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Brexit - die Entscheidung - dpa

  • Weitere Überflutungen drohen - Vorteil für Brexit-Befürworter?

    Britische Wähler müssen beim EU-Referendum mit schlechtem WetterRegen und Überschwemmungen kämpfen. In England, speziell in London, droht erneut ein Regenchaos.

    "Heute können in kurzer Zeit noch einmal 30 bis 35 Liter pro Quadratmeter fallen", warnt Christian Schubert von MeteoGroup. Es bahnen sich ab dem Nachmittag schwere unwetterartige Gewitter mit reichlich Regen an. Da es schon sehr stark geregnet hat, drohen Überflutungen.

    In der Nacht waren bereits innerhalb von zwölf Stunden 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter runtergekommen. In der Hauptstadt standen Unterführungen unter Wasser und Straßen wurden überschwemmt.

    Experten hatten zuvor spekuliert, eine geringe Wahlbeteiligung könnte ein Vorteil für das Austrittslager sein - vor allem, weil die überwiegende Mehrheit der Londoner gegen den Brexit ist.

    von Lukas Martin, t-online.de bearbeitet von Daniel Reviol 6/23/2016 1:07:20 PM
  • Twitter-Bilder wie diese zeigen die Situation in und um London. Doch das könnte erst der Anfang sein.
     
    von Lukas Martin, t-online.de bearbeitet von Daniel Reviol 6/23/2016 1:07:22 PM
  • Bundespräsident Joachim Gauck hat davor gewarnt, nach der Abstimmung der Briten über einen EU-Austritt einfach zur Tagesordnung überzugehen. «Wir sollten aus der Krise Lehren ziehen und weiter diskutieren, wie wir in Europa leben wollen», sagte er in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. «Das Beste an der Debatte über den sogenannten Brexit war die Debatte selbst».

    Foto: Rainer Jensen, dpa 
  • Nicht nur auf den britischen Inseln wächst die Kritik an Brüssel:

    Zwei von drei Anhängern der AfD würden bei einem Volksentscheid für einen Austritt Deutschlands aus der EU votieren. Foto: Uli Deck, dpa
    Der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer, verlor die Bundespräsidentenwahl in Österreich um Haaresbreite. Foto: Christian Bruna, epa/dpa

    Madrid steht mit der Neuwahl des Parlaments ein heißes Wochenende bevor. Hier sind alle Augen auf die junge Linkspartei Podemos gerichtet, die in der EU einiges anders haben möchte. Foto: Chema Moya, epa/dpa
     
     

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    von Dirk Wittenberg, dpa bearbeitet von Daniel Reviol 6/23/2016 1:14:45 PM
  • Ich kann nicht ausschließen, dass der britische Austritt Lust auf mehr machen würde in anderen Ländern.

    Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionspräsident, im Ma
    i zum britischen EU-Entscheid.
  • Die italienische Fünf-Sterne-Bewegung des früheren Starkabarettisten Beppe Grillo ist nach eigenen Angaben strikt für Europa und somit auch für einen Verbleib Italiens in dem Staatenbund. «Das "Movimento 5 Stelle" ist in Europa und hat keinerlei Absicht, die EU zu verlassen», schreibt Grillo heute in seinem Blog. Die 2009 gegründete Protestinitiative setzt sich jedoch für einen Ausstieg Italiens aus dem Euro ein.

    Foto: Angelo Carconi, epa/dpa
  • Der t��rkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan greift die EU scharf an und bringt ein Referendum nach dem Beispiel Großbritanniens über die Fortsetzung der Beitrittsgespräche mit Ankara ins Spiel:

    Wir könnten fragen, sollen die Gespräche mit der Europäischen Union fortgesetzt werden oder nicht.
  • Schon mehrere europakritische Volksentscheide haben in der EU für Turbulenzen gesorgt:

    2005 ließen die Franzosen den Entwurf für eine EU-Verfassung scheitern. Knapp drei Jahre später stimmte das Parlament für den Lissabon-Vertrag - ohne einen weiteren Volksentscheid. Foto: Olivier Hoslet, epa/dpa/Archiv
    Die Iren stimmten dem Vertrag von Lissabon 2009 mit überraschend großer Mehrheit zu - allerdings erst im zweiten Anlauf. Ein Jahr zuvor hatte eine Mehrheit dagegen votiert und die EU in eine politische Krise gestürzt. Foto: Aidan Crawley, epa/dpa/Archiv
    Inmitten der Schuldenkrise erteilten die Griechen den Sparvorgaben im Juli 2015 eine klare Absage. Regierungschef Alexis Tsipras hatte für ein negatives Votum bei dem Referendum geworben. Foto: Orestis Panagiotou, epa/dpa/Archiv
    Im April 2016 votieren die Niederländer gegen ein Partnerschaftsabkommen der EU mit der Ukraine, das die übrigen 27 EU-Mitgliedstaaten schon ratifiziert haben. Europakritische Initiativen hatten das rechtlich nicht bindende Referendum erzwungen. Foto: Bart Maat, epa/dpa/Archiv
     
