Brexit - Die Entscheidung
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Brexit - Die Entscheidung

  • Verheugen: Müssen die Schuld nicht auf uns nehmen

    Gegenüber NTV sagte der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen, dass die britische Politik hauptverantwortlich für den Brexit sei. Die verbleibenden 27 Staaten müssten sich jedoch die Frage stellen, was in der EU-Politik falsch gelaufen sei, dass so viele Menschen das Vertrauen in Europa verloren hätten. Man müsse den Menschen klarmachen, dass sie nicht fremdbestimmt werden, sondern mitbestimmen können. Schaffe man das nicht, bestünde die Gefahr, dass weitere Staaten die EU verlassen, so Verheugen.
  • Johnson: EU nicht die richtige Idee für Großbritannien

    Boris Johnson, einer der stärksten Befürworter der "Leave"-Kampagne, hat David Cameron zunächst dafür gelobt, dass er ein Referendum abhalten ließ. Sämtliche britischen Politiker sollten dem Volk dankbar dafür sein, dass sie ihre Aufgabe übernommen und eine der schwierigsten Fragen beantwortet hätten, sagte Johnson. Er sei davon überzeugt, dass es genau das Richtige war, das Volk zu befragen.

    Nun müsse man sich die Kontrolle wieder zurückholen von einem Europa, dass die Menschen nicht mehr wahrnehme, sagte Johnson. Nun beginne der Prozess, wie man sich Stück für Stück aus dem supranationalen System der EU wieder zurückbegeben müsse. 

    Man werde dennoch weiterhin mit anderen EU-Ländern freundlich verbunden und auch weiterhin ein wichtiger Akteur auf dem Kontinent bleiben. Man werde sich gemeinsam mit der EU darum bemühen, die Welt sicherer zu machen, so Johnson. Dafür sei es jedoch nicht nötig, Teil eines föderalen Systems wie der EU zu sein. Die Idee sei wunderbar, aber nicht die richtige für Großbritannien.
  • EU: Britische Regierung muss unverzüglich handeln 

    Nach dem Brexit muss Großbritannien jetzt "so schnell wie möglich" Konsequenzen aus dem Referendum ziehen. "Jede Verzögerung würde die Unsicherheit unnötig verlängern", sagten EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Parlamentschef Martin Schulz und der niederländische Regierungschef Mark Rutte. 
  • AfD: Merkel ist schuld 

    Die AfD sieht die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin als Hauptgrund für den EU-Austritt Großbritanniens. Partei-Vize Alexander Gauland glaubt, "Frau Merkel hat mit ihren offenen Grenzen die Briten aus der Europäischen Union vertrieben."

    Foto: Jörg Carstensen, dpa

  • EU: Austrittserklärung "so schnell wie möglich" 

    Nach dem Referendum hat die EU-Führung die britische Regierung aufgefordert, den Austritt des Landes aus der Union nicht hinauszuzögern. Die EU erwarte, dass London die Entscheidung "so schnell wie möglich" wirksam mache, "wie schmerzhaft dieser Prozess auch sein mag". 
  • Briten fragen Google nach den Folgen - und kaufen Gold

    "Sind wir drin oder raus aus der EU?", war die Frage, die britische Internet-Nutzer heute besonders häufig in die Google-Suchmaschine tippten. Die Zahl entsprechender Suchanfragen sprang um 2450 Prozent hoch, wie eine Trend-Auswertung des Internet-Konzerns ergab.

    Die Frage "Was passiert, wenn wir die EU verlassen" stellten sich mit einem Plus von 250 Prozent in der Nacht viele Internet-Nutzer in Großbritannien auch erst, nachdem sich die Mehrheit für einen Brexit abzeichnete. Gleichzeitig wurde auf einmal sechsmal häufiger nach "Gold kaufen" gesucht. Und doppelt so viele Nutzer als zuvor informierten sich darüber, wie man Bürger der Republik Irland werden kann, die zur Europäischen Union gehört.

