Alle News zu den Vorwahlen in den USA
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Alle News zu den Vorwahlen in den USA

    Ich war überrascht von der Lawine absoluter Unwahrheit.

    Hillary Clinton nach der zweiten TV-Debatte auf CNN über den Auftritt ihres Konkurrenten Donald Trump.

    Zuvor hatte Trump gesagt, der im Irak getötete muslimische US-Soldaten Humayun Khan wäre noch am Leben, wenn er Präsident wäre. Bereits vor Wochen hatte der Republikaner die Eltern des Gefallenen hart angegangen, weil diese ihn beim Parteitag der Demokraten kritisiert hatten.

    Der Vater des getöteten Soldaten, Khizr Khan, reagierte kurz aber deutlich auf die Instrumentalisierung des Todes seines Sohnes durch Trump: «Das Einzige was Donald Trump opfert, ist die Wahrheit.»

    Einmal mehr gab Trump Einblicke in sein nicht unbedingt von tieferen Zusammenhängen geprägtes Wissen über außenpolitische Themen. So behauptete er, Assad, Russland und Iran hätten eine Allianz gegen den IS gebildet, weil die amerikanische Außenpolitik so schwach sei.



    Im Zusammenhang mit der Lage in Syrien hat Donald Trump seinem Vize Mike Pence widersprochen. Während dieser kürzlich dafür geworben hatte, dass die USA sich darauf vorbereiten müssten, «das Assad-Regime militärisch anzugreifen, um eine humanitäre Katastrophe in Aleppo zu verhindern», lehnte Trump diese Haltung nun ab. «Er und ich haben nicht miteinander gesprochen, und er und ich stimmen nicht überein», sagte Trump in St. Louis

    Während Pence scharfe Kritik an Russland geübt hatte, sagte Trump, er betrachte Moskau nicht als Problem, da die russische Führung den IS bekämpfe. Eine Auffassung, die laut CNN weder von US-Geheimdiensten noch von der Regierung in Washington noch von den US-Verbündeten geteilt würde. 


    Foto: Gary He, epa/dpa

    Die hitzige Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump hat auch zeitgleich bei Twitter eine enorme Rolle gespielt. Im Bezug auf die Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten wurden 17 Millionen Tweets abgesetzt, wie der Kurznachrichtendienst mitteilt. Drei Momente lösten demnach besonders heftige Reaktionen aus: Als Trump sagte, er stimme in der Syrien-Politik nicht mit seinem Vize-Kandidat Mike Pence überein. Als er sich selbst als Gentleman bezeichnete sowie Trumps Ankündigung, die Demokratin Clinton unter seiner Regierung ins Gefängnis bringen zu wollen. Das am häufigsten genannte Thema in allen Tweets war «Terrorismus».

    Die jüngste TV-Debatte Hillary Clinton versus Donald Trump galt den meisten Beobachtern als ziemlich rüde. Doch man kann auch einen ganz anderen Blick auf die Diskussion haben, die Stimmen der Akteure aussparen und das Ganze mit jenem Song von Franke Previte, John DeNicola und Donald Markowitz unterlegen, der einst den Soundtrack zum Film Dirty Dancing so irre erfolgreich machte. Mittlerweile ist der Clip ein millionenfach geklickter Internet-Hit.

    Der Republikaner und Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger kritisiert Donald Trump für dessen Frauenbild. «Ich war als Mann kein 'Heiliger', meine Fehler sind öffentlich bekannt, ich musste mich bisweilen bei den Frauen entschuldigen», sagt der Schauspieler der italienischen Zeitung «Corriere della Sera». «Aber der Respekt zwischen den beiden Geschlechtern ist die Grundlage für soziale Beziehungen.» 

    Die zweite TV-Debatte zwischen dem Republikaner Trump und seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton sei ein «wahrer Krieg der Positionen, Stile (...) und privaten Anschuldigungen» gewesen. Eine Haltung - egal von wem -, die das Engagement, die Rolle und die Präsenz von Frauen herabsetze, halte er für «nicht akzeptabel». Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien Schwarzenegger wiederholte in dem Interview auch, er werde bei der Wahl am 8. November nicht für Trump stimmen.


