Pence überein. Als er sich selbst als Gentleman bezeichnete sowie Trumps Ankündigung, die Demokratin Clinton unter seiner Regierung ins Gefängnis bringen zu wollen. Das am häufigsten genannte Thema in allen Tweets war «Terrorismus».

  • Was bleibt vom zweiten Aufeinandetreffen festzuhalten - das Wichtigste in Kürze: 

    ▪ In einer hitzig geführten Debatte haben sich Hillary Clinton und Donald Trump gegenseitig mit herben Vorwürfen überzogen. Der Republikaner forderte sogar Haft für seine Gegnerin wegen ihres Umgangs mit ihren dienstlichen E-Mails als US-Außenministerin. 

    ▪ Die Demokratin Clinton bezichtigte Trump mehrmals, falsche Angaben zu machen. «Was Sie von Donald hören, ist wieder nicht wahr. Er lebt in einer parallelen Realität.»

    ▪ In der Debatte um das Video mit sexistischen Äußerungen zeigte sich Trump reuig. «Ich schäme mich.» Er achte die Frauen. «Niemand respektiert Frauen mehr als ich», erklärte Trump. Seine Äußerungen bezeichnete er als «Umkleidekabinen-Gespräche»

    ▪ Clinton gab ihrerseits Versäumnisse beim Umgang mit ihren E-Mails in ihrer Zeit als Außenministerin zu. «Es war ein Fehler», sagte sie zu der Praxis, dienstliche E-Mails als US-Außenministerin von einem privaten und nicht gesicherten Server zu versenden.

    ▪ In der Debatte um die Behandlung von Muslimen in den USA forderte Clinton mehr Toleranz. «Meine Vision von Amerika ist ein Amerika, in dem jeder einen Platz hat.» Trump bekräftigte dagegen, dass Muslime vor deren Einreise in die USA «extrem» überprüft werden müssten

    Trump gab zu, Schlupflöcher im Steuersystem der USA ausgenutzt und damit 916 Millionen Dollar gespart zu haben. Clinton habe dies als Senatorin in New York selbst ermöglicht. «Die Leute, die ihr all das Geld geben, wollen das so», erklärte Trump mit Blick auf Clintons Parteispender.

  • Die politische Korrespondentin Dana Bash von CNN sieht nach Donald Trumps Gefängnis-Äußerung gegenüber Hillary Clinton Parallelen mit Josef Stalin und Adolf Hitler. Wenn ein Kandidat für den Fall der Machtübernahme dem anderen mit Gefängnis drohe, dann frage sie sich, was die USA dann noch von Diktaturen unterscheide, so Bash nach der Debatte. Für sie seinen Trumps Worte schlicht «atemberaubend».  


    Dana Bash reacts to second presidential debate

    Uploaded by TP Clips on 2016-10-10.

    YouTube | by TP Clips
  • Interessante Randnotiz: Der mexikanische Peso profitiert von der Veröffentlichung eines Videos mit frauenfeindlichen Äußerungen Donald Trumps. Am Morgen gewann der Peso zum US-Dollar etwa 1,5 Prozent an Wert. Nach Meinung politischer Beobachter schmälert das Bekanntwerden der Aufnahme die Wahlchancen Trumps. Als weiterer Grund für die Kursgewinne wurde auch eine Telefonumfrage nach dem jüngsten TV-Duell zwischen Trump und seiner demokratischen Gegnerin Hillary Clinton genannt.

    Die Kursgewinne des Peso sind mit der engen wirtschaftlichen Verbundenheit Mexikos mit den USA zu erklären. Das Land steht über das Freihandelsabkommen Nafta in engem Handel mit den Vereinigten Staaten. Trump will das Abkommen neu verhandeln, falls er Präsident wird. Zudem will er zwischen den USA und Mexiko eine Mauer erreichten, um mexikanische Migranten fernzuhalten. Die Kosten des Mauerbaus soll diesem Plan zufolge Mexiko tragen.



  • Im Zusammenhang mit der Lage in Syrien hat Donald Trump seinem Vize Mike Pence widersprochen. Während dieser kürzlich dafür geworben hatte, dass die USA sich darauf vorbereiten müssten, «das Assad-Regime militärisch anzugreifen, um eine humanitäre Katastrophe in Aleppo zu verhindern», lehnte Trump diese Haltung nun ab. «Er und ich haben nicht miteinander gesprochen, und er und ich stimmen nicht überein», sagte Trump in St. Louis

    Während Pence scharfe Kritik an Russland geübt hatte, sagte Trump, er betrachte Moskau nicht als Problem, da die russische Führung den IS bekämpfe. Eine Auffassung, die laut CNN weder von US-Geheimdiensten noch von der Regierung in Washington noch von den US-Verbündeten geteilt würde. 