  • Steinmeier: "Bitterer Tag für Europa"

    Außenminister Frank-Walter Steinmeier sieht das britische Votum für einen EU-Austritt als "bitteren Tag für Europa". "Mit Großbritannien geht mehr als nur ein Mitgliedstaat, sondern Geschichte, Tradition und Erfahrung eines Landes, das die Europäische Union über Jahrzehnte mit geprägt hat", sagte er.. Deshalb sei dieser Tag ein tiefer Einschnitt. Es komme jetzt darauf an, "dass wir Europa zusammenhalten".

    Steinmeier erklärte: "Wir dürfen weder in Hysterie noch in Schockstarre verfallen. Und wir müssen auch sagen: Nicht auf alle Fragen, die sich jetzt nach dieser Entscheidung stellen werden, haben wir schon jetzt eine Antwort." Jetzt komme es darauf an, dass die EU beieinander bleibe und zeige, "dass wir die Kraft haben, diese Krise zu überwinden".

  • Cameron will noch drei Monate im Amt bleiben. Austrittsverhandlungen mit der EU sollten anschließend mit einem neuen Premierminister beginnen. "Das Land braucht ein neue Führung."

    von Lukas Martin, t-online.de bearbeitet von Volker Dohr 6/24/2016 10:44:45 AM
  • David Cameron stellt sich vor der Downing Street 10 den Medien und kündigt seinen Rücktritt an.
    von Lukas Martin, t-online.de bearbeitet von Volker Dohr 6/24/2016 10:44:47 AM
  • Der Wille der Mehrheit der Briten zum Austritt wird nach den Worten von Cameron respektiert. Nach dem EU-Referendum komme es auf die Austrittsverhandlungen an.

    Cameron vor seinem Amtssitz Downing Street 10.

    von Lukas Martin, t-online.de bearbeitet von Volker Dohr 6/24/2016 10:44:49 AM
  • Schotten wollen sich von Großbritannien lösen 

    Die schottische Regierungspartei SNP trachtet nach dem Brexit-Referendum
    in Großbritannien nach einem zweiten Volksentscheid zur
    Loslösung vom
    Königreich
    .
    "Ein zweites Unabhängigkeitsreferendum ist nun
    höchstwahrscheinlich", sagte Schottlands Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon. 

    Die europafreundliche SNP war 2014 mit einem ersten Versuch, die Unabhängigkeit von Großbritannien zu erreichen, knapp gescheitert. Schottland hatte sich beim EU-Referendum mit großer Mehrheit für den Verbleib in der Union ausgesprochen. Eine Loslösung von Großbritannien soll den Wiedereintritt in die EU ermöglichen.
  • Krisentreffen mit Tusk, Renzi und Hollande in Berlin 

    Angela Merkel hat ein europäisches Krisentreffen zum Brexit am Montag in Berlin angekündigt.
    Dazu habe sie EU-Ratspräsident Donald Tusk, Italiens Regierungschef Matteo Renzi und Frankreichs Präsident François Hollande eingeladen, sagte Merkel. 

    "Die Europäische Union ist stark genug, um die richtigen Antworten auf den heutigen Tag zu geben", sagte die Kanzlerin. 
  • Nein!

    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf die Frage einer Journalistin, ob der Brexit der Anfang vom Ende der Europäischen Union sei.
  • Papst Franziskus würdigt das Votum der Briten für einen EU-Austritt als "Willen des Volkes".
  • Böhmermann spöttelt


    Jan Böhmermann tut, was er als Satiriker tun muss: Den Brexit verballhornen. Heute mit einem etwas gewagten Vergleich.
  • Johnson: "EU nicht mehr wichtig" 

    Laut Austritt-Befürworter Boris Johnson hat Großbritannien nach dem Brexit die "glorreiche Gelegenheit", Kontrolle zu übernehmen. Die Abstimmung bedeute, dass das Land dazu in der Lage sein werde, seine eigenen Steuern festzulegen und eigenen Grenzen zu kontrollieren. Die EU sei "nicht mehr richtig für dieses Land", sagte der Ex-Bürgermeister von London.
  • "Verdammte Scheiße!"


