Alle News zu den Vorwahlen in den USA
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Alle News zu den Vorwahlen in den USA

    Trumps Rede dauert inzwischen knapp eine Stunde. Unter großem Applaus erklärt er: «Es ist Zeit der Welt zu zeigen, dass Amerika wieder zurück ist. Größer, besser und stärker als als je zuvor.»

    Trump bittet die Republikaner nochmals um Unterstützung. «Ich möchte euch im Weißen Haus vertreten», sagt er. Er werde kämpfen und gewinnen. «Ich werde ihr Champion sein».

    Mit seinem Wahlslogan «Make America Great Again», beendet Trump seine Rede. 

    Was von Cleveland bleibt - fünf kurze Notizen vom Konvent der Republikaner

    ZERRISSENE PARTEI: Die Republikaner bleiben bei allem Bemühen um inszenierte Einigkeit auch nach dem Konvent tief gespalten über Donald Trump und ihre Zukunft.

    EINENDER HASS: Nichts konnte die Partei in Cleveland so emotionalisieren und zusammenführen wie ständige Angriffe auf Hillary Clinton. «Sperrt sie ein» wurde akzeptiertes Gemeingut.

    KINDER IM WARTESTAND: Unabhängig vom Wahlausgang wird man Trumps Kinder im Auge behalten müssen. Politische Karrieren etwa von Donald Jr. und Ivanka sind gut vorstellbar.

    MÄSSIGES MANAGEMENT: Rund dreieinhalb Monate vor der Wahl lassen der Umgang mit Plagiatsvorwürfen, die Programmgestaltung und vieles im Ablauf stark zweifeln, wie Trumps Team organisatorisch wie inhaltlich mit wirklich großen Aufgaben umginge.

    SELBSTBEZUG: Außenpolitik oder internationale Beziehungen spielten kaum eine Rolle, konkrete Politik oder Programme auch nicht. Cleveland definierte sich ganz aus der Warte eines bedrohten Amerika.

     

    Donald Trump hat angedeutet, dass er im Kampf gegen den Terrorismus auch eine besondere Sicherheitsüberprüfung von Zuwanderern aus Ländern wie Deutschland und Frankreich für angebracht hält. Deutschland und Frankreich hätten «Probleme», sagte Trump in einem Interview des Senders NBC

     

    Wir müssen hart sein, wir müssen harte Standards einführen. Wenn eine Person nicht nachweisen kann, was sie nachweisen muss, kommt sie nicht in dieses Land.
    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 7/24/2016 5:12:17 PM

    US-Präsident Barack Obama hat nach eigenen Angaben einen «klaren Blick» für Hillary Clintons Stärken und Schwächen - aber es gibt in seinen Augen niemanden in der modernen Geschichte, der besser auf das Präsidentenamt vorbereitet wäre als sie. «Sie funkelt nicht immer. Und es gibt bessere Redner als sie», so Obama nach Angaben von CBS in einem Interview des Senders. «Aber sie kennt sich aus. Und das ist am Ende das, was am meisten zählt, was nötig ist, um einen guten Job in diesem Amt hinzulegen.»

     

    «Wir werden nicht für Hillary stimmen»: Ein Bild der Geschlossenheit sieht anders aus - Anhänger von Bernie Sanders protestieren in Philadelphia gegen die demokratische Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton. Sie werfen dem Parteivorstand vor, dass das parteiinterne Auswahlverfahren manipuliert war.

     

    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 7/25/2016 6:16:48 PM

    Die noch amtierende Parteichefin der US-Demokraten, Debbie Wasserman Schultz, wird den Nominierungsparteitag in Philadelphia nicht selbst eröffnen. Sie habe sich dagegen entschieden, sagt sie ihrer Heimatzeitung, der «Sun Sentinel» in Florida. Kurz vorher hatte die 49-Jährige im Zuge einer E-Mail-Affäre ihren Rücktritt für das Ende des viertägigen Parteikonvents angekündigt. Zunächst hatte sie darauf beharrt, vor den mehr als 4700 Delegierten zu sprechen. Hochrangige Parteivertreter hätten sie davon abgebracht, heißt es aus Delegiertenkreisen in Philadelphia.