     

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  • Die britischen Nachmittagszeitungen sehen die Remain-Kampagne vorn.

    von Michael Kappeler, dpa bearbeitet von Desk 6/23/2016 1:41:00 PM
  • Das sagen britische Bürger vor den Wahllokalen

    Die Nachrichtenagentur AFP hat mehrere Briten vor Wahllokalen in Havering, im Osten Londons, sowie in der schottischen Großstadt Glasgow befragt.


    Auch viele junge Leute, die sonst landesweit überwiegend für den Verbleib sind, befürworten in Havering den Austritt des Königreichs aus dem Staatenbund:

    Emma (19):
    Ich habe die Schnauze voll von all dieser Propaganda. 

    Nach kurzem Zögern entscheidet sich die junge Frau für "Leave".
    "Gehen wird besser für uns sein", sagt Emma. "So viele Dinge werde von Europa kontrolliert. So viele Medikamente können wir wegen ihrer Bürokratie nicht erhalten."

    Diane Booth (69):
    Die Rentnerin sagt, nach dem Austritt werde sie sich "wieder britisch fühlen". Sie ärgert sich, dass es in den Supermärkten nur noch Hühnchen und Schwein aus Frankreich oder Deutschland gebe, aber kein Fleisch mehr "Made in Britain" zu finden sei. 

    Wir haben Schweine in diesem Land, wir haben Hühner. Wir sollten unseren eigenen Bedarf abdecken können.

    Kate Garnham (47): 
    Die Kampagne war wirklich konfus. Ich denke, die Botschaft war nicht klar genug. Die Leute haben nicht verstanden, wie schrecklich es wird, wenn wir austreten.

    Garnham ist überrascht, wie viele junge Erwachsene mit "Leave" stimmen. "Sie verstehen nichts von Wirtschaft. Man hätte uns nicht die Verantwortung überlassen dürfen, die Regierung hätte selbst entscheiden sollen."


    Anders als in Havering wollen in Glasgow die meisten Wähler für den Verbleib in der EU stimmen:

    Gemma Rosaria (24):
    Die Europäische Union zu verlassen wäre idiotisch.

    Sollte es zu einem Brexit kommen, wäre das aus Rosarias Sicht aber eine Chance, erneut ein Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands abzuhalten.

    Michael Renfrew (23):
    Sollten wir die EU verlassen, würde ich vorziehen, dass wir uns von Großbritannien trennen.

    Der Wirtschaftsstudent teilt die Ansichten von Rosaria.

    Amanda Walker (42):
    Die Lehrerin, die mit ihrer kleinen Tochter in Schuluniform zum Wahllokal kommt, sagt, die Abstimmung sei wichtig für ihr Kind.

    Es ist besser, bei dem zu bleiben, was wir haben, statt ein Wagnis einzugehen.

  • Wayne Rooney will seine Wahlentscheidung nicht öffentlich machen. «Ich möchte nicht darüber sprechen und halte es geheim», so der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft. Rooney lässt auch offen, ob er überhaupt abgestimmt hat.

    Foto: Srdjan Suki, epa/dpa 
  • Und hier ein paar Ansichten unserer Leser. Wie man sieht, gehen die Meinungen auseinander:

    Ich bin Pro-Europa, aber irgendwie hoffe ich auf den Austritt der Engländer. Dieses mittelalterliche Rule-Britania Getue geht mir irgendwie auf die Nerven und eine Nation, die lieber von Zeiten träumt als England noch eine Seemacht war, passt doch nicht wirklich in ein Europa, das weiter vorwärts will .Hallelujaum 15:46

    Sollten die Brexit-Gegner gewinnen , ist heute ein schwarzer Donnerstag in Europa. Mit dem Ausstieg der Briten müsste alles auf den Prüfstand, ein weiter so wäre ein Desaster. Hoffentlich siegt der gesunde Menschenverstand .
    Brexit ist für alle ein Neuanfang .Wolf Brexitum 15:37

    Ich würde es begrüßen, wenn die Briten gegen den Verbleib stimmen.Frankum 14:30

    Es sollte keinen Kuhhandel geben. Wenn sie die EU verlassen wollen, sind sie eben raus mit allem, was dazu gehört. Wenn sie bleiben wollen, dann ohne Sonderrechte.Hilleum 14:27