    Ex-Fußballstar Gary Lineker, selbst Brite, findet deutliche Worte für den Brexit.
  • Fox News blamiert sich (mal wieder)


    Blöd gelaufen: Im US-Sender Fox News hat Großbritannien nicht die EU, sondern die UN verlassen. Der Sender ist bereits in der Vergangenheit mit schlechter Recherche aufgefallen.
  • Warum Brandenburg den Brexit fürchten muss

    450 Millionen Euro - diese Summe wird Brandenburg unter Umständen in Zukunft jährlich fehlen. Warum? So viel Geld erhält das Land jährlich aus EU-Fördermitteln. Die werden anhand des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens in der EU berechnet. Hier liegt Brandenburg bei 87 Prozent des Durchschnittswerts - und bekommt deshalb Gelder. Sobald Großbritannien jedoch die EU verlässt, muss der Wert neu berechnet werden. Dann könnte Brandenburg mehr als 90 Prozent des Durchschnittswertes erreicht haben - und damit keine Gelder mehr erhalten. Darüber berichtete zuerst die Zeitung "Neues Deutschland".

  • Eine sehr merkwürdige Analyse zum Brexit kommt von Russlands Vize-Parlamentschef Wladimir Schirinowski: 

    Das ländliche, provinzielle, arbeitende Großbritannien hat Nein gesagt zu der Union, die von der Finanzmafia, Globalisten und anderen geschaffen wurde.
  • FDP gibt Merkel und Juncker Mitschuld

    Angela Merkel und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker haben nach Ansicht der FDP eine erhebliche Mitverantwortung für die Entscheidung der Briten gegen die EU. FDP-Chef Christian Lindner erklärte: "Dieser historische Tag ist eine Warnung, dass es in Europa so nicht weitergehen kann. Die Fliehkräfte fängt nur ein, wer die Wünsche nach mehr Freiheit unter dem gemeinsamen Dach des Hauses Europa umsetzt."

    Die Briten hätten bestätigt, dass Europa eine neue Legitimation benötige. Seit Jahren werde in Europa den Problemen hinterher regiert. Entscheidungen der vergangenen Wochen wie die Abhängigkeit vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Flüchtlingspolitik und die neuerliche Aufweichung des Euro-Stabilitätspakts zeigten das. "Jetzt ist ein Neustart notwendig. Wir dürfen die Debatte nicht denjenigen überlassen, die Europa hassen", warnte Lindner.

  • Offenbar keine Eile beim EU-Austritt

    Großbritannien will bei den Verhandlungen über den Ausstieg aus der EU auf Zeit spielen. Die Verhandlungen mit Brüssel soll Camerons Nachfolger führen - der erst im Oktober feststeht.

    In dessen Entscheidung soll es auch liegen, wann von Artikel 50 des Lissabon-Vertrages Gebrauch gemacht werden soll. Gemäß dieser Regelung müsste Großbritannien das Austrittsgesuch in Brüssel anmelden. Dann müssten die Austrittsverhandlungen binnen zwei Jahren beendet sein. 

    In London gibt es offenbar Pläne, Artikel 50 zu verhindern. Er sehe keine Notwendigkeit, von Artikel 50 Gebrauch zu machen, sagte Boris Johnson, früherer Londoner Bürgermeister und Aspirant auf die Nachfolge Camerons.

  • Trump: Der Zerfall der EU hat begonnen

    Mit der Entscheidung der Briten für den Brexit hat der Zerfall der EU begonnen. Das glaubt zumindest der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump. An den Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA werde sich jedoch nichts ändern.
  • Dax erholt sich langsam wieder

    Der Dax erholt sich langsam vom Brexit-Schock. Bis zur Mittagszeit gab er zwar um 6,69 Prozent auf 9570,54 Punkte nach, konnte aber einen kleinen Teil seines fast neunprozentigen Gewinns der letzten zehn Handelstage retten. 

    Kurz nach Handelsstart war der Leitindex noch um rund 10 Prozent oder mehr als 1000 Punkte eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit Februar gefallen. Solche Verluste hatte es zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegeben.

  • Ölpreis sackt nach Brexit ab

    Das Brexit-Votum hat die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete im Mittagshandel 48,39 US-Dollar. Das waren 2,51 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August fiel um 2,41 Dollar auf 47,72 Dollar.