    Will doch nicht zu den Delegierten sprechen: Debbie Wasserman Schultz. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa/Archiv

    Die Wählergruppen (Alter, Bildung, Bevölkerungsgruppe) von Donald Trump und Hillary Clinton.


    Grafik: R. Mühlenbruch

    Die offizielle Nominierung von Hillary Clinton zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten verkündete der unterlegene Bewerber, Vermonts Senator Bernie Sanders, auf dem Parteitag in Philadelphia . Zuvor hatten alle 50 Staaten sowie die Territorien in alphabetischer Reihenfolge ihre Delegiertenstimmen abgegeben. Vermont hatte seine Abstimmung bewusst ausgelassen, um ganz zum Schluss noch einmal zu Wort zu kommen. Anschließend nahmen die mehr als 4700 Delegierten mit einem in Jubel untergehenden «Aye» das Abstimmungsergebnis an.


    Bernie Sanders, Senator von Vermont. Foto: Peter Foley, epa/dpa

    Anhänger des unterlegenen Bewerbers Bernie Sanders haben versucht, das Pressezentrum beim Nominierungsparteitag der u besetzen. Die Polizei drängte die mehreren Dutzend Delegierten ab, sie protestierten schließlich friedlich vor den Medien-Arbeitsräumen. «Dies ist ziviler Ungehorsam», sagt Deane Evans, Delegierte aus dem Bundesstaat Washington im Westen der USA.

    Die Demokratische Partei habe den demokratischen Vorwahlprozess torpediert. «Es geht hier nur um Superdelegierte», meint Evans. Diese hätten sich schon auf Clintons Seite geschlagen, noch ehe Sanders überhaupt das Rennen aufgenommen habe. «Das hier ist alles nur eine Show», so ein Delegierter aus Colorado. Einige Delegierte brachten ihren Protest zum Ausdruck, in dem sie sich den Mund mit Klebeband zuklebten.


    Stiller Protest. Foto: CJ Gunther, epa/dpa

    Hillary Clinton verspricht «mehr Arbeitsplätze und bessere Löhne». Auch für Einwanderer. «Wir müssen Arbeitsplätze für sie schaffen und sie nicht ausweisen», sagt Clinton und kündigt eine Einwanderungsreform an.

    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 7/29/2016 3:05:32 AM
    Amerika braucht jeden - nur gemeinsam können wir es schaffen.

    Hillary Clinton in ihrer Rede auf dem Nominierungsparteitag.
    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 7/29/2016 3:07:23 AM

    Hillary Clinton stellt die Gemeinsamkeiten und den Zusammenhalt der Amerikaner in den Mittelpunkt ihrer Rede. «Glaubt niemandem, der Euch sagt, er könne alles alleine lösen», sagt sie in Anspielung auf ihren republikanischen Gegenspieler Donald Trump. «Eure Anliegen sind unsere Anliegen», so die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.


    Foto: Shawn Thew, epa/dpa
    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 7/29/2016 3:15:35 AM
    Trump wird kein Mr. Nice Guy mehr sein.

     

    Donald Trump in Colorado Springs zum Auftakt der heißen Phase des Wahlkampfes gegen Hillary Clinton.

    Der US-Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood bekennt sich zu Donald Trump. Er empfinde die Wahl als «schwierig», würde sich aber gegen Trumps demokratische Konkurrentin Hillary Clinton entscheiden, «weil sie erklärt hat, dass sie in Obamas Fußstapfen treten wird», so Eastwood im Gespräch mit dem Männermagazin «Esquire». Trump habe zwar «viele dumme Dinge» gesagt, das sei auf demokratischer Seite jedoch genauso passiert. Auch die allgemeine Aufregung über als rassistisch empfundene Aussagen Trumps nimmt Eastwood nicht sehr ernst: «Kommt verdammt noch mal darüber hinweg.» Der 86-Jährige ist einer der wenigen hochrangigen US-Stars, die sich bisher öffentlich für Trump ausgesprochen haben.


