Alle News zu den Vorwahlen in den USA
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Alle News zu den Vorwahlen in den USA Live

  • US-Präsident Barack Obama hat eine «vulgäre und entzweiende Rhetorik» im Wahlkampf beklagt. Die republikanischen Bewerber würden dabei insbesondere Kindern ein schlechtes Beispiel geben und dem Ansehen der USA im Ausland schaden. Zwar gebe es kein Gesetz, wonach man nett zueinander sein oder jemand anderen mit Respekt behandeln müsse, sagte der Demokrat. «Aber es gibt Normen, Es gibt Sitten. Es gibt Werte, die unsere Eltern uns gelehrt haben und wir versuchen unsere Kinder zu lehren, dass sie versuchen sollen andere so zu behandeln, wie sie selbst behandelt werden möchten», sagte Obama ohne Namen zu nennen. Allerdings bezog er sich in seiner Ansprache auch auf gewalttätige Auseinandersetzungen bei Wahlkampfveranstaltungen des führenden republikanischen Bewerbers Donald Trump. 

     Barack Obama ist bestürzt über die Wahlkampfrhetorik. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa 
    • UPDATE
    Das Wichtigste aus der Nacht zum «Super Tuesday II» in Kürze: 

    ▪ Mit starken Siegen in US-Schlüsselstaaten haben Hillary Clinton und Donald Trump große Schritte in Richtung Präsidentschaftskandidatur gemacht. Clinton holte bei den Demokraten mindestens vier von fünf Staaten, Trump bei den Republikanern mindestens drei von fünf. In der Partei des umstrittenen Populisten reduzierte sich das Feld der Bewerber auf drei. Auch in Missouri zeichnen sich knappe Siege für den Trump und Clinton ab. Die Ergebnisse gelten aber laut Internetseite des Bundesstaates noch als vorläufig, weil die Auszählung der Briefwähler das Ergebnis noch verändern könnten. 

    ▪ Bei den Demokraten fuhr Clinton sehr wichtige Siege in Florida und Ohio ein. Außerdem gewann sie in North Carolina und Illinois - ein bitterer Abend für Konkurrent Bernie Sanders. Der umstrittene Quereinsteiger Trump hatte einen guten Tag erwischt, er war aber möglicherweise dennoch nicht gut genug. Trump gewann zwar den Schlüsselstaat Florida, verlor aber den zweiten Alles-oder-Nichts-Staat Ohio an dessen Gouverneur John Kasich. Trump siegte auch in Illinois und North Carolina.

    ▪ Floridas Senator Marco Rubio (44) zog noch am Abend die Konsequenz aus der Niederlage in seinem Heimatstaat und beendete seinen Wahlkampf. Tatsächlich wird das Ringen bei den Republikanern zu einem Zweikampf zwischen Trump und Cruz. Kasich gilt als chancenlos.

    ▪ Trump muss 1237 Delegierte gewinnen, um Präsidentschaftskandidat zu werden. Entweder schafft der Milliardär diese Hürde bis zur letzten Vorwahl seiner Partei am 7. Juni, oder es kommt in Cleveland zu einer Kampfabstimmung. Dass einer seiner Bewerber vorher ausreichend Stimmen sammelt, ist ausgeschlossen. Bei den Demokraten muss Clinton 2382 Delegierte für sich gewinnen. In der Nacht zum Mittwoch sagte sie: «Wir kommen der Nominierung der demokratischen Partei näher - und dem Sieg bei der Wahl im November.»

  • Dieses ist möglicherweise einer der folgenreichsten Wahlkämpfe unseres Lebens.

    Hillary Clinton vor demokratischen Anhängern in Palm Beach, Florida, zur Bedeutung des 2016er-Wahlkampfes.
  • Nun stellt sich bei den Demokraten die Frage, wie lange Hillary Clintons Widersacher Bernie Sanders noch durchhalten kann - und will. Mathematisch hat er nach dem Verlust von Ohio und Illinois kaum noch eine Chance. «Wir glauben nicht, dass Senator Sanders noch gewinnen kann», sagt Clintons Sprecherin Jennifer Palmieri. Doch hat dieser mehrfach angekündigt, seine «politische Revolution» zu Ende führen zu wollen. Sanders hat von seiner Anhängerschaft soviel Geld in Kleinspenden gesammelt, dass sein finanzieller Atem leicht bis zum Parteitag im Juli reichen könnte. 