    "Die Ölpreise reagierten mit heftigen Abschlägen auf die Nachricht, dass sich die Wähler in Großbritannien mehrheitlich für einen Austritt aus der EU entschieden haben", kommentierte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg die Entwicklung. Die deutlich gestiegene Risikoaversion dürfte demnach ein baldiges Wiederrereichen der Marke von 50 Dollar schwierig machen. Dauerhaft niedrigere Preise seien fundamental allerdings kaum zu rechtfertigen, da sich der Ölmarkt deutlich angespannt hat.
  • Dürfen Nordirland, Wales und England jetzt eigentlich noch weiter bei der Europameisterschaft in Frankreich mitspielen?

    Einer der vielen schlechten Witze zum EU-Austritt Großbritanniens. 
  • Es ist an der Zeit, das Vereinigte Königreich zu verlassen. Dieses Land geht aus dem Leim, vielleicht gehe ich nach Deutschland.
    Ronnie O'Sullivan, fünfmaliger Snooker-Weltmeister

  • G7-Finanzminister beraten

    Die G7-Finanzminister und die Gouverneure der Notenbanken beraten nach Angaben des Bundesfinanzministeriums zur Stunde über die Folgen des Brexits. Möglicherweise werde es danach eine Stellungnahme geben.


  • Verdammte Scheiße! Ich schäme mich für meine Generation. Wir haben unsere Kinder und Kindeskinder im Stich gelassen.
    Gary Lineker, ehemaliger Fußball-Nationalspieler

  • Werden UK-Reisen und -Produkte nun eigentlich billiger?

    Wer gerne reist, darf sich tatsächlich freuen: Mit dem sinkenden Kurs des Pfunds dürfte ein Urlaub in Großbritannien preiswerter werden. Daneben wird sich wohl wenig ändern: Wer die Insel besucht, musste auch bisher seinen Personalausweise oder Reisepass vorzeigen, da Großbritannien nicht Mitglied im Schengen-Raum ist.

    Englisches Weingummi, Orangenmarmelade und schottischer Whiskey sind wohl mit die bekanntesten britischen Produkte, die hierzulande zu finden sind. Experten gehen davon aus, dass das Pfund auch nach dem Absturz schwach bleiben wird. Damit würden britische Produkte hierzulande preiswerter - zumindest zeitweise. Denn auf der anderen Seite sind mit dem Nein zur EU auch wieder Zölle und andere Handelsabgaben möglich. Sie könnten die Preise steigen lassen.
  • Renzi fordert Veränderungen in der EU

    "Europa ist unser Zuhause, unsere Zukunft", sagt der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi. Aber er stellt nach der Brexit-Entscheidung auch fest: Europa muss sich verändern, damit es menschlicher und gerechter wird. 
  • Cameron-Nachfolger: Wer wird's?

    Noch ist David Cameron nicht abgetreten. Bis es so weit ist, stehen jedoch schon einige Kandidaten für seine Nachfolge fest. Hier die aussichtsreichsten im Überblick:

    Boris Johnson: 52 Jahre alt, Ex-Bürgermeister von London. Er ist sehr populär, extrem mediengewandt und hat es im Brexit-Wahlkampf innerhalb weniger Monate geschafft, sich als Gegenspieler Camerons zu profilieren. Unklar ist jedoch, wie stark seine Fürsprecher im Parlament sind.

    Michael Gove: 48 Jahre, Justizminister. Auch er hat sich im Wahl-Getümmel erfolgreich als Brexit-Mann profiliert. Im Vergleich zu Johnson wirkt er aber eher blass. Hat dafür Regierungserfahrung.

    George Osborne: 45 Jahre, Schatzkanzler. Kein Brexit-Mann. Hat viele Tory-Abgeordnete mit der Drohung aufgebracht, im Falle eines Brexit müsse es einen Milliarden-schweren Nothaushalt geben. Doch er könnte als Mann des Ausgleichs versuchen, die tief zerstrittenen Konservativen zu einigen.

    Theresa May: 59 Jahre, Innenministerin, gilt als mögliche Frau des Ausgleichs zwischen den innerparteilichen Fronten. Hat sich im Wahlkampf eher weggeduckt. Doch sie wäre nach Margaret Thatcher, die 1990 abdankte, die erste Frau in Downing Street 10.