    Ich brauche die Engländer nicht, aber die brauchen uns. Cameron soll abtreten, denn seit der da ist, ist nur Durcheinander. Einfach Machtgeil.Nashville Soundum 14:24

    Ich glaube, das ein Austritt aus der Union der EU nur gut tun würde. Ein Partner, der andauernd Sonderkonditionen für sich in Anspruch nimmt und wichtige Entscheidungen innerhalb blockiert, das kann auf die Dauer nicht gut gehen.Bremsenoelum 14:23

  • Artikel 50 des EU-Vertrags sieht folgende Schritte vor, sollten die Briten für einen Austritt votieren:

    Grafik: Ruben Mühlenbruch, dpa 
  • Das Meinungsforschungsinstitut  YouGov wird nach Schließung der Wahllokale um 23.00 Uhr MESZ eine Wählernachbefragung vorlegen. Die demoskopische Qualität des Zahlenmaterials entspricht nicht ganz einer echten Prognose. Mit einem klaren Bild der tatsächlichen Auszählung wird erst am frühen Morgen gerechnet.
  • Es ist übrigens nicht das erste britische Referendum - nur der Begriff «Brexit» ist neu: 1975 sprachen sich 67,2 Prozent für einen Verbleib in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) aus.

  • Vieles hat sich seitdem geändert. Manches sieht in London heute noch aus wie damals.

  • Die Briten wetten bekanntlich gerne - auch der Ausgang des Referendums elektrisiert die Spieler und Buchmacher.

    Foto: Michael Kappeler, dpa 
  • Wer es nicht schafft, rechtzeitig ins Wahllokal zu kommen, kann eine Vollmacht erteilen. Das muss aber bis 17.00 Uhr Ortszeit geschehen sein.

  • Das Vereinigte Königreich ist Deutschlands fünftgrößter Handelspartner. 2015 belief sich der Außenhandelsumsatz (Exporte plus Importe) auf 127,6 Milliarden Euro. Waren «made in Germany» im Wert von 89,3 Milliarden Euro wurden nach Großbritannien geliefert - vor allem Kraftwagen und -teile Weniger als halb so groß war das Volumen der britischen Einfuhren (38,3 Milliarden Euro).

    Fährhafen in Dover. Foto: Andy Rain, epa/dpa/Archiv
  • Der Finanzplatz Londoner City ist einer der wichtigsten Motoren der britischen Wirtschaft. Sollte das Königreich austreten, fürchten viele, dass internationale Banken sich einen neuen Standort innerhalb der EU suchen werden. Die Europäische Bankenaufsicht EBA würde nach Worten ihres Chefs Andrea Enria mit Sicherheit den Behördensitz in London aufgeben. «Wenn sich die Briten für einen Austritt aus der EU entscheiden, müssten wir tatsächlich in eine andere europäische Hauptstadt umsiedeln», sagte der aus Italien stammende Bankenaufseher der «Welt am Sonntag».

    Londoner Bankenviertel. Foto: Hannah Mckay, epa/dpa/Archiv 
  • An den Finanzmärkten herrscht Optimismus, dass sich die Briten für einen Verbleib in der EU aussprechen. Der Dax steht deutlich in der Gewinnzone, ebenso der EuroStoxx 50. Auch für den Londoner FTSE-100-Index ging es nach heute oben. «Der Markt nimmt den Sieg der Brexit-Gegner vorweg», so Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

    Das Pfund verzeichnete ein deutliches Kurs-Plus. Foto: Dan Himbrechts, dpa/epa 
  • Ursprünglich sollte auf den Stimmzetteln stehen: «Soll das Vereinigte Königreich ein Mitglied der Europäischen Union bleiben?» Antworten: «yes» oder «no». 
    Das passte aber den EU-Gegnern nicht. Sie fühlten sich durch diese Fragestellung benachteiligt, weil sie auf der Nein-Seite gewesen wären. Im vergangenen September empfahl die Wahlkommission daher, die Frage zu ändern, was auch geschah.
  • Irlands Premierminister Enda Kenny befürchtet eine Ansteckungsgefahr, sollte die britische Wirtschaft infolge eines Brexit schrumpfen. Nach den USA ist das Vereinigte Königreich der größte Importeur irischer Waren. Ein Drittel aller Importe nach Irland stammt aus Großbritannien. Spekuliert wird auch, dass es wieder zu Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland kommen könnte.