    Nach Auffassung von Experten schadet der Senator, der vor allem bei der Jugend gut ankommt, jedoch seiner Partei. «Bernie Sanders ist der beste Freund, den die Republikaner jemals hatten», sagt Allan Lichtman, Professor an der Amercian University in Washington. Donald Trump, das sagen zumindest bisher alle Umfragen, kann Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl nicht schlagen. «Das kann nur Bernie Sanders», sagt Lichtman. 

  • Der Demokrat Bernie Sanders zeigt sich nach seinen Niederlagen gegen Hillary Clinton in Florida, North Carolina, Ohio und Illinois ungerührt. Stattdessen erinnerte er seine Unterstützer in Arizona daran, dass ihr Bundesstaat der nächste wichtige Abstimmungsort im Vorwahlkampf sei. «Ihr müsst den Status quo nicht akzeptieren. Wir können das besser», sagte er in Phoenix. Demokraten und Republikaner halten bereits in einer Woche ihre nächsten Vorwahlen in Arizona sowie in Idaho und Utah ab. 

     Sieht seinen Wahlkampf noch nicht am Ende: Bernie Sanders. Foto: Tannen Maury, epa/dpa
  • Ohio-Sieger John Kasich, der rechnerisch keine Chance auf eine Mehrheit hat, dürfte nun auf das Szenario eines zermürbenden Rennens innerhalb der Republikaner bis Juni spekulieren, wenn er sagt: «Ich bin derjenige, der die größten Chancen gegen Hillary Clinton hat.» Allan Lichtman, Professor an der Amercian University in Washington, macht es deutlich: «Kasich hat eine, und wirklich nur eine Chance: Eine Kampfabstimmung, bei der es zum Kuhhandel kommt und er plötzlich als bestgeeigneter Kandidat gegen Clinton dasteht.» 

     John Kasich samt Ehefrau Karen und den Töchtern Emma und Reese. Foto: David Maxwell, epa/dpa
  • Nach seinem Sieg in Florida hat Donald Trump dem Begriff «Pressekonferenz» eine - für amerikanische Verhältnisse - neue Bedeutung verliehen. So hatte der Milliardär in seinen Privatclub in Palm Beach eingeladen, lehnte es laut dem Sender CNN aber dort ab, Fragen der Journalisten zu beantworten. Hintergrund dürfte laut CNN ein kurz zuvor veröffentlichter kritischer Bericht des Portals Politico über Trumps Wahlkampfmanager Corey Lewandowski gewesen sein. Politico berichtete, dass dem Autor des Artikels, der Zutritt zu der «Pressekonferenz» untersagt wurde.


  • Missouri macht es zum Schluss ganz besonders spannend. Sowohl bei den Demokraten wie bei den Republikanern kürte dort nur der Sender NBC Hillary Clinton und Donald Trump zum Sieger, alle anderen US-Medien sagen bislang «too close to call», es reicht noch nicht für ein Ergebnis.

    Insgesamt ging es in beiden Rennen bei vielen Hunderttausend ausgezählten nur um wenige tausend Stimmen, die zur Entscheidung fehlten. Würde Clinton auch Missouri gewinnen, hätte sie alle fünf Abstimmungen des Dienstag gewonnen. Wie eng das Rennen zwischen ihr und Bernie Sanders ist, macht eine Prognose des Senders CNN deutlich:

    Screenshot: cnn.com
  • Paul Ryan schließt laut einem Medienbericht nicht aus, im Falle einer Nominierung im Sommer doch noch für die Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus zu gehen. Konkret hatte der Sender CNBC den Parlamentsvorsitzenden im Repräsentantenhaus auf den Fall einer Kampfabstimmung angesprochen. «Die Leute fragen: "Was ist mit der Kampfabstimmung?" Ich sage, nun es gibt eine Reihe von Leute, die kandidieren. Wir werden sehen. Wer weiß». Ryan kandidierte bereits vor vier Jahren als Vizepräsidentschaftskandidat neben Mitt Romney, hatte sich in diesem Wahlkampf aber gegen eine eigene Kandidatur entschieden. 