    Foto: Gary He, epa/dpa
  • Übrigens: Im Skandal um ein Video mit frauenfeindlichen Äußerungen Donald Trumps hat der Fernsehsender NBC den Moderator Billy Bush beurlaubt. Der Cousin des gescheiterten Präsidentschaftsbewerbers Jeb Bush und des Altpräsidenten George W. Bush war der Gesprächspartner Trumps in dem Video aus dem Jahr 2005.  Auch er hatte Worte in den Mund genommen, die nicht gesellschaftsfähig sind.

    Bushs Vorgesetzter in der «Today»-Show bei NBC, Noah Oppenheim, begründet die Suspendierung in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Das Schriftstück liegt der «New York Times» vor. «Lasst mich ganz klar sein: Es gibt einfach keine Entschuldigung für Billys Wortwahl und sein Verhalten in dem Video», heißt es darin. Für wie lange die Beurlaubung sein wird, war zunächst nicht bekannt. Bush hatte sich bereits am Freitag entschuldigt. 


    Moderator Billy Bush ist bis auf Weiteres aufgrund seiner Wortwahl nicht mehr bei seinem Arbeitgeber erwünscht. Foto: Paul Buck, dpa/Archiv
  • Die Möglichkeit, sich während der zweiten TV-Debatte frei auf der Bühne zu bewegen, hat Donald Trump nach Ansicht vieler Beobachter nicht unbedingt zum Vorteil gereicht. Insbesondere seine Körpersprache während der Diskussion um die Gesundheitspolitik wirkte auf manche geradezu bedrohlich



  • Als «hässlichste Debatte in der Geschichte Amerikas» bezeichnet die US-Politik-Webseite Politico das TV-Duell. Der Grund: die Kandidaten hätten sich gegenseitig als «Lügner, nicht vertrauenswürdig und für das Amt ungeeignet» bezeichnet. So sei es weniger um ihre politischen Differenzen als viel mehr um charakterliche Grundmerkmale gegangen. 


    Foto: Jim Lo Sclazo, epa/dpa
  • Die schärfste Kritik aber kommt vom früheren US-Justizminister Eric Holder, der Trumps Drohung mit dem Verhalten des einstigen Präsidenten Richard Nixon während des Watergate-Skandals vergleicht. «Trump ist gefährlich/ungeeignet.»



  • Trumps Drohung, im Falle eines Wahlsieges einen Sonderstaatsanwalt gegen Clinton einsetzen zu wollen, sorgt auch in der eigenen Partei für Befremden. «Siegreiche Kandidaten drohen nicht damit, Gegner ins Gefängnis zu werfen. Präsidenten drohen nicht mit der Strafverfolgung von einzelnen Personen», kritisiert der frühere Pressesprecher von Expräsident George W. Bush, Ari Fleischer.



  • Was war anders als beim ersten TV-Duell?

    Wie verhielt sich Donald Trump nach der Niederlage in Debatte eins? War er diesmal besser vorbereitet gegen die Nadelstiche Hillary Clintons?

    ▪ DER HANDSCHLAG: Anders als beim ersten Mal reichen sich beide zu Beginn nicht die Hände. Am Ende der Debatte holen sie es dann doch noch nach. 

    ▪ DAS ÜBERTHEMA: Trump konnte es nicht kleinreden; die sexistischen Äußerungen aus einem alten Video waren ein zentrales Thema des Abends.

    ▪ DIE ANKLAGENDEN FRAUEN: Trump hatte sie eingeladen: Frauen, die den Ex-Präsidenten Bill Clinton sexueller Übergriffe bezichtigen.

    ▪ TRUMPS AUFTRITT: Er war besser vorbereitet als beim letzten Mal und bemühte sich sichtlich darum, präsidialer zu erscheinen. Hin und wieder gelang es ihm aber nicht. Zu Beginn schien er nervös, das schüttelte er aber nach und nach ab, als er in die Offensive ging. 

    ▪ DER TONFALL: Beide wurden sehr schnell persönlich, teils aggressiv. Sie bezichtigten sich gegenseitig der Lüge, sprachen sich die Eignung für das Präsidentenamt ab.

    ▪ CLINTONS SCHWÄCHE: Die Demokratin hatte ihren Widersacher nicht so eindeutig im Griff wie beim ersten Duell. Hatte sie in Hempstead Trumps Angriffe noch elegant auf Distanz gehalten, ging sie diesmal mit ihm in den Nahkampf. Die Folge: Blessuren für beide. 