    Foto: Andy Rain, epa/dpa/Archiv 
  • Falls es zum Brexit kommt: Brauchen Europäer dann ein Visum, wenn sie nach London wollen?
    Das ist für die meisten EU-Länder nahezu auszuschließen. 

    Dennoch: Es müssten Einzelfallregelungen mit jedem Land zur Visumfreiheit geschlossen werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Briten Übergangsfristen gelten lassen würden. Großbritannien hat bewusst mehr Osteuropäer ins Land gelassen als viele andere EU-Länder, weil Arbeiter benötigt wurden. Harte Regelungen nach einem Brexit würde ganze Branchen, etwa in der Hotellerie oder auf dem Bau, ausbluten lassen.

    Foto: Facundo Arrizabalaga, dpa/epa
  • Während die Abstimmung noch in vollem Gange ist, hat die Netzgemeinde ihren Spaß mit den Stimmzetteln. Einige mixen die Realität mit «Game of Thrones» und stimmen lieber für eine Invasion als eine Abspaltung.




  • Foto: Hannah Mckay, dpa/epa 
  • Whistleblower Edward Snowden sieht im Ablauf der Brexit-Kampagne einen Beweis dafür, wie beeinflussbar das Wahlvolk ist. Welche Hälfte der Briten seiner Meinung nach gegen sich selbst stimmt, lässt er offen.

  • Vernunft oder Tragödie? Der Inhaber des Shops «British Foods und English Books» in Hamburg hat zu einer «Brexit-Party» geladen, um für einen Verbleib Großbritanniens in der EU zu werben. Foto: Bodo Marks, dpa
  • Entspannte Sicherheitslage in London.

  • Mehr als 40 Volksabstimmungen hat es in der Geschichte der EU (und ihrer Vorläufer) schon gegeben. Aber eine so wichtige noch nie. Ohne Großbritannien - stärkste Militärmacht (zusammen mit Frankreich), zweitgrößte Volkswirtschaft, drittgrößte Bevölkerung - würde das gesamte europäische Projekt erheblich an Wert verlieren.

    Grafik: A. Brühl
  • Auf jeden Fall liegen Referenden seit einer Weile im Trend, nicht nur in Europa und nicht nur im «Mutterland» der unmittelbaren Bürgerbeteiligung, der Schweiz. So stimmten zum Beispiel die Neuseeländer dieses Jahr darüber ab, ob sie den Union Jack in ihrer Flagge durch einen Silberfarn ersetzen. 57 Prozent waren dagegen.

    Foto: New Zealand Government, epa/dpa/Archiv 
  • Die Wahllokale sollen bis 23.00 Uhr (MESZ) geöffnet sein. Unmittelbar danach soll die Auszählung der Stimmen in den 382 Wahlbezirken beginnen. 

    Brexit-Wahlkampf auf dem Fahrrad
    von Michael Donhauser, dpa
  • Unabhängig vom Ausgang des britischen EU-Referendums mehren sich die Stimmen, die dafür plädieren, grundsätzlich über die Europäische Union nachzudenken. Ein «Weiter so» könne es nicht geben, heißt es über die Parteigrenzen hinweg. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici ruft die EU zu tiefgreifenden Reformen auf. «Wir müssen Europa grundlegend verändern», so der französische Sozialist den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Europa brauche «einen Neustart». Moscovici fügt hinzu: «Es ist klar, dass Europa weniger populär ist, als es einmal war.» Die Menschen seien von Europa enttäuscht.
  • Die Buchmacher haben die Brexit-Quoten nochmal in Richtung EU-Verbleib korrigiert. Wer acht Pfund einsetzt kriegt im Erfolgsfälle nur neun Pfund zurück.

    von Michael Donhauser, dpa via null bearbeitet von Desk 6/23/2016 5:52:22 PM
  • Es wird um jede einzelne Stimme gekämpft: Diese beiden Mitglieder der Kampagne «Britain stronger in Europe» (Großbritannien stärker in Europa) versuchen an einem Londoner Bahnhof Pendler vom Wählen zu überzeugen, die sich von der Arbeit auf den Heimweg machen.

  • Gut drei Stunden haben die Briten noch Zeit, ihre Stimme abzugeben. Um den Überblick nicht zu verlieren, hier das Wichtigste bisher vom Tage in Kürze: 

    ▪ Insgesamt haben sich rund 46,5 Millionen Wähler registriert. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Lagern voraus. Die letzten Befragungen sehen das Lager, das in der EU bleiben will, knapp in Führung. 
     
    ▪ Die Auszählung der Stimmen in den 382 Wahlkreisen soll unmittelbar nach Schließung der Wahllokale beginnen. Prognosen und Hochrechnungen wird es nicht geben. Das Meinungsforschungsinstitut Yougov hat eine Nachwahlbefragung angekündigt, die sofort nach Ende der Abstimmung veröffentlicht werden soll.