  • Trotz seines Sieges in Florida bleibt Donald Trump selbst in den eigenen Reihen umstritten. Um einen Stellungskampf zu verhindern, versucht sich der Milliardär Rückendeckung vom innerparteilichen Gegner zu holen - vom Establishment, auf das er die letzten Monate pausenlos einhackte. Er habe mit Paul Ryan telefoniert, dem mächtigen Parlamentsvorsitzenden im Repräsentantenhaus und mit Mitch McConnell, dem Mehrheitsführer der Republikaner im Senat. «Gute Gespräche», sagte der 69-jährige Trump nach dem Gewinn in Florida in dem ihm eigenen Sprachstil. Es sollte den Versuch untermauern, Frieden zu stiften in einem Wahlkampf, der zum «Bürgerkrieg» innerhalb der Grand Old Party geworden ist.  
  • In einem sehr engen Rennen zwischen Donald Trump und Ted Cruz, liegt Trump in Missouri bei insgesamt einer Million abgegebenen Stimmen nur wenige tausend vor Cruz.

     Screenshot: cnn.com
  • Nachdem er ihn noch vor kurzem als «kleinen Marco» verspottete, hat Donald Trump nach dem Ausscheiden Marco Rubios doch noch einige freundliche Worte für den Senator aus Florida gefunden. «Er ist zäh, er ist klug und er hat eine große Zukunft vor sich», lobte der umstrittene New Yorker Geschäftsmann den 44-jährigen Rubio. Beide hatten sich während des bisherigen Wahlkampfes zum Teil hitzige Wortgefechte geliefert.  


  • Hillary Clinton gewinnt nach Berichten mehrerer US-Sender die Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat Illinois. Es ist ihr vierter Sieg des langen Abends, zuvor hatte sie auch in Florida, Ohio und North Carolina gewonnen. Das Ergebnis aus Missouri stand noch aus, hier lag Clinton nach der Hälfte der ausgezählten Stimmen sehr knapp hinter Konkurrent Bernie Sanders.


  • Der republikanische Bewerber Ted Cruz fordert die Anhänger Marco Rubios nach dessen Rückzug auf, sich hinter seine Kampagne zu stellen. «An alle die Marco unterstützt haben, die so hart gearbeitet haben, wir heißen euch mit offenen Armen willkommen», zitiert CBS News den Senator aus Texas. Cruz gilt innerhalb des republikanischen Lagers als schärfster Konkurrent Donald Trumps. 

     Hofft auf neue Unterstützer: Ted Cruz. Foto: Jeff Haynes, epa/dpa
    • UPDATE
    Derzeit noch offen ist die Wahl in Missouri:

    ▪ Demokraten: In Missouri liegt Sanders knapp vor Clinton.

    ▪ Republikaner: In Missouri zeichnet sich ein immer engeres Rennen zwischen Trump und dem Senator von Texas, Ted Cruz, ab.
  • Donald Trump gewinnt auch in Illinois und North Carolina. Damit hat er bislang - wie Hillary Clinton bei den Demokraten - jeweils drei Staaten für sich entschieden.
  • Prominente Unterstützung erhielt Kasich vor seinem Sieg noch vom Schauspieler und Ex-Politiker Arnold Schwarzenegger - und womöglich auch von dessen Hund: 


  • John Kasich ist Gouverneur des US-Bundesstaats Ohio und verfügt dort über hohe Beliebtheitswerte. Im Bewerberfeld der Republikaner ist er einer der erfahrensten Politiker. Kasich kam jung in den Senat von Ohio, war dann dort Abgeordneter und schließlich in dieser Funktion auch in Washington. Der 63-jährige gilt als sehr konservativ. John Richard Kasichs politische Heimat Ohio ist ein wichtiger sogenannter «swing state», wo der Ausgang der Abstimmung nicht von vornherein klar ist. Bevor Donald Trump den Wahlkampf durcheinanderwirbelte, wurde Kasich auch wegen dieser Herkunft, die bei der Präsidentschaftswahl im Herbst noch wichtig werden könnte, als Geheimtipp gehandelt.  