    ▪ DAS «TOWN-HALL»-FORMAT: In St. Louis durften neben den Moderatoren auch die Zuschauer Fragen stellen - sowohl aus dem Saal als auch online. 

  • Einmal mehr gab Trump Einblicke in sein nicht unbedingt von tieferen Zusammenhängen geprägtes Wissen über außenpolitische Themen. So behauptete er, Assad, Russland und Iran hätten eine Allianz gegen den IS gebildet, weil die amerikanische Außenpolitik so schwach sei.



  • Für Furore sorgt Trumps Forderung, die ehemalige Ministerin und First Lady müsse inhaftiert werden. Mit der Aussage hatte er beim Publikum in St.Louis einigen Jubel ausgelöst. Zuvor hatte Clinton gesagt, es sei gut, dass Trump nicht für die Gesetze zuständig sei.

  • Der Vater des getöteten Soldaten, Khizr Khan, reagierte kurz aber deutlich auf die Instrumentalisierung des Todes seines Sohnes durch Trump: «Das Einzige was Donald Trump opfert, ist die Wahrheit.»

  • Zuvor hatte Trump gesagt, der im Irak getötete muslimische US-Soldaten Humayun Khan wäre noch am Leben, wenn er Präsident wäre. Bereits vor Wochen hatte der Republikaner die Eltern des Gefallenen hart angegangen, weil diese ihn beim Parteitag der Demokraten kritisiert hatten.

  • Und Clintons Sprecher Jesse Lehrich demonstriert, dass er sich verbal durchaus in denselben Niederungen wie Donald Trump bewegen kann.



  • Während sich Hillary Clinton auf der Bühne ernst und beherrscht zeigte, geht ihr Team jenseits der Fernsehkameras Trump deutlich härter an. «Er hat geredet als wenn er Diktator einer Bananenrepublik würde», zitiert der Reporter der «Los Angeles Times» Clintons Wahlkampf-Manager Robby Mook. Dieser bezog sich dabei auf Trumps Äußerung einen Sonderstaatsanwalt zu berufen, der sich um die die «Verfehlungen» Clintons kümmern solle. 

  • Ich war überrascht von der Lawine absoluter Unwahrheit.

    Hillary Clinton nach der zweiten TV-Debatte auf CNN über den Auftritt ihres Konkurrenten Donald Trump.
  • «Es ist mit Sicherheit nicht für Hillary Clinton ausgegangen», meint hingegen der Kommunikationsexperte Christoph Schwab im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Ich würde sagen, es ist unentschieden gewesen.» 

  • Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat einer Blitzumfrage des Senders CNN zufolge auch die zweite Fernsehdebatte gegen Donald Trump gewonnen. Sie kam auf 57 Prozent, der Republikaner Trump auf 34 Prozent. Die Demokratin schnitt damit fünf Prozentpunkte schlechter ab als in der ersten Debatte. 


    Foto: Saul Loeb, epa/dpa
  • Der Herausgeber des Politik-Blogs thinkprogess.org fasst die Diskussion auf seine Weise zusammen: «Trump nach seiner Prahlerei mit sexuell übergriffigem Verhalten auf Frauen gefragt, er antwortete, dass er den IS zerstören würde - und die Leute sagen, er habe gewonnen.»



  • Gut gelaunt und offenbar mit seiner Leistung zufrieden. Donald Trump mit der ganzen Familie.



  • Im Netz sorgt nach der Debatte das Outfit von Trumps Frau Melania für Aufsehen. Angeblich handelt es sich um ein Designerstück namens «Pussy-Bow». Die Anspielung auf das weibliche Geschlecht könnte nach den frauenverachtenden Äußerungen Donald Trumps zumindest für Irritationen sorgen. 


    Angeblich in Gucci: Melania Trump. Foto: Rick T. Wilking, epa/dpa 
  • Erste Reaktionen nach der Debatte. Der österreichische Moderator Armin Wolf sieht Schwächen bei Clinton im Vergleich zur ersten Debatte.



  • Wenig überraschend - auch Donald Trump fühlt sich nach diesem Abend als Sieger. 



  • Donald Trumps Vize Mike Pence sieht erwartungsgemäß den Milliardär als Sieger. Pence hatte sich noch am Wochenende von Trumps frauenverachtenden Äußerungen distanziert.

  • Nur wenige Minuten nach der Debatte erklärt sich Clinton selbstbewusst zur Siegerin. 



  • Zu Beginn gab es keine Handshakes. Zum Ende reichen sich beide Kandidaten nun doch die Hand.

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