  • Internet-Umfrage für zweite Brexit-Abstimmung

    Zahlreiche Briten wollen offenbar nicht wahrhaben, wie die Brexit-Befragung ausgegangen ist. Sie fordern deshalb eine zweite Volksabstimmung zur EU-Mitgliedschaft. Mehr als 115.000 Menschen unterzeichneten bislang online eine entsprechende Petition. Das Parlament werde das Anliegen für eine Debatte in Betracht ziehen, hieß es auf der Webseite, nachdem die Marke von 100.000 Unterzeichnern erreicht worden war.

    Die Unterzeichner fordern ein zweites Referendum, wenn bei einer Wahlbeteiligung von bis zu 75 Prozent keine Seite mindestens 60 Prozent der Stimmen erreicht. Die Petition war bereits Ende Mai gestartet worden, fand am Freitag aber schnell Zehntausende neue Unterstützer

  • Viele Russen bejubeln leise den Brexit 

    Die Entscheidung der Briten dürfte auch die russische Wirtschaft treffen: Ölpreis und Rubelkurs werden wohl schwanken. Aber langfristig hofft Russland auf einen Machtzuwachs durch die Schwächung der EU. 

    Doch auch wenn viele insgeheim mit den EU-Gegnern sympathisieren: Präsident Wladimir Putin mag keine Unruhe, keine abrupten Entwicklungen, die der Kreml nicht steuern kann. "Moskau ist daran interessiert, dass die Europäische Union eine blühende, stabile und berechenbare Wirtschaftsmacht bleibt", heißt es aus dem Kreml. 
  • Börsenfusion nicht in Gefahr

    Deutsche Börse und London Stock Exchange (LSE) wollen ihren Fusionsplan nicht vom Nein der Briten zur EU durchkreuzen lassen. Die Konzerne stünden "unverändert zu den einvernehmlich beschlossenen und bindenden Bestimmungen des Zusammenschlusses", erklärten die beiden Unternehmen.

    Welche Auswirkungen der Brexit auf das geplante Gemeinschaftsunternehmen hat, soll dennoch ein Gremium mit Vertretern beider Seiten untersuchen. Möglich ist, dass ein Teil der Geschäfte innerhalb der Gruppe künftig anders verteilt wird. Davon könnte der Finanzplatz Frankfurt profitieren, hieß es zuletzt. Strittig ist jedoch, ob sich London oder Frankfurt als Hauptsitz der neuen Superbörse durchsetzen. "Der Hauptsitz muss nach Frankfurt", forderte etwa die Betriebsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Jutta Stuhlfauth.

  • Englands Fußballer schweigen weiter

    Das englische Nationalteam hält sich aus der Politik heraus. "Ich denke, dass keiner von uns genug darüber weiß, um es zu kommentieren", sagte Stürmer Harry Kane im EM-Quartier von Chantilly. "Ich weiß nicht genug darüber, um besorgt zu sein. Und ich denke, den anderen geht es genauso."

    Die Konzentration liege auf dem Turnier statt auf dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, betonte der Torschützenkönig der Premier League am Tag nach dem Referendum. "Ich bin aufgewacht und habe die Nachricht gesehen. Die Jungs reden darüber, aber wir sind nicht allzu fokussiert darauf. Wir versuchen, bei der EM weiterzukommen.

    Während der EM-Zeit hatten bereits Kapitän Wayne Rooney und Verteidiger Ryan Bertrand eine Positionierung in der Brexit-Frage vermieden.

  • Putin will notfalls Wirtschaftspolitik ändern

    Wladimir Putin will nach dem Brexit-Votum falls nötig die Wirtschaftspolitik seines Landes ändern, um die ökonomischen Effekte des britischen EU-Austritts zu minimieren. In der Entscheidung der Briten spiegele sich die Unzufriedenheit mit der Zuwanderung, der europäischen Bürokratie sowie in Sicherheitsfragen wider.