    Spricht sich für Donald Trump aus: Clint Eastwood. Foto: Peter Foley, epa/dpa/Archiv
    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 8/4/2016 6:53:56 AM

    Donald Trump und seine Rivalin Hillary Clinton werden für den Fall ihres Wahlsieges im November vorab über Sicherheitsfragen unterrichtet. Das bestätigt der scheidende US-Präsident Barack Obama. Die Regierung folge auch bei dieser Wahl üblichen Regeln und der Tradition, dass Spitzenkandidaten über Sicherheitsfragen informiert würden, damit sie bei einem Einzug ins Weiße Haus nicht bei Null anfangen müssten, erklärt Obama. Auf Einzelheiten will er nicht eingehen.

    Obama merkt aber an, wer Präsdent werden wolle, müsse sich entsprechend verhalten. Trumps jüngste Vorwürfe, dass die Präsidentschaftswahl manipuliert sei, nennt Obama «lächerlich». Es gebe zwar Leute, die sich nach einer Niederlage darüber beschwerten, dass sie beschummelt worden seien. Dies hier sei das erste Mal, dass er gehört habe, dass jemand sich beklage, bevor das Spiel überhaupt beendet ist.


    US-Präsident Barack Obama. Foto: Shawn Thew, epa/dpa
    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 8/5/2016 9:30:57 AM

    Donald Trump verspricht Amerikanern im Falle eines Wahlsiegs massive Steuergeschenke. «Für viele amerikanische Arbeiter wird der Steuersatz bei Null liegen», so Trump bei seiner Rede zur Wirtschaftspolitik in Detroit. Kleine Betriebe sollten unter ihm als Präsidenten höchstens 15 Prozent Steuern zahlen müssen. Es müsse aufhören, dass Betriebe ihre Produktion ins Ausland verlegen und die dort billiger produzierten Produkte dann zollfrei wieder einführen. Trump versprach zudem eine Vereinfachung des Wirtschaftssystems. «Ich werde ein Moratorium für weitere Regulierungen verhängen», kündigte Trump an. 

    Mehrere Frauen haben gegen einen Auftritt Trumps protestiert. Sie unterbrachen den 70-Jährigen nacheinander während dessen Ansprache. Trump war gezwungen, in seinen Ausführungen jeweils kurz innezuhalten. Sicherheitskräfte brachten die Frauen aus dem Saal. Ob es sich um eine koordinierte Aktion handelte, war zunächst unklar.
     

    Foto: Elaine Cromie, epa/dpa
    von dpa-live Desk via null bearbeitet von Desk 8/8/2016 6:14:16 PM

    Eine mehrdeutige Äußerung von Donald Trump sorgt für viel Wirbel. Hat der Präsidentschaftskandidat der Republikaner bei einem Wahlkampfauftritt nur das Recht der Amerikaner auf Waffenbesitz verteidigt? In Medien und sozialen Netzwerken wurde ein Trump-Zitat als möglicher Aufruf zu Gewalt gegen seine Konkurrentin von den Demokraten, Hillary Clinton, interpretiert. Trump weist diese Deutung später zurück.

    Clinton wolle den zweiten Verfassungszusatz abschaffen, in dem das Recht auf Waffenbesitz verankert ist, so Trump in North Carolina. Als Präsidentin wäre sie dabei nicht aufzuhalten, da sie entsprechende Richter für den Obersten Gerichtshof nominieren könne, erklärte er und fügte hinzu: «Da kann man nichts machen, Leute. Obwohl - (es gibt da) die Leute des Zweiten Verfassungszusatzes, vielleicht gibt es doch etwas (das man tun kann). Ich weiß es nicht.»