    Jahre lang saß Kasich im Kongress in Washington. Dort machte er sich als Vorsitzender des Haushaltsausschusses einen Namen, etwa als er gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten Bill Clinton einen Plan zum Abbau des Haushaltsdefizits auf den Weg brachte. Kasich weigerte sich, in den Chor derjenigen Republikaner einzustimmen, die die USA im achten Jahr der Präsidentschaft Barack Obamas dem Untergang geweiht sehen. Das führte ihn vor Ohio bei den parteiinternen Vorwahlen der Republikaner nicht zu großen Siegen, hielt ihn aber bisher zumindest im Rennen. 
  • John Kasich hat bei den Vorwahlen der US-Republikaner nach Vorhersagen der Sender CNN und Fox News seinen Heimatstaat Ohio gewonnen. Er macht mit dem Gewinn seines ersten Staates überhaupt Donald Trump einen wichtigen Sieg streitig und holt alle 66 Delegierten. 

     John Kasich und seine Frau Karen jubeln. Foto: David Maxwell. epa/dpa
  • Das ist ein weiterer Super Tuesday für unsere Kampagne.

    Ex-Außenministerin Hillary Clinton nach drei sicheren Siegen in fünf Vorwahlen vor demokratischen Anhängern in Palm Beach, Florida.
  • Für die Demokratin Hillary Clinton zeichnet sich ein großer Abend ab. Die Ex-Außenministerin gewann in Florida, Ohio und North Carolina. Vor allem Ohio galt als sehr wichtig für Konkurrent Bernie Sanders, wollte er im Kampf mit Clinton noch entscheidend Boden gut machen.

     Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa
  • Es ist nicht Gottes Wille, dass ich 2016 Präsident werde - vielleicht niemals. Wir sind zwar auf der richtigen Seite, aber wir werden dieses Jahr nicht auf der Seite der Gewinner sein. 

    Marco Rubio bei seinem Abschied von der Wahlkampfbühne.
  • Die aktuelle Schlagzeile der «Tampa Bay News» aus Florida: 


  • US-Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio hat sich nach seiner klaren Niederlage in seinem Heimatstaat Florida aus dem Rennen um die Kandidatur für die Republikaner zurückgezogen. Das gab Rubio in Miami bekannt. Zuvor war er mit deutlichem Rückstand auf den Favoriten um die Präsidentschaftskandidatur, Donald Trump, unterlegen, der damit alle 99 Delegierte in Florida bekam. 

    Der 44 Jahre alte Sohn kubanischer Einwanderer hatte nur drei der bisher rund 30 Vorwahlen gewinnen können, in Puerto Rico, der Hauptstadt Washington sowie in Minnesota. Er war lange Zeit als Kandidat des Parteiestablishments gegen Trump und den erzkonservativen Senator von Texas, Ted Cruz, aufgebaut worden und hatte erhebliche Spendeneinnahmen verzeichnet. 

    Die Enttäuschung steht ihm ins Gesicht geschrieben: Marco Rubio. Foto: Cristobal Herrera, epa/dpa 
  • Donald Trump und Hillary Clinton haben die Vorwahl ihrer Parteien im US-Bundesstaat Florida nach übereinstimmenden Angaben mehrerer US-Sender mit weitem Abstand gewonnenTrump lag im Heimatstaat Marco Rubios mit fast 20 Punkten vor seinem Konkurrenten. Trump sicherte sich damit alle 99 Delegierten. Für Rubio ist das eine schwere Niederlage, er hätte seinen Staat unbedingt gewinnen müssen. Clinton lag in Florida mit 65 zu 32 Prozent uneinholbar vor Bernie Sanders. Sie holt sich damit einen großen Teil der Delegierten des Staates.

     Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa
  • Vor dem nächsten «Super Tuesday» triumphiert Donald Trump bei der Vorwahl der Republikaner im US-Außengebiet Marianen. Er bekam knapp 73 Prozent der Stimmen und lag somit deutlich vor seinem schärfsten Konkurrenten Ted Cruz, der auf 24 Prozent kam. Insgesamt beteiligten sich 471 Menschen an der Abstimmung. Es ging um neun Delegierte. Da im Alles-oder-Nichts-Verfahren gewählt wurde, kann Trump alle auf sich vereinen.

    «Make America Great Again!»: Donald Trump. Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa
  • Im US-Wahlkampf richten sich heute nun alle Augen auf die Entscheidungen in fünf Staaten bei Republikanern und Demokraten. Gewählt wird in Florida, Illinois, Missouri, North Carolina, Ohio. US-Medien sprechen vom nächsten «Super Tuesday». Ergebnisse werden zu deutscher Zeit in der Nacht zum morgigen Mittwoch erwartet. In aller Kürze worum es geht: 

    Klare Sache oder zähes Rennen: Bei den Demokraten kommt es darauf an, ob sich Hillary Clinton deutlich von Bernie Sanders absetzen kann oder ob er ihr weitere Niederlagen zufügt. In Florida und North Carolina sehen Umfragen Clinton deutlich vorne. In Ohio schrumpft ihr Abstand. Und in Illinois und Missouri deuten sich knappe Entscheidungen an.

    Alles oder Nichts: Bei den Vorwahlen der Republikaner in Florida und Ohio werden insgesamt 165 Delegierte vergeben. Der Gewinner einer Vorwahl bekommt jeweils alle Delegierte des betreffenden Bundesstaates. Wenn der umstrittene Immobilien-Milliardär Donald Trump hier gewinnt, ist er zwar immer noch nicht durch, aber seine Kandidatur wäre praktisch nicht mehr zu verhindern.

    ▪ Heimspiel oder Niederlage: Für Trumps Konkurrenten Marco Rubio und John Kasich sind die Vorwahlen in den beiden Staaten überlebenswichtig: Rubio ist Senator von Florida, Kasich Gouverneur von Ohio. Verlieren sie auf heimischem Terrain, haben sie eigentlich keine Berechtigung mehr, im Rennen zu bleiben.

    Hofft auf weitere Vorwahlsiege: Hillary Clinton. Foto: Tannen Maury, epa/dpa
  • Im Streit um die gewalttätigen Auseinandersetzungen bei Donald Trumps Wahlkampfauftritten mischt nun auch Sarah Palin mit. «Kleine, armselige Gangster», nannte sie die Menschen auf einer Wahlveranstaltung in Tampa/Florida, die gegen den republikanischen Präsidentschaftsbewerber auf die Straße gingen. Nicht nur die Anti-Trump-Gegner bekamen ihr Fett weg, auch mit den Medien ging sie für ihre Berichterstattung über die Zwischenfälle hart ins Gericht. Sie seien auf der Seite der Verbrecher. Die ehemalige Gouverneurin von Alaska hat sich vor einigen Wochen dem Team von Trump angeschlossen und unterstützt den Immobilienmilliardär bei seinem Rennen um das Weiße Haus.

    Attackiert Anti-Trump-Gegner und die Medien: Sarah Palin. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa 
  • Die Polizei im US-Bundesstaat North Carolina will wegen eines gewalttätigen Vorfalls bei einer Kundgebung kein Verfahren gegen Donald Trump eröffnen. Die Beweise reichten nicht aus, um den Straftatbestand der Anstachelung zu Ausschreitungen zu erfüllen, heißt es in einer Stellungnahme der Polizei von Cumberland, aus der mehrere US-Medien übereinstimmend zitierten. Bei der Veranstaltung in Fayetteville am vergangenen Mittwoch hatte ein Unterstützer Trumps einem farbigen Studenten mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann wurde festgenommen. Die Polizei prüfte daraufhin, ob Trump oder sein Wahlkampfteam das Publikum zu Gewalt angestachelt hätten. 