    Pflegt ein anderes Frauenbild als Donald Trump: Arnold Schwarzenegger, dpa/Archiv

    New Jerseys Gouverneur Chris Christie kritisiert seinen Parteikollegen und US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump für dessen sexistische Äußerungen. «Es ist komplett unvertretbar und ich werde es nicht verteidigen und habe es auch nicht verteidigt», sagt Christie mit Blick auf das Video mit sexistischen und vulgären Äußerungen Trumps über Frauen. «Solches Gerede und solche Unterhaltungen sind selbst im Privaten einfach unzumutbar», sagt der Politiker im Sport-Radiosender WFAN. 

    Der Republikaner Christie sagt aber auch, weiter hinter Trump zu stehen. «Ich unterstütze Donald immer noch», sagt Christie. Er habe Trump nach der Veröffentlichung des Videos gedrängt, sich für die Kommentare zu entschuldigen. Trotz wachsender Kritik innerhalb der republikanischen Partei kann Trump nach wie vor auf die Anti-Establishment-Fraktion zählen, zu der neben Christie etwa auch der frühere Neurochirurg Ben Carson gehört. Beide waren Trumps Kontrahenten im Vorwahlkampf.



    Ich bin das Letzte, was noch zwischen Ihnen und der Apokalypse steht. 

    Hillary Clinton im «New York Times Magazine» über ihren Wahlkampf gegen Donald Trump.

    Hillary Clintons Wahlkampfchef John Podesta beschuldigt russische Geheimdienste, hinter einem Hackerangriff auf sein E-Mail-Konto zu stecken. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am vergangenen Freitag und Dienstag eine große E-Mail-Sammlung ins Netz gestellt, bei der es sich um Korrespondenz Podestas handeln soll. Der Teamchef von Hillary Clinton beschuldigt Medienberichten zufolge zudem das Wahlkampfteam von Donald Trump, vom Wikileaks-Gründer Julian Assange im Voraus über die Veröffentlichung der gehackten E-Mails informiert worden zu sein.

    Der Zeitpunkt - am Tag des Erscheinens eines Videos, in dem frauenfeindliche und vulgäre Äußerungen Trumps aus dem Jahr 2005 zu hören sind - sei kein Zufall. Außerdem habe Trumps Berater Roger Stone im August in Zusammenhang mit den Hackerangriffen getwittert, auch Podestas Zeit komme bald.

    Von Vorwürfen sexueller Übergriffe in die Enge gedrängt, holt Donald Trump zu einem ungewöhnlich harten verbalen Rundumschlag aus. Trump bezeichnet in Florida seine Gegenkandidatin Hillary Clinton als «kriminell». Sie sei auch Teil einer korrupten Elite, die nur den Status quo aufrechterhalten wolle, um weiter ausbeuterisch auf Kosten des Volkes Strippen ziehen zu können. 

    Zu dem korrupten Kreis gehörten auch zahlreiche Medienunternehmen, deren Veröffentlichungen von Clinton gesteuert würden. Er selbst und seine Kandidatur seien eine «existenzielle Bedrohung» für dieses System. Deswegen werde er mit Vorwürfen überzogen. «Nichts davon ist wahr», sagt Trump. Er kündigte rechtliche Schritte gegen die «New York Times» an, die Zeitung denkt einem Statement zufolge nicht daran, ihre Position zu ändern. «Wir freuen uns darauf, in einem Gerichtssaal der Wahrheit die Ehre zu geben», heißt es von dem Blatt.


    Schlägt nach Sex-Vorwürfen verbal um sich: Donald Trump. Foto: Cristobal Herrera, epa/dpa

    Melania Trump hat ihren Mann Donald für die sexistischen Aussagen aus einem Video in Schutz genommen. Er sei von dem Moderator Billy Bush dazu angestachelt worden, «dreckige und schlimme Sachen zu sagen», sagte die Frau des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten in einem Interview des Senders CNN, von dem zunächst ein Ausschnitt veröffentlicht wurde. Die 46-Jährige bezeichnete die Aussagen als «Gespräch unter Jungs». Möglicherweise hätten die beiden Männer nicht gewusst, dass das Mikrofon angeschaltet gewesen sei. 

    Sie habe dem Unternehmer gesagt, dass seine Kommentare nicht hinnehmbar seien. «Ich war überrascht, denn das ist nicht der Mann, den ich kenne.» Sie akzeptiere aber seine Entschuldigung. 