    Der Ausgang des Präsidentschaftsrennens zwischen Hillary Clinton und Donald Trump lässt sich nach Worten des Amerika-Experten Lars Brozus kaum vorhersagen. Zu Trumps Aussichten auf einen Sieg sagt er: «Seriös lassen sich seine Wahlchancen kaum einschätzen.» Im Gespräch mit der «Landeszeitung Lüneburg» fügt Brozus hinzu: «Aber selbst im Falle einer Niederlage drohen Nachahmer». Zu verlockend sei das Potenzial der eigentlich politisch Apathischen, die Trump in seiner Kampagne hinter sich vereint habe. Brozus ist Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik.

    Zwar würden Trumps Umfragewerte derzeit deutlich sinken, doch abgeschrieben werden dürfe er noch nicht, meint Brozus. «Kritik bestätigt nämlich scheinbar seine Selbststilisierung als Außenseiter, der Amerika grundlegend umgestalten will und deshalb von den etablierten Kräften bekämpft wird.» Der Forscher fügt an: «Allerdings reicht die Anhängerschaft, die Trump bisher rekrutieren konnte, nicht aus, um Präsident zu werden.» Dazu müsse er andere Wählerschichten ansprechen, und zwar auch solche, die er bereits vor den Kopf gestoßen hat, wie etwa Frauen.

    Dem Team von wirtschaftlichen Beratern um Donald Trump gehören nun auch Frauen an. Neun neue Mitglieder rückten in den Stab nach, darunter acht Frauen, wie Trump in einer bekannt gibt. Für die ursprüngliche Besetzung war er verspottet worden, weil sie nur aus reichen Männern bestand. Hillary Clinton sagte etwa, Trump habe Hedgefondsleute und Milliardäre angeheuert sowie «sechs Typen mit dem Namen Steve».

    Hillary Clinton spricht hat sich klar gegen das umstrittene transpazifische Handelsabkommen TPP aus. «Ich bin jetzt dagegen, ich werde es nach der Wahl bekämpfen und ich werde es bekämpfen, wenn ich Präsidentin bin», so Clinton in Warren bei Detroit (Michigan). Mit dem Abkommen wollen die USA ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit elf weiteren Pazifik-Ländern regeln. US-Präsident Barack Obama hat die Partnerschaft maßgeblich vorangetrieben. Experten sehen im Falle eines Scheiterns von TPP auch größere Gefahren für ein amerikanisch-europäisches Abkommen (TTIP)


    Spricht sich deutlich gegen das Handelsabkommen TTP aus: Hillary Clinton. Foto: Elaine Cromie, epa/dpa

    Donald Trump hinkt nach Umfragen in Pennsylvania, einem der möglicherweise wahlentscheidenden «Swing States», weit hinter seiner Rivalin Hillary Clinton her. Aber in einer Rede in dem US-Staat sagt der Präsidentschaftsbewerber, er befinde sich «im Aufschwung» - und «der einzige Weg, in Pennsylvania zu verlieren, wäre durch Wahlbetrug». Trump ruft seine Unterstützer bei dem Auftritt in Altoona auf, am Wahltag besonders wachsam zu sein und auf Zeichen von Wahlbetrug zu achten. «Geht herum und beobachtet andere Wahllokale», so der Immobilienmogul. 

    Er finde es «schockierend», dass Wähler in Pennsylvania vor der Stimmabgabe keinen Lichtbildausweis vorlegen müssten. «Wir müssen die Strafverfolgungsbehörden auf den Plan bringen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Sheriffs, die Polizeichefs und alle aufpassen.» Die «Washington Post» merkte dazu an, dass Wählerbetrug durch falsche Identität äußerst selten vorkomme. Eine 2014 veröffentlichte Studie dazu habe einen Zeitraum von 14 Jahren mit mehr als einer Milliarde abgegebener Stimmen erfasst, und es seien nur 31 Betrugsfälle festgestellt worden.       