    Bei mehreren Auftritten gab es Auseinandersetzungen zwischen Unterstützern und Gegnern von Donald Trump. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa
  • Doch was passiert eigentlich, wenn Donald Trump in Florida und Ohio gewinntTrump hat derzeit 463 Delegierte auf seinem Konto, gut 100 mehr als sein ärgster Verfolger, Texas' Senator Ted Cruz. Das ist zwar eine Mehrheit, aber deutlich weniger als die Hälfte der nötigen Gesamtzahl von 1237, auf die Trump kommen muss. Gewinnt Trump Florida und Ohio, bekommt er auf einen Schlag 165 Delegierte dazu, liegt also nach dem Dienstag wohl bei mehr als 700. Das ist aber immer noch nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was er für eine klare Mehrheit auf dem Parteitag im Juli in Cleveland braucht. 

    Trump müsste in der noch ausstehenden knappen Hälfte der Vorwahlen rund 50 Prozent der Delegierten holen. Bisher hat er im Schnitt nur 44 Prozent bekommen. Das ist also herausfordernd für Trump, aber machbar. Praktisch bedeutet es aber auch, dass es kaum vor dem großen Finale Anfang Juni eine Mehrheit für Trump geben wird. Dann sind noch einmal über 300 Delegierte zu vergeben, unter anderem im größten Bundesstaat Kalifornien. Trump braucht einen langen Atem.  
  • Wesentlich besser sieht es laut derselben Umfrage da schon für John Kasich in Ohio aus.In seinem Heimatstaat könnte Gouverneur Kasich demnach mit 39 Prozent Zuspruch rechnen, während Trump auf 33 Prozent käme. Die Mitbewerber Ted Cruz (19 Prozent) und Marco Rubio (6 Prozent) dürfen sich keine allzu großen Hoffnungen auf ein glanzvolles Abschneiden machen. Sollte Kasich seine Chance nutzen, würde er Trump 66 Delegierte wegschnappen. Dann müsste Trump in den ausstehenden Wahlen fast 60 Prozent der Delegierten gewinnen, wenn er Kandidat werden will - eine auch für den sehr von sich überzeugten Unternehmer schwer zu nehmende Hürde.

     Screenshot: msnbc.com
  • Kurz vor den republikanischen Vorwahlen in Florida legt eine Umfrage eine herbe Niederlage für Marc Rubio nahe. Ausgerechnet in seinem Heimatstaat dürfte der 44-jährige Senator demnach seinem innerparteilichen Konkurrenten Donald Trump unterliegen. Darauf deutet zumindest eine Befragung von NBC News, dem «Wall Street Journal» sowie des Meinungsforschungsinstituts Marist Poll hin. So würden 43 Prozent der Befragten für den umstrittenen Milliardär votieren, während Rubio nur auf 22 Prozent käme, dicht gefolgt von Ted Cruz (21 Prozent). 

     Screenshot: msnbc.com
  • Bei den Demokraten sehen die meisten Umfragen für die Dienstagsstaaten Hillary Clinton vorne. Das taten sie aber auch vor Michigan. Sie irrten sich schwer, der Staat ging an Bernie Sanders. Der hofft auf neuen Schwung aus dem 15. März. Rein mathematisch bleibt es schwer für ihn - aber was will man in diesem Wahljahr schon ausschließen?
  • Im vollgepackten US-Wahlkalender mit seinen mehr als 100 Abstimmungen ist der morgige 15. März einer der Tage, die herausragen. Wenn der Milliardär Donald Trump Florida und Ohio gewinnt, marschiert er weiter, ist aber rechnerisch trotzdem noch nicht durch. Es wird schwerer, ihn zu stoppen, es ist aber nicht unmöglich. Die beiden Staaten bieten dem republikanischen Sieger zusammen 165 Delegierte. Wer gewinnt, bekommt sie alle. 