    Melania Trump: Donald wurde zu sexistischen Kommentaren angestachelt. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa

    Amtsinhaber Barack Obama hat den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgefordert, er solle «aufhören herumzujammern». Es sei absolut beispiellos in der modernen Politikgeschichte, dass ein Kandidat eine Wahl, die noch gar nicht stattgefunden hat, schon vor dem Wahltag als «manipuliert» bezeichne. «Er jammert schon, bevor das Spiel überhaupt zu Ende ist», sagte Obama am Dienstag in Washington.

    «Es gibt keinen ernsthaften Menschen, der glaubt, dass dies überhaupt möglich ist», sagte Obama zu den zuletzt häufig wiederholten Vorwürfen Trumps, die Präsidentschaftswahl werde manipuliert. Das amerikanische Wahlsystem sei dafür viel zu dezentral organisiert. «Er sollte seine Argumente ausspielen und versuchen, die Wahl zu gewinnen.» Sollte dies nach dem 8. November der Fall sein, werde er ihm gratulieren und für eine friedliche Machtübergabe sorgen. «So machen Amerikaner das», fügte Obama hinzu.


    Trump soll «aufhören herumzujammern», so Amtsinhaber Obama. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa
    Als Amerikaner entschuldige ich mich dafür, dass wir Ihnen Donald Trump gebracht haben.

     Der amerikanische Autor Jeff Jarvis («What would Google do?») auf der Frankfurter Buchmesse.

    Seit der Veröffentlichung eines alten Videos, auf dem sich Donald Trump mit sexuellen Übergriffen brüstet, hat Hillary Clinton stetig in Umfragen zugelegt. Nach einer neuen SurveyMonkey/«Washington Post»-Erhebung führt sie derzeit in genügend Bundesstaaten, um bequem auf die 270 Wahlmänner-Stimmen zu kommen, die für einen Sieg nötig sind.



    Hillary Clinton antwortet zuerst: Das Oberste Gericht müsse die Rechte von Frauen und LGBT-Bürgern sowie das Recht auf Abtreibung schützen.


    Foto: Joe Raedle, epa/dpa
    Ich bin sehr stolz auf die Unterstützung der (Waffenlobby) NRA.

     Donald Trump

    Foto: Joe Raedle, epa/dpa

    Trump bedankt sich bei Moderator Chris Wallace, weil der die Demokratin nach einem Zitat aus einem von der Enthüllungsplattform  Wikileaks veröffentlichten Manuskript fragt, bei dem es sich um eine Rede Clintons vor Vertretern der Finanzindustrie handeln soll. Darin ist von ihrem Wunsch nach offenen Grenzen die Rede.

    Nach mehr als einer halben Stunde geht es nun heftiger zu in der Debatte. Beide greifen sich nun persönlich an. «Sie hat keine Ahnung», sagt Trump.


    Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa

    Die Clinton Foundation fördere amerikanischer Werte, sagt Clinton. Trump rollt mit den Augen. Die Stiftung sei ein kriminelles Unternehmen, weil sie Geld von Ländern wie Saudi-Arabien nehme, die Menschen unterdrückten, entgegnet der Republikaner.

    Aleppo sei längst gefallen, trotz der 250 000 Menschen, die dort noch ausharrten, bekräftigt Trump seine Aussage aus der zweiten Debatte.

    Ich werde alles einlösen, was ich hier verspreche. Ich werde die Steuern nicht um einen Penny erhöhen.

    Hillary Clinton

    Foto: Gary He, epa/dpa

    Andere Länder wie Russland und der Iran machten sich über die schwache US-Führung lustig, sagt Trump. Das habe er schon in den 1980er Jahren während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan gesagt, so Clinton.

    Die als «Obamacare» bekannte Gesundheitsreform müsse rückgängig gemacht werden, so Trump. Sie sei eine Katastrophe und zerstöre kleine sowie große Unternehmen.

    So eine garstige Frau.

    Donald Trump über Hillary Clinton.

    Foto: Joe Raedle, epa/dpa
    Das ist ein sehr trauriger Abend für das Land.

    Kommentator Van Jones beim TV-Sender CNN über Donald Trumps Weigerung, sich darauf festzulegen, den Wahlausgang in jedem Fall anzuerkennen

    Genaue Zeit gestoppt: Donald Trump soll nach einer CNN-Auswertung mehr als sechs Minuten weniger Redezeit als Clinton gehabt haben.