    US-Schauspieler Robert de Niro teilt bei einem Filmfestival in Sarajevo gegen Donald Trump aus. Dieser solle besser nicht als Präsident kandidieren, er sei «durchgeknallt», sagt der 72-jährige Schauspieler. Trump sei wie Travis Bickle, der labile Protagonist aus «Taxi Driver». «Es ist verrückt, dass die Menschen Donald Trump mögen. Er sollte nicht dort stehen, wo er jetzt ist. Gott stehe uns bei.» Schon mehrfach hatten sich De Niro und Trump öffentlich beleidigt. «Er ist nicht die größte Leuchte auf dem Planeten», hatte Trump in einer Talkshow im April gesagt.


    «Trump ist durchgeknallt»: Robert de Niro. Foto: Jasmin Brutus, epa/dpa

    SPD-Chef und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel zeigt sich besorgt über den Präsidentschafts-Wahlkampf. «In Amerika passiert etwas, das wir hierzulande im Kleinen mit der AfD erleben», meint er auf eine Frage zum republikanischen Kandidaten Donald Trump im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Da wird ein nationalistischer, spaltender, menschenverachtender Wahlkampf geführt. Ein irrationales Amerika wäre gefährlich für die ganze Welt», warnt der Wirtschaftsminister. Außenminister Frank-Walter bezeichnet Trump kürzlich als «Hassprediger».


    Warnt mit Blick auf Donald Trump vor «irrationalem Amerika»: Sigmar Gabriel. Foto:  Kay Nietfeld, dpa/Archiv 

    Der Republikaner Donald Trump will sich im Falle seiner Wahl zum Präsidenten bei seinen Entscheidungen nicht voll auf die US-Geheimdienste verlassen. Sie hätten in der Vergangenheit zu schlechte Entscheidungen getroffen, sagte er dem US-Sender Fox. Trump hatte zuvor das erste von einer Serie von Briefings mit geheimen Informationen erhalten, die er als US-Präsident brauchen würde. Seine Kontrahentin Hillary Clinton wird gleichfalls informiert.



    Hier eine Erklärgrafik zum Ablauf der Präsidentenwahl in den USA:


    Grafik: S. Stein/F. Bökelmann

    Trump ganz sanft? Am Tag nach dem Umbau seines Teams überraschte der sonst so aggressive Kandidat mit einem ungewohnten Eingeständnis: «Manchmal, in der Hitze der Debatte, und wenn man über viele Dinge gleichzeitig spricht, wählt man nicht die richtigen Worte, oder man sagt das Falsche. Das ist mir passiert. Und glaubt es oder nicht, ich bereue das», sagte Trump in North Carolina. Trump hatte oft gesagt, Fehler zuzugeben sei eine Schwäche. Trump hatte am Vortag Steve Bannon als neuen Leiter seines Wahlkampfteams eingestellt, außerdem Umfragespezialistin Kellyanne Conway. Sein jüngster Auftritt könnte nun bereits ihre Handschrift getragen haben.

    Donald Trump mag derzeit in allen wichtigen US-Staaten und auch landesweit zurückliegen - der bekannte Wahlblog «538» von Nate Silver warnt trotzdem davor, das Rennen schon als entschieden zu betrachten. Zwar habe seit 1952 kein Kandidat, der zu diesem Zeitpunkt so weit geführt habe, danach noch das Rennen verloren. Dennoch könne sich in den verbleibenden gut 80 Tagen noch viel tun. «Viele Umfragen sind noch wackelig», heißt es bei «538». Die Wirtschaftsdaten bis November spielten eine Rolle, vielleicht halte auch Wikileaks für Hillary Clinton eine Oktoberüberraschung bereit. «Trump ist ganz klar der Underdog, aber es nicht unmöglich für ihn, dass er gewinnt.»