    ▪ Erste Auszählungsergebnisse werden Morgenfrüh erwartet. Die britische Nachrichtenagentur PA geht davon aus, dass bis 6.00 Uhr unserer ein belastbares Ergebnis vorliegen kann. Der Sender BBC rechnet damit, dass zwischen 5.00 und 8.00 Uhr Klarheit über den Ausgang des Referendums herrscht. 

    ▪ Vom Ausgang des Referendums kann auch das politische Schicksal des britischen Premierministers David Cameron abhängen. Ein Sieg des Brexit-Lagers würde eine schwere Niederlage für ihn bedeuten. Ob er danach weiterregieren kann, galt als fraglich. 

    ▪ An den Finanzmärkten herrschte heute Optimismus, dass sich die Briten für einen Verbleib in der EU aussprechen. Der Dax stand den nunmehr fünften Tag in Folge deutlich in der Gewinnzone. Die britische Währung kletterte im Tagesverlauf über die Marke von 1,48 Dollar; so teuer war die britische Währung seit Dezember 2015 nicht mehr.
  • Ich glaube, es ist davon auszugehen, dass ich zeitnah das Endergebnis wohl auch erfahre.

    Bundeskanzlerin Merkel im brandenburgischen Meseberg auf die Frage, ob sie morgen früher aufstehe, um den Ausgang des Referendums zu erfahren.
  • Die Plakate hängen immer noch: Die Wahllokale (Polling Stations) sind gut markiert und nicht zu übersehen.

  • Ein Wahllokal im nordenglischen Huddersfield ist zwischenzeitlich für eine halbe Stunde geschlossen worden, nachdem in der Nähe ein Mann mit Stichwunden gefunden worden war. Die Tat habe aber nichts mit dem EU-Referendum zu tun, teilt die Polizei der Grafschaft West Yorkshire mit.  Ein 19-Jähriger sei unter Tatverdacht festgenommen worden. Zu der kurzfristigen Sperrung des Wahllokals sei es nur gekommen, weil der Tatort hatte abgesperrt werden müssen. 


  • "Der Markt nimmt den Sieg der Brexit-Gegner vorweg"

    Die Anleger am deutschen Aktienmarkt gehen offenbar stark vom Verbleib der Briten in der EU aus. Im Laufe des Tages kletterte der Dax zeitweise sogar über 10.300 Punkte und schloss mit einem Kursplus von 1,85 Prozent auf 10.257,03 Punkte.

    Der deutsche Leitindex verzeichnete damit seinen fünften Gewinntag in Folge. Seit seinem zwischenzeitlichen Tief vor einer Woche legte das Börsenbarometer um 8,6 Prozent zu und machte seine seit Monatsbeginn erlittenen Verluste wett.

    "Der Markt nimmt den Sieg der Brexit-Gegner vorweg", sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. "Die Kurse steigen wieder, weil weitere Umfragen Entwarnung gaben. Das alles zeigt, wie stark die Aktienkurse derzeit auf das Referendum fixiert sind." Das bewies auch die kräftige Aufwertung des Pfund zum US-Dollar, das auf den höchsten Stand seit Dezember 2015 stieg. Zudem legte auch der FTSE 100 Index in London bis zum Nachmittag um über ein Prozent zu.

    von Daniel Reviol bearbeitet von Martina Engesser 6/23/2016 6:41:39 PM
  • Wissen die etwa schon mehr? Vor der EU-Kommission in Brüssel fehlt eine Europaflagge.
    von Christian Böhmer, dpa
  • Neben vielen anderen Prominenten ruft auch die britische Schauspielerin und der Harry-Potter-Star Emma Watson («Hermine Granger») dazu auf, zur Wahl zu gehen. Welchen Ausgang sie sich wünscht, verrät sie aber nicht. 


  • Nicht jedes Wahllokal ist ganz klassisch in einer Schule oder sonst einem öffentlichen Gebäude untergebracht. Wie einige Medien berichten, konnte man heute auch im Freibad oder gar in einem alten Bus seine Stimme abgeben. 


  • Stichwort Stimmabgabe: Weniger als zwei Stunden bleiben den Briten noch ein Wahllokal aufzusuchen. Um Punkt 23.00 Uhr werden die Wahllokale geschlossen - dann beginnt das Auszählen.
  • Der stellvertretende Parteivorsitzende der Labour Party, Tom Watson, ruft nochmal alle Briten dazu auf, an die Urnen zu gehen:


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