    Donald Trump ist mit seinem Auftritt beim letzten TV-Duell vor der Wahl zufrieden:



    Wie ist der Stand des Rennens um das Weiße Haus zwischen Hillary Clinton und Donald Trump? Ein Überblick zu jüngsten Umfragen, auch in den besonders wichtigen Swing States.

    ▪ Die Umfragen zum dritten TV-Duell, das Clinton für sich entschieden hat, sind noch im Feld. Aber schon jetzt hat die Demokratin ihren Vorsprung im Vergleich zur Vorwoche bereits nochmals ausbauen können. Das Portal RealClearPolitics sieht sie nun mit 6,4 Punkten vorne. RealClearPolitics addiert die Ergebnisse der aktuellen Umfragen auf eine Summe von weiterhin 260 Wahlmännern für Clinton und 170 für Trump. Die Mehrheit ist bei 270 erreicht.

    ▪ Die sogenannten Swing States, die anders als die meisten Staaten nicht schon auf eine Partei als Wahlsieger festgelegt sind, sind für den Ausgang entscheidend. In den meisten dieser 14 Staaten liegt Clinton nun vorn, sogar in Arizona. Ausnahmen sind Iowa und Ohoi, hier ist Trump in Front. In Florida, dem größten und wichtigsten Swing State, liegt Clinton im Schnitt 3,6 Punkte vorne. In North Carolina, das Trump nach Auffassung von Meinungsforschern für einen Wahlsieg brauchen würde, hält Clinton eine knappe Führung von 2,5 Punkten.


    Hillary Clinton liegt in Front, Donald Trump ist zurückgefallen. Foto: Cesare Abbate, epa/dpa

    Donald Trump hat der Öffentlichkeit eine neue Rechtfertigung dafür präsentiert, dass er die Sexaffären des früheren Präsidenten Bill Clinton im Wahlkampf auf den Tisch gebracht hat. Die derzeitige First Lady Michelle Obama habe damit angefangen, so Trump bei einem Auftritt in North Carolina. «Ich sehe, dass sie Hillary mag», sagte Trump. «Aber war sie es nicht, die das mit der Erklärung angefangen hat: "Wenn du dein eigenes Haus nicht in Ordnung halten kannst, dann kannst du das Weiße Haus und das Land nicht in Ordnung halten"? Sie ist die Person, die damit angefangen hat.»

    Trump bezog sich dabei auf eine Wahlkampfrede von Michelle Obama 2007, als Hillary Clinton die Vorwahl-Gegnerin ihres Mannes Barack Obama war. Der «Washington Post» zufolge ist es aber keineswegs klar, dass Michelle mit damaligen ihrer Bemerkung auf die Clintons abzielte. Vielmehr habe sie ihre Äußerung Tage später wiederholt und hinzugefügt, dass sie und ihr Mann ihr Wahlkampfprogramm so gestaltet hätten, dass die Töchter immer zuerst kämen - ein Hinweis darauf, dass sie vermutlich vor allem ihre Verpflichtungen als Eltern meinte.   

    Donald Trump würde im Fall seines Wahlsieges gleich zu Beginn seiner Präsidentschaft die nordamerikanische Handelsvereinbarung (Nafta) neu verhandeln und auch den Transpazifischen Handelspakt (TPP) fallenlassen. Das kündigte er als Teil eines Programmes für seine ersten 100 Tage im Weißen Haus an. 

    Erneut warf er den Medien vor, sich mit seiner Rivalin Hillary Clinton verschworen zu haben, um ihn um einen Wahlsieg zu bringen. Er kündigte an, dass er alle Frauen, die in den vergangenen Tagen mit Vorwürfen sexueller Belästigung an die Öffentlichkeit gegangen waren, nach der Wahl am 8. November verklagen werde.