    Der bekannteste deutsche Jazz-Musiker Till Brönner empfand es als riesige Ehre, im Weißen Haus für US-Präsident Barack Obama zu spielen - bei Donald Trump wäre das anders. «Von Trump hat man ja das Gefühl, dass er kein Ständchen verdient hätte, wenn er es schafft», so der 45-jährige Trompeter und Sänger im Gespräch mit Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich denke, es wird einfach nicht dazu kommen.»

    Auch aus musikalischen Gründen könne er sich einen Jazz-Gipfel wie bei den Obamas im April nicht vorstellen. So habe es zu Zeiten des republikanischen US-Präsidenten George W. Bush «sehr viel Country» im Weißen Haus gegeben. «Dagegen war Obama ein Jazz- und Soul-Mann», erklärt Brönner. «Trumps Musikgeschmack kenne ich nicht - aber man ist ja geneigt, schon irgendwelche Vorahnungen zu haben.»


    «Trump hätte wohl kein Jazz-Ständchen verdient»: Till Brönner. Foto: Daniel Reinhardt, dpa/Archiv

    Donald Trump hat eine für Donnerstag geplante Grundsatzrede zur Einwanderung verschoben. Nachdem aus Äußerungen seiner Kampagne geschlossen werden konnte, er habe grundlegend neue Positionen etwa zu den Themen Deportation aller Illegalen und einer Mauer zu Mexiko, war die Rede mit Spannung erwartet worden. Nun erklärte sein Team, es werde noch an ihr gearbeitet. Es bleibt somit unklar, ob Trump seine viel kritisierten Äußerungen kassiert, anpasst oder beibehält. Bisher waren sie ein Herzstück seines Wahlkampfs.


    Foto: Cristobal Herrera

    Ein Sieg Donald Trumps bei der Wahl im November könnte nach Ansicht des Chefökonomen der Citigroup, Willem Buiter, einen Schock für die globalen Finanzmärkte bedeuten. Ein Trump-Sieg könnte eine globale Rezession ausweiten, erklärte Buiter. Eine größere Unsicherheit und eine angespanntere Gesamtsituation könnten eine signifikante wirtschaftliche Abschwächung sowohl in den USA aber auch weltweit bedeuten. Konsum und Investitionen würden in größerer Unsicherheit abnehmen.



    Der Republikaner Donald Trump hält im vergangenen Juli eine Rede. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa

    Steve Bannon, neuer Wahlkampfchef von Donald Trump, steht wegen eines möglichen Bruchs des Wahlgesetzes in Florida in der Kritik. Nach einem Bericht des «Guardian» (Freitag) ist Bannon im Bezirk Miami-Dade als Wähler registriert, lebt aber gar nicht dort. Nach dem Wahlgesetz Floridas müssen registrierte Wähler einen permanenten Wohnsitz in dem Bundesstaat haben.

    Der «Guardian» zitierte den Besitzer des Hauses, wonach das Gebäude leer stehe und abgerissen werde. Bannon soll es für seine frühere Frau gemietet, aber nie dort gelebt haben. Den Angaben zufolge zog sie in diesem Jahr aus. Trumps Team wollte zu dem Bericht nichts sagen.

    Falsche Informationen bei der Wählerregistrierung sind eine Straftat. Diese kann in Florida mit Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis belegt werden. Ein Adresswechsel muss rechtzeitig angezeigt werden.

    Hintergrund ist nach wie vor die Frage, was sich der mexikanische Präsident bei der Einladung an Trump gedacht hat. Seine Zustimmungswerte sind im Keller und mit Trump ist bei den 120 Millionen Mexikanern nach allem, was war, kein Staat zu machen. Peña Nietos Einladung an Trump barg nach Einschätzung von Mexikos Ex-Präsident Vicente Fox ein großes politisches Risiko. «Er wird als Verräter gesehen, weil wir es nicht hinnehmen, beleidigt zu werden.»  


    Warum Trump nach Mexiko reiste, ist laut Robert Costa von der «Washington Post» relativ einfach: «In seinem Wahlkampfteam haben sie sich gefragt: Wie können wir in dieser Woche die Schlagzeilen bestimmen?» Spin-Doktor hinter der Idee sei Trumps neuer Kampagnenchef Stephen Bannon gewesen. «Er mag die Überraschung, er mag den politischen Kampf», sagt Costa im US-Frühstücksfernsehen. 

    Mit ungewohnt demütiger Stimme hat Donald Trump in einer Schwarzenkirche in Detroit um Unterstützung bei der Präsidentenwahl geworben. Er sei gekommen, «um zuzuhören und zu lernen», sagte der Kandidat der Republikaner. «Wir sind alle Brüder und Schwestern. (...) Wir sind alle in einem Boot.» Trump versprach, als Präsident die Lage der Schwarzen zu verbessern. Er kann nach Umfragen nur auf ein bis zwei Prozent der schwarzen Wähler rechnen.

    John McCain (80), Ex-Präsidentschaftskandidat der Republikaner und Senator von Arizona, geht offensichtlich fest von einem Sieg Hillary Clintons aus. Wenn sie nach dem November erst Präsidentin sei, brauche sie ein starkes Gegengewicht im Senat und deswegen Typen wie ihn, sagte McCain in einem Wahlspot. McCains Zitat ist Beleg für eine Absetzbewegung republikanischer Prominenter, die in der anstehenden Kongresswahl ums politische Überleben kämpfen und sich dabei von Donald Trumps schlechten Umfragewerten beschwert sehen.


    McCain hält überhaupt nichts von Trump, spätestens seit dieser den Vietnam-Veteranen und ehemaligen Kriegsgefangenen verunglimpft hatte. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa

    Der Stand der Umfragen

    - In den meisten US-weiten Umfragen führt Clinton vor Trump. IBD/TIPP: 44 zu 43; Fox News: 48 zu 42. Eine Erhebung der «LA Times» und der Universität von Kalifornien sieht dagegen Trump mit zwei Punkten vorne. Er kommt demnach auf 45 Prozent, sie auf 43.

    - Die Webseite RealClearPolitics addiert die Ergebnisse von aktuellen Umfragen auf eine Summe von derzeit 229 Wahlmännern für Clinton und 154 für Trump, 155 sind noch nicht zuzuordnen. Die Mehrheit ist bei 270 erreicht.

    - Die sogenannten Swing States, die anders als die meisten Staaten nicht schon auf eine Partei festgelegt sind, sind für den Wahlausgang entscheidend. In IOWA ist das Rennen eng: Trump hat derzeit im Durchschnitt einen Abstand von weniger als einem Punkt. In FLORIDA und OHIO führt Clinton mit im Schnitt jeweils drei Punkten.

    - Bei fast allen Wahlen der vergangenen Jahrzehnte waren auch Staaten besonders umkämpft, die es 2016 aber bislang nicht sind. Hier führt Clinton jeweils vor Trump: COLORADO (zwischen 10 und 14 Punkten vorne), MICHIGAN (5-10), PENNSYLVANIA (3-8), VIRGINIA (1-12) und Wisconsin (3-8).

    Bernie Sanders hat in New Hampshire Wahlkampf für Hillary Clinton gemacht. Am Tag der Arbeit (Labor Day) nannte der selbst erklärte demokratische Sozialist seine einstige Konkurrentin eine «ausgezeichnete Kandidatin». Gemeinsam mit ihr werde er für einen höheren Mindestlohn und mehr Arbeitsplätze kämpfen, versprach er. Es war das erste Mal seit dem Parteitag der Demokraten, dass Sanders eine Rede für Clinton hielt. Er hatte ihr im Juli seine Unterstützung zugesagt. Sanders schreibt derzeit an einem Buch, das im November erscheinen soll, und hat eine Kampagne mit dem Namen «Our Revolution» gestartet.