    Aber: Gewählt wird auch in Missouri, Illinois und North Carolina. Dort geht es um 193 Delegierte, die proportional verteilt werden. Trumps Konkurrenten, allen voran Ted Cruz, konzentrierten sich deswegen mit Macht auf kleinere Bezirke, die viele Delegierte versprechen. Die Logik: Wer dort viele Stimmen holt, lässt Trump nicht davonziehen - Florida und Ohio hin oder her.
  • Sage keiner, dass im US-Wahlkampf nicht alle menschlichen Gefühle berücksichtigt würden. Nachdem zuletzt viel vom angeblichen Hass die Rede war, den vor allem Donald Trump unter die Amerikaner gebracht haben soll, sah sich sein republikanischer Widersacher Marco Rubio nun mit Vorwürfen ganz anderer Art konfrontiert. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida erhob sich plötzlich ein Zwischenrufer, um den Rubio-Anhängern zu erklären, dieser habe ihm seine Freundin gestohlen. Der anfänglich verdutzte Senator nutzte die Gelegenheit, um sich auch hier deutlich von seinem umstrittenen Kontrahenten Trump abzugrenzen: «Bei uns werden Zwischenrufer nicht verprügelt.»

  • Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump wirft dem Demokraten Bernie Sanders vor, eine Mitschuld an den Ausschreitungen bei seinen Kundgebungen zu tragen. So habe Sanders «Störer» zu seinen Veranstaltungen schicken lassen, teilt Trump bei Twitter mit. Sollte der Senator aus Vermont nicht vorsichtig sein, dann würden seine Unterstützer womöglich auch Sanders Veranstaltungen besuchen, droht der umstrittene Geschäftsmann. Sanders wies die Beschuldigungen in einem Interview mit ABC News als «vollkommen falsch» zurück. 


  • Vor dem Hintergrund der jüngsten Ausschreitungen bei Wahlkampfveranstaltungen haben Hillary Clinton und Bernie Sanders ihrem republikanischen Widersacher Donald Trump vorgeworfen, dieser stachele die Menschen zur Gewalt an. «Es ist eindeutig, dass Donald Trump eine sehr zynische Kampagne fährt, bei der er Gruppen von Amerikanern gegen einander ausspielt. Sein Geschäft sind Hass und Angst», sagte Clinton bei einer Debatte an der Ohio State University, zu der die Sender CNN und TV One eingeladen hatte. Sowohl Sander als auch Clinton verurteilten Trumps Äußerung, wonach dieser die Anwaltskosten eines Mannes übernehmen könne, der einen Demonstranten bei einer seiner Kundgebungen geschlagen hatte. 

     Foto: Edward m. Pio Roda, epa/CNN/dpa/Archiv
  • Schauspieler Dustin Hoffman glaubt nicht, dass Donald Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten sein wird. «Trump spricht vor allem die weniger gebildeten, weißen Amerikaner an», sagte der 78-Jährige in einem Interview der «Welt am Sonntag». Die Gesellschaft der USA sei aber sehr vielschichtig. «Ich glaube nicht, dass Trump gewinnen kann, wenn nur diese eine Gruppe für ihn stimmt», erklärte der zweifache Oscarpreisträger:
     
    Trump wird nicht Präsident.
    von dpa · live Desk



  • Im Wahlrennen wird die Stimmung um Donald Trump immer hitziger. Erneut wurde er bei einem Wahlkampfauftritt in Kansas City von Demonstranten unterbrochen. Er nannte sie schließlich «Müll» und drohte damit, von nun an jeden von ihnen zu verklagen. «Nehmt sie fest» forderte er zunehmend gereizt und irritiert von den Sicherheitsbeamten im Raum. Seinen Anhängern versprach er: «Wir werden das Land von diesen Leuten zurückerobern.» Auch vor dem Veranstaltungsgebäude demonstrierten Hunderte gegen Trump. Es kam zu vereinzelten Zusammenstößen mit der Polizei und mehreren Festnahmen. US-Medienberichten zufolge war die Lage zu einem Zeitpunkt so angespannt, dass die Polizei Tränengas einsetzte.


  • Hillary Clinton hat die Vorwahl der Demokraten im US-Außengebiet Marianen für sich entschieden. Laut übereinstimmenden US-Medienberichten kam sie auf 54 Prozent, das sind 20 Punkte mehr als für Konkurrent Bernie SandersAllerdings ging es auf den Marianen nicht um sehr viel: Clinton band vier Delegierte an sich, Sanders zwei. Es ist Clintons 14. Sieg insgesamt. 