    Das Wahlkampflager von Donald Trump hat eingeräumt, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat gut zwei Wochen vor der US-Wahl hinter der Demokratin Hillary Clinton hinterherhinkt. «Wir liegen zurück», sagt Sprecherin Kellyanne Conway dem Sender NBC News

    Clinton habe einige «gewaltige» Vorteile. So machten ein früherer Präsident (ihr Mann Bill Clinton), der derzeitige Amtsinhaber Barack Obama, First Lady Michelle Obama und Vizepräsident Joe Biden Wahlkampf für sie - «alle sind viel populärer als sie es für sich selber erhoffen kann». Auch habe Hillary Clinton in diesem Monat bereits 66 Millionen Dollar in Werbespots gesteckt, doppelt so viel wie im August, betont Conway. Die meisten dieser Anzeigen seien negativ, auf «persönliche Zerstörung» ausgerichtet - sie sprach von einer «Jauchegrube». 

    Weil es im Englischen offenbar wenig Auswahl bei der Diffamierung von Medien gibt, haben diese beiden Anhänger von Donald Trump kurzerhand ein Schimpfwort der Pegida-Anhänger adaptiert:



    US-Rapper Eminem (44) hat überraschend einen neuen Song veröffentlicht, in dem er auch Donald Trump (70) angreift. In dem acht Minuten langen Track «Campaign Speech» bezeichnet der Musiker («Lose Yourself») den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner als «tickende Zeitbombe», der die Macht habe, Atomraketen abzufeuern. «Ist es das, was ihr wollt?» Eminem kündigte in einem Tweet außerdem ein neues Album an.

    Der 44-Jährige steht in einer Reihe anderer Künstler, die musikalisch gegen Trump mobilmachen. In dem Projekt «30 Days, 30 Songs» präsentieren derzeit Bands wie R.E.M. und Franz Ferdinand jeden Tag einen neuen Anti-Trump-Song im Internet.



    Mehr als die Hälfte der US-Amerikaner (55 Prozent) sind vom Wahlkampf 2016 einer Umfrage des PEW-Instituts zufolge schlicht angeekelt. Auch die Amerikanische Psychologen-Vereinigung (APA) veröffentlichte jüngst Daten zum Stresslevel ihrer Landsleute. Von den 3500 erwachsenen US-Amerikanern, die für die jährliche APA-Umfrage im August befragt wurden, gaben 52 Prozent an, vom Wahltheater spürbar gestresst zu sein - Anhänger der Republikaner noch etwas mehr als die der Demokraten.  

    Vor allem ältere Amerikaner (ab 71 Jahre) und Millennials (18-37 Jahre) bringt der Wahlkampf demnach um die Seelenruhe. Unter den ethnischen Gruppen waren Hispanics am stärksten betroffen.



    Bei den Wahlen in den USA am 8. November werden mehr als sechs Millionen Bürger ihre Stimme nicht abgeben dürfen. Das sind einem Bericht der Organisation «The Sentencing Project» zufolge etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung im Wahlalter. Der Grund: Sie wurden wegen einer schweren Straftat verurteilt

    Als «felony» oder Schwerverbrechen werden Straftaten bezeichnet, die entweder mit der Todesstrafe oder einer Haftstrafe von mehr als einem Jahr in einem Bundesgefängnis oder Haftanstalt eines Bundesstaats geahndet werden. Darunter fallen nicht nur Gewaltverbrechen, sondern auch Drogendelikte oder etwa schwerer Betrug. Der 14. Zusatz zur US-Verfassung erlaubt den Wahlrechtsausschluss von verurteilten Schwerverbrechern. Nur zwei Bundesstaaten, Maine und Vermont, machen davon keinen Gebrauch. In den anderen Bundesstaaten kann ein Verurteilter sein Wahlrecht zurückbekommen, entweder nach der Haftentlassung oder nach Ende der Bewährungszeit.


    Gefängnisinsasse in Phoenix. Foto: Darren Hauck, epa/dpa

    Die Präsidentenwahl in den USA am 8. November könnte nach Auffassung des Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, negative Folgen für die Weltwirtschaft haben. Toleranz, Vertrauen und Fairness seien essenziell für das Funktionieren von Demokratie und Marktwirtschaft, sagt Snower der Deutschen Presse-Agentur. Im US-Wahlkampf habe jedoch «die Wahrheit an Wichtigkeit verloren, da die Wähler mehr auf die emotionalen als rationalen Seiten der Kandidaten gelenkt werden».  