    Karte mit Prognosen zum Abstimmen der Wahlmänner für die Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump in den US-Bundesstaaten und insgesamt Grafik: dpa

    Kein Industrieland hat mehr Waffen in Privatbesitz, dennoch rüsten die USA in hohem Tempo weiter auf. Die Nachfrage nach Pistolen und Gewehren nimmt schon seit Jahren stetig zu, zuletzt haben Wahlkampf und Terrorattacken sie noch weiter befeuert. Der Trend lässt sich klar an Statistiken des FBI oder den Bilanzen von Waffenschmieden wie Smith & Wesson und Sturm, Ruger & Co. ablesen. Deren Erlöse stiegen im letzten Quartal um satte 40 und 19 Prozent.

    Es sei inzwischen ein bekanntes Schema, sagt Politik-Professor Robert Spitzer von der State University New York: «Ereignisse wie Wahlen oder Amokläufe lassen die Waffenverkäufe kurzfristig ansteigen». Dabei hat die Aufrüstung bereits gigantische Dimensionen erreicht: Statistisch gesehen besitzt fast jeder US-Bürger - Kinder und Babys einbezogen - eine Handfeuerwaffe. Auf etwa 310 Millionen Pistolen und Gewehre bezifferte ein Kongressbericht den Bestand bereits 2012. Im Wahlkampf sind Waffen eines der vielen Streitthemen von Donald Trump und Hillary Clinton


    Waffenhändler Ron Moon mit einem halbautomatischen Gewehr der Marke Smith & Wesson. Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa/Archiv 

    Die Grünen-Präsidentschaftskandidatin Jill Stein steht unter Anklage. Sie hatte sich am Wochenende unter demonstrierende Sioux-Indianer in North Dakota gemischt. Dort soll eine Pipeline Fracking-Öl in die USA verteilen - die Indianer sind dagegen. Stein demonstrierte ihre Solidarität, in dem sie angeblich einen Bagger mit Farbe besprühte. Das zuständige Büro des Sheriffs bestätigte den Vorfall. 



    «Sie könnte jetzt in diesen Saal kommen und jemanden vor den Augen von 20 000 Menschen erschießen, genau mitten ins Herz, und sie würde nicht strafrechtlich verfolgt. Das ist es, was vor sich geht.»


    Donald Trump über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton mit Blick darauf, dass sie in der E-Mail-Affäre nicht strafrechtlich belangt wird

    Nach ihrer Lungenentzündung ist die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eigenen Worten zufolge wieder wohlauf. «Ich fühle mich sehr viel besser», sagte Clinton in einem Interview des Senders CNN. Sie halte sich nun an den Rat ihrer Ärztin und ruhe sich aus. Clinton erklärte, sie habe sich bei der New Yorker Gedenkfeier zum 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September am Sonntag schwindelig gefühlt und kurzzeitig das Gleichgewicht verloren. Bewusstlos sei sie aber nicht gewesen.


    Hillary Clinton leidet an einer Lungenentzündung. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa 

    Dieser Satz wird sie noch eine Zeit lang begleiten: Donald Trump schlachtet Hillary Clintons Äußerung weiter aus, die Hälfte seiner Wähler könne man in einen «Korb der Erbärmlichen» packen. Explizit nannte sie Sexisten, Rassisten und Homophobe. Clinton sei nun für jedes öffentliche Amt disqualifiziert, so Trump. Man könne Menschen nicht wie Sachen in irgendwelche Körbe packen wollen, erklärt der Kandidat, selber sonst nie um einen grobschlächtigen Vergleich verlegen. Clinton habe unzählige Menschen beleidigt. Wer sich an Einwanderungsregeln halte, sei kein Rassist, wer vor islamischem Terrorismus warne, nicht islamophob.  


    Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa

    Die demokratische Präsidentschaftskandidatin nutzte den Auftritt, um die Probleme des amerikanischen Gesundheitssystems anzuprangern. Millionen Amerikaner könnten es sich im Gegensatz zu ihr nicht leisten, krankheitsbedingt nicht zur Arbeit zu gehen, sagte sie. Viele hätten zudem noch immer keine Krankenversicherung, weil es zu teuer sei. 



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