  • G7 wollen schnell reagieren 

    Die sieben führenden Industriestaaten wollen sich nach dem Brexit-Votum eng abstimmen, um auf massive Verwerfungen an den Finanzmärkten rasch reagieren zu können. Übermäßige Schwankungen und Turbulenzen bei den Wechselkursen könnten die wirtschaftliche Stabilität und die Finanzstabilität beeinträchtigen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der G7-Finanzminister. 

    Sie bekräftigten zugleich, dass die Wirtschaft und der Finanzsektor Großbritanniens widerstandsfähig seien. Die Institutionen des Landes seien gut gerüstet, um mit den Folgen der Entscheidung umzugehen.

  • Pressestimmen zum Brexit

    Bild.de: "Brexokalypse now? Die Briten gehen raus aus der EU - ein schwarzer Tag für Europa!"

    Zeit Online: "Es ist das Ende des Europas, das wir kennen. Der Beginn einer neuen populistischen Ära."

    Spiegel Online: "Keep calm and Euro on? Bloß nicht. Der britische Austritt muss der Anlass dafür sein, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der verbliebenen Union mit aller Dramatik bewusst machen, warum es wichtig ist, zusammenzustehen - obwohl und gerade weil es so schwierig ist, sich ständig abzustimmen und Rücksicht zu nehmen auf die Interessen der anderen."

    Süddeutsche Zeitung: "Hinter der knappen Entscheidung der Briten steht eine Mentalität. Sie heißt: 'Wir gegen die.' Das ist eine gefährliche wirtschaftspolitische Einstellung."

    FAZ: "Jetzt beginnt die Debatte über Großbritannien. Und die über die Europäische Union. Doch ebenso wichtig ist eine Debatte über das Verhältnis zwischen Bürgern und Eliten. Das muss noch ganz anders gekittet werden als mit einem EU-Austritt."

  • HWWI rechnet mit rascher Erholung der Märkte

    Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) erwartet eine rasche Erholung der Aktienmärkte. Voraussetzung hierfür sei jedoch die Art und Weise, wie die Politik in Großbritannien und in der EU nun reagiere.

    "Die immanenten Konflikte und Widersprüche zwischen globalen Märkten, nationaler Souveränität und demokratischer Legitimation müssen dringend beantwortet und gelöst werden, um die historisch hohen Kosten von Re-Nationalisierung, Fragmentierung und Protektionismus zu verhindern", sagte Institutschef Henning Vöpel. Es sei an der Zeit zu entscheiden, welches Europa man wolle: Vereinigte Staaten von Europa oder ein Europa der Vaterländer. "Ein Herumlavieren ist ab sofort keine Strategie mehr, weil mit dem heutigen Tag die Fliehkräfte deutlich zugenommen haben."

  • Der Brexit wird teuer - auch für die Deutschen

    Der Brexit werde "kostspielig für die Steuerzahler", erklärten die Präsidenten des europäischen und des deutschen Steuerzahlerbundes, Rolf von Hohenhau und Reiner Holznagel. Alle anderen EU-Mitgliedstaaten müssten nun ausgleichen, was Großbritannien als bislang drittgrößter Nettozahler beigetragen habe.

    "Wir Steuerzahler in Deutschland dürfen also mit Zusatzbelastungen rechnen", erklärte Holznagel. Zudem seien nach dem Brexit-Votum negative Folgen für die deutsche Konjunktur und damit für die Steuereinnahmen zu erwarten. Der EU-Austritt Großbritanniens werde also "in doppelter Hinsicht Spuren in den öffentlichen Kassen hinterlassen".

  • Kommt nun die "Flexible EU"?

    Deutschland und Frankreich wollen beim Außenministertreffen am Samstag in Berlin nach Angaben aus Diplomatenkreisen gemeinsame Vorschläge zur Zukunft der EU nach dem Brexit vorlegen. Dabei werde anerkannt, dass manche EU-Staaten den Weg einer immer engeren Union nicht in allen Schritten mitgehen wollten, bestätigte ein Diplomat einen Vorabbericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". 

    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault hielten deshalb eine "flexible Union" für vorstellbar, die Raum für diejenigen EU-Partner lasse, die weitere Intergrationsschritte noch nicht mitgehen wollten oder könnten.


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