    «Die Aussagen von Donald Trump im letzten TV-Duell hinsichtlich der Nicht-Anerkennung des Wahlergebnisses gefährden die amerikanische Demokratie und damit auch die Weltwirtschaft, für die Amerikas Führungskraft eine wichtige Komponente ist», sagt Snower. Sowohl unter Trump als auch unter Hillary Clinton würden sich die USA wirtschaftlich und sicherheitspolitisch wohl stärker isolieren, so Snower. Dies werde die wirtschaftlichen Aktivitäten tendenziell dämpfen und Sicherheitsrisiken für den Rest der Welt steigen lassen.


    Für Dennis Snower, den Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), ist die Wahrheit der Verlierer im US-Wahlkampf. Foto: Carsten Rehder, dpa/Archiv

    Hamburgs Ballett-Chef John Neumeier hat per Briefwahl bei der US-Präsidentschaftswahl für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt. «Ich habe von Anfang an alle Debatten zur Nominierung der Präsidentschaftskandidaten und zuletzt die Fernsehduelle mit großem Interesse beobachtet», sagt Neumeier der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist für mich vollkommen klar, dass es nur einen qualifizierten Kandidaten gibt.»

    Der republikanische Kandidat Donald Trump habe sich mit seiner Äußerung disqualifiziert, dass er die Wahl nicht anerkennen werde – es sei denn, er gewinne am 8. November. «Die Verantwortung, die mit diesem Amt verbunden ist, ist nicht zu unterschätzen – und auf gar keinen Fall zu verwechseln mit der Expertise als Gastgeber einer Reality-Show», betont Neumeier. Der gebürtige Amerikaner leitet das Hamburger Ballett seit mehr als 40 Jahren.


    Trump hat sich bereits jetzt schon disqualifiziert, findet Hamburgs Ballett-Chef John Neumeier. Foto: Axel Heimken, dpa
    Er wird nicht gewinnen. Aber er hat das Land schon jetzt beschädigt, in einer Weise die vielleicht schwer zu reparieren sein wird. Ich hoffe das Beste. Ich hoffe in 20 Tagen verliert er - es ist vorbei -  und wir fangen an, uns von dieser desaströsen Kandidatur zu erholen.  

    Bruce Springsteen im Interview mit der 3sat-Sendung «Kulturzeit».

    Schwer vorstellbar, aber es gab einmal eine Zeit, in der war Donald Trump voll des Lobes für seine Rivalin Hillary Clinton und ihren Mann Bill. Vor gut acht Jahren sagte der Immobilienunternehmer in einem Interview, dass ihre Zeit noch lange nicht vorüber sei. «Hillary ist eine großartige Frau.» Sie sei intelligent und zäh, schwärmte Trump damals. Und Bill Clinton, den er nun beinahe täglich für dessen angeblichen Affären attackiert, war einst für ihn ein «großer Präsident. Wir hatten keinen Krieg, der Wirtschaft ging es super». Überhaupt seien die Clintons «wunderbare Menschen», so Trump im November 2008. 



    Polit-Grusel: An Trump oder Clinton geht in den USA in diesem Jahr kein Weg vorbei - auch nicht an Halloween. «The Donald» und «Hillary» sind in diesem Jahr bei Erwachsenen ab 35 die Rising Stars der Halloween-Kostüme - das Angebot reicht von der dauergrinsenden Pappmaske bis zum Komplettoutfit, wahlweise mit oranger Seitenscheitel-Perücke oder Strähnchen-blonder Helmfrisur. Die Kandidaten rangieren gleich hinter Allzeitklassikern wie Pirat und Hexe.   


    Einfach gruselig: Halloween-Deko mit Hillary Clinton als Engel und Donald Trump als Teufel. Foto: Erik S. Lesser, epa/dpa

    Donald Trump hat Gerüchten widersprochen, wonach er im Falle einer Niederlage bei der Präsidentenwahl einen Fernsehsender plane. «Kein Interesse», sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat. «Ich höre das überall. Ich habe eine großartige Fan-Basis mit unglaublichen Leuten, aber daran habe ich einfach keinerlei Interesse.»

    Spekulationen über einen Sender Trumps oder ein eigenes Medienunternehmen auch in direkter Konkurrenz zu Fox News halten sich seit Monaten. Sie wurden zuletzt auch durch einen Bericht der «Financial Times» befeuert. Demnach soll Trumps Schwiegersohn Jared Kushner den Chef einer Investmentbank getroffen haben, die auf große Mediendeals spezialisiert ist.

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