    Im Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur gewann Marco Rubio die Abstimmung in der Bundeshauptstadt Washington. Sein Kollege Ted Cruz punktete im Bundesstaat Wyoming und im US-Außengebiet Guam.

    Siegt im Regierungsdistrikt Washington DC: Marco Rubio. Foto: Dan Anderson, epa/dpa
  • Mehrere tausend Menschen haben in Chicago gegen eine Veranstaltung von Donald Trump protestiert. Daraufhin sagte der 69-Jährige seinen Auftritt wegen Sicherheitsbedenken ab, wie sein Kampagnenteam mitteilt. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Trump-Unterstützern. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen sich im Gedränge schubsten und schlugen. Etlichen Demonstranten war es gelungen, in die Veranstaltungshalle einzudringen. Manche von ihnen zerrissen Wahlkampfschilder der Trump-Kampagne. Ob es bei den hitzigen Auseinandersetzungen Verletzte gab, ist zunächst unklar. Auch vor der Halle versammelten sich zahlreiche Protestierer. Laut der Zeitung «Chicago Tribune» blockierten manche von ihnen eine Auffahrt. Die Polizei führte mehrere Personen ab und löste die Proteste letztlich auf.

    Ein Demonstrant sagt dem Sender CNN: «Ich protestiere, weil ich schwarz bin und mexikanisch und weil ich mir nicht sicher bin, wo er (Trump) mich hin abschieben würde. Aber ich habe jeden Tag in Chicago mit Rassismus zu tun - und ich habe genug.» Trump sorgt immer wieder mit rechtspopulistischen Äußerungen für Aufsehen. So will er eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten, um illegale Einwanderer abzuhalten. Trump verteidigt die Absage seines Auftritts in Chicago: «Ich wollte nicht, dass jemand verletzt wird», sagt er CNN. «Ich glaube, wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Auch wenn damit das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt wird.»

    Anti-Trump-Gegner in Chicago. Foto: Tannen Maury, epa/dpa 
  • Im erbittert geführten Vorwahlkampf der US-Republikaner gibt es erste Anzeichen für einen Schulterschluss von Marco Rubio und John Kasich. Rubios Sprecher Alex Conant riet den Wählern: «Wenn man Republikaner-Wähler in Ohio ist und Donald Trump schlagen will, dann ist die beste Chance, das zu erreichen, John Kasich.» Für den Bundesstaat Florida, wo am Dienstag 99 Delegierte nach dem «Winner-takes-all»-Prinzip vergeben werden, gelte umgekehrt das Gleiche.

    Kasich (l) und Rubio. Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa/Archiv 
  • Mindestens eine Vorwahl im Kampf um das Weiße Haus wird 2016 ohne Ergebnis bleiben. Auf den Jungferninseln, einem der US-Außengebiete, erreichte keiner der an die vier verbliebenen republikanischen Bewerber gebundenen Delegierten die nötige Mehrheit. Donald Trump, Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich gingen nach einem Bericht der «Washington Post» mit jeweils 0,0 Prozent aus der Abstimmung. Die Wahlbeteiligung verdreifachte sich auf immerhin 744 Stimmen. Nun werden sechs unabhängige Delegierte im Juli zum Parteitag nach Cleveland fahren.
  • Ben Carson, vorige Woche aus dem US-Präsidentschaftsrennen ausgestiegener Republikaner, unterstützt nun den Populisten Donald Trump. Carson sprach dem in Umfragen führenden Milliardär öffentlich seine Zustimmung aus. «Es geht nicht um mich, es geht um Amerika», sagte Carson. Die Parteispitze der Republikaner sieht Trumps Kandidatur kritisch. Zu früheren Anwürfen Trumps an seine Adresse sagte Carson, so etwas passiere nun mal in der amerikanischen Politik. Trump sagte: «Ben wird eine große, große Rolle spielen.»

     Ex-Bewerber Ben Carson unterstützt nun den Populisten Donald Trump. Foto: Cristobal Herrera, epa/dpa
  • Ich bin jemand, der ein Denker ist. Ich bin ein großer Denker.

    Selbsteinschätzung von Donald Trump bei einem Auftritt in Palm